Stiftunglife

Dienstag, 24. Mai 2016

Myanmar - Timo School Update


Bei uns wäre es ein Versicherungsschaden gewesen: in unserer komfortablen Welt sind wir gegen die finanziellen Folgen von Hagel und Sturm versichert. In Myanmar gibt es solche Versicherungen nicht. Die Menschen nehmen es als Gottgegeben hin, dass ein schwerer Sturm einen Teil der gerade neu gebauten Schule abgedeckt hat. Jetzt fassen alle mit an, um den Schaden schnell zu beseitigen: die großen Ferien sind fast vorbei, in zwei Wochen beginnt der Unterricht wieder, da soll alles fertig sein. Min Min kümmert sich vor Ort darum. Hier ist sein Bericht: Hallo Timo, hello dear Stiftunglife's Friend, I visited yesterday afternoon in Timo school and I saw that two and half room of our building and one room of other building's roofs are damaged. The villagers requested help from the Education Department, but in the moment they got no reply. The renovation work will cost around 3.000 Euro. So I discuss with them. They know our system "one to five". They agreed to pay 500 Euro from their side and I agreed to pay 2.500 Euro from our school maintainent account. So we will start the renovation works tomorrow. Best regards from Bagan/Min Min

Montag, 23. Mai 2016

Altersarmut in Deutschland


München ist eine reiche Stadt. Das Foto habe ich morgens am Hauptbahnhof gemacht. Ich hätte es auch mittags am Ostbahnhof oder abends in Pasing machen können. Es gibt sie in München und in jeder anderen Stadt, zu jeder Zeit, die Menschen, die in den Mülleimern nach ein paar Pfandflaschen suchen. Viele Männer, meist älter, ab und zu sieht man auch Frauen. Menschen, die mit ihrer Rente oder der Sozialhilfe nicht mehr über die Runden kommen. Wenn ich zur Lebensmittelausgabe der Münchner Tafel gehe, schaue ich in die gleichen Gesichter und es werden immer mehr. Die Folgen knapper Renten sind nicht nur ein Zukunftshema für Talkshows - diese Folgen sind heute schon im realen Leben zu sehen, wenn man nicht wegschaut. Wer sich mit diesem unangenehmen Thema etwas näher beschäftigen möchte, findet hier eine gute Übersicht: www.spiegel.de/static/happ/_pattern/story/foundation/v2/pub/j65201.html und in unserer Unterstützung für die Tafeln eine wirksame Hilfe/jg

Sonntag, 22. Mai 2016

Was macht eigentlich Purple Schulz?


Purple und seine Frau Eri besuchen uns in München. Zusammen mit Katja und Yvonne verbringen wir einen sonnige Abend im Biergarten und an der Isar. Zur Beantwortung der Frage, was das mit unserer Stiftung zu tun hat, machen wir einen kleinen Rückblick:

Dezember 2015 : auf der MS Europa lernt man interessante Menschen kennen und wunderbare Künstler. Purple ist beides, darüber sind sich alle einig, die seinen Auftritt gesehen haben. Ein paar Tage später nähert sich die Reise dem Ende. Galaabend mit feiner Garderobe, Captains Dinner, Fotografen, Seemannschor - das alles leitet uns hin zum Höhepunkt des Abends, der Versteigerung der Seekarte. Beim Abendessen meint Purple "Da müsste man doch ein bisschen mitbieten, damit der Preis in die Höhe geht, ist doch für einen guten Zweck." Niemand widerspricht ihm und so hebt der kleine Mann ein ums andere Mal die Hand gegen die großen dieser Welt. Jeder gibt, was er kann. Kapitän Hartmann freut sich, das Publikum klatscht anerkennend. Das Purple und Eri am Ende des Abends nicht als Gewinner auf der Bühne stehen, darüber haben wir die beiden dann bis spät in die Nacht in der Sansibar hinweg getröstet. Schöne Geschichte/jg

Samstag, 21. Mai 2016

Sommertermine


Das Foto hier ist aus dem letzten Jahr, da hatten wir es sehr schön bei unserem Stiftungstreffen in den Bergen. Einige von Euch werden sich wiedersehen, ein paar neue Gesichter werden dazukommen, wenn wir uns in diesem Sommer treffen. Für alle Freunde der Stiftung, die gerade Ihre Wochenenden planen, haben wir hier ein kleines Update zu unseren nächsten Stiftungstreffen zusammengestellt: Wer Interesse hat, wer dabei sein möchte, wendet sich bitte an die genannten Ansprechpartner:

- 17. bis 19. Juni in Strassburg, Schwerpunkt Schulen bauen in Myanmar, das organisiert jochen@stiftunglife.de

- 25 und 26. Juni in München, Schwerpunktthema Swimming Doctors, das organisiert wolf@stiftunglife.de

- 9. Juli in Berlin mit Initiativen, die Flüchtlingen bei der Integration helfen, das organisiert juergen@stiftunglife.de

- 30. und 31. Juli Stiftungs Jugendcamp in Neuffen, das organisiert kristina@stiftunglife.de


Freitag, 20. Mai 2016

Was macht eigentlich Roland Schütz?


Sein Handicap wäre sicher besser, wenn Roland mehr Zeit für's Spiel hätte. So sind die Erfolge auf dem Green wechselhaft. Seiner Spielfreude und dem Lebensglück tut das keinen Abbruch, der nächste Golfurlaub ist schon geplant. "Dann haben wir auch mal Zeit füreinander.." erzählt uns Erika "...Zuhause verschwindet Roland den ganzen Tag in seinem Büro." Dort warten noch verschiedene Anträge der Tafeln auf Bearbeitung. Dass eine Gemeinschaftsfinanzierung einfach so durchgeht, das ist die Ausnahme. Meist sind Kompromisse gefragt, Ideen und Kooperationen. Damit ist Roland in seinem Element. Der Erfolg von 400 Fahrzeugfinanzierungen für die Tafeln spricht für sich. Danke, lieber Roland, für Dein wunderbares Engagement seit elf Jahren für die Tafeln und die Lions in Deutschland/jg

Heute und Morgen in Köln



Den Beweis, das krumme Karotten und knubbelige Kartoffeln lecker schmecken, bekommen die Besucher des Aktionstages "Köln rettet Lebensmittel!" an diesem Wochenende kostenlos  serviert. Das Karotten wie auf dem Bild nicht auf unsere Teller kommen, liegt an den Normen die Aldi, Lidl & Co vorgeben. Aber nicht nur die anderen sind Schuld: statistisch gesehen wirft jeder Deutsche 82 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Ein Großteil davon wäre noch genießbar, allerdings lassen sich viele Verbraucher von Flecken auf der Kartoffelschale oder anderen Schönheitsmängeln abschrecken. "Zu gut für die Tonne!" heißt die Initiative, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln informiert. Obst und Gemüse sind die meist verschwendeten Lebensmittel. "Klar, das Auge isst mit - aber gerade bei Gemüse steckt hinter der schrumpeligen Schale eine wertvolle und leckere Frucht", erklärt Ursula Hudson von Slow Food Deutschland. Wie gut, dass es die Tafeln gibt, deren Kundschaft ist nicht so wählerisch, die nehmen auch krumme Karotten, Gurken und Bananen/jg

Donnerstag, 19. Mai 2016

Lese- und Reisetipp


Eine ganze Seite Reisetipps für das goldene Land: heute lohnt sich der Blick in die Süddeutsche Zeitung.gan besonders, denn dort werden die schönsten Reiseziele vorgestellt, besonders die unentdeckten Inseln im Süden des Landes. Wer eine Reise ins goldenen Land plant, findet auf Seite 30 viele wunderbare Anregungen. Natürlich stehen wir auch gerne mit Tipps und Kontakten zur Verfügung. Besonders empfehlen wollen wir Chit, die unsere Reisen plant und organisiert. Nachdem das Reisebüro neu organisiert wurde, hat sie eine neue Mailadresse: info@themightymyanmar.tours In der nächsten Woche wird Ursula wieder in und um Bagan und am Mt. Popa unterwegs sein, um nach unseren Schulen zu sehen. Anfang Juni ist Wolf mit den Swimming Doctors im Delta unterwegs. Im Herbst besucht Sascha unsere Studenten, während Ludger und Ingrid an Bord der Swimming Doctors im Einsatz sind. Das die Reisen zu unseren Projekten in Myanmar sich inzwischen auf viele Schultern verteilen, ist ganz wunderbar. Es macht den langen Weg nach Asien für alle angenehm und interessant/jg

Myanmar - Dachschaden

Dear Friends, four Days ago there is a strong wind in Bagan area. Most of our school are ok, but not Timo School. Timo School has damage two rooms. All the roof of classroom has fly away. School year will start in the another week. This message I got from Mr. U Than Maung while he made his monthly check for Paul. So now village people need help for Timo school. min Min from Bagan

Dear Min Min, shit happens, hopefully nobody was hurt. Please let the villagers repair the roof. Please have the money for that out of our maintanance account. Thank you for taking care. Best regards from Germany, Jurgen

Mittwoch, 18. Mai 2016


Der aktuellen Ausgabe von brand eins ist die Frage "Was und verbindet" eine Titelgeschichte wert. Grund genug für eine kleine Selbstbetrachtung: wer wir sind, Team und Freunde der Stiftunglife und wo wollen wir hin. Zuerst ein Rückblick: im Jahr 1989 war das Stiftungsteam mit Sven und Jürgen noch recht überschaubar. Mitte der 90er Jahre lernten wir René kennen - ein paar Jahre später kamen Dörte, Roland und Sascha zu uns. Dieser stabile Kern hat sich in den letzten Jahren mit wunderbaren Menschen verstärkt. Heute engagieren sich im Stiftungsteam 20 kluge Köpfe, jeder kümmert sich um einen Bereich. Unterstützt werden wir von 70 guten Freunde der Stiftung. Menschen wie Ingeborg, Tina, Andreas, Jörg und Udo, die unsere Arbeit engagiert begleiten, mit denen wir uns regelmäßig austauschen. Unserem Ziel, die ganze Stiftung mit 100 Menschen zu führen sind wir nah. Alle kommen wir aus verschiedenen Welten. Was uns verbindet, das ist der Blick über den eigenen Tellerrand - und die Freude, an ein paar sinnvollen Projekten mitwirken zu dürfen/jg

Dienstag, 17. Mai 2016

Myanmar: the 2nd sale



Zufall oder Fügung - heute kam eine Mail von Khin (siehe unten) und eine von Min Min. Khin hat uns ein Foto mitgeschickt, auf dem der Innenausbau von Swimming Doctors 3 zu sehen ist. Die Innenwände werden bei dem neuen Schiff nicht mehr aus Stahl gebaut, sondern aus einem Aluminiumgerüst mit Leichtbauplatten. Diese Leichtbauplatten werden genau aus dem Granulat hergestellt, dass wir an unserer Plastic Recycling Station P1 gewinnen. Das  Projekt läuft jetzt seit vier Wochen ganz gut. Hier ist der Bericht von Min Min:

Liebe Freunde in Deutschland, heute haben wir den 2. Verkauf von selbsterzeugtem Granulat aus Plastikmüll. Morgen fahre ich nach Mandalay um die Ware zu der Fabrik zu bringen, die machen dann Bauplatten daraus. Solche Platten werden im Innenausbau verwendet. Heute Abend habe ich mit die Leute von Bagan Plastic Campaing gesprochen. Alle freuen sich sehr, weil das Projekt gut läuft. Wir arbeiten weiter. Dieses Mal haben wir 500 Viss in zwei Wochen  geschafft. Herzliche Grusse aus Bagan von Min Min

Myanmar: progress update sd3

Dear friends, i was in the shipyard today. Interior decorations are ongoing. Steering room is being painted. There are ceremic works at toilet and bathroom. Handrails to main deck finished. Main deck water tanks pipeline and valves installation finished. Wheel house and engine room pictures are also attached to see their progress condition. Best regards, Khin

Montag, 16. Mai 2016

Swimming Doctors Route


Vor ein paar Tagen habe ich mit Sascha ganz fasziniert vor dem Rechner gesessen. Wir haben in Echtzeit beobachtet, wie sich unser Schiff  auf dem Fluss durch das Delta bewegt. Viel Vergnügen, wenn Ihr auch mal die Route von sd2 live verfolgen wollt, heute Morgen allerdings bewegt sich das Schiff nicht, unser Team ist offensichtlich im Einsatz und hält Sprechstunde in einem Dorf im Delta. Die Dorfbewohner wird das freuen. Hier ist der Link zum realtime Tracking: http://avls.securetrac.my und hier sind die Zugangadaten:

User ID - Demo type   
Password - 00000000   
Client name - Demo type

Update Swimming Doctors 2


Dear friends,  just information, we haven't get yet daily report since two days ago, because now their place is very bad connection. But they will try to send us, sometime we have mail problem in delta area. For the report with excel sheet I've to check when ship is arrive back. They can not send the report from tablet. For the doctor we are still finding the replacement, but Ms.Josephine have one gp doctor for volunteer.she was follow two mission  with us, at the moment even we not get the gp doctor we can keep going with her. For the Dentic Ms.Josephine have one. but he is still thinking, not confirm yet. We need to increase the salary for two peoples who they are cooking, as they have to do two jobs on board: cooking and crew job. We think about 20,000 kyats more per one person ? When I follow with the ship I visited to the village and find out about our ship. The village people like us and some peoples are waiting for us. They want to have service for the eyes, they want to make glasses for reading. Thanks and best regards, Naing Tun Aung

Sonntag, 15. Mai 2016

Wirtschaftsfaktor Flüchtlinge

In der Presse ist es heute zu lesen "Die deutsche Wirtschaft wächst dank Flüchtlingen so stark wie lange nicht mehr. Das Plus von 0,7 Prozent im ersten Vierteljahr ist viel größer als die meisten Ökonomen erwartet hatten."

Flüchtlinge und Nullzinspolitik, zwei Dinge die in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend kritisch gesehen werden, treiben unsere Wirtschaft. Die Unterbringung, Bekleidung und Integration der Menschen, die hier mit nichts ankommen, kostet Geld - und sie wirkt wie ein Konjunktur Förderprogramm. Wenn man dieses kurzfristige Geld als langfristige Investition sieht - und auch so handelt - dann können die Flüchtlinge rein wirtschaftlich betrachtet zu einem Förderprogramm für Deutschland werden, dass noch Jahrzehnte wirkt. Dazu passt die aktuelle Meldung, dass es nun doch keine Grenzkontrollen am Brenner geben wird. Nicht, dass Österreich und Italien nun ihr Herz für durchreisende Flüchtlinge entdeckt hätten - vielmehr scheinen beide Länder doch zu befürchten, dass die Einnahmen aus dem Geschäft mit den Touristen beeinträchtigt werden könnten. "Money makes the world go round" jg

Samstag, 14. Mai 2016

Die Tafeln und die Flüchtlinge


"Wir kommen gut miteinander aus!"
" Wir helfen denen, die gerade Hilfe brauchen!"
" In unserer kleinen Stadt werden die Fremden schnell integriert!"
" Beim Sport zeigen die Syrer uns, was sie können!"
Bei der Heider Tafel sind die Flüchtlinge kein besonderes Thema. Wer kommt, der bekommt was da ist. Wenn mal nicht genug da ist, dann fahren die Helfer eine Extratour, oder jeder bekommt ein bisschen weniger. Sehr sympathisch war das, was ich heute in Heide von den Tafelhelfern und den Lions zum Thema Flüchtlingsintegration gehört habe/jg

Eine von vielen Übergaben



Eigentlich war es eine ganz normale Fahrzeug Übergabe an die Tafel. Eine Fahrzeug Übergabe, wie sie alle 14 Tage irgendwo in Deutschland stattfindet. Ein tolles Auto, ein akzeptabler Preis, eine nette kleine Feierstunde. In großen Städten gehen solche Dinge leicht unter. In Heide ist das ein besonderer Moment. Für mich auch, weil ich in dem kleinen Städtchen aufgewachsen bin - aber auch für die engagierten Menschen hier. Zwei glückliche Lions, rechts im Bild, waren heute Morgen bei der Schlüsselübergabe mit dabei, viele Tafelhelfer und ein Redakteur Dithmarscher Landeszeitung. Es ist das zweite Fahrzeug, dass wir mit den Dithmarscher Lions für die Heider Tafel finanzieren, vor zehn Jahren war ich schon einmal zur Fahrzeug Übergabe hier. Vertraute Gesichter, gute Erinnerungen und ein funktionierendes Gemeinwesen. Schade, dass Roland Schütz, der uns zusammen gebracht hat, heute nicht dabei sein konnte/jg

Freitag, 13. Mai 2016

Was macht eigentlich Sascha Fuchs ?


Sonnenschein, Lebensfreude und Biergärten - ich komme gerade aus München zurück. Dort war ich ein paar Tage mit Jürgen zusammen. Wir haben in Jürgens kleinem Büro gearbeitet, bekannte Gesichter gesehen und neue Menschen kennengelernt. Auf dem Rückweg ein kurzer Halt in Fulda, um das Autohaus Sorg kennenzulernen - die als Ford Leithändler seit zwei Jahren alle Bestellungen und Auslieferungen für unsere Tafeltransporter abwickeln. Jetzt sitze wieder an dem Schreibtisch in Celle, den ich vor einem halben Jahr von Jürgen übernommen habe. Es geht mir gut im Büro am Neumarkt, ich gehe Morgens gern zur Arbeit - seit kurzem mit Hund - verstehe mich mit Dörte, Sven  und den anderen Mitarbritern und freue mich über täglich wechselnde Aufgaben. Mit Jürgen teile ich mir die Aufgabenfelder, meist sind wir einer Meinung, hin und wieder diskutieren wir über den richtigen Weg. Das ist eine gute Entwicklung. An meine Zeit in der Sparkasse denke ich nur noch gelegentlich. Heute Nachmittag könnte so eine Gelegenheit sein, da werde ich meinen Ex Kollegen den Finanzierungsplan für mein Häuschen im Grünen vorstellen. Dass die Stiftunglife von zwei Immobilienmenschen gegründet wurde, scheint abzufärben/sf

Donnerstag, 12. Mai 2016

Flüchtlings Initiativen Mosaik


Das Mosaik ist eine schon im Altertum bekannte Technik, bei der durch Zusammenfügen von verschiedenfarbigen Stein- oder Glasstücken Muster oder Bilder entstehen. Die Mosaikkunst wurde vor allem im Byzantinischen Reich betrieben. Heutzutage werden Mosaikfliesen auf Netzen industriell vorgefertigt. Gelegentliche Ausnahmen bestätigen die Regel - und damit kommen wir zum Thema des heutigen Eintrags: bunte Vielfalt zeigt ein Blick auf die Flüchtlings  Initiativen, die von uns unterstützt werden: http://www.stiftunglife.de/integration/staedte.php  Vor einem halben Jahr, als die gesellschaftliche Herausforderung nich im Auffangen der Flüchtlingswelle lag, waren spontane Hilfsbereitschaft und Improvisation gefragt. Jetzt braucht unser Land langfristigere Modelle, mit denen wir den Menschen aus Syrien und Eritrea helfen, bei uns heimisch zu werden. Wir unterstützen bevorzugt ehrenamtliche Helfer und Initiativen, die den Fremden unsere Sprache und unsere Kultur näher bringen/jg

Mittwoch, 11. Mai 2016

...die Menschen haben uns angelacht



"Ich war 11 Jahre alt, als meine Familie von Polen nach Israel ausgewanderte. Der Abschied war dramatisch, wir kamen mit fast nichts nach Israel und doch war es eine fantastische Erfahrung. Kurz danach haben wir uns zum zweiten Mal auf den Weg ins gelobte Land gemacht - und es gefunden: Wir sind 1969 mit einem Migrantenschiff von Tel Aviv nach New York gefahren. Mit offenen Mund fuhr ich an der Freiheitsstaue vorbei. Wir haben gefühlt, dass wir an einem wunderbaren Ort angekommen sind. Wir waren fremd, konnten kaum Englisch und wir kannten niemanden. Aber die Menschen haben uns angelacht, wir haben uns nicht als Ausländer gefühlt. So ging es damals vielen Einwanderern in New York."
Daniel Libeskind - 1946 als Kind jüdischer Arbeiter in Polen geboren, gehört zu den renommiertesten Architekten der Welt - in einem Zeit Interview

Dienstag, 10. Mai 2016

900 Kerzen sind nicht genug


"Liebe und tu was"
Wir sind dem Motto gefolgt, das am Eingang der St. Augustinus Kirche in München steht. Heute auf den Tag  ist es ein Jahr her, dass wir dort auf den Stufen 900 Kerzen angezündet haben - zum Gedenken an die die 900 Menschen, die ein paar Tage vorher im Mittelmeer ertrunken sind.

"Liebe und tu was"
Wir haben uns nicht damit begnügt, Kerzen anzuzünden. Das zurückliegende Jahr haben wir mit vielen verschiedenen "tu was" Aktivitäten gefüllt. Dabei haben wir uns immer auf die Dinge konzentriert, die wir als Menschen in diesem Land selbst in der Hand haben: wir finanzieren Sprachkurse und unterstützen ehrenamtliche Mentoren - vermitteln deutsche Chatpartner für Syrer, die hier niemanden kennen - pflegen Freundschaften und unterstützen engagierte Menschen, wie die Helfer in Aßling und Nienhagen. In zwei Monaten werden wir uns alle in Berlin treffen, um unsere Erfahrungen auszutauschen. Die Flüchtlingskrise hat einen anderen Modus bekommen: die Bilder sind nicht mehr so spektakulär, aber die Anforderungen an unsere Gesellschaft sich geblieben/jg