„Im Juli verdoppeln wir jede Spende für die freie Verwendung“
Stiftunglife

Sonntag, 24. Juli 2016

Der GEXIT

Bevor ich hier den GEXIT erkläre, eine kleine Geschichte:
Ein paar Monate nach seiner feierlichen Verabschiedung treffe ich Wolf am späten Nachmittag in seiner Klinik. Er war den ganzen Tag dort im Büro um Vorträge und Tagungen zu organisieren. Ich schaue ihn fragend an: "Wolf, Du hast den ganzen Tag gearbeitet, das ist ja das Gleiche wie vor der Verabschiedung...?" Wolf schaut mich an und lacht: "Nein, lieber Jürgen, ist es nicht, ich arbeite genauso gerne wie vorher, aber ich habe nicht mehr die Verantwortung für den ganzen Laden."

Das hat mir gut gefallen, ich wußte in dem Moment, das soll mein Vorbild sein. Kommen wir nun zur konkreten Umsetzung: im ersten Schritt möchte ich die Verantwortung für die drei wichtigen Myanmarprojekte übergeben: Schulen, Studenten und Swimming Doctors. Diese drei Projekte haben erstklassige Menschen, die sich inhaltlich kümmern und gestalten. Sascha sitzt seit einem Jahr auf meinem Stuhl und kümmert sich im Hintergrund darum, dass die Zahlen stimmen. Wenn Ihr damit einverstanden seid, übergebe ich diesen Teil der Stiftung an Euch. Natürlich bin ich noch da, wenn es Fragen gibt. Auch weiterhin werde ich jeden Tag "zur Arbeit gehen", es gibt ja noch ein paar Sachen zu tun:

In nächsten oder im übernächsten Jahr möchte ich dann die Verantwortung für die beiden Projekte in Deutschland übergeben. Dann bleibe ich noch Ansprechpartner für unsere Musikprojekte + das Kinderheim und das Altenheim in Yangon + das Kinderheim in Kapstadt mit Jochen + die Brillen in Äthiopien zusammen mit Angelika + die Studenten auf den Philippinen mit Thomas + und gemeinsam mit Tilman der tägliche Blog. Genug zu tun, also doch kein GEXIT und wenn, dann nur ein ganz langsamer/jg

Samstag, 23. Juli 2016

Gute Aussichten

Es ist immer nett, wenn wir unsere Spender persönlich kennenlernen, denn mit dem persönlichen Kennenlernen beginnt das "Freude teilen". Heute hatte ich Gelegenheit den Spender der KLAUS Schule kennenzulernen. Kurz vor Konzertbeginn hat er sich Zeit für uns genommen. Udo hatte ihm mit so viel Begeisterung von seiner Schule in Myanmar erzählt, dass Klaus auch eine Schule haben möchte. In der nächsten Woche werde ich zusammen mit Moses und Min Min ein paar Dörfer rund um Bagan besuchen, um neue Schulstandorte auszusuchen und festzulegen. Dabei werde ich die andere Seite persönlich kennenlernen, die Empfänger unserer Spenden: die Eltern, Lehrer und Kinder für die KLAUS Schule - und die Dorfbewohner für ein weiteres Projekt, die KLAUS-MICHAEL Schule. Und dann suchen wir noch den richtigen Platz für die CB Schule, die "Christian Bullerbü Schule". Es gibt viel zu tun für unsere Scouts und die Bauabteilung in Myanmar, das hat sie mit der Bauabteilung in Celle gemeinsam. Udo mit seiner großen Bauerfahrung ist hier und dort gefragt/jg

Freitag, 22. Juli 2016

Gutes Team


Wer die Berichte auf unserer Website verfolgt, kennt Angelica, meine Studentin von den Philippinen. Seit kurzem hat sie ihr Examen in der Tasche. In ein paar Wochen wird sie in ihrer Heimat als Lehrerin arbeiten. Vorher diese Reise nach Deutschland. Es ist mein Geschenk für ihr soziales Engagement in ihrer Heimat. Gestern sind wir gemeinsam nach Frankfurt gefahren, um "Danke" zu sagen. Durch die Unterstützung der HahnAir Foundation können wir unsere 30 philippinischen Studenten bis zu ihrem Examen begleiten. Auf dem Foto sind neben Angelica die Menschen zu sehen, die für diese wunderbare Stiftung stehen: Liba in der Mitte neben Angelica, rechts Nico und links Norbert. Die HahnAir Foundation hilft Kindern weltweit, hat ein gläsernes Konto und bringt alle Spenden zu 100 Prozent ins Ziel. Mit denen sind wir gern "in einem Boot" jg

Donnerstag, 21. Juli 2016

Vorsprung durch Technik

Warum hab ich Bouke nicht früher gefragt?
Es gab mal Zeiten, da war unsere Beziehung enger. Ein gutes Team waren wir: Bouke, der Daniel Düsentrieb + Jürgen, der Erzähler, der die Dinge verständlich erklärt. Die gute Kombination hat trotzdem nicht gereicht, damals, der "Dosenpfand" wurde anders umgesetzt - auch wenn Bouke alle Dosen sorgfältig durchnummeriert hatte. An Bouke habe ich mich vor ein paar Wochen erinnert, nachdem wir mit dem PAUL Warnsystem nicht recht vorangekommen sind. "Gib mir zehn Tage Zeit" war seine Antwort. Gestern kamen die Bilder vom Prototyp. Eine elegante Lösung, mit Solar, einfach vor Ort nachzurüsten. Wir sind begeistert. Danke, lieber Bouke/jg

Humanität birgt Risiken

Bei weit über einer Million Neuankömmlingen aus Kriegs- und Krisengebieten ist es schon rein statistisch ausgeschlossen, dass keiner dabei ist, der Böses im Schilde führt, und keiner, der labil ist, anfällig für Radikalisierung, keiner, der letztlich gewalttätig wird. Viel ist in der Debatte um die Aufnahme der Flüchtlinge darüber gestritten worden darüber, ob die Behörden überfordert sind mit der Registrierung der Neuankömmlinge, von einer Überprüfung ihres möglicherweise radikalen Hintergrunds ganz zu schweigen. Bayerns Innenminister fordert strengere Grenzkontrollen. Ob sich damit solche Taten verhindern lassen? Das beständige Streben nach einem friedlichen Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens, zwischen Eingesessenen und Neuankömmlingen, ist das Gegenteil dessen, was die Terroristen des IS erreichen wollen. Ihr Ziel ist es, die Gesellschaft zu spalten und aufzuhetzen. Dem können wir nur unbeirrte Menschlichkeit entgegensetzen. Unser Projekt "Connecting People" ist ein kleiner Weg dahin, den jeder von uns gehen kann/jg 


Mittwoch, 20. Juli 2016

Bau der JEP School

"Bauen ist ein in Prozess, der nie beendet ist", hat Renzo Piano gesagt. Jeder, der ein eigenes Haus hat, weiß wie wahr dieser Satz ist. Die Veränderungen am Bau haben bei uns meist etwas mit Energie, Schall und Technik zu tun. In Myanmar geht es meist um Verbesserungen im Detail. So beim Bau der JEP Schule, da bauen wir die Fachwerkkonstruktion zum ersten Mal nicht aus Holz. Durch das weltweite Überangebot ist Stahl bezahlbar geworden - und leichter verfügbar als Holz. Das Gerüst wird dann, wie bei den anderen Schulen, mit Ziegelsteinen ausgemauert. Die Steine kommen aus der Region, die Handwerker, die das Bauwerk errichten auch. Im August dürfte die Schule fertig sein. Schüler, Lehrer und Dorfbewohner proben schon für die Eröffnungsfeier/jg

Dienstag, 19. Juli 2016

Stiftunglife auf Facebook


Liebe Freunde der Stiftung,
am vergangenen Freitag habe ich meine erste größere Semesterarbeit abgegeben mit dem Thema "Ökonomische Herausforderungen der Flüchtlingsmigration". Nun kann ich wieder ein wenig durchschauen und mich auf mein derzeitiges Praktikum bei der ZEIT konzentrieren.
Ein Stiftungstema möchte ich schon länger mit Euch besprechen: Die Facebook Seite.  Unsere Likes steigen mäßig und der Traffic (Besuche und Interaktionen mit der Seite/Beiträgen) ist leider gering!  Wofür pflege ich dieses Medium, wenn es keiner nutzt?  Facebook macht es möglich, dass wir uns innerhalb der Stiftung offen austauschen und über Projekte unterhalten können. Bisher kommt ein Großteil der Nutzer von den Philippinen, die unsere Inhalten gar nicht lesen können. Vor ein paar Tagen habe ich versucht, das neue Stiftungsvideo von Ludger zu verbreiten. Dieses Video ist toll, absolut Social Media fähig. Es könnte sich verbreiten, allerdings nur über eine aktive Community, die teilt und kommentiert! Ich habe alle Freunde der Stiftung angeschrieben, mit denen ich auf Facebook befreundet bin und sie gebeten, das Video zu verbreiten - leider mit wenig Erfolg. Es wäre schön, wenn Ihr ihr mir eure Gedanken dazu schreibt. Liebe Grüße aus Hamburg, Tilman https://www.facebook.com/stiftung2016/ 

Montag, 18. Juli 2016

Was bleibt

Welche Werte die Werbung der Stadtsparkasse im Auge hat, wissen wir nicht. Wenn man Frieden kaufen könnte, wäre das wohl die beste Anlage. Musik kann eine Brücke zum Frieden sein, manche von uns erinnern sich noch an unsere Förderung vom irakischen Jugendorchester vor einigen Jahren. Musikinstrumente sind nüchtern betrachtet Mittel zum Zweck. Manchmal geht die Beziehung zum Instrument darüber hinaus. Das war so bei unserem ersten Instrument, einem Kontrabass von 1890, den wir vor 15 Jahren gekauft haben. Das gerade erworbene Cello wurde im Jahr 1720 in Italien gebaut. Querflöte und Oboe sind neue Instrumente. Alle vier Instrumente gehören uns, wir haben sie jungen Musikern in die Hand gegeben, die sich damit entwickeln können. So bewahren wir Werte, schöne Musik sind unsere Zinsen. Am kommenden Donnerstag gibt es wieder die Gelegenheit, schöne Musik und unser Instrument zu hören: im Rahmen der Münchner Opernfestspiele gibt es "Mefistofele" und wir haben noch zwei Karten. Wer Zeit und Lust hat mitzukommen, schreibt eine Mail an juergen@stiftunglife.de

Sonntag, 17. Juli 2016

Money makes the world go round

Die Passagiere der MS Europa kommen viel rum auf der Welt. Wenn sie von ihren Ausflügen wieder an Bord kommen, haben sie häufig noch die Landeswährung in der Hosentasche. Damit die Scheine nicht in irgendeiner Schublade verschwinden, sondern noch einen Sinn bringen, haben die Gäste das Geld auf unser Spendenkonto eingezahlt. Das passt gut zu uns, weil das Team und die Arbeit der Stiftung vielfältig und bunt sind. Wir danken herzlich für die Unterstützung. Für alle die wissen wollen, wieviel das in deutschem Geld ist, lohnt sich ein Blick auf unser gläsernes Konto. Dort wurde das Geld am 7. Juli verbucht/sf

Unsere Studenten auf den Philippinen



Viele kennen Khin, die unsere Studenten in Myanmar betreut. Leslie, die sich um unsere Studenten auf den Philippinen kümmert, ist nicht so oft zu sehen. Leider haben wir zu den Philippinen nicht so eine enge Bindung, das ist schade, die engagierten Studenten dort haben jede Unterstützung verdient. Dank der HahnAir Foundation werden wir alle Studenten bis zum Ende ihres Studiums begleiten können. Leslie hat uns dafür gerade den Dank der Eltern übermittelt:

Hi there Jurgen,
Here is the manifesto prepared by parents last year. It took a long time before the parents were able to sign. Up to now some have not yet signed due to distance but they have expressed their commitments to pursue the educational assistance. In the past I have told you that I will continue to work with them throughout life. I am happy doing this and I want to keep inspiring these young people and their families to also find ways to help others in need. I want to take this opportunity to thank you for not only helping Angelica finish her college education but also fulfilling her dream of visiting Ann Frank's house. She will surely treasure this experience through out her life. Keep her safe.
Greetings from the rainy Mansalay. Hope you can again visit us. Regards to your family. Leslie

Samstag, 16. Juli 2016

Persönlichkeiten

Dear Ms. Ursula, I hope this mail brings you in good spirit. I told Jürgen how Germany brings me surprises every second of the day. I am very happy and very thankful meeting new people with vision of making the world a better place to live in and that includes you. I was inspired by your stories of being away from your family just to help the Burmese in Myanmar. It's also nice to experience exchanging thoughts about each other's culture with you. I have seen how point of views would bring people together in harmony. I would love to keep in touch with you. Best regards from München, Angelica

Was macht eigentlich der Johann?

Wer uns schon länger kennt, der erinnert sich gerne an die gemeinsamen Stunden mit dem Johann. Von ihm stammt der vielzitierte Satz "Mit das Beste an der Stiftunglife sind die Menschen, die man dort trifft." Prof. Johann Ebe war eine wichtige Stütze beim Aufbau unseres Schulprogramms. Während seiner Lehrzeit an der Fachhochschule München hat er seinen Studenten unsere Schulbauten in Myanmar nahe gebracht. In Theorie und Praxis - das war eine Erfahrung für alle Beteiligten. Nun gab es einen guten Grund für ein Wiedersehen: Min Min hatte ein Geschenk für den Johann bei mir gelassen, das dürfte ich gestern übergeben. Gut geht's ihm, gesund ist er. Gefreut über das Wiedersehen haben wir uns beide, wie hier auf dem Foto zu sehen ist/jg

Freitag, 15. Juli 2016

Was soll man sagen an so einem Tag. Während wir es gestern Abend schön hatten, sind 84 Menschen gestorben, die es auch schön haben wollten. Wir hatten das Glück. Wir hatten Glück auf dem Heimweg, weil wir keinen Unfall hatten. Keiner von uns ist die Treppe runtergefallen. Unser Tochter ist gesund. Was soll ich da schon sagen, wenn mich heute Morgen jemand beim Sport fragt "Wie geht's?"
Das Glück ist nicht gerecht verteilt auf dieser Welt. Vor ein paar Tagen hat mich Thomas nach der Motivation gefragt, mit der sich die Freunde in der Stiftung für andere Menschen engagieren. Die Antwort ist ganz einfach: wir haben ein ganz besonders großes Stück vom Glück abbekommen und wir empfinden es als lebenswerten Ausgleich, davon etwas abzugeben/jg

First 48 hours: First Impressions



Unsere philippinische Studentin Angelica ist die ersten Tage in Deutschland unterwegs. Hier auf dem Foto auf dem Celler Wochenmarkt. "Sind das alles echte Blumen?" fragt sie erstaunt. Hier ist ihr Bericht über Ihre ersten Eindrücke:
They say that stereotypes exist for a reason, and in a lot of cases they’re completely right, but Germany has been giving me many surprises each day. Upon knowing that I will be coming to Germany, there are things that I expected about based on the articles, blogs, and reading that I found on some books and the world wide web. Here are some of my impressions: A country's airport is said to be the eyes of the entire region. You can perceive a person's sincerity and personality through the opening of his/her eyes. Frankfurt International Airport is one of the things that impresses me most. I have seen it as well-planned, organized and very structured than what we have in South East Asia. I didn't expect that to be that way because I thought they love to preserve what's old and natural than upgrading to modernization. Hier weiterlesen

Donnerstag, 14. Juli 2016

Fluchtpunkt Belvedere

Von Ferne sehen sie fast aus wie Seerosen - doch beim näheren Hinsehen erkennt man, dass es Rettungswesten sind, Symbole von Flucht und Verzweiflung. Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei hat 1005 Rettungswesten von griechischen Stränden zu einem Kunstwerk arrangiert. Der Künstler kennt das Schicksal der Migranten. "Mein Vater lebte im Exil lebte, als ich geboren wurde. Ich bin zehn Jahre in einem Flüchtlingslager aufgewachsen, in dem mein Vater die öffentlichen Toiletten putzte." Die Rettungswesten sind ein starkes Zeichen für mehr Menschlichkeit. Die Installation ist Teil der Ausstellung "translocation - transinformation" im Wiener Belvedere. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Veränderungsprozessen, die durch Ortswechsel, Vertreibung und Migration ausgelöst werden. Ich werde im nächsten Monat hinfahren um mir das anzuschauen. Vielleicht hat jemand Lust mitzukommen..?

Call for Connection

Studenten haben in München ein Telefon aufgestellt. Mitten in der Stadt, am Rindermarkt. Wer Lust hat, greift zum Hörer und ruft einen Flüchtling an. Die Idee, die dahinter steckt, entspricht unserem "Connecting People", allerdings glauben wir, dass die Menschen leichter Tippen, als Reden. Jedenfalls beim ersten Kontakt. Aber die Aktion schafft ein bisschen Aufmerksamkeit. Das ist gut so, denn das Thema "Flüchtlinge" verschwindet immer mehr aus den Medien. Wie schön und bereichernd der persönliche Kontakt sein kann, das haben wir am Wochenende in Berlin gesehen: die Familie, die Ahmad bei sich aufgenommen hat, fühlt sich glücklich bereichert durch das neue Familienmitglied. Ahmad strahlt. Jetzt ist die Zeit doppelt gut, die er für die Anerkennung seiner Approbation in Berlin verbringt. Wer gerne telefoniert, kann das heute noch bis 19 Uhr in München am Rindermarkt tun - wer lieber tippt, der meldet sich bei leonardo@stiftunglife.de Der versucht dann, den passenden Kontakt zu einem syrischen Flüchtling zu vermitteln/jg

Mittwoch, 13. Juli 2016

Mehr als die Hälfte der Patienten in deutschen Arztpraxen kaufen sogenannte "Igel-Leistungen". Das sind individuelle Gesundheitsleistungen, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Der medizinische Dienst der Kassen hat jetzt 30 Igel-Leistungen bewertet., die oft angeboten werden. Nur zwei wurden als positiv eingestuft. Soweit die Nachricht, die heute auch in der Bildzeitung zu lesen ist. In Myanmar gibt es diese Probleme nicht - dort bezahlen die Patienten alle Leistungen selber. Es gibt keine Krankenkassen. Bezahlt wird in bar: bei der Hebamme, beim Naturheiler und im Krankenhaus. Im Dorfladen gibt es alle gängigen Medikamente. Die werden meist als einzelne Tabletten abgegeben, in der Menge angepasst an den Bedarf oder den Geldbeutel. Auch bei den Swimming Doctors müssen die Patienten zahlen: nur ganz wenig, aber immerhin ein kleiner Beitrag. Das hat etwas mit Wertschätzung zu tun und mit dem Preisgefüge im Land. Mit unserem medizinischen Angebot wollen wir die lokalen Angebote ergänzen, soweit es die gibt, ohne Konkurrenz zu sein. Wer arm ist, kein Geld hat wie die Mönche, wird gratis behandelt. Auch der Check-up beim Zahnarzt ist für alle Kinder und Jugendlichen bei den Swimming Doctors kostenlos/jg

Dienstag, 12. Juli 2016

Tafelkunden/2

In Deutschland leben 1,5 Millionen Kinder unter 15 Jahren, die in Haushalten leben, die auf Hartz IV Leistungen angewiesen sind. Ihre Zähne sind schlechter. Sie treiben weniger Sport. Sie können nicht so gut rechnen, sie fühlen sich ausgegrenzt. Bei jungen Menschen macht Armut viel kaputt. Vor allem entbehren sie viel Teilhabe, weil Armut peinlich ist. Man muss ein bisschen um die Ecke denken, um zu sehen wie unsere Hilfe für die Tafeln zu diesen Kindern kommt. In Deutschland muss niemand hungern, aber durch die Lebensmittelhilfen von der Tafel wird die Haushaltskasse geschont. So bleibt ein bisschen mehr Geld übrig für ein Paar Turnschuhe, eine Kinokarte oder den Schulausflug/jg

Tafelkunden/1

Als ich vor zwanzig Jahren das erste mal von den "working poor" gehört habe, war das eine Geschichte aus Amerika. Zehn Jahre später kam das Thema auch in unsere Gesellschaft. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, dass Menschen, die den ganzen Tag arbeiten, nicht genügend Geld verdienen, um davon leben zu können. Zu Anfang traf es ungelernte oder angelernte Arbeiter, aber inzwischen trifft es in München und Hamburg auch die Frau, die bei Penny an der Kasse arbeitet. Es trifft die Krankenschwestern, Altenpfleger und Polizisten, die in der Stadt arbeiten, aber sich das Wohnen in der Stadt nicht mehr leisten können. Rund 1,2 Millionen Menschen in Deutschland bekommen "Aufstockungsleistungen nach den Hartz IV Regelungen". Viele von Ihnen holen sich Lebensmittel bei der Tafel. Gut, dass es Hartz IV und die Tafeln gibt. Schlecht, dass unsere Gesellschaft solche Verwerfungen einfach hinnimmt/jg

Montag, 11. Juli 2016

Angekommen

Ako ay nagagalak na ako ay nasa Germany na! Nais kong makilala pa ang mga mentors at iba pang kasapi ng Stiftunglife.
Für alle, die nicht perfekt Philippinisch sprechen, hier die Übersetzung: ich bin sehr glücklich, das ich jetzt in Deutschland angekommen bin. Ich freu mich darauf, Mentoren und viele Menschen von der Stiftung kennenzulernen/Angelica

Zwischenbilanz

Gestern war ich zum Mittagessen bei der burmesischen Botschafterin eingeladen. In kleinem Kreis, oder, um genau zu sein, nur die Botschafterin und ich. Worüber unterhält man sich zwei Stunden lang? Die Botschafterin ist seit gut einem Jahr im Amt, wir sind schon etwas länger in Myanmar engagiert. Also habe ich als Gesprächsgrundlage mal zusammengezählt, was wir in den letzten zehn Jahren gemacht haben. Von den Ergebnis war ich selbst überrascht. Damit Ihr Euch mit uns freuen könnt, gibt es hier die Zusammenfassung in aller Kürze/jg

Bunte Vielfalt

Berlin: der alternative Stadtrundgang "so sehen Flüchtlinge ihre Stadt" endete im arabischen Viertel von Neukölln, in der Sonnenallee. Unser nette syrische Führer ist ein Feinschmecker. Er hat uns am Ende der Tour in das Hinterzimmer eines syrischen Restaurants gebracht, wo wir sehr lecker gegessen haben - wie auf dem Foto zu sehen ist. Schade, dass sich Duft und Gerüche mit dem Internet von heute noch nicht übertragen lassen. 16 Stunden später gibt es für mich ein Mittagessen in der Residenz der burmesischen Botschafterin. Dort wird auf feinem Porzellan serviert, was die Küche von Myanmar zu bieten hat. Sehr fein und sehr lecker. In der Vielfalt wird das dann noch übertroffen von dem asiatischen Büffet, das Martina am Abend für die Berliner Freunde der Stiftung serviert. Zwei Tage in Berlin haben eine bunte Vielfalt von Menschen, Themen und Leckereien geboten. Das kulinarische Angebot war dabei so groß, dass für die Berliner Spezialität, die Currywurst (bei Martinas Büro um die Ecke gibt es sogar ein Currywurst Museum) dieses Mal kein Platz war. Ein Grund mehr, bald wieder in die Hauptstadt zu reisen/jg

Sonntag, 10. Juli 2016

Treffen in Berlin



Eine Reise in die Hauptstadt lohnt sich immer. Martina hatte die wunderschönen Büroräume bei BCG für uns geöffnet. Aus München, Hamburg, Frankfurt und Köln kamen die Menschen, die sich für das Thema Flüchtlinge und Integration interessieren. So vielfältig dieses Thema ist, so vielfältig war die Runde besetzt. Wie bei unserem Treffen vor einem Jahr im Wildland ging es darum zu hören, was die Menschen bewegt, die sich engagieren. Wie können die Fremden möglichst schnell die deutsche Sprache lernen - welche Arbeitsmöglichkeiten und Beschäftigungsangebote gibt es für Flüchtlinge? Hilfe für alle die zu uns kommen, oder nur für die, die ein Bleiberecht bekommen? Über diese Fragen wurde leidenschaftlich diskutiert. Vielen Dank an alle, die dabei waren. Wir haben nicht nur über Flüchtlinge gesprochen, sondern auch mit Ihnen, deshalb ein ganz besonderer Dank an die drei Syrer, die mit in unserer Runde saßen. Beschlossen haben wir den Tag mit einem Rundgang durch den arabischen Teil von Berlin, rund um die Sonnenstrasse. Tina hatte das alles wunderbar organisiert/jg