Stiftunglife

Freitag, 2. Dezember 2016

Teamwork



Alles kann so einfach sein, wenn jeder gibt, was er kann: Dieter hat die Instrumente für die Swimming Doctors besorgt und gespendet - Ludger hat sie mitgenommen undunseren beiden burmesischen Ärzten eine kleine Anleitung gegeben - im Januar gibt es dann eine Fortbildung für die Medicalteams in Myanmar. Hier der kleine Bericht von Ludger: Wir versuchen unsere Kollegen ja immer weiter zu bilden. Ein Teil der Krankheiten auf dem Schiff betrifft die Augen. Besonderes häufig kommt es zu Infektionen und Fremdkörpern in den Augen. Ursache sind oft Staub oder kleinere Reiskörner, z.B. aus den Reismühlen oder im Rahmen der Ernte. Nach Rücksprache mit Dr.Goldammer hat er kleines chirurgisches Material wie Scheren, Werkzeug zur Abzessspaltung zur Fremdkörperentfernung und zum Ektroponieren des Oberlides besorgt. Wir konnten einiges mit den Kollegen üben. Im Januar ist mit einer in Myanmar lebenden Augenärztin eine Fortbildung aller drei Medicalteams der im Delta fahrenden Schiffe geplant/lp 

Was macht eigentlich Prof. Zwipp?


Gestern in München: Hans ist für zwei Tage hier, um an der medizinischen Fachtagung teilzunehmen. Auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben ist sein Rat gefragt. Als weltweit anerkannter Fußspezialist hält er Vorträge, und schreibt Bücher - und er genießt seine freie Zeit: in seinem Haus in Italien und Zuhause in Dresden. In Italien erntet er Oliven, in Dresden widmet er sich mit großer Freude der Bildhauerei. Seit mehr als zwanzig Jahren unterstützt Hans unsere Arbeit. Damit gehört Hans zu den langjährigsten Freunden der Stiftung/jg

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Kleine Freuden



Heute schon das Türchen aufgemacht? Seit 1920 gibt es den Adventskalender in der Form, in der wir ihn kennen - mit 24 Türchen, hinter denen sich kleine Bilder verbergen. Seit 1960 gibt es den Adventskalender zur Freude von Groß und Klein auch mit Schokolade. Glücklich, wer heute beim Öffnen des ersten Türchens seine Freude hatte. Freunde der Stiftung, die nichts drin hatten - oder noch viel schlimmer, die keinen Adventskalender haben - bitten wir, sich bei uns melden: info@stiftunglife.de  Wir verschicken gerne kleine Freuden in der Adventszeit/jg 


Floating Doctors



Alles Gute ist schon mal da gewesen. Von Jürgen bekommen wir aus Bangkok dieses Hinweis auf die "Floating Doctors". Das Schiff war in Thailand von 1955 bis 2010 im Einsatz. Ausschlaggebend war die gleiche Idee: seine Majestät, der jüngst verstorbene thailändische König, sorgte sich um die Gesundheit der Menschen, die entlang der Flüsse und Kanäle leben. Zu der Zeit hatten diese Menschen kaum Zugang hatten zu medizinischer Versorgung. Das Schiff arbeitete nach einem ähnlichen Prinzip wie unsere "Swimming Doctors". 61 Jahre später ist die medizinische Versorgung in Thailand so gut, dass dieses Schiff nicht mehr gebraucht wird. Wie wohl die medizinische Versorgung Delta von Myanmar in 61 Jahren aussieht...?!

Mittwoch, 30. November 2016

Küss niemals einen Buddha

Thailand trauert um seinen König. Es gilt in diesen Wochen als strenge Pflicht, schwarz zu tragen, Bars sind geschlossen, Partys untersagt. Urlauber müssen keine Trauer tragen - allzuviel Verständnis für Religion und Kultur erwarten sie ohnehin nicht von den Touristen. Dabei wäre es zur Vermeidung von Konflikten ganz empfehlenswert, sich ein bisschen mit Land und Leuten zu beschäftigen, bevor man in fremde Länder reist. Im vergangenen Sommer hatte ein Tourist Schwierigkeiten bei einem Klosterbesuch in Bagan. Er trug ein Buddha Tattoo am Bein, die Mönche empfanden das als Religionsbeleidigung. Auf Sri Lanka wurde eine Touristin für das Küssen einer Buddha Statue zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Wenn Buddha in unserer westlichen Welt zunehmend als Dekoartikel genutzt wird - hier auf dem Foto der Badezimmer Entwurf eines Innenarchitekten - entspricht das nicht einem respektvollen Umgang mit dem, was anderen Menschen hoch und heilig ist/jg

Dienstag, 29. November 2016

Annual meeting in Pyw Oo Lwin

In der letzten Woche gab es das jährliche Treffen unserer Studenten. In diesem Jahr in Pyw Oo Lwin, zwei Autostunden nördlich von Mandalay. Viele unserer 100 geförderten Studenten waren dabei. In Verbundenheit kamen auch einige, die Ihr Studium schon abgeschlossen und einen Job gefunden haben. Karla und Isi, unsere beiden Studenten aus Deutschland und zwei Mentoren waren mit dabei. Dank der vielen Bilder, die wir bekommen haben, können wir uns auch hier in Deutschland über die gelungene Veranstaltung freuen. Herzliche Grüße von Khin und unseren Studenten an alle Mentoren und Freunde der Stiftung: Dear Friends, here ere are some photos taken on the days of selection and annual meeting. I will send separately more pictureS. Have a nice day! Best regards, Khin

Meeting with mentors

Dear friends, our two Nursing students, Hnin Pwint Aung and Thinn Nwe Phyo met their mentors separately in Mandalay on 24th November. The mentors talked enthusiastically and gave good advices to their students for their future and the students were very happy for the chance. The best part of student program in Myanmar is having a great mentor who always showed ways to improve their lives. Thanks very much as ever for your continued support to our students. Best regards, Khin

Montag, 28. November 2016

Unser doppeltes Glück


Man kann nicht alle Kinder dieser Welt retten - und man kann nicht überall helfen. Die Idee, ein Kinderheim in Kapstadt zu unterstützen stammt noch aus der Zeit der Zusammenarbeit mit der MS Europa. Für das Schiff und seine Gäste war Kapstadt ein gern angelaufener Hafen, wir hatten keine eigenen Verbindungen dorthin. So lag unser Entschluss, dieses Projekt einzustellen, schon in der Schublade, als uns das Glück zweimal traf: zum einen erklärten sich die Freunde von der Hahn Air Foundation bereit, die jährlichen Kosten zu übernehmen - zum anderen verwirklichten Martin und Manuel im letzten Jahr ihren lang gehegten Wunschtraum von einem Haus in Südafrika. Nun mit Geld und enger Bindung ausgestattet, führen wir dieses Projekt gerne weiter und freuen uns über die Bilder und Berichte, die wir regelmäßig von dort bekommen. Dieser kam letzte Woche:

„Little Lambs - Christian Daycare" liegt inmitten des Township Imizamo Yethu mit knapp 40.000 Einwohnern in Hout Bay nahe Cape Town. Zur Zeit beherbergt die Tagesstätte 265 Kinder im Alter von 10 Monaten bis 6 Jahren. Es sind 11 Klassenräume vorhanden sowie 17 Toiletten. Jede Klasse wird von einer hauptamtlichen Lehrerin unterrichtet, daneben gibt es noch Hilfslehrerinnen und Praktikanten. Die einzelnen Gebäude sind mit überdachten Veranden verbunden. Es gibt einen schön gestalteten großen Spielplatz mit allerlei Geräten. Bei unserem Besuch heute war die Hauptprobe für die „Graduation Party" angesetzt, die für die Kinder gestaltet wird, die nach diesem Schuljahr in die Schule gehen werden. Eine wunderbare ausgelassene Stimmung, aber sehr diszipliniert: Mit Inbrunst haben die Kleinen die südafrikanische Nationalhymne herausgeschrien, die rechte Hand auf Herz gelegt wie Mr. Obama himself. Es hat viel Spaß gemacht, den Kleinen beim Singen und Spielen zuzuhören – die Kleinsten wollten von uns alle gleichzeitig auf den Arm genommen werden oder zumindest „give me five" spielen.

Bedauerlicherweise wurde allein in den letzten Monaten viermal eingebrochen und dabei ein erheblicher Schaden durch Vandalismus angerichtet. Die Errichtung einer zusätzlichen (elektrischen) Sicherung des umgebenden Zaunes ist zu teuer und so entschloss man sich, in den anstehenden Sommerferien (ab 15. Dezember) Security Guards zu engagieren, die Tag und Nacht die Anlage bewachen. Aber auch hierfür war die Finanzierung nicht gesichert. Spontan haben sich unsere Freunde Stephan und Bora schon vor Ort bereiterklärt die Kosten zu übernehmen. In Zukunft wird man die Eltern aus dem umgebenden township, deren Kinder hier ja privilegiert untergebracht sind, bitten, eine „Kontrolle" aus eigenen Reihen zu stellen; sollte das nicht klappen, müsste wohl der (sehr geringe) Jahresbeitrag erhöht werden. Das Jahresbudget wird fast vollständig aus Spenden finanziert, der Beitrag des Erziehungsdepartments ist lächerlich und außerdem werden neuerdings nur südafrikanische Kinder gefördert, die nicht wenigen „Flüchtlingskinder" müssen daher voll aus Spendengeldern finanziert werden. „Little Lambs" ist – nicht zuletzt durch einen großartigen und rastlosen Einsatz von Elke Zwicker – ein Vorzeigekindergarten, der nicht nur unsere volle Unterstützung mehr als verdient/mundm

Sonntag, 27. November 2016

Glückliches Zusammentreffen am 27.


In Myanmar sind Zahlen eine Wissenschaft für sich. Nicht schnödes Rechnen ist damit gemeint, sondern die Geheimnisse von Glückszahlen. Die Ziffer 9 ist das Nonplusultra. „Mein Autokennzeichen lautet zum Beispiel 7-7-0-4", sagt ein Mann in Birmas Hauptstadt Naypyidaw, der nach Jahrzehnten im höheren Dienst des Planungsministeriums Beamtenwürde ausstrahlt. Er wird ungeduldig, weil bei seinem Gegenüber nicht sofort der Groschen fällt. „7 plus 7 plus 4? Sind 18. 1 plus 8? Genau: macht 9", erklärt er dann. Er hat für das Kennzeichen 500 000 Kyat bezahlt – 400 Euro. Das ist dort ein Vermögen: fünf durchschnittliche Beamten-Monatslöhne. Doch er ist sich sicher: „Eine gute Zahlenfolge bringt Glück." Im buddhistischen Burma gilt die 9 als mystisch, weil Buddha neun Attribute hatte. In Pagoden stehen nach Planeten und Wochentagen benannte Altäre, an denen jeweils für eine bestimmte Anzahl Jahre gebetet werden muss: Zusammen sind es 108 Jahre, 1 plus 8 gleich 9. Verehrt werden aber auch Geister, die Nats. Davon gibt es 37. Aber was hat das mit 9 zu tun? „Es gibt nur deshalb 37 Nats, weil der Gründer des Bagan-Imperiums im 11. Jahrhundert einen Ober-Nat ernannte, um die Macht der Geister zu brechen", sagt Fremdenführer Hpoun Shwe. Ursprüngliche waren es 36 Nats – 3 plus 6 gleich 9. Ein Treffen von 9 Menschen steht also unter einem guten Stern, besonders, wenn es bei Kaffee und Kuchen um burmesische Reisevorbereitungen geht. Anja und Werner hatten eingeladen, Jürgen hat ein bisschen über Land und Leute erzählt. Es war ein schöner Nachmittag, heute, am 27. in Mammendorf/jg

60.000 Patienten



Gute sechs Jahre ist es her, dass ich dieses Foto in Yangon gemacht habe. Zwei Jahre nach Nargis war das der Anfang von den „Swimming Doctors". Der alten Reisfrachter hatte schon dreißig Jahre auf dem Buckel, wir konnten ihn mit 40.000 Dollar billig kaufen. Die Renovierung kostete dann ein Vielfaches - und doch hat es sich gelohnt. Das Schiff hat über 50 Einsätze hinter sich und ist noch heute im Einsatz. Viele Einsätze wurden von deutschen Ärzten begleitet. Zählt man die behandelten Patienten auf Swimming Doctors 1, 2 und 3 zusammen, so sind bis heute rund 60.000 Patienten behandelt worden. Mancher kam mit Kopf- und Bauchweh, andere wurden mit lebensbedrohenden Krankheiten gebracht. Wir haben sie alle bestmöglich versorgt. Arme Patienten werden von uns nach wie vor kostenlos behandelt, alle anderen leisten mit 2.000 bis 3.000 Kyat einen kleinen Beitrag. Unsere eigenen Kosten liegen bei 11.000 Kyat pro Patient. Wir danken allen, die uns mit Rat und Tat unterstützt haben - und denen, die uns geholfen haben, die laufenden Kosten zu tragen/jg

Loblied, zweiter Teil


Ohne diese beiden Herren wäre die Stiftung nicht so erfolgreich - und mein Leben ein bisschen ärmer. Ohne Capt. Than Oo hätten wir die Schiffe für die Swimming Doctors nicht bauen können - ohne Jerzy könnten wir sie nicht betreiben. Jerzy kümmert sich zusammen mit Naing vor Ort nicht nur um unsere Swimming Doctors und um seine 150 Kinder, gerade hat er unsere zwei deutschen Studenten betreut, denen es nicht gut ging. Ein großes "Dankeschön" heute an die männlichen Helfer im Team der Stiftung. In Myanmar sind das eben Jerzy und Than Oo auch Min Min und U Than Maung. In Deutschland sind das Roland und Gerhard für die Tafeln. Ludger, Dieter und Wolf für die Swimming Doctors. Neu im Team ist Dieter mit seinem Engagement für die Schulen. Schon lange im Team sind Bernhard, Jochen, Sven, Thomas, Tilman und Wolfgang. Sie alle engagieren sich ehrenamtlich: jeder gibt, was er kann. Vielen Dank an Euch alle, ihr macht das Leben jeden Tag ein Stück schöner/jg

Samstag, 26. November 2016

Kleine Geschichte aus Franken





Eine kleine Geschichte am Rande - nachdem mein 86-jähriger Onkel nach seinem Unfall nicht mehr in sein Haus kann, lösen ich den Haushalt in dem Reihenhaus auf, bevor ich es verkaufe. Etlichen Iranern und Syrern hatte ich angeboten, sich an den Möbeln, FS-und Radio-Geräten, Haushaltsgegenständen und an Kleidung etc. zu bedienen. Viele Menschen konnten wir glücklich machen, es war für manche wie Weihnachten und Ostern zusammen, denn wir kümmerten uns mit zwei Bussen auch um die Transporte. Ali und Soroor aus dem Iran bekamen die komplette Küche mit Spülmaschine etc. Ich sagte ihnen sie könnten sich auch an dem Werkzeug im Keller oder wenn sie sonst noch etwas finden - bedienen. Er bat mich, die beiden Steigstränge der Wasserleitung abzudrehen, damit er die Küche demontieren kann. Die Demontage  dauerte etwas länger - sie waren allein im Haus und stellten alle Gegenstände zum Abtransport vor das Haus. Am Abend drehte ich die beiden Steigstränge wieder auf und wunderte mich über ein leichtes Rauschen in der Leitung - die Wasseruhr lief und ich sauste in die Küche - alles OK. Der Grund für das Geräusch - er hatte im Dachgeschoß die Badewannen-Armatur abgeschraubt, weil er die in seiner neue Küche verwenden wollte und im DG schoss das Wasser nur so raus aus dem Kalt- und Warmwasser-Strang quer über die Badewanne.Ich war echt sauer und er kam dann auch reumütig und baute die alte Armatur wieder ein. Diese kleine Geschichte soll Euch zum Wochenende etwas erheitern/Gerhard

Freitag, 25. November 2016

Was macht eigentlich Roland Schütz


Wer ganz genau hinschaut, der sieht, dass Roland sich aufstützt. Das neue Knie funktioniert schon ganz gut, aber ein paar Tage wird es noch dauern, bis er wieder wandern und Golf spielen kann. Alles braucht seine Zeit. Wegen der Autos für die Tafeln brauchen wir uns inzwischen keine Sorgen zu machen, Roland hat seine ganzen Unterlagen mitgenommen in die Rehaklinik. Sein Zimmer dort hat er zum Büro umfunktioniert. Ich war froh, dass er er heute zwischen Anwendungen, Übungen und Tafeltelefonaten einen Moment Zeit für mich hatte. Herzliche Grüße von Roland aus Bad Wiessee an alle Freunde der Stiftung/jg

Donnerstag, 24. November 2016

Loblied, erster Teil



Der schöne Satz steht auf dem Titel der aktuellen Programmübersicht vom Hermann Schmidt Verlag. Auf der Suche nach Anregungen für den Kreativalltag wird man in dem kleinen Booklet leicht fündig. Beim Blättern durchs Programm ist die Lust zu spüren und die Leidenschaft für das, was diese Menschen tun. Das haben sie gemeinsam mit denen, die sich bei uns engagieren. Weil wir gut erzogen sind, fangen wir unser Loblied mit den Damen an: mit Angelika, Britta, Dorothea, Khin, Khu Khu, Tina und Ursula. Ohne Ihr Engagement wären unsere Projekte in Deutschland, Äthiopien und Myanmar nur halb so gut/jg

Nicht dabei - und doch dabei



Die Einweihung der HELEN School konnte die Spenderfamilie nicht miterleben, jedenfalls nicht persönlich. Damit die Dorfbewohner trotzdem eine Vorstellung haben von den Menschen, die sie beim Bau ihrer Schule unterstützt haben, gab es ein Bild. Ganz analog, wie früher, denn Internet und W-Lan sind von diesen Dörfern noch weit entfernt. Noch…. 

Mittwoch, 23. November 2016

17 Millionen



Unsere Bilanz aus dem Tafelbuch von 2011 verdient eine kleine Aktualisierung. Dafür haben wir mal kurz nachgerechnet, einfacher Dreisatz: wenn  270 Fahrzeuge einem Wert von 11 Mio entsprechen - dann entsprechen 404 Fahrzeuge (Stand November 2016) einem Wert von 17 Millionen Euro. Das sind Peanuts im Vergleich zu den Zahlen, die heute im Bundestag diskutiert werden bei der Vorlage des Haushalts für das Jahr 2017 - und doch haben diese Zahlen etwas miteinander zu tun. Auch wenn die größten Ausgaben des Bundeshaushalts in Sozialleistungen gehen, gibt es Menschen in unserem Land, die in Armut leben. Unter Ihnen sind rund zwei Millionen Kinder. Die Tafeln helfen diesen Menschen - und wir helfen den Tafeln. Seit 23 Jahren - und seit 11 Jahren in Zusammenarbeit mit Roland Schütz und vielen Lions Clubs in Deutschland. Herzlichen Dank an alle, die dieses Stück gesellschaftlicher Solidarität in unserem Land mittragen/jg

Dienstag, 22. November 2016

Das Jahrestreffen



Einmal im Jahr treffen sich unsere burmesischen Studenten. Die neu aufgenommenen - die schon studieren - und die, die schon fertig sind. Dieses Jahr sind mit Isi und Karla auch zwei Deutsche Studenten dabei. Das Treffen findet in Phy Lo Whin statt, der Nähe von Mandalay. Khin hat alles bestens organisiert, hier ist der Bericht von Isabel:

Ich durfte gestern bei dem jährlichen Treffen der Studenten in Pyin Oo Lwin teilnehmen. Circa 50 Studenten sind zu dem Treffen erschienen.Es war sehr beeindruckend, dass die älteren Studenten das ganze Treffen komplett moderiert haben. Zuerst haben sich alle vorgestellt.Später haben dann zwei ältere Studenten jeweils eine ca 20 minütige Rede gehalten, in der sie den neuen und jungen Studenten sehr viele Tipps gegeben und von ihren Erfahrungen erzählt haben. Daraufhin haben sich die restlichen Studenten alle Einzeln bedankt für die vielen hilfreichen Tipps und betont, wie dankbar sie sind, bereits die Erfahrungen von den älteren Studenten hören zu dürfen. Ich finde es total schön, dass Kin die Studenten alles alleine hat machen lassen und eine tolle Gemeinschaft unter den Studenten geschaffen hat/isi

Montag, 21. November 2016

Man nimmt, was man zur Hand hat

Der Mönch nimmt seine Kordel, der Matrose ein Stück Schiffstau, im Dschungel von Guatemala verwendet man Blätter. Wenn man bei Hans-Joachim Gregor die Toilette besucht, erfährt man wie sich Menschen zu helfen wissen, wenn fließend Wasser und Papier fehlen. Am Samstag, dem "Welt Toilettentag" wurde im Haus von H-J Gregor in Olching bei München auf zwei Quadratmetern ein "Klo Museum" eröffnet. Mit dem Toilettentag wollen die Vereinten Nationen darauf aufmerksam machen, dass 40 Prozent aller Menschen keinen Zugang zu einer Toilette haben. Unsere Schulkinder in Myanmar gehören zu den 60 Prozent, denen es besser geht. Mit jedem neuen Schulgebäude bauen wir Toiletten mit Handwasch Stationen. Das alle Kinder sich nach der Toilette dann tatsächlich die Hände waschen, daran arbeiten wir noch/jg

Sonntag, 20. November 2016

Das Ende der Barmherzigkeit

Mit dem feierlichen Ritual der Schließung der heiligen Pforte in der Basilika St. Peter endet heute das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Weil wir uns auch nach Schließung der Pforte weiterhin in Barmherzigkeit üben wollen, hier eine kleine Begriffsdeutung nach Wikipedia:

Die Barmherzigkeit (vom lateinischen misericordia) ist eine Eigenschaft des menschlichen Charakters. Eine barmherzige Person öffnet ihr Herz fremder Not und nimmt sich ihrer mildtätig an. Die umgangssprachliche Formel „Mitleid und Barmherzigkeit" deutet an, dass hier Unterschiedliches vorliegt. Bei der „Barmherzigkeit" geht es weniger um das Mitfühlen, sondern um die Großherzigkeit. Die Großherzigkeit, einfach gesagt, das Geben, gilt als eine Haupttugend und wichtigste Pflicht bei Juden und Christen, im Islam, im Hinduismus und im Buddhismus. Das zugrundeliegende Adjektiv barmherzig ist seit dem 8. Jahrhundert Teil des deutschen Standardwortschatzes, durch das althochdeutsche Stammwort armherzi als Lehnübersetzung mit der Bedeutung von „der ein Herz für die Armen hat"

Samstag, 19. November 2016

Fotowettbewerb



Noch ein paar Nachträge zu unserem Foto Wettbewerb. Gefragt waren Bilder und Geschichten, aber letztendlich waren es die Fotos, die bei der Auswahl im Vordergrund standen. Weil es so viele schöne Bilder gab - genau gesagt waren es 61 Beiträge - hat die Jury fünf Plätze vergeben. Mit einem Sonderpreis wurden drei Beiträge ausgezeichnet, bei denen nicht die Bilder überzeugt haben, sonders besonders eindrucksvolle Geschichten. In der Münchner Jury saßen gestern Abend: Marlis Lang, Künstlerin, hier auf dem Bild zu sehen - Renate Weber, Schulleiterin - Catharina Burmester, Grafikerin - und Hans Horn, Filmregisseur und -produzent. Einige Bilder und Geschichten werden wir in unserer neuen Ausgabe von „100 Menschen„ veröffentlichen. Die erscheint Anfang des kommenden Jahres. Wir danken allen, die mitgemacht haben/jg 

Fotowettbewerb: der 1. Platz



Das ist er, der Gewinner von unserem kleinen Wettbewerb. Walter hat uns dieses Bild geschickt. Seit vielen Jahren reist Walter nach Burkina Faso um dort eine Krankenstation zu betreuen. Wir unterstützen Walters Engagement mit unseren Solarlampen. Im richtigen Leben arbeitet Walter als Bildredakteur und Fotograf bei der Süddeutschen Zeitung. Hier ist seine Geschichte:

Eine ältere Frau aus meiner Nachbarschaft gibt mir, immer wenn ich nach Burkina Faso reise 100 Euro in Bar mit, für sie eine Menge Geld, das sie aber gerne gibt. Die Auflage, es soll nicht als Teilbetrag in die Projekte fließen, sondern den Kindern direkt etwas Freude bereiten. Gar nicht so einfach unseren Schülern, inzwischen ja mehr als 1.200 Kinder an der Zahl, mit 100 Euro eine Freude zu bereiten. Mit viel Verhandlungsgeschick konnten wir dann vor Ort bei einen Süßwahren Händler 1.300 einzeln verpackte Kekspackungen erwerben, somit bekam jedes Kind und jede Lehrkraft je eine Packung. Da wir so viele Kartons abgenommen haben wurden noch einige Überraschungsgeschenke mit dazu gepackt, wie z.B. diese Gruselmasken, was hatten die Kinder für einen Spaß und auch wir, sowie die Spenderin waren glücklich. Oft bedarf es nur sehr wenig um ein Lachen in Kindergesichter zu Zaubern.

Fotowettbewerb: der 2. Platz


Der zweite Platz ist wieder ein geteilter Beitrag: das Foto ist von Tom, der Beitrag kam von von Jochen: 

Mein persönliches Lieblingsfoto, welches auch groß hinter meinem Schreibtisch hängt, entstand bei einem Trip zu den Swimming Doctors vor einigen Jahren. Nach einer aufwendigen, mehr als acht Stunden dauernden Fahrt mit Auto und Boot kamen wir in einem Dorf, fernab der Zivilisation, an. Obwohl die Leute dort – nach unseren Maßstäben – nichts haben und wirklich mit einem absoluten Minimum auskommen müssen, hatte ich schon lange keine so unbedarften und glücklich wirkenden Kinder gesehen. Glück ist glücklicherweise eben doch unabhängig von materiellem Reichtum.

Fotowettbewerb: der 3. Platz


Ich habe für den Wettbewerb Motive aus der Arbeit auf swimming doctors ausgewaehlt. Sie haben mit unserer aerztlichen Taetigkeit zu tun. Es geht immer um die Suche nach Hilfe, die Hilfsbeduerftigkeit und Vertrauen voraussetzt. Fuer uns Aerzte stellt sich ja - welch ein Privileg unseres Berufes ! die Sinnfrage nicht, wohl aber nehmen wir viel Verantwortung und Sorgfaltspflicht auf uns, damit unser Handeln zielgerichtet und hoffentlich erfolgreich ist.  Bei Kindern ist dies im besonderen gegeben. In Myanmar bewegt mich immer wieder, wie froehlich, behutsam und zaertlich die Muetter und Vaeter  mit ihren Kindern umgehen. Dieses Foto ist nicht  "schoen " .es zeigt ein behindertes Kind,das schon tagelang vor Schmerzen wegen eines Abszesses oberhalb des Ohres schrie und nichts mehr ass und kaum noch trank.Wir mussten ihm zusaetzliche  Schmerzen zufuegen, aber nach der Abszess-Entlastung schlief es noch an Bord ein. Wir waren erst nassgeschwitzt, dann erleichtert….
Wolf

Fotowettbewerb: der 4. Platz


Ein Foto und seine Geschichte, eingereicht von Christian Irrgang aus Hamburg

Februar 2014. Bundespräsident Joachim Gauck ist zu einem Staatsbesuch in Indien und wird am Nachmittag eine Rede im Audimax der Jawaharlal- Nehru- Universität in Neu Delhi halten. Der Saal ist hoffnungslos überfüllt, die Hälfte der Zuhörer steht draußen vor den Fenstern und kommt nicht mehr rein. Als Gauck das mitkriegt, geht er zu einem der Fenster, um die Studenten zu begrüßen, aber das Fenster lässt sich nicht öffnen. Trotzdem schafft es der Bundespräsident, eine Brücke durch das Glas nach draußen zu schlagen: indem er von innen seine Hände gegen die Scheibe legt und die jungen Leute von außen mit der gleichen Geste antworten. In seinem Vortrag wird Gauck dann sagen: „Die Werber für Terror und Gewalt haben es überall auf der Welt immer dort leicht, wo Menschen chancenlos sind, oder sich ausgeschlossen, oder ungerecht behandelt fühlen. Daher ist es so wichtig, öffentliche Güter wie Bildung und Gesundheit für möglichst viele Menschen, ja möglichst alle Menschen, bereitzustellen." 

Fotowettbewerb: der 5. Platz


Auf den 5. Platz ist ein gemeinsamer Beitrag gekommen. 

Das Bild ist von Wolf, der Text von Jürgen: In den vergangenen Jahren hat sich die Stiftung verändert. Aus der „One Man Show" ist ein Team geworden. Immer öfter sprechen die Freunde von „unserer Stiftung". Das tut mir gut. Nicht nur in sonnigfröhlichen Momenten wie hier bei der Schiffstaufe in Yangon. Mit ein bisschen Abstand betrachtet, tun mir meine Kritiker besonders gut. Wolf gehört zu Ihnen, ist Freund und wertvoller Kritiker. Was will ich mehr vom Leben….

Freitag, 18. November 2016

Fotowettbewerb: das Siegerfoto

Nein, das ist nicht das Siegerfoto, ihr könnt ruhig ausatmen, das Siegerfoto gibt es heute Abend hier zu sehen.
Eigentlich schade, dass dieses Foto nicht teilgenommen und somit auch nicht gewonnen hat, denn mit so einem Foto würden Nudeln bei uns mehr ins Gespräch kommen. Bei diesem Foto geht es um Kunst. Das Bild gehört zu den "Nudelskulpturen" des österreichischen Bildhauers Erwin Wurm. Bis zum 19. Februar sind diese und andere Nudelwerke des Künstlers im renommierten Münchener Lenbachhaus zu sehen. Das SZ Magazin widmet dem Nudelkünstler die heutige Ausgabe. Wenn sich nur ein kleines Stück der medialen Aufmerksamkeit von der Kunst zu den Tafeln lenken lassen würde, wären wir glücklich, denn Nudeln sind ein sehr gefragter Artikel bei den Tafeln. Leider gibt es davon viel zu wenig, weil Nudeln (fast) ewig haltbar sind. Schade für die Tafeln - für die Kunst scheinen genügend Nudeln und Interesse vorhanden zu sein/jg

Leser der Süddeutschen Zeitung freuen sich Freitags auf das SZ Magazin. Nicht nur - aber auch - wegen der "gefühlten Wahrheiten". Die Grafiken sind aus dem Leben gegriffen. Weil die Flut ungebetener Werbepost gerade in der Weihnachtszeit füruns alle ein leidiges Thema ist, erklären wir hier verbindlich:

Alle Adressen werden nur bei uns im Haus gespeichert. Das gilt auch für die Teilnehmer an unserem Foto Wettbewerb. Wir hüten diese Daten wie unseren Augapfel. Briefe und Informationen versenden wir nur gelegentlich  an die Freunde der Stiftung- und an Menschen, die sich für unsere Arbeit interessieren. Werbepost verbietet sich bei uns von selbst - der Grund dafür ist einfach: wir bezahlen alle Briefmarken privat/jg