Stiftunglife

Montag, 29. August 2016

Landärzte gesucht

München ist überversorgt, jedenfalls rein rechnerisch betrachtet. Dort gibt es 150 Kinderärzte für rund 300.000 Kinder und Jugendliche. Ein Arzt für 2.000 Patienten. Damit liegt der Versorgungsgrad, der das Verhältnis Arzt zu Patienten in Zahlen misst, bei 134 Prozent. Das klingt ganz gut, allerdings kommt es darauf an, wo man wohnt. In einigen Stadtteilen gibt es zu wenig Ärzte. Das sind dann zweieinhalb Stunden Fahrzeit für ein Fieberzäpfchen keine Seltenheit. Wer im Bayrischen Wald wohnt, oder in Mecklenburg-Vorpommern, empfindet solche Verhältnisse als ganz normal.

Im Delta von Myanmar leben zwei bis drei Millionen Menschen, je nach dem welcher Statistik man trauen mag. Ärzte sind in dem riesigen Gebiet rar, Fachärzte gibt es dort nicht. Gut, dass die Swimming Doctors mit drei Ärzten an Bord unterwegs sind. Die nächste Mission beginnt übermorgen. Dann werden drei deutsche Ärzte mit an Bord sein. Heute ist Prof. Wolf Mutschler mit zwei Kollegen nach Yangon geflogen, morgen gehen sie an Bord der Swimming Doctors 2. Wir wünschen allen eine gute Reise und viel Erfolg/jg

Sonntag, 28. August 2016

Eine Sonntagsgeschichte


Ahmad, auf dem Bild rechts, kennen viele von uns. Heute möchte ich Muhannad, 26 vorstellen. Der Flüchtling, der sich eine Kleiderschrank bei der Diakonie kauft, 160.000 Euro unter einem doppelten Boden findet und das Geld zur Polizei bringt. Die Geschichte ging vor ein paar Monaten durch die Presse. Was hat der ehrliche Finder davon gehabt, wollte ich wissen. Muhannad kommt aus Syrien, aus Homs, dort hat er studiert. Vor einem Jahr ist er geflohen. Über Damaskus, Tripolis, Ismir, das Mittelmeer, Mazedonien und die Balkanroute ist er nach Passau gekommen, dann nach Minden. Seine Anerkennung hat er schnell bekommen, jetzt lernt er Deutsch und träumt davon, sein Studium an einer deutschen Uni abzuschließen. Für die Einschreibung braucht er seine Unterlagen aus Homs, an die ist schwer ranzukommen. Muhammad ist mit nichts nach Deutschland gekommen. "Einen Moment habe ich überlegt, was ich mit dem Geld mache, ich könnte meinen Eltern helfen, die noch in Homs leben, ich könnte den Freunden das Geld zurückgeben, dass sie für mich gesammelt haben, damit ich fliehen konnte. Aber ich habe mich für den richtigen Weg entschieden."Ein Handy hat Muhannad jetzt und einen Laptop - beides hat er geschenkt bekommen als Finderlohn von den Leuten, denen er die 160.000 Euro zurückgegeben hat/jg

Samstag, 27. August 2016

Bauleitung/2

Es gibt zur Zeit noch eine zweite Baustelle in Celle, die uns berührt: Sascha und Lennart bauen Ihr Häuschen. Wunderbar ruhig gelegen, nah zur Stadt und zum Büro. Viel Eigenleistung, bei der Familie und Freunde mithelfen. Auch hier schaut Sven vorbei - auf dem Foto im Gespräch mit Lennart - hilft und organisiert. Ende November soll alles fertig sein. Bis dahin gibt's noch viel zu tun, so ein altes Haus steckt voller Überraschungen/jg

Bauleitung/1

Wenn ich in Celle bin, gehe ich mit Sven (Bildmitte) auf die Baustelle. Wir lieben beide den Geruch von frischem Beton. Gestern wurde die zweite Decke geschüttet. Kaum zu glauben, wie schnell der Bau des Pflegeheims vorangeht. In einem Jahr werden hier 63 ältere Menschen wohnen. Für sie ist es die Aussicht auf ein zeitgemäßes Zuhause - für uns ist es eine wesentlich Investition der Stiftung zur Sicherung des Grundstockvermögens. Sven kümmert sich und organisiert jedes Detail. Am 23. September ist Richtfest, wer Zeit und Lust hat, mit uns ein Bierchen zu trinken, ist herzlich willkommen/jg

Freitag, 26. August 2016

Eine Regel und zwei Ausnahmen

Auf diese Foto ist beides zu sehen, die Regel und die Ausnahme: vor zwei Tagen hat Roland Schütz (ganz rechts im Bild) einen Ford Kühltransporter übergeben. Das Roland dabei die Lions vertreten hat, entspricht der Regel. Dass die Rotarier bei diesem Fahrzeug auch zur Finanzierung beigetragen haben, ist bei uns eine gern gesehene Ausnahme. Dass dieses Fahrzeug nicht an eine Tafel ging, sondern an den "Würmtaler Tisch" ist eine besondere Ausnahme. Zwar ähnelt die Arbeitsweise vom "Tisch" dem Vorbild der Tafeln, aber streng genommen handelt es sich dabei um einen Wettbewerber. Wie dem auch sei, der Roland hatte gute Argumente, das Fahrzeug wird direkt vor seiner Haustür eingesetzt, er kennt die Menschen, die sich dort engagieren. Gute Gründe für uns, an der Finanzierung des 399. Fahrzeugs mitzuwirken. In der nächsten Woche übergeben wir in München das 400. Fahrzeug/jg

Elektro Tafeltransporter

Dieses Mal werben wir nicht für Mercedes und auch keinen Ford - dieses Mal bieten wir ein Elektrofahrzeug für die Tafeln an: den NISSAN e-NV200. Das Fahrzeug bietet mit 4,2 m³ Laderaumvolumen ausreichend Platz für zwei Euro-Paletten oder Ladegut mit einem Gewicht bis zu 695 kg. Dank der sich weit öffnenden Hintertüren und der seitlichen Schiebetüren geht das Beladen schnell und einfach von der Hand. Die Reichweite liegt deutlich über 150 km, das Fahrzeug ist von der Kfz Steuer befreit. Rechnet man den Zuschuss der Bundesregierung ein, dann liegen wir bei rund 24.000 Euro incl. MWSt. Wenn wir die Lions mit ins Boot bekommen, dann sind das 8.000 Euro Eigenanteil für die Tafel + 8.000 Euro von den Lions + 8.000 Euro von unserer Stiftung. Ich denke, das ist ein ideales Stadtfahrzeug für die Tafeln. Ohne Kühlung. Mal schauen, welche Tafel dieses Zukunftsmodell mit uns starten mag?

Donnerstag, 25. August 2016

Erdbeben in Myanmar

Die Erde hat gebebt. Nicht nur in Italien, sondern mit etwa der gleichen Stärke auch in Myanmar. Nach ersten Berichten soll es dort vier Tote gegeben haben. Hier ist die Mail, die uns Min Min heute Mittag geschickt hat:

Hallo liebe Freunde, wir sind Ok. Aber mehr als 180 Pagoda und Temple von Bagan sind kaputt gegangen. Unsere Schule sollen in Ordnung sein. Ich warte auf die Informationen. Moment ich bin in Mandalay und Morgen komme ich wieder nach Bagan. Herzliche Grusse aus Mandalay. Min Min

Heute in der Süddeutschen Zeitung

Diesen Eintrag heute hätte ich mir gerne erspart. Aber Mann muss Realist sein, auch wenn es weh tut. Warum sollte das goldene Land von den dunklen Seiten des Kapitalismus verschont bleiben. Nachdem sich Myanmar für die westliche Welt geöffnet hat, bekommt es nun die Folgen zu spüren. Die Guten und die Schlechten. Die ausgepressten Arbeitslöhne von H&M darf man getrost zu den Schlechten zählen. Jetzt kann sich jeder von uns fragen, ob das der richtige Weg ist. Wir könnten den Satz "Der Kunde ist König" wiederbeleben, wenn wir nicht alles kaufen, was uns angeboten wird. Das gilt für Autos von Herstellern, die uns betrügen - genau so wie für Mode von Firmen, die asiatische Näherinnen ausbeuten. Oder geht uns das alles nichts an? Zu einem Teil haben wir es selbst in der Hand, wie wir leben wollen/jg

Was macht eigentlich der Gerhard


Wenn der Gerhard mal nicht in Sachen "Tafel" für uns unterwegs ist - oder für seine Nürnberger Land Tafel, oder für die Flüchtlinge in und um Feucht - dann genießt er das Rentnerleben und lässt es sich gut gehen: Ausflüge, Reisen und Konzerte, jetzt ist die Zeit dafür. Immer zusammen mit seiner lieben engagierten Moni. Besonders gerne nehmen die beiden ihre Enkelkinder mit, zeigen Ihnen die Vielfalt des Lebens und eröffnen ihnen neue Welten. Gerade hat Gerhard den seinen vier Enkel unser Studenten Projekt in Myanmar empfohlen "Schaut mal rein unter http://www.stiftunglife.de/stiftung/work-and-travel/ " hat er Ihnen empfohlen - und ich bitte alle Eltern und Großeltern das Gleiche zu tun und Ihre Kinder und Enkelkinder auf dieses Projekt aufmerksam zu machen. Es ist eine ganz wunderbare Gelegenheit ein fremdes Land zu bereisen, Eindrücke zu sammeln und dabei Gutes zu tun. Ein Gewinn für beide Seiten. Bei Interesse und Fragen setzt Euch bitte mit Britta in Verbindung/jg

Mittwoch, 24. August 2016

Schöne Fassade


Schöne Bilder gab's nochmal zum Schluß, dann waren die olympischen Spiele vorbei. Ein schaler Geschmack bleibt trotz der schönen Bilder, man weiß nicht so recht, welcher Sieg echt - und welcher ermogelt war. Bei VW rollen wieder die Bänder. Ob die Fahrzeuge, die jetzt in Wolfsburg produziert werden, den vollmundigen Werbeversprechen gerecht werden, das wissen wir nicht. Vertrauen, das beschädigt wurde, kann nicht so schnell wieder aufgebaut werden. Was Sport und Autos mit unserer Stiftung zu tun haben?

Wir leben vom Vertrauen der Menschen, die uns Ihr Geld geben, damit wir damit möglichst viel Gutes tun. Die 100 prozentige Umsetzung und den 100 prozentigen Erfolg können wir nicht garantieren, aber wir bemühen uns darum. Ehrlich, mit viel Freude und noch mehr Engagement/jg

Dienstag, 23. August 2016

Update for Polli's Mission


Today 12 noon time Polli arrived back to Yangon. Everything are fine only Lab Techinecian Mr, U Kyaw Sat will be resign. Today he told me, he will not follow start mission 22. I phone already to Dr.Min Naing for find the new one.I'm also try for it. Today I told all of medical team for 31. August meeting and also what you want to bring them that day. Howabout ship crew ? Do they need to come ? Please reply me for it. Patients amount is very good, all total amount is 1004 peoples. Thanks, Naing Tun Aung

Gestern Abend in Hamburg


Sie haben sich bei Dorothea getroffen, hoch über den Dächern der Stadt: Tilman, Britta und Angelika, um sich über Neuigkeiten aus ihren Projekten auszutauschen. Vor allem ging es um die zukünftige Kommunikation mit den Studenten in Myanmar. Dorothea und Britta werden die kommenden Treffen über Facebook Gruppen organisieren - so können sie am einfachsten mit den Studenten direkt in Kontakt treten. Angelika plant im Moment die Finanzierung von weiteren Augen-OP's in Äthiopien. Es war ein interessanter und vielversprechender Abend/tk

Montag, 22. August 2016

Work and Travel

Karla und Isi aus Stuttgart werden die ersten beiden Studenten sein, die mit unserem "Work and Travel" nach Mayanmar reisen. Anfang November geht es los: die beiden wollen Land und Leute kennenlernen. Das passt gut, denn unsere burmesischen Studenten wollen sich mit Studenten aus Europa austauschen. Unsere Englischlehrerin Khu Khu bringt die jungen Menschen vor Ort zusammen. Dass dabei alle Englisch sprechen, ist beabsichtigt. "English Conversation Training" heißt das Projekt, mit dem wir unseren burmesischen Studenten ein Fenster in die Welt öffnen/jg

Sonntag, 21. August 2016

Reiseplanungen


Ein leicht verregneter Sonntag ist ein wunderbarer Tag, um den nächsten Urlaub zu planen. Seit sich das goldene Land geöffnet hat, strömen die Touristen zu den Sehnsuchtszielen - und beschweren sich dann darüber, dass die Shwedagon, der Inlaysee und Bagan voller Touristen sind. Dabei gibt es noch so viel unberührte Schönheit in dem Land zu entdecken - oder man reist in der Nebensaison. Ich staune noch immer darüber, dass ich die Pagodenfelder von Bagan morgens um sieben für mich ganz alleine habe. Das Gebiet auf der anderen Seite vom Fluß nenne ich die "touristenfreie Zone". Ins Delta verliert sich sowieso kaum ein Tourist. Selbst in Yangon gibt es noch reizvolle Ecken, frühmorgens an der Shwedagon oder Abends im Hafengebiet. Durch die Arbeit der Stiftung haben wir eine andere Sicht auf das Land und die Menschen. Wer sich diesem Blick anschließen möchte, dem geben wir gerne Tipps und Ratschläge für eine erfüllte Reise abseits der Touristenzentren - gerne gelegentlich auch gemeinsam. Hier ein unvollständiger Blick auf die Reiseplanungen von Team und Freunden im nächsten halben Jahr:

September Wolf und Dieter zu den swimming doctors
Oktober Jürgen zum neuen Schiff, Angelica zu den Studenten, Ursula zu den Schulen
November Ludger und Ingrid zu den swimming doctors, Karla und Isi zu den Studenten
Dezember Jörg, Karin, Egbert und Peter zur Schuleinweihung?
Januar Karin zu den swimming doctors. Jochen, Tom und Jürgen zu zwei Schuleinweihungen
Februar Andrea und Martina zur Schuleinweihung

Samstag, 20. August 2016

Garantiert


Vielleicht war es ja nur ein Marketing Gag, als Ikea im letzten Jahr die lebenslange Umtauschgarantie einführte. Nun ist das Geschichte, im neuen Katalog wird die "Geld zurück Garantie" wieder auf ein Jahr beschränkt. Damit entspricht das Versprechen des Möbelhauses zeitlich und inhaltlich unserer "Glücksgarantie". Wir garantieren jedem Spender die Rückzahlung seines Geldes, wenn er nicht zufrieden ist. Anfang August wurde diese Garantie nach sieben Jahren zum ersten Mal eingelöst. Eine Spenderin wollte als Gegenleistung für ihre Spende Werbung in einer Größe haben, die uns nicht angemessen erschien. Wir konnten uns nicht einigen, die Spenderin war unzufrieden. Also haben wir (Sven und ich) die Spende privat zurückgezahlt. Das 400. Kühlfahrzeug wird nun ohne Werbung an die Münchner Tafel übergeben. Damit schließt sich ein Kreis, denn auch das erste Fahrzeug, das wir zusammen mit den Lions finanziert haben, ging vor zwölf Jahren an die Münchner Tafel. Wer Zeit und Lust hat dabei zu sein, wenn das Fahrzeug übergeben wird, ist gern gesehen: am 1. September, um 11 Uhr bei der Münchner Tafel am Großmarkt/jg

Freitag, 19. August 2016

Wie macht man es richtig?


Der Künstler Liam Gillik hat die politische Situation in Europa auf seine Weise sichtbar gemacht.
Ich habe zustimmend genickt, als ich die Karte zum ersten Mal sah.

Kostas hat gerade gefragt, ob wir im November zur Olivenernte nach Kreta kommen wollen. Ja, das war unser Plan. Nun sehe ich Bilder in der Zeitung von syrischen Flüchtlingen, die auf den Ägäisinseln gestrandet sind. Griechenland ist pleite, die Flüchtlinge sitzen fest und wir pflücken Oliven auf Kreta? Irgendwie passt das für mich nicht zusammen. Dieses schlechte Gefühl haben wohl auch die Touristen: die Zahl der Samos Urlauber ist in diesem Jahr um 50 Prozent zurückgegangen. Wegschauen oder Wegbleiben ist auch keine Lösung. Sollen wir nochmal zusammen mit Kostas eine Griechenlandhilfe organisieren, dieses Mal für Flüchtlinge? Wo fängt man an, wo hört man auf? jg

Betroffenheit für einen Moment

Es kommt nicht so häufig vor, dass zwei große deutsche Tageszeitungen das gleiche Foto auf der Titelseite bringen. Für einen Moment wird ein fünfjähriger Junge zum Symbol des Leidens in der täglich bombardierten Stadt Aleppo. Vielleicht trifft uns dieses Foto auch besonders, weil Flüchtlingsbilder in den deutschen Medien nicht mehr so präsent sind. Die Politiker haben uns das Problem vom Hals geschafft. Manche Menschen wird das freuen, andere nicht.

Als Stiftung beschränken wir uns darauf, die Flüchtlinge zu unterstützen, die hier in Deutschland ein Aufenthaltsrecht bekommen haben. Diese Menschen haben nur dann die Chance, ein guter Teil unserer Gesellschaft werden, wenn sie unsere Sprache sprechen. Staatlich angebotene Volkshochschulkurse reichen nicht aus. Wir brauchen Menschen, die hier leben und die den Fremden die Hand reichen mögen. Es gibt solche Idealisten - und wir unterstützen die gerne: in Aßling, Buxtehude, Celle, Dresden, Gießen, Hamburg, Hannover, Köln, Langen, Oldenburg, Wiesbaden und zwanzig anderen Städten/jg

Mittwoch, 17. August 2016

7. Oktober 2016



Der Termin ist noch nicht offiziell bestätigt, aber irgendwie funktioniert dann doch alles - das haben wir in den zehn Jahren gelernt, die wir in Myanmar unterwegs sind. Man darf sich also den Termin für die feierliche Einweihung von Swimming Doctors 3 schon mal in den Kalender schreiben. Der burmesische Gesundheitsminister hat sich angekündig und wir freuen uns - zeigt es doch, das unser Engagement im Land anerkannt wird. Es bleiben noch sechs Wochen für die Feinarbeiten, den letzten Anstrich, das Einräumen der Geräte und einen kleinen Probelauf. Freunde der Stiftung, die am 7. Oktober zufällig in Yangon sind, bekommen natürlich eine Einladung. Direkt nach den Feierlichkeiten wird sd 3 zur ersten Mission auslaufen. Wir werden davon berichten/jg

Dienstag, 16. August 2016

Im Großen und im Kleinen

Beim Spenden geht's nicht immer um Geld und Zeit - manchmal hilft schon ein wenig Aufmerksamkeit. Diese Wasserflasche auf dem Foto hatte jemand im Fitnessstudio stehen gelassen. Ich habe den Deckel abgeschraubt und mit nach Hause genommen. Da steht eine große Glasvase voller Deckel. Sieht hübsch aus, was sich da bunt gesammelt hat. Jeden Tag bringe ich in paar Deckel mit, aus dem Fitnessstudios, aus Myanmar oder diese Tage vom Urlaub auf am Rhein. Alle abgeschraubt von leeren Flaschen. Wenn die große Glasvase voll ist, bringe ich die Deckel zum Rotary Club. Für 500 Deckel wird ein Kind in Afrika gegen Kinderlähmung geimpft. Eine tolle Aktion, auf die mich Hannelore vor zwei Jahren aufmerksam gemacht hat. Gutes Tun kann ganz einfach sein - und den Pfand am Automaten gibt's auch deckellos/jg

Infographics for volunteers



Good day! I will fly to Myanmar on Wednesday. But before that, I made an infographic for future PEC trainers who will volunteer to enhance and develop the English speaking skills of the students. This serves as a guide for them in starting the training. Best regards from Manila, Angelica

Myanmar - Work and Travel


Als Jürgen mir von seiner Idee mit der Work und Travel Englisch-Nachhilfe erzählte, war meine Reaktion erstmal skeptisch: Ich selbst habe in der Schulzeit lange gebraucht, bis die Grundformen der Englischen Grammatik saßen. Flüssig sprechen gelernt habe ich erst durch einen mehrwöchigen Aufenthalt in England, ich muss vierzehn oder fünfzehn gewesen sein. Ein kurzes Treffen reicht da doch nicht aus? Zudem weiß ich um die Englisch-Kenntnisse der Burmesen: Während meiner vier Monate in Myanmar war die Hilfsbereitschaft und Kommunikation selten ein Problem, über die englische Sprache konnte ich mich aber nur selten verständigen. Sogar Englischlehrer, die zwar die Grammatik beherrschen und den Kindern beibringen, die Wörter buchstabierend herunterzubeten, konnten oft nur das Nötigste vermitteln.

Aber dann musste ich an die vielen burmesischen Studenten denken, die ich in Yangon und Sagaing getroffen habe. Die Begegnungen liefen immer ähnlich ab: Anfangs sehr ängstlich und zögerlich, entwickelte sich schon nach kurzer Zeit ein Gespräch mit der zentralen Frage: Wie ist das da bei euch in Deutschland - aufzuwachsen, zur Schule zu gehen, zu studieren und arbeiten? Für einige war ich der erste Ausländer in ihrem Alter, mit dem sie sich unterhalten konnten. Das Entscheidende ist nämlich: Die Möglichkeit der Kommunikation! Auch mir hat das Englisch lernen erst so richtig Spaß gemacht, nachdem ich mich in England mit vielen Menschen unterhalten habe. Jede Zuwendung, jeder Kontakt den die Studenten zu gleichaltrigen Ausländern haben, wird eine große Bereicherung und ein großer Impuls sein/Tilman, auf dem Foto in der Mitte im Gespräch mit Studenten

Sonntag, 14. August 2016

Myanmar: Schulen und Facebook

Wer wissen möchte, wie es am Bau der HELEN Schule vorangeht, erfährt das am schnellsten auf der Facebook "School Family" Seite der Stiftunglife. Hier ist es Min Min, der gerade ein neues Bild gepostet hat. Gut zu sehen, dass die gemauerten Fundamente fertig sind. Auch bei den Schulen handelt es sich um eine geschlossene Gruppe - wer aufgenommen werden möchte, wendet sich am besten an sascha@stiftunglife.de

Myanmar: Studenten und Facebook

Die E-Mail ist der Kommunikations Standart - jedenfalls, wenn man in Deutschland lebt, berufstätig und über 25 ist. In Myanmar ist das anders: dort kommunizieren die meisten Menschen, die ich kennengelernt habe, über Facebook. Das Foto zeigt einen Screenshot der Stiftunglife Studentenseite. Wenn Khin ihren Studenten etwas zu sagen hat, nutzt sie die Facebook Seite. Diese Seite wird als geschlossen Gruppe auf Englisch geführt, ist also auch für uns zu lesen. Wer Interesse hat, kann sich von Khin einladen lassen: kinsan06@gmail.com. Für alle, die burmesische können: ich bin ganz sicher, dass es auch noch eine Gruppe gibt, auf der sich die Studenten in ihrer Sprache austauschen. Facebook ist so beliebt in Myanmar, dass es (fast) jeder nutzt/jg

Samstag, 13. August 2016

Den Horizont erweitern

Für einen Moment ist die Illusion perfekt: mit einer 3D Brille sind wir für einen Moment in einer anderen Welt. Noch fehlt die Interaktion, noch können Gerüche und Gefühle nicht elektronisch transportiert werden, noch lohnt sich die echte Reise in fremde Welten. Wer abseits der Touristenrouten Land und Leute kennenlernen möchte, bekommt Empfehlungen von uns und Kontakten. Wenn wir uns gut abstimmen, dann reisen wir vielleicht sogar ein Stück zusammen: wir treffen unsere Studenten in Sagaing - oder gehen mit den Swimming Doctors für ein paar Tage ins Delta - oder mit dem Motorbike in unsere Schuldörfer. Echte Reisen für Menschen, die ihren Horizont über 3D hinaus erweitern mögen/jg

Studieren hier und da

Wie viele Studiengänge kann man in Deutschland belegen - und wie viele werden in Myanmar angeboten? In Deutschland gibt es - hier auf dem Foto ist nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen - rund 18.000 verschiedene Angebote. Wer hätte das gedacht?

Das in Myanmar nur ein kleiner Bruchteil angeboten wird, ist klar. Bei unseren Studenten verengt sich die Auswahl nochmal, weil sie als brave Kinder das studieren, was den Eltern gefällt. Diese Eltern leben auf dem Land und arbeiten auf den Feldern. In den Dörfern gibt es nicht viele "Studierte" außer der Lehrerin und dem Doktor. Das sind die Voraussetzungen, wenn wir talentierte junge Abiturienten für unsere Förderung aussuchen. Ein bisschen "Berufsberatung" gehört mit dazu, wenn Khin sich mit jedem einzelnen unterhält, der sich bei uns beworben hat. In diesen Wochen melden sich die neuen Bewerber bei Ihr. Zehn bis zwölf von ihnen werden wir wieder aufnehmen - als Ersatz für die, die in diesem Jahr ihr Studium beendet haben. Wir freuen uns auf "die Neuen", besonders, wenn neue Berufe auftauchen. Denn wir haben nicht nur Lehrer und Ärzte im Freundeskreis der Stiftung - es gibt bei uns auch Juristen, Grafiker, Berufsmusiker, Unternehmensberater, Diplomaten und Filmemacher, die gerne Mentor für einen Studenten sein möchten/jg