Gesellschaft

„Du bist das, was deine Gesellschaft ist.“
Lord Chesterfield, englischer Staatsmann und Schriftsteller
Die Tafeln
Während manche Menschen mit jedem Cent rechnen müssen, werden viele gute Lebensmittel weggeworfen. In fast tausend deutschen Städten sorgen 60.000 freiwillige Helfer für den Ausgleich: sie sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die beim Bäcker ...weiterlesen
Wir schieben Oma
Die Flüchtlinge aus Syrien haben viel deutsche Hilfsbereitschaft zu spüren bekommen, als sie hier ankamen. Jetzt geben diese Menschen etwas in unsere Gesellschaft zurück: sie gehen in Seniorenheime und leisten den alten Menschen Gesellschaft. ...weiterlesen
Klimaausgleich
Natürlich können auf Trump schimpfen, können bewusster leben, auf manche Autofahrt verzichten, vielleicht sogar auf manchen Flug. Aber wenn wir unser Leben nicht grundsätzlich verändern wollen, bleibt nur eine vernünftige Möglichkeit: ...weiterlesen
Aktuelles von den Tafeln, den Omas und zum Klima
Stiftunglife - Gesellschaft

Samstag, 24. August 2019

Datenschutz


Welche Daten werden gespeichert?
Wir versichern hier ganz offiziell, dass alle persönlichen Daten von Spendern bei der Stiftung auf einem eigenen Server in Celle gespeichert werden – und auch nur so lange, wie es den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten einer ordentlichen Buchhaltung entspricht, das sind zehn Jahre. Wir geben keine Daten weiter, wir kaufen- und verkaufen keine Daten. Nach Ablauf von zehn Jahren werden die Daten bei uns gelöscht. Zugriff auf diese Daten haben innerhalb der Stiftung nur die Projektleiter, die Datenverarbeitung und die Buchhaltung. jg

Freitag, 23. August 2019

Fridays for Future



„Während der Ferien haben in Hamburg genau so viele Schüler gestreikt, wie während der Schulzeit." Luisa Neubauer

Greta Thunberg kennt jeder, aber auch bei uns gibt es Jugendliche, die für die Sache brennen. Die 24 jährige Studentin ist das deutsche Gesicht der „Fridays for Future" Bewegung. Heute Vormittag war sie auf der Demo in Hamburg, heute Abend mit einem  beeindruckenden Interview auf 3 nach 9



Nachgerechnet



Als Kind habe ich mich an den schönen Himmelsstreifen erfreut. Inzwischen weiß ich, um die schädliche Seite des Fliegens. Es wäre besser, wenn wir alle weniger fliegen würden. Aber das scheint unrealistisch zu sein. Derzeit wird viel über den zweitbesten Weg diskutiert, die Kompensationen von Flügen. Mittwochabend hat Herr Spohr im "Heute Journal" stolz verkündet, dass man bei der Lufthansa Flüge klimaneutral reisen kann. Wir haben für den Flug   München - Yangon - München   die gängigen Kompensationsangebote nachgerechnet. In der Economy Class kostet uns das gute Gewissen 

bei der Lufthansa  21 Euro  -  bei MyClimate  70 Euro  -  bei Atmosfair  101 Euro

Die Wegstrecken sind mit 16.400 km bei allen drei Anbietern gleich, die Angaben zu den Emissionen reichen allerdings von 1,1 to bei der Lufthansa bis zu 4,4 to bei Atmosfair. Die Kosten für eine Tonne CO2 berechnen die drei Anbieter auf der Basis des Europäischen Emissionshandels mit rund 25 Euro pro Tonne. Zur Erreichung der Pariser Klimaziele sind allerdings 50 Euro pro Tonne notwendig. Die Kostenschätzung der Fachleute aus dem Bundes Umwelt Ministerium liegen bei 180 Euro pro Tonne. Noch schwieriger wird der Kostenvergleich, wenn man die Umsetzung des Geldes in CO2 reduzierende Projekte betrachtet. Wer welche Bäume zu welchem Preis über andere Organisationen wo pflanzen lässt, ist kaum nachvollziehbar. Woran soll man sich orientieren?


Mittwoch, 21. August 2019

Drei Anmerkungen




Die absurde Gleichzeitigkeit von Kreuzfahrtschiffen und Flüchtlingsbooten auf dem Mittelmeer
Venedig liegt an der Spitze, nur noch übertroffen von Civitavecchia mit 793 Kreuzfahrt Schiffsankünften in diesem Jahr. Der italienische Innenminister hat nichts dagegen, dass die großen Pötte die Stadt kaputt machen - die Schiffe bringen Geld ins Land, koste es was es wolle. Herr Salvini sorgt dafür, dass ihm die kleinen Schiffe nicht in die Quere kommen - Flüchtlinge machen viel Schwierigkeiten kosten Geld. Im Titelthema vom Spiegel kommen gleich zwei Problemfelder zusammen: der zunehmende Kreuzfahrt Wahnsinn und die Unfähigkeit der EU, eine menschliche Flüchtlingslösung zu finden. 

Drei Gründe, warum wir uns zu diesem Thema melden:
1. Von 2010 bis 2015 hatten wir eine Kooperation mit den Hapag Lloyd Kreuzfahrtschiffen. Wir waren gerne an Bord, haben den Hauch der großen weiten Welt genossen und bei den Gästen für unsere Projekte geworben. Unser Bewusstsein für die negativen Seiten der Kreuzfahrtindustrie war zu der Zeit noch nicht erwacht. Sorry...

2. Als Stiftung sind wir auch ein Teil der Gesellschaft. Das Schicksal der Flüchtlinge berührt uns, auch wenn es immer weniger Menschen geworden sind, die übers Mittelmeer kommen.. Die Chancen auf eine humane europäische Lösung können nur wachsen, wenn wir den Rechten und den ganz Rechten keine Stimme geben. 

3. Die negativen Folgen des Tourismus sind auch dort zu spüren, wo Menschen mit dem Flugzeug reisen. Wir gehören dazu, viele Stiftungsprojekte sind nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Dass wir in zehn Jahren noch so unbeschwert nach Myanmar fliegen (mit einer Klimabelastung von 6 Tonnen pro Person und Reise) wage ich zu bezweifeln. Ab sofort werde ich meine (klimakompensierten) Reisen nach Myanmar von vier auf zwei pro Jahr beschränken. jg

Sonntag, 18. August 2019

Wetten Das



Karlheinz Böhm hatte das Glück Frank Elstner zu treffen.
Am 16. Mai 1981 war Karlheinz Böhm bei "Wetten, dass..?" zu Gast. Der Abend verändert sein Leben. Die Zuschauer kannten den Schauspieler von den Sissi Filmen. Es war die dritte Ausstrahlung von „Wetten Das" mit dem Moderator Frank Elstner und Karlheinz Böhm wettete, er werde es nicht schaffen, dass "jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Schweizer Franken oder sieben österreichische Schilling für Menschen in der Sahelzone spendet". Zwar gewann er die Wette (es gelang nicht) aber dennoch kamen 1,2 Millionen DM zusammen. Es war der Grundstein für seine Hilfsorganisation „Menschen für Menschen"

Ich hatte das Glück, Karlheinz Böhm zu treffen. 
Das war im Herbst 1981, nach der Rückkehr von seiner ersten Äthiopienreise. Ich war beeindruckt, wollte auch helfen und er gab mir die Gelegenheit. Dass sich so ein Handeln für einen selbst auszahlt, kam mir später bei den Worten von einem Freund in den Sinn „Je mehr ich gegeben habe, desto mehr habe ich zurückbekommen". Der Satz hat sich für mein Leben bewahrheitet. Die Stiftung hat mich mit vielen interessanten Menschen zusammen gebracht, gestern Abend mit Frank Elstner. Er hat damals den Mut, die ungewöhnliche Wette von Karlheinz Böhm in seiner Sendung zuzulassen. jg


Freitag, 16. August 2019




20 % ignorieren den Klimawandel

70 % reden viel

10 % handeln


Natürlich können die 10 % nicht die Welt retten - aber sie können mit gutem Beispiel vorangehen. Erfahrungsgemäß bringt das mehr, als viele kluge Ratschläge.


Fridays for future


Greta auf dem Weg nach New York

Die erste zwei Nächte auf dem Atlantik hat sie überstanden. Das Innere der Yacht, mit der sie unterwegs ist, ist karg. Vier einfache Kojen gibt es an Bord: eine für Greta, eine für ihren Vater und eine für einen Filmemacher. Die beiden erfahrenen Profisegler Boris Herrmann und Pierre Casiraghi teilen sich eine Koje. Die Überfahrt ist kein Zuckerschlecken. Im September möchte Greta am UN Klimagipfel in New York teilnehmen und an der Klimakonferenz in Chile. Die emisionsfreie Reise dorthin ist eine PR Aktion. Das ist gut so, denn emisionsbelastete Klimakonferenzen hat es genügend gegeben. Weitere Konferenzen macht nur Sinn, wenn sie messbare Ergebnisse produzieren. Das war in der Vergangenheit nicht der Fall. Jetzt treibt eine 16-jährige Schülerin und eine mobilisierte Jugend die Politik vor sich her. Auch das ist gut, denn die etablierten Parteien haben es jahrelang versäumt,  notwendige Veränderungen einzuleiten. „Jetzt reicht kein Pillepalle mehr" hat Frau Merkel gesagt. Ob sie das aus Sorge ums Klima sagte, oder mit Blick auf schwindende Wählergunst, mag offen bleiben. Wichtig ist, dass etwas passiert. Nicht 2030, sondern jetzt. Wir dürfen Greta und ihren Freunden für Ihr Engagement danken, sie haben schon viel erreicht. jg

Mittwoch, 7. August 2019

Der Siegel schöner Schein




Viele NGOs und Stiftungen glänzen mit Siegeln und Zertifikaten.

Gelegentlich komme ich mir etwas schmucklos vor in dem, was wir tun. Die Gründe, warum wir bis heute kein DZI Spendensiegel beantragt haben, sind schnell aufgezählt: das Siegel ist teuer und unvollständig. Aktuell prüfen wir eine Zertifizierung unserer Umweltprojekte nach dem internationalen Gold Standard. Die begehrte Medaille ist so gut, das damit sogar CO2 Zertifikate gehandelt werden können. Leider ist die Prüfung zeitaufwändig und so teuer, dass sich unsere WasserSolarprojekte um mindestens 25 % verteuern würden. Das passt nicht zu uns. Wir werden unsere Projekte wohl weiterhin mit glänzenden Augen, aber ohne ohne glänzende Medaillen anbieten. jg

Montag, 5. August 2019

Der Geldverteiler



Seit Oktober 2013 sitzt Herr Luger von Montags bis Donnerstags 9 bis 14 Uhr in seinem Container in der Salzburger Innenstadt und verteilt das Geld von Spendern an Bedürftige. Wer Geld hat, liefert es bei ihm ab. Wer Geld braucht, holt es sich. So einfach ist das oder besser gesagt: so einfach könnte es sein. "Das Problem ist, dass die Menschen nicht wissen, wann sie genug haben", sagt Luger. "Ich müsste viel mehr Spenden bekommen, wenn ich mir ansehe, wie viel Geld die Menschen in Salzburg haben." Rund 200.000 Euro hat er schon verteilt und damit Hunderten Menschen geholfen. Null Verwaltungskosten. Eine Erfolgsgeschichte, für die wir uns Nachahmer wünschen. Das Buch „Der Geldverteiler vom Mirabellplatz" ist im Tectum Verlag erschienen. jg

Samstag, 3. August 2019




Es gibt eine gute Alternative zu Google: wir empfehlen die Suchmaschine, die Bäume pflanzt. Bei einer aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest landete Ecosia direkt nach Startpage und Google auf Platz drei. Vor zehn Jahren gegründet, zahlt Ecosia ortsübliche Steuersätze. Im ersten Jahr haben Christian Kroll und sein Team 100.000 Euro für Bäume gespendet - im letzten Jahr waren es über 4.000.0000 Euro. Wer diese Suchmaschine nutzt, tut was fürs Klima. Im Durchschnitt sind 45 Suchen notwendig, um einen Baum zu pflanzen. Ecosia passt gut zu uns, wir pflanzen auch Bäume: jeden Tag drei Stück in Deutschland, manchmal auch vier 🌳🌳🌳🌳 

Freitag, 2. August 2019

Fridays for Future


Die Entdeckung der Klimapolitik

Auch in den Ferien demonstrieren sie fürs Klima, hier auf dem Bild in Dortmund. Derweil drängt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil beim Klimaschutz auffällig zur Eile. Das hatte man aus den vergangenen Jahren noch anders in Erinnerung. CSU Chef Markus Söder wird zum politischen Vorreiter der Umweltschützer, wer hätte das gedacht. Er will Bahntickets verbilligen und Millionen Bäume pflanzen lassen - wir werden ihn gerne dabei unterstützen: in diesem Jahr mit mehr als 5.000 Bäumen, im kommenden Jahr werden es doppelt so viel. Das ist zwar nur ein kleiner, aber greifbarer Anfang - während die großen Worte der Politik erst einmal Erfüllung finden müssen. Wer weiß, ob die Bemühungen um den Klimaschutz noch genauso groß sind, wenn die „Fridays for Future" Bewegung mal nachlassen sollte. Die Schüler haben schon viel bewegt. Wir wünschen Ihnen Durchhaltevermögen - und weil gute Wünsche alleine nicht reichen, werden wir diese Initiative zukünftig auch finanziell unterstützen. jg

Mittwoch, 31. Juli 2019

Reiseexperte


Seit 35 Jahren bereise ich die Welt 

Dabei sehe ich nicht nur die schönen Seiten. Großer Reichtum in enger Nachbarschaft mit menschenunwürdiger Armut ist leider in vielen Ländern der Welt völlig normal. Das Elend der einfachen Menschen in Afrika wird mit jedem Tag größer, während die Regierungen das Blaue vom Himmel versprechen und zahlreiche  Hilfsorganisationen viel Geld für völlig Unnützes verschwenden. Nagelneue Geländefahrzeuge bringen kein Kind weiter. Für ein solches Auto könnte man ein ganzes Dorf jahrelang mit Wasser und Strom versorgen. Brunnen bauen müssen wir niemandem beibringen, das konnten die Bauern in Afrika bereits, als wir noch gar nicht wussten, wo Afrika eigentlich liegt. Aber in Myanmar, Ägypten oder auch Indien können wir mit der gezielten Intelligenzförderung viel erreichen. Ein Stipendium fördert, ein von fern per Internet unterstütztes Begleitprogramm seitens des Stifters lässt beide Beteiligten nicht in der sonst leider üblichen Anonymität. Solche Hilfe ergibt für mich Sinn, vor allem auch, da der ausgebildete Student schließlich und endlich seinem eigenen Land hilft. Stiftunglife zeigt dafür Lösungen auf, die jeder nachvollziehen kann. Meine Unterstützung in dieser Sache hat sie von ganzem Herzen!
Wolfgang Peters, Hapag-Lloyd Reiseexperte und Autor in „Glücksmomente, Geschichten von Menschen und Leben"

Sonntag, 28. Juli 2019

Mehr Blüten in Deutschland


Im ersten Halbjahr wurden in Deutschland Blüten sichergestellt im Wert von 1,6 Millionen

Im gleichen Zeitraum haben wir in Deutschland Samen verteilt für 1,6 Millionen m² Blüten


Wenn sich die künstliche Intelligenz immer weiter entwickelt, dann wird es Zeiten geben, in denen die Menschen nur noch virtuell miteinander kommunizieren. Das mag effizient sein, aber nicht besonders menschlich. Weil uns die persönlichen Bindungen zu den Freunden der Stiftung wichtig sind, setzen wir für die nächsten Jahre auf menschliche Intelligenz und menschliche Empfindungen. Ein gutes Gespräch bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein gehört dazu - unter vier Augen, oder bei der Hamburger Runde in einem größeren Kreis. Die Termine für die nächsten Treffen stehen hier: https://www.stiftunglife.de/ueber-uns/termine.html

Samstag, 27. Juli 2019

Green City


1981
im Vorfeld der Documenta 7, schreckte Josef Beuys die Stadt Kassel mit einer folgenreichen Aktion: 7.000 junge Laubbäume, jeder einzelne markiert mit einer hohen Basaltstele, ließ er auf eigene Kosten (rund 614 Mark pro Baum) in und um Kassel pflanzen. Nach anfänglichem Widerstand sind die Bäume den Kasselern nicht nur ans Herz gewachsen, die Bürger haben die „Stadtverwaldung" mittlerweile auch als Kunst begriffen. 

2019
Im Zeichen zunehmender Klimadiskussion, pflanzen wir 1.000 junge Obstbäume in Celle. Josef Beuys würde sich über diese Aktion freuen, in der jedermann seinen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten kann: die Obstbäume werden von der Stiftunglife gekauft und über die Stadtverwaltung kostenlos an Privatpersonen abgegeben. Die verpflichten sich Gegenzug zur Pflege der Bäume. Kosten der Aktion: rund 20 Euro pro Baum/jg

Montag, 22. Juli 2019

Ein Blick zurück



Im Großen Weltgeschehen stand das Jahr 1989 unter dem Einfluss der politischen Umwälzungen in den europäischen Ostblockstaaten. Im November öffnete sich die Berliner Mauer. Die Sowjetunion zog ihre Truppen aus Afghanistan zurück. In Amerika wurde George W. Bush als Präsident vereidigt. In China löste das Militär die monatelange Besetzung des Platzes des himmlischen Friedens gewaltsam auf. In Frankreichs eröffnet Staatspräsident Mitterand eröffnet die Glaspyramide im Innenhof des Louvre. Steffi Graf und Boris Becker gewinnen innerhalb weniger Stunden die Einzelwettbewerbe in Wimbledon. In Weilheim wird Thomas Müller geboren und Berlin findet die erste Loveparade statt. In Hannover wird die Gründung der Stiftung Life beurkundet. Die Zusammenführung in ein Wort als „Stiftunglife" kam zwanzig Jahre später mit der zunehmenden Bedeutung des Internets/jg


Samstag, 20. Juli 2019



Viel Aufmerksamkeit fürs Klima!

Die Kanzlerin hat den Einsatz der freitagsdemonstrierenden Jugendlichen gestern ausdrücklich gelobt. Ob dieses Lob von höchster Stelle zu der Rücknahme der Strafbefehle über 86 Euro für schulschwänzende Jugendliche geführt hat, ist nicht bekannt. Gestern Abend haben wir im Politbarometer erfahren, dass das Klima wichtig ist für zwei Drittel aller Deutschen - allerdings auch, dass nur ein Drittel  bereit ist, etwas dafür zu bezahlen. Nun enthüllt die Bild Zeitung, was die Sache kostet. In der heutigen Ausgabe steht alles drin. Man darf davon ausgehen, dass der Klimawandel ein wichtiges Thema ist, wenn es bei der Bild-Zeitung auf die Titelseite kommt....

Freitag, 19. Juli 2019


Zwischen Stolz und Glück

Die Tafeln feiern Jubiläum. Mit Sabine, Hannelore und Heike sind noch drei Frauen aus der Anfangszeit der Tafeln dabei. Wenn in Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf gefeiert wird, dann gebührt diesen Frauen ein ganz besonderes Lob. Sie haben der Idee Leben eingehaucht, sie haben Verbündete gesucht, Kisten geschleppt und Klinken geputzt. Ich hatte das Glück, die Idee in den Anfängen kennenzulernen, durfte mitgestalten, entwickeln und begleiten. Nach 25 Jahren und 422 Tafelfahrzeugen beenden wir unser Engagement. Die Idee der Tafeln in Deutschland ist groß und selbstständig geworden. Wir gratulieren von Herzen und machen uns auf den Weg, eine neue junge Idee zu suchen, die unsere Unterstützung gebrauchen kann/jg

Mittwoch, 17. Juli 2019



Der Brockhaus ist tot
Er war einmal der in Begriff des Lexikons – aber er hat die Umstellung in die neue Welt nicht geschafft. Wer heute aktuell informiert sein möchte schaut bei Wikipedia nach. Nur weil sich so viele Menschen auf der ganzen Welt für dieses Projekt ehrenamtlich engagieren, steht das ganze Wissen dieser Welt kostenlos für jedermann zur Verfügung. Die professionell/ehrenamtliche Struktur von Wikipedia war Vorbild für die Teambildung unserer Stiftung. Grund genug, dass wir die Arbeit von Wikipedia jedes Jahr mit einer Spende zu unterstützen. Tilman hat sich gerade darum gekümmert, dass unsere Einträge für „Stiftunglife" und für die Swimming Doctors" aktualisiert wurden/jg

Dienstag, 16. Juli 2019


Jetzt gibt es bei uns Punkte

Wer genau hingeschaut hat, hat die roten und gelben Punkte schon entdeckt, die seit ein paar Tagen in unserem gläsernen Konto am Anfang jeder Buchungszeile stehen. Der rote Punkt bedeutet, dass die Spende auf unserem Konto eingegangen ist. Wird der Punkt gelb, dann haben wir die Spende nach Myanmar überweisen (zum Beispiel für einen Schulbau) Wenn der Punkt von gelb auf grün umspringt, liegt die Quittung vor (zum Beispiel von Min Min für einen Schulbauten) mit der empfangenen Summe und den Geodaten für der Schule. Mit Datum, Unterschrift und der direkten Telefonnummer von Min Min. Ein paar Wochen brauchen wir noch, bis sich alles eingespielt hat, Mark und Dörte engagieren sich sehr. Wenn alles rund läuft, sind wir die Ersten in Deutschland, die eine überprüfbare Antwort auf die zwei Fragen liefern, die jeder hat, der Geld spendet:
1. Wo geht mein Geld hin?
2. Wieviel kommt an?

Verschenkt Bäume 👍



Was kann ich zum Geburtstag schenken? Eine Frage, die besonders drückt, wenn der Jubilar mit grauen Haaren Geburtstag feiert. Erfahrungsgemäß ist dann die Einrichtung komplett. Deshalb hier eine Empfehlung, die langfristig wirkt: verschenkt Bäume! Wenn der Baum in Deutschland gepflanzt wird, kostet das 20 Euro pro Stück (mit Anwachs- und Pflegegarantie) wir verdoppeln das Geschenk, indem wir für jeden Baum, der in Deutschland gepflanzt wird, einen Baum in einem Dorf in Myanmar pflanzen. Für alle Spenden ab 200 Euro bieten wir die exakte Verfolgung über unser Spendentracking bis ins Ziel/jg

Donnerstag, 11. Juli 2019

Fridays for future


"Ein bisschen Pillepalle reicht nicht mehr" Angela Merkel
Kürzlich berichtete die „Bild"-Zeitung von einer Unions-Fraktionssitzung, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel ungewohnt heftige Worte gewählt haben soll. Nach dem Sommer dürfe es von der Regierung „kein Pillepalle mehr" geben, sondern Beschlüsse, die zu „disruptiven" Veränderungen führen. Schließlich sei seit 2002 nichts mehr passiert beim Klimaschutz. Das ist die Regierungsparteien aufgewacht sind liegt wohl nicht nur an eigenen Erkenntnissen, sondern auch am Wahlerfolg der Grünen. Während wir auf den großen Wurf der Politik warten, unterstützen wir die Jugend, indem wir schon mal die kleinen Schritte üben:
- weniger Auto, mehr Bahn
- weniger Plastik, mehr Recycling
- weniger Shoppen, etwas bewußter leben
- weniger Flugreisen, lieber nähere Ziele entdecken
Wer weiß, am Ende könnten wir feststellen, das weniger mehr ist 🙂



Dienstag, 2. Juli 2019

Kinder zu Roncalli



Kinderfreuden
Solche wunderbaren Karten bekommt man, wenn man Kindern eine Freude macht. Die Kinder kommen aus einer Brennpunktschule in Hamburg-Harburg. Die meisten von ihnen waren noch nie im Zirkus. Ihre Eltern haben nicht das Geld für einen Nachmittag im Zirkus mit der ganzen Familie. In diesem Fall war die Organisation für uns sehr einfach: Der Zirkus hat er seine Zelte ganz in der Nähe der Familie Scharff aufgeschlagen. Dorothea hat den Kontakt zu den Kindern und Christian den Kontakt zu Roncalli. So ließ sich ein Nachmittag voller Freude einfach organisieren. Die Kinder hatten ihre Freude und wir hatten unsere Freude. Zirkus und Kali gibt uns die Karten zum halben Preis. Diese Zirkusbesuche sind seit vielen Jahren ein kleines Wohlfühlprojekt unserer Stiftung in Zusammenarbeit mit Bernhard Paul und seinem Team/jg

Freitag, 28. Juni 2019

Bäume pflanzen


Er hat es nicht überlebt
An dem jungen Baum wird es kaum gelegen haben - die kleine Eiche wurde mit Sorgfalt ausgesucht, bevor sie von Präsident Macron als Gastgeschenk übergeben wurde. Kann sein, dass der amerikanische Präsident beim Einpflanzen zu sehr draufgehauen hat. Sensibilität scheint nicht seine Stärke zu sein. Der zarte Baum ist jedenfalls eingegangen. Ob nachgepflanzt wird, wissen wir nicht. Das unterscheidet diese Aktion von unserem nachhaltigen Baumpflanz Programm in Bagan. Dort führen wir genau Buch über alle Bäume, die von uns gepflanzt werden.  Jedes Bäumchen das nicht gedeiht, wird durch ein Neues ersetzt. Mit Bäumen ist das einfacher zu machen als mit Politikern/jg


Teamtreffen in Starnberg
Das ganze Jahr über setzen sie ihre Freizeit, Wissen, Können und Geld für die gute Sache ein. Da ist es mehr als gerecht, dass einmal im Jahr gefeiert wird. Nicht nur, es wird auch gearbeitet: an Projekten, an Netzwerken, an Verbesserungen und an neuenIdeen. Wir begrüßen die Teilnehmer des Teamtreffens mit ihren Partnern in Starnberg. Schön, dass es Euch gibt 🙂


Immer mehr Schüler gehen für den Klimaschutz auf die Straße. So richtig ernst genommen wurden sie Anfangs nicht. „Den Klimaschutz sollen die lieber den Profis überlassen" meinte Herr Lindner. Nach den Ergebnissen der letzten Wahlen dürfte er diese Meinung überdenken. Die Klimapolitik der Bundesregierung wird sich ändern. Ob Einsicht dazu führt, oder der Wunsch nach Machterhalt, das bleibt offen. Auch jeder Bürger kann etwas fürs Klima tun. Manche Dinge sind ganz einfach, andere kosten ein bisschen Mühe oder Geld. Wir werden zukünftig jeden Freitag hier in diesem Blog einen Vorschlag dazu machen. Heute fangen wir mit einer ganz einfachen Empfehlung an: 

Hahnenwasser ist prima fürs Klima
Was für ein Luxus, bei uns kommt bestes Trinkwasser direkt aus dem Hahn. Deshalb in die Schweizer es auch „Hahnenwasser". Bei einer aktuellen Untersuchung von 55 plastikverpackten Mineralwassersorten war jede vierte Wasserprobe belastet. Das kann bei Trinkwasser aus dem Hahn kaum passieren. Leitungswasser ist das bestuntersuchte Lebensmittel in Deutschland. Meine Tochter nimmt es jeden Tag mit in die Schule. Auch unsere Studenten in Myanmar sind ganz begeistert von den „refill bottles". Leider können sie nicht einfach das Leitungswasser nutzen, sie müssen sich die Mühe machen, öffentliche „Refill Stationen" zu nutzen. Die werden glücklicherweise immer mehr/jg




Teamtreffen in Starnberg
Das ganze Jahr über setzen sie ihre Freizeit, Wissen, Können und Geld für die gute Sache ein. Da ist es mehr als gerecht, dass einmal im Jahr gefeiert wird. Nicht nur, es wird auch gearbeitet: an Projekten, an Netzwerken, an Verbesserungen und an neuenIdeen. Wir begrüßen die Teilnehmer des Teamtreffens mit ihren Partnern in Starnberg. Schön, dass es Euch gibt 🙂

Mittwoch, 26. Juni 2019

Money, money


In der Haut von Ola Källenius möchte ich nicht stecken, der musste gerade eine Gewinnwarnung herausgegeben. Wir dagegen haben die große Freiheit uns über gute Ergebnisse zu freuen – ohne weiteres Wachstum anzustreben. Aus Spenden und eigenen Erträgen haben wir im ersten Halbjahr 2019 eine halbe Million Euro eingenommen. Dieses gute Ergebnis lässt uns zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte schauen. Unser Ziel, eine Million im Jahr einzunehmen und den gleichen Betrag für Projekte auszugeben, scheint auch in diesem Jahr erreichbar zu sein. Wir danken allen, die mit Rat und Tat dazu beigetragen haben/jg

Das ist prima fürs Klima




Wer modern Auto fährt, kalkuliert sechs Liter/100 km. 

Bei modernen Flugzeugen rechnet man drei Liter/100 km pro Passagier. Damit ist es eine einfache Rechenaufgabe herauszufinden, wieviel Treibstoff die Urlaubstage in Italien gekostet haben. Bei uns waren es 7 Liter pro Tag und pro Kopf. Das ist die Waagschale, mit der wir das Klima belastet haben...

.... hier die andere Seite der Waagschale: in Myanmar haben wir seit ein paar Monaten eine Solaranlage, die einen alten Dieselgenerator (weitgehend) ersetzt.  Seit die Solaranlage läuft, sparen die Dorfbewohner damit 7 l Diesel pro Tag. Das ist gut für die Umwelt - für uns ist es auch ein Schritt zu einer ausgewogene Klimabilanz/jg


Dienstag, 25. Juni 2019

Nicht so prima fürs Klima


Auf Einheimische brauchen Sie keine Rücksicht zu nehmen, denn sie sind ja in der Überzahl
Hinweis für Touristen in dem alternativen Stadtführer für Regenburg

Für Prospekte werden Kreuzfahrtschiffe bevorzugt vor unberührter Natur abgelichtet. Die Bilder von Touristenmassen, die kleine Hafenstädte überschwemmen, sind für die Werbung nicht so gut geeignet. Dabei ächzen schon kleinere Hafenstädte unter der Flut der Touristen. Dubrovnik und Venedig sind schon untergegangen. Wenn der Boom der Kreuzfahrtschiffe nicht aufzuhalten ist, sollte man ihn wenigstens besser steuern: die Überflutung romantischer Städte mit Touristen und die Nutzung von Schweröl gehören verboten. Ein Klimaausgleich sollte für jeden Passagier genauso selbstverständlich sein wie ein das Trinkgeld. 10 Euro pro Tag und Person sind ein guter Mittelwert für einen Klimaausgleich. Wir bauen für das Geld Solaranlagen in Myanmar und reduzieren damit den Verbrauch von Diesel Kraftstoff/jg

Montag, 24. Juni 2019


Zweite Chance
Die Unterstützung für die Tafeln war großartig: 422 Fahrzeuge haben wir in den vergangenen 14 Jahren auf den Weg gebracht. Möglich wurde das durch die Zusammenarbeit mit vielen engagierten Lions Clubs in Deutschland. Weil wir dieses erfolgreiche Projekt beendet haben, können wir neue Schwerpunkte setzen. Wasser gehört dazu. Seit vielen Jahren kümmern wir uns um sauberes Trinkwasser an unseren Schulen und Kindergärten. Der Paul Wasserfilter war ein guter Anfang. Brunnen, Solarpumpen und Trinkflaschen gehören inzwischen dazu. Für dieses wichtige Thema bietet sich wieder die Zusammenarbeit mit den Lions an. Vielleicht haben wir Glück, vielleicht finden wir einen „zweiten Roland Schütz", dann könnten wir mit dem Thema Wasser eine zweite Erfolgsgeschichte schreiben/jg

Sonntag, 23. Juni 2019

Ganz schön grün


Das waren noch Zeiten
als Verpackungen so gemacht wurden, wie es das Gesetz vorschreibt: „Eine Verpackung muss das Produkt schützen, zu seiner optimalen Lagerung beitragen und einen effektiven Transport ermöglichen." Inzwischen sind Firmen dazu übergegangen, ihre Produkte immer aufwändiger zu verpacken, damit sie dem Kunden eher auffallen: Sticker, Banderolen und Sichtfenster aus Plastik. Kaum ein Produkt, dass nicht in Plastik verpackt ist und nach einmaligem Gebrauch in der Tonne landet. Die Industrie wird das nur ändern, wenn wir diese überverpackten Produkte im Regal stehen lassen/jg

Donnerstag, 20. Juni 2019


Vor ein paar Tagen hatte ich in München einen Termin beim Bankhaus Metzler. Die haben ihr soziales Engagement in einem netten Buch zusammen gefasst. Von Farbe und Aufmachung ziemlich gewagt für so ein Traditionshaus, vom Inhalt begeisternd. Ganz besonders gefreut hat mich die Rechenkunst - und weil es erlaubt ist, möchte ich dieses Kunststück übernehmen. Nach der Philosophie der Chinesen ist das die höchste Form des Kompliments...

Unser Rechenkunststück heißt 1 + 1 = 4 und könnte so aussehen:

Der Mitarbeiter einer Firma spendet einen jungen Obstbaum, der in Deutschland privat gepflanzt und gepflegt wird. Kostet 25 bis 35 Euro pro Baum. 
+
Der Arbeitgeber verdoppelt dieses Engagement und spendet auch einen Baum.
+
Wir verdoppeln dieses Engagement indem wir zwei Bäume in Myanmar spenden, die dort privat gepflanzt und gepflegt werden. Für jede (Firmen)Baumgruppe hier und dort gibt es einen exakten Nachweis mit Geodaten

Dienstag, 18. Juni 2019



Die etwa 21 Millionen Rentner in Deutschland erhalten zum 1. Juli spürbar höhere Bezüge. Auch Schüler und Studenten können sich auf mehr Unterstützung vom Staat freuen. Der Höchstbetrag fürs BAföG steigt vom neuen Schuljahr und kommenden Wintersemester in zwei Stufen von 735 auf 861 Euro im Monat.

In Myanmar gibt es kein BAföG, auch dort steigen die Lebenshaltungskosten. Deshalb erhöhen wir nach zehn Jahren den jährlichen Förderbetrag für unsere Studenten um 200 Euro auf 1200 Euro. Für 103 Mentoren sind das 3,30 Euro pro Tag - für 103 jungen Menschen ist es die Chance des Lebens. 92 % unserer Studenten nutzen diese Chance und beenden ihr Studium mit einem Abschluss/jg

Sonntag, 16. Juni 2019

Münchner Runde


Frühlingsanfang
Sommeranfang
Herbstanfang
Winteranfang


Die Termine für die Treffen der Münchner Runde kann man sich leicht merken. Das ist gut so - und es verspricht interessant zu werden. Tina und Jan hatten jedenfalls schon ihre Freude beim Austausch der Ideen. Wer das Foto genau anschaut, kann im Buchtitel schon das Thema des nächsten Treffen sehen. Das findet zum Sommeranfang am 21.Juni bei Jan zu Hause statt. Wer gute Laune mitbringt und Interesse an Menschen und Projekten, ist herzlich willkommen. Weitere Informationen und Anmeldungen bitte über jan@stiftunglife.de

Freitag, 14. Juni 2019

Blogeintrag


Das Wort zum Freitag
Jeden Morgen die gleiche Frage:  Welches Thema nehme ich heute für diesen Blog Eintrag? Interessant und abwechslungsreich darf es sein. Es soll etwas mit der Stiftung zu tun haben, ohne fortwährend eigene Projekte zu loben. Es darf also auch ein Blick über den eigenen Tellerrand sein. Freitags bietet sich ein Klimathema an, auch um die Jugendlichen zu unterstützen, die sich für ihre und unsere Zukunft einsetzen. Ihr Engagement steckt an, inspiriert (hoffentlich auch die Politik) zu eigenen Taten. Frei nach Erich Kästner: Es reicht nicht das Wollen, man muss es auch tun! jg

Sonntag, 9. Juni 2019

Dieses Produkt sollte man meiden




Vittel ist
 Wasser in Plastikflaschen


Aber Vittel ist auch ein Ort in den Vogesen. In diesem Ort wird das Wasser knapp, das hat etwas mit den Plastikflaschen zu tun. Der Nestlé Konzern befüllt die Plastikflaschen mit Wasser aus Vittel und verkauft es gewinnbringend in der ganzen Welt. Gern betont der Konzern, dass bei der Produktion "der nachhaltig umweltbewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen großgeschrieben" werde. Nur stimmt das leider nicht. Denn der Konzern pumpt so viel Wasser aus dem Boden, dass eine wichtige Quelle zu versiegen droht. Im französischen Vittel protestieren die Anwohner. Dabei geht es nicht nur um Wasser, sondern auch um Plastik. Wasser in Plastik verpackt wird von Nestle auch in Länder verkauft, in denen es gar keine Recycling Möglichkeiten gibt. Millionen Plastikflaschen werden produziert, befüllt und Tausende von Kilometern durch die Gegend gefahren. Am Ende landen sie auf dem Müll oder im Meer. In unserer Plastik Recycling Anlage am Ngapali Beach räumen wir weg, was Nestlé in die Welt bringt. Das kleine Glied zwischen dem Supermarktregal und dem Plastik im Meer sind wir, die Konsumenten. Den Lauf der Welt können wir unterbrechen, wenn wir dieses Produkt im Regal stehenlassen. Statt dessen können wir Leitungswasser trinken. In der Gesamtbilanz ist das besser für uns und für die Umwelt/jg

Samstag, 8. Juni 2019

Zwei nette Angebote


Die Abiturprüfungen sind vorbei
die jungen Menschen können aufatmen und den Sommer genießen. Das Wintersemester beginnt erst im Oktober. Manche werden sich ein Gap year nehmen, andere wissen noch nicht, was sie machen wollen. Zwei nette Angebote für die Unentschlossenen: mit unserem Meet & Greet bringen wir 18 bis 25jährige aus Deutschland für vier Wochen mit Gleichaltrigen in Myanmar zusammen. Was vor drei Jahren als „English Conversation Training" begonnen hat, ist zu einem Cultural Exchange Programm gewachsen mit Gewinnern auf beiden Seiten. Wer ein bisschen mehr Zeit hat, kann sich auf einen Praktikumsplatz im Kinderheim Yangon bewerben. Weitere Infos über annette@stiftunglife.de

Mittwoch, 5. Juni 2019



Ahmad engagiert sich 
Vor vier Jahren ist Ahmad nach Bad Salzschlirf gekommen. Krieg und Flucht haben ihn dort gebracht. Dort angekommen, haben ihm ein paar Menschen die Hand gereicht, die meisten haben weggeschaut....

Ahmad hat seinen Weg gemacht. Er hat Deutsch gelernt und für seine seine Anerkennung als Zahnarzt gearbeitet. Manche von denen, die damals weggeschaut haben, sitzen heute bei ihm auf dem Zahnarztstuhl. Neben diesem Einsatz für sich und seine Familie hat Ahmad sich auch für andere eingesetzt: erst als ehrenamtlicher Übersetzer im Ausländeramt und seit zwei Jahren für Menschen im Altenheim, die sich über Zeit und Zuwendung freuen. „Wir schieben Oma", der Name ist Programm. Gestern hat Ahmad sein Projekt bei einer Integrationstagung in Kassel vorgestellt. In der Zeitung lesen wir die neuesten Nachrichten aus Syrien: 35 zerbombte Schulen, 300 tote Zivilisten, 300.000 Flüchtlinge: Diktator Assad und Verbündete schießen die Rebellenprovinz Idlib sturmreif. Idlib ist nicht weit entfernt von der Gegend, in der Ahmad aufgewachsen ist. Seine Eltern leben noch immer dort. Seit zwei Jahren wohnen sie im Keller, ihr Hauses ist weitgehend zerstört/jg

Donnerstag, 30. Mai 2019

21 Jahre später



Achten Sie auf das Wort vorschnell"

Das peinlichste Social-Media-Video ist 37 Sekunden lang. Es geht um die Frage, ob in Deutschland eine CO2 Steuer eingeführt werden soll. Der Umwelt Sachverständigenrat hat eine Steuer vorgeschlagen - Angela Merkel will keine. Sie sei zuversichtlich, dass die Automobilindustrie demnächst das "Drei-Liter-Auto" auf den Markt bringen werde. Der Clip stammt aus der Tagesschau vom 2. April 1998. Merkel war damals Bundesumweltministerin. Das Drei-Liter-Auto kam, aber keiner wollte es haben. Warum auch, der Sprit war billig, die Autos wurden von Jahr zu Jahr größer und schwerer. Der meistverkaufte VW ist nicht mehr der Golf, sondern der Touran, ein kleiner SUV. Vor ein paar Tagen, gut 21 Jahre nach dem Bericht  in der Tagesschau twitterte Nico Lange, Chefstratege der CDU-Vorsitzenden zum Thema #CO2Steuer: "Wir wollen nicht vorschnell zu einfachen Mittel greifen." jg

Mittwoch, 29. Mai 2019

San Francisco verbietet Plastikflaschen


Warum trinken wir Mineralwasser aus Plastik?
Das Leitungswasser in Deutschland hat überall Trinkwasserqualität. Nicht nur in Deutschland ist Plastik auf dem Vormarsch. Weltweit werden 500 Milliarden Pastikflaschen pro Jahr hergestellt. Coca-Cola produziert nach eigenen Angaben drei Millionen Tonnen Plastikverpackungen pro Jahr und Nestlè 1,7 Millionen Tonnen jährlich. San Francisco macht da nicht mehr mit und verbietet Plastikflaschen. Es gibt gute Alternativen. 

Wir unterstützen gerade drei Hotels in Yangon und Ngapali bei der Umstellung von Plastik auf Mehrweg: jeder Gast bekommt (statt der üblichen zwei Wasserflaschen aufs Zimmer) bei der Ankunft seine eigene Trinkflasche. Die kann man an verschiedenen Refill Stationen auffüllen. Kostenlos, so oft man möchte. Das rechnet sich für beide Seiten - und für die Umwelt/jg

Montag, 27. Mai 2019

Prima fürs Klima


Junge Menschen sind ungeduldig 
Das ist manchmal nervig, hat aber auch gute Seiten wenn es darum geht, mehr fürs Klima zu tun. Anna und Tilman wollten nicht bis Mittwoch warten, wenn die Beyond Burger bei Lidl angeboten werden. Also sind wir in München vegan Essen gegangen. Was da auf dem Teller liegt, sieht aus wie Fleisch und schmeckt wie Fleisch. Hergestellt aus Erbsenpüree. Das perfekte Angebot für alle, die gerne mit gutem Gewissen Fleisch essen möchten. Beyond Burger sind eine Erfolgsgeschichte in Amerika: der Aktienwert hat sich seit der Ausgabe Anfang Mai verdreifacht. Der Hersteller verspricht 90 Prozent weniger Treibhausgas Emissionen. Auch bei der Produktion wird deutlich weniger Wasser und Energie verbraucht. Fleisch, das kein Fleisch ist, aber genauso schmeckt. Die beiden waren hochzufrieden. 

" Identität geht durch den Magen" hat die Frankfurter Romanisten Christine Ott geschrieben. Tatsächlich ist Essen der Identitätsmarker unserer Zeit, für viele wichtiger als Mode oder Popmusik. Ein Statussymbol, an dem sich Bildung, Einkommen und Weltanschauung ablesen lassen. Speisen machen Leute/jg

Sonntag, 26. Mai 2019

Wir tun was für‘s Klima


Öfter mal das Auto stehen lassen
Es gibt schlechtere Arbeitsplätze. Min Min und Lynn Lynn sind für uns am Ngapali Beach unterwegs. Die beiden verzichten auf das Auto und fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit: unsere Plastik Recycling Anlage P2 soll im kommenden Monat auf Solarenergie umgestellt werden. Die Solarpanele sind schon vor Ort. Jetzt wird gemessen, installiert und eingerichtet. Wer mehr dazu wissen möchte kann sich das Projekt vor Ort anschauen - oder Min Min fragen, wenn er Ende Juni nach Deutschland kommt/jg


Europawahl



Man muss nicht jeden mögen
am Wahlabend schauen wir auf die Ergebnisse. Insgesamt war es ein klares Votum für Europa. Das ist gut so. Nachdenklich macht die Entwicklung der rechten Kräfte. Solange sich die AfD im Rahmen der demokratischen Ordnung bewegt, werden wir damit umgehen müssen. Allerdings darf man auch eigene Positionen festlegen und das wollen wir hier als Stiftung tun: wenn wir auf unsere Spenderliste schauen, gibt es da (rein statistisch betrachtet) eine kleine Gruppe, die heute vermutlich AfD gewählt hat. Diese Menschen sind uns nicht willkommen - auch nicht ihre Spenden/jg 

Freunde besuchen


Was für ein Privileg
einfach so nach Italien reisen können: ohne Halt an der Grenze Freunde besuchen. Wir sind einander näher gekommen über die Jahre. Wie in jeder Gemeinschaft ist nicht alles perfekt - aber es lohnt sich, für die gemeinsamen Ziele einzutreten. Heute haben wir die Gelegenheit für ein gemeinsames Europa zu stimmen. Lasst und diese Chance nutzen 🙂

Samstag, 25. Mai 2019

In Frieden leben


Dieses Wahlplakat gibt es nicht
Es ist ein Entwurf einer Werbeagentur, die das Thema Europa auf ihre Art umgesetzt hat. Die Friedenstaube passt gut zu dem Leben, das wir heute in Europa leben dürfen. Frieden und Wohlstand. Es gab hier auch schon andere Zeiten. Wir freuen uns über alle, die Morgen ihre Stimme für ein friedlich vereintes Europa abgeben/jg

Freitag, 24. Mai 2019




Heute ist Freitag
In 1.300 Städten werden Kinder und Jugendliche heute auf die Straße gehen. Sie sind weder an eine Partei noch eine Organisation gebunden. Die Klimastreik Bewegung hat ihre eigene Dynamik. Vorbild für diese Streiks ist die Schülerin Greta Thunberg. Die sechzehnjährige Schwedin bestreikt seit Monaten Freitags die Schule, um für echten Klimaschutz zu kämpfen. Weltweit haben sich ihre Tausende Schüler angeschlossen. Sie streiken, damit die Politiker (und jeder von uns) mehr fürs Klima tun. Es lohnt sich, mal auf die Seite fridaysforfuture.de zu gehen, da sind ein paar ganz vernünftige Argumente zu lesen/jg

Mittwoch, 22. Mai 2019

Europawahl


Am Sonntag wird gewählt
in den letzten Wochen ist viel über Europa geredet worden. Jede Partei hat ihr eigenes Programm, jeder Kandidat hat seine eigenen Schwerpunkte. Frieden und Wohlstand für alle ist ein Traum, für den sich jedes Engagement lohnt. Morgen werden wieder viele junge Menschen auf der ganzen Welt auf die Straße gehen, damit wir mehr fürs Klima tun. Kann gut sein, dass sich eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkel an der Klimafrage entscheidet/jg