Gesellschaft

Die Tafeln

Während manche Menschen mit jedem Cent rechnen müssen, werden viele gute Lebensmittel weggeworfen. In fast tausend deutschen Städten sorgen 60.000 freiwillige Helfer für den Ausgleich:
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Wir schieben Oma

Die Flüchtlinge aus Syrien haben viel deutsche Hilfsbereitschaft zu spüren bekommen, als sie hier ankamen. Jetzt geben diese Menschen etwas in unsere Gesellschaft zurück: sie gehen in
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Klimaausgleich

Natürlich können auf Trump schimpfen, können bewusster leben, auf manche Autofahrt verzichten, vielleicht sogar auf manchen Flug. Aber wenn wir unser Leben nicht grundsätzlich
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Aktuelles von den Tafeln, den Omas und zum Klima
Stiftunglife - Gesellschaft

Donnerstag, 26. April 2018

Heute ist Girls Day 🙂

Einmal im Jahr findet dieser Aktionstag in Deutschland statt, um Mädchen und Frauen zu motivieren, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Unternehmen laden Mädchen ab der 5. Jahrgangsstufe ein, Arbeitsplätze in Handwerk und Technik kennenzulernen. Die Aufmerksamkeit des Tages soll dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in so genannten „Männerberufen" zu erhöhen und einen angenommenen Fachkräftemangel in der Zukunft zu verringern. Der Gerechtigkeit halber gibt es seit ein paar Jahren auch einen bundesweiten Boys Day. Der soll helfen, die Rollenstereotype aufzubrechen. Ob das mit solchen Tagen gelingt? In unserer Stiftung ist das Verhältnis ziemlich ausgeglichen. Dem Tag entsprechend hier unsere Frauenquoten:

Frauenquote bei den Mentoren für unsere Studenten über 50 Prozent
Frauenquote in unserem Studentenprogramm knapp 50 Prozent
Frauenquote im Team der Stiftung knapp 50 Prozent

Mittwoch, 25. April 2018

Datenschutz

Die ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung von heute ist nicht zu übersehen. Dr.-Ing. Marc Al-Hamas, der links unten unterschrieben hat, ist Mentor für einen unserer Studenten in Myanmar. Ein guter Anlass, ein paar Worte zum Datenschutz zu sagen und zu der neuen Grundverordnung, die ab Mai 2018 gilt. Wir als Stiftunglife werden diese Anforderungen erfüllen - und wir versichern hier ausdrücklich, dass wir alle persönlichen Daten nur im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bei uns speichern. Wir kaufen keine Daten und wir verkaufen keine Daten. Wer glaubt, dass dieses im gemeinnützigen Bereich selbstverständlich ist, der irrt. Wem der Schutz seiner persönlichen Daten wichtig ist, der sollte mal mit CLIQZ beschäftigen. Anders als bei anderen Suchmaschinen sammelt Cliqz keine persönlichen Daten/jg

Sonntag, 22. April 2018

Ein Loblied auf die Lions


Ohne Roland wäre die Welt nur halb so schön - und unsere Tafelprojekte wären nicht halb so erfolgreich. Leider wurde die Fahrzeugförderung von den Dieselbetrügern abgewürgt. Mal sehen, wann wir wieder Luft holen können...

Die gute Zusammenarbeit mit den Lions und dem Lions Hilfswerk hat im Augenblick andere Schwerpunkte: Wasserprojekte in Myanmar - Solarlampen für Afrika und Asien - Kinder zu Roncalli. Mit Lions Quest kommt ein weiteres Gemeinschaftsprojekt dazu. Das richtet sich an Kinder und Jugendliche in Deutschland. Von speziell geschulten Lehrkräften werden die persönlichen und sozialen Schlüsselkompetenzen der Schülerinnen und Schüler gestärkt. „Erwachsen werden und Erwachsen handeln" ist das Motto. Wir unterstützen das Training der Lehrkräfte. Von Dorothea haben wir gehört, dass sich dieser Einsatz lohnt/jg 

Samstag, 21. April 2018

Hans um Glück



Ahmed, unser syrischer Freund aus Bad Salzschlirf, war am Wochenende zu Besuch in München. Gemeinsam mit 50 anderen Medizinern hat er an dem Treffen der Swimming Doctors teilgenommen. Bei einem Spaziergang durch die Stadt kommen wir an unserem Lieblingsrestaurant „Hans im Glück" vorbei. Während ich das gastronomische Konzept erkläre, versuche ich mich an das Märchen aus Kindertagen zu erinnern. In dem Moment fängt Ahmad an, seinem Sohn das deutsche Märchen zu erzählen: die Geschichte von dem Mann, der glücklich lebt, nachdem er sich von allem Besitz befreit hat. Ahmad und seine Familie sind seit gut drei Jahren in Deutschland. Ahmad arbeitet seit einem halben Jahr als Zahnarzt, sein Sohn geht aufs Gymnasium, in der Freizeit organisiert Ahmad mit seinen Freunden die Initiative „Wir schieben Oma" in Bad Salzschlirf. Diese Integration hat vorbildlich geklappt, ein echter Zugewinn für unsere Gesellschaft/jg

Donnerstag, 19. April 2018

Große Freude


Wir dürfen wieder Zirkusluft schnuppern🙂 
Mit dem Cirkus Roncalli haben wir eine Neuauflage von unserem Projekt „Kinder zu Roncalli" beschlossen. Weil Verena im Augenblick keine Zeit hat, wird Christian, der Mann von Dorothea, sich um die Koordination kümmern. Hier die Informationen in Kürze: wir bekommen an jedem Roncalli Spielort 100 Karten für zehn Euro. Über die örtlichen Tafeln geben wir die Karten an bedürftige Familien weiter. Für jede Karte bekommt die Tafel einen Euro von den Empfängern. Die lokalen Lions Clubs binden wir wieder gerne in dieses Projekt mit ein. Gestern durfte ich schon mal einen Blick in die Vorstellung werfen. Was für eine Freude, wieder wieder mit Bernhard Paul und seinem Team zusammen zu sein/jg 

Mittwoch, 18. April 2018

Hamburger Jungs

Gesten in Hamburg auf der Mönkebergstrasse: die beiden Herren sehen nicht so aus, als wenn sie die Arbeit erfunden haben - trotzdem bekommen sie ein paar Münzen und ein bisschen mehr Sympathie. Einfach nur mit einer Idee. Statt der üblichen Pappschilder „Ich habe Hunger" kann man bei den beiden (wie bei uns) zielgerichtet spenden. Ich habe mich für „gegen Rechts" entschieden. Ob sich die Mittelverwendung bis ins Ziel verfolgen lässt, lassen wir mal offen...

Montag, 16. April 2018

Tag der Jugendinformationen



Der Tag heute wurde durch die European Information and Counselling Agency ins Leben gerufen. Das war am 17. April 1986, lange vor der Zeit von Facebook und anderen unsicheren Informationsquellen. Der Tag soll das Recht aller Jugendlichen auf Zugang zu objektiver und zuverlässiger Information ins Bewusstsein rücken. Dieses Recht wird in der UN Kinderrechtskonvention Art. 13 anerkannt. Wir geben Jugendlichen die Gelegenheit, sich Ihr eigenes Bild zu machen: mit einem Praktikum bei den Tafeln, oder einer Reise nach Myanmar. Auf dem Foto sind junge Menschen aus Deutschland und Myanmar zu. Sehen. Sie sind Teilnehmer von unserem „Meet & Greet" Projekt, in dem junge Menschen aus verschiedenen Welten zusammentreffen. Sie lernen andere Kulturen kennen, tauschen Informationen und Erfahrungen - und gewinnen so ihr ein eigenes Bild von der Welt. Offensichtlich mit viel Freude/jg 

Sonntag, 8. April 2018

Zum Start in die Woche 🙂



Mittwoch, 4. April 2018

Tag der älteren Generation/1


Heute ist der Tag der älteren Generation. Das ist so etwas ähnliches wie der Muttertag, nur das ist der Umsatz in den Blumengeschäften gleich bleibt. Vielleicht brauchen alte Menschen keine Blumen, sie brauchen ja ohnehin wenig. Vermutlich wird es an diesem Tag wieder einige Ansprachen geben und ermahnende Worte, „die Alten nicht zu vergessen." Viel mehr ist meistens nicht drin. Aber es gibt auch Lichtblicke. Die Initiative von Ahmad und seinen syrischen Freunden gehört dazu. Sie gehen regelmäßig in ein Altenheim in Bad Salzschlirf und nehmen sich eine Stunde Zeit für die Alten, oder zwei. Das ist gut für beide Seiten, denn Ahmad, Hasan, Mohammad, Led und Ahmad lernen dabei Deutsch. Die alten Menschen haben Gesellschaft und kommen mit Glück und Sonnenschein ein bisschen vor die Tür, wie auf dem Foto zu sehen ist. Wir unterstützen Ahmad und seine Freunde – und eine vergleichbare Flüchtlingsinitiative von sechs Frauen in Celle/jg

Dienstag, 3. April 2018

Tag der älteren Generation/2

Auch in Myanmar gibt es alte Menschen. Die meisten von ihnen leben in der Familie und werden von den Familienangehörigen versorgt. Wer keine Angehörigen hat, landet leicht auf der Straße. Eine kleine Rente gibt es nur, wenn man als Verwaltungsangestellter oder Lehrer für den Staat gearbeitet. Wer nichts und niemanden hat, kommt mit etwas Glück zu den „Sister of the Poor" in Yangon. Dort leben 130 alte Menschen verschiedener Religionen friedlich zusammen. Gepflegt und versorgt werden sie von 25 christlichen Schwestern und 40 freiwilligen Jugendlichen. Die leben dort ein Jahr lang, helfen bei allen anfallenden Arbeiten und bekommen dafür ein Dach über dem Kopf und täglich etwas zu essen auch das ist keine Selbstverständlichkeit in diesem Land. Wir unterstützen die Sister of the poor/jg

Freitag, 23. März 2018

Wir schieben Oma

Mein Lieblingsbild diese Woche kommt aus Bad Salzschlirf. Unser Freund Ahmad, hier auf dem Foto in der Mitte, hat es uns geschickt. Seit einem halben Jahr geht er mit seinem kleinen Team regelmäßig in ein Altenheim im Ort. Sie kümmern sich ehrenamtlich um die älteren Menschen. Wenn das Wetter schön ist, wie hier auf dem Foto, gehen sie zusammen an die frische Luft und der Slogan wird wahr „Wir schieben Oma". Eine echte Win - Win Situation: Ahmad und seine Freunde bekommen die Gelegenheit, Ihre Deutschkenntnisse zu verbessern - die alten Menschen bekommen Gesellschaft und Bewegung. Ein tolles Projekt, das unsere Unterstützung verdient, ebenso die syrische Frauengruppe in Celle, die sich dort für alte Menschen engagiert/jg

Donnerstag, 22. März 2018

Zero Waste Hero


Natürlich wissen wir alle, dass es besser wäre, wenn wir weniger Plastiktüten verbrauchen würden. Allerdings, vom Wissen ist es ein langer Weg bis zur Umsetzung. Angelica war „meine" Studentin auf den Philippinen. Ihr habe ich es zu verdanken, dass ich seit Anfang des Jahres einen Einkaufsbeutel in meiner Jackentasche habe. Angelica ist mein Vorbild, mein persönlicher „Zero Waste Hero". Sie kämpft und engagiert sich für Ihre Vision von einer besseren Welt und versucht dabei, viele Menschen mit ins Boot zu holen. Hier ist die Mail der beeindruckenden jungen Frau:

Dear Jürgen, about three months ago, I had a very good meeting with you. Every word I hear from you was a lifetime to keep. I can still remember when you told me regarding the Zero Waste Lifestyle - that the next time you heard about it, you want me to include more people in the advocacy. Just weeks ago, I was chosen to be one of the 30 Greenducators in the Philippines. Here, I was able to promote  and share my insights regarding Zero Waste. Also, I was able to address to the government some projects and actions that might help every city to reduce the waste they are producing. 

Aside from that, I'm also delightful to share that 1,200 people are following my journey on Instagram and almost 500 on Facebook. I am using this platform to grab the opportunity to raise awareness to people regarding their waste on social media. In this way, if they will be able to read one post per day, they will be reminded to be mindful of their trash 365 days a year. This April, we will conduct an upcycling project to the residents of Cavite, Philippines for the collected non-biodegrable waste that the local government has collected. I hope you are all doing fine. Best regards from Manila, Angelica

Montag, 19. März 2018

Heute ist Welt Glückstag

Es gibt es große Glück und das kleine Glück. Die beiden Novizen hier auf dem Foto halten das kleine Glück in ihrer Hand, zwei Solarlampen, die sie von uns geschenkt bekommen haben. Betrachtet man den Weg zum Glück aus höherer Perspektive, dann klingt das so:„Wir brauchen ein neues Paradigma für die Wirtschaft, welches die Gleichwertigkeit der drei Nachhaltigkeitssäulen beachtet. Wohlergehen in puncto Sozialem, Wirtschaft und Umwelt sind nicht voneinander zu trennen. Zusammen definieren sie das globale Brutto-Glück." Ban Ki-moon, UN-Generalsekretär
 Wir werden mit unseren Mitteln weiter für das Glück arbeiten, im Großen und im Kleinen/jg

Kinder, Kinder


Seit fünf Jahren unterstützen wir ein Kinderheim am Stadtrand von Yangon. Die meisten Kinder kommen aus den Konfliktgebieten im Norden. Oft ist ein Elternteil verstorben, manchmal ist die Situation in den Gebieten unklar und die Kinder kommen alleine oder zu zweit in dieses Haus. Jerzy Wilk kümmert sich mit Herzblut um „seine" Kinder. Wir freuen uns, wenn jemand eine Patenschaft für ein Kind übernehmen mag. Die Kinder stellen sich in kleinen Videos selbst vor und wir aktualisieren diese Videos zweimal im Jahr. Renate kümmert sich in unserer Stiftung um das Projekt. Naing ist vor Ort und macht die kleinen Videos. Freunde der Stiftung, die nach Yangon kommen freuen sich, das zu sehen, da steckt so viel Herzblut drin. Auf dem Foto löffeln die Jungs gerade das Eis, das wir bei unserem Besuch mitgebracht haben/jg 

100 Gründe sich zu freuen

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Wir haben allen Grund uns zu freuen! Warum?
Seid wenigen Jahren sind wir zuständig für unser Studentenprogramm in Myanmar. Zusammen mit Khin kümmern wir uns darum, alles am Laufen zu halten. Aber um ehrlich zu sein, gibt es nur noch wenig zu tun: Unsere 100 Mentoren bekommen Bestnoten von uns! Sie haben in der Regel guten Kontakt zu ihren Studenten, viele Mentoren kennen ihre Studenten persönlich und wir sind schon glücklich, wenn wir den Einen oder Anderen gelegentlich daran erinnern dürfen, dass eine neue Überweisung ansteht. Am Allerschönsten ist allerdings, dass wir inzwischen fast alle persönlich kennen. Es ist ein permanentes Heimspiel! Herzlichen Dank für alles sagen Britta, Dorothea und Khin. Auf dem Foto sehen wir Wolf in Myanmar, vertieft im Gespräch mit seinem Medizinstudenten/ds 

Sonntag, 18. März 2018


Die knapp 10.000 Beschäftigten in der Tabakindustrie erhalten monatlich 600 Zigaretten kostenlos, für diese Zigaretten müssen die Betriebe auch keine Steuern zahlen. Wir lieber sein Bier gesichert haben möchte, arbeitet am besten in der Brauerei: Arbeiter erhalten zweieinhalb Liter pro Arbeitstag, Angestellte 2 Liter, so wollen es die Tradition und der Tarifvertrag. Schön für die, die solche gaben glücklich machen. Bei uns gibt's weder Zigaretten noch Bier, für die Menschen bei der Stiftung engagieren gibt es Lebensfreude. In großen Portionen, jeden Tag/jg


Donnerstag, 15. März 2018

Hamburger Jungs


Gestern in Hamburg, beste Adresse gleich um die Ecke vom Jungfernstieg haben wir uns getroffen und von alten Zeiten geschwärmt: Otto, Peter und ich. Alle drei sind wir Hamburg und der Hamburger Tafel eng verbunden. Natürlich haben wir über Ami gesprochen und über die alten Zeiten, wie vor 25 Jahren alles angefangen hat. Aber wir haben auch einen Blick in die Zukunft gewagt: die Mitarbeiter der Hamburger Tafel können sich gut vorstellen, einen Elektrotransporter in ihren Fuhrpark (derzeit 12 Fahrzeuge) aufzunehmen. „Es wird Zeit, dass wir mit solchen Fahrzeugen Erfahrungen sammeln." sagt Peter (rechts im Bild). Wir wollen diese Initiative bestmöglich unterstützen. Wir waren nicht alleine, Andrea war mit uns in der interessanten Runde, leider nicht mit auf dem Foto, denn sie hat auch die netten Bilder gemacht/jg

Mittwoch, 14. März 2018

Lesetipp

Wenn die Schlagzeilen vorbei sind, lässt das Interesse nach - jedenfalls bei den meisten Menschen. Für manche, Deutsche und Ausländer, waren die Diskussion um die Essener Tafel Anlass, sich ein bisschen mehr für die Idee der Tafel zu interessieren. Ihnen empfehlen wir „feedback". Die Zeitschrift erscheint seit zwanzig Jahren einmal im Jahr. Auf 42 Seiten öffnet sich ein vielfältiger Blick hinter die Kulissen. Die neueste Ausgabe von feedback kann man nicht kaufen, aber man kann sie geschenkt bekommen: eine kleine Mail an juergen@stiftunglife.de reicht. Ich verschicke das Heft gerne, mache gerne ein bisschen Werbung für die Idee der Tafel. Nach 25 Jahren ist es noch immer das beste soziale Projekt, das ich in Deutschland kenne/jg

Dienstag, 13. März 2018

Lösung für die Essener Tafel


„Bad news are good news"
Es ist eine alte Erfahrung, dass schlechte Nachrichten sich schneller verbreiten, als gute. Das wussten die Zeitungsjungen, die wir aus alten amerikanischen Spielfilmen kennen. Wissenschaftler haben gerade bewiesen, dass diese Erfahrung auch in Facebook Zeiten gilt. Die Schlagzeile zählt. Die Nachricht, dass am runden Tisch der Essener Tafel eine Lösung gefunden wurde, muss man im Kleingedruckten suchen (oben links)

Trotzdem hat sich die ganze Diskussion gelohnt. Sie hat eine Armutsdebatte in Deutschland entfacht, die wir weiterführen sollten. Besonders mit dem Blick auf alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern, denn Kinder sind immer die Betroffenen der Armut. Durch die Lebensmittel der Tafel bleibt ein bisschen mehr Geld in der  Haushaltskasse. Damit können Kinder Schulausflüge machen, ein paar neue Turnschuhe kaufen oder mal ins Kino gehen. Auch das gehört zum Leben in Deutschland. Hoffen wir, dass ein bisschen von der Aufmerksamkeit bleibt für die 937 Tafeln und Ihre Helfer. Jeder von den 60.000 ehrenamtlichen Helfern hat unsere Hochachtung verdient/jg 

Montag, 12. März 2018

Was machen Jan und Jürgen ?


Die beiden bereiten unseren Auftritt bei den Lions in Leipzig vor. Jürgen (rechts im Bild) war schon mit dabei, als wir uns im letzten Herbst in Stuttgart auf einem Kongress präsentiert haben. Neu im Team ist Jan. Als Lions Mitglied* weiß er, wie die Lions fühlen und was sie wollen. Bei dem neuen Motto „100 Jahre Lions...und dann?" liegen die Schwerpunkte bei Wasser und Klimaschutz. Das passt perfekt zusammen mit den Wasser/Solaranlagen, die wir zur Zeit in Myanmar bauen. Diese Anlagen bringen den Menschen sauberes Wasser (besonders in Verbindung mit dem PAUL Wasserfilter) und senken den Dieselverbrauch, ein perfekter Beitrag für den Klimaschutz. Dieses Zukunftsprojekt wollen wir in Zusammenarbeit mit den Lions voranbringen/jg 
* Mitglied im Lions Club München Opera

Mittwoch, 7. März 2018

Welt Frauentag/1


Was kann man besseres an so einem Tag tun, als hier drei unserer engagiertesten Frauen vorzustellen. Diese engagierten Lehrerinnen zeigen jungen Mädchen jeden Tag, dass ihnen die Welt offen steht. Nicht nur in Deutschland, auch in Myanmar. In unserem Förderprogramm haben wir fast genau so viele Studentinnen wie Studenten. Bei unserm Alumnitreffen im letzten Jahr haben wir gesehen, das die erfolgreichsten Absolventen mit den besten Jobs und den höchsten Einkommen weiblich sind. Neben Dorothea, Khin und Britta (auf dem Bild von links nach rechts) engagieren sich bei uns im weiblichen Teil des Stiftungsteams: Angelika, Andrea, Annette und Isi, Christiane, Dörte, Khu Khu, Martina, Tina und Ursula. Das ist Frauenpower, für die wir stolz und dankbar sind/jg

Welt Frauentag/2


Mein Lieblingsbild (nicht nur heute zum Welt Frauentag) ist diese fröhliche Frauenrunde am Rand einer Schuleröffnung in Myanmar. Rechts im Hintergrund ist noch das Festzelt zu sehen. Die gemeinsame Feier, die Ansprachen, Aufregung und Anspannung sind vorbei. Schön war es, alle hatten ihre Freude. Ein bisschen werden sie vielleicht noch über das reden, was wir ihren Kindern mit auf den Weg gegeben haben: „Lernt fleißig, dann könnt Ihr später mal studieren und selber Lehrerin werden, oder Ärztin. Ihr könnt Abgeordnete werden oder noch mehr. Vielleicht ist eine unter Euch, die später Mal als Präsidentin dies Land regieren wird. Mit einem festen Willen ist alles möglich."

Dienstag, 6. März 2018

Andere Baustelle


Seit zehn Jahren bauen wir Schulen in Myanmar. Min Min hat viel gelernt in diesen Jahren, er bindet die Dorfbewohner ein, organisiert die Baustellen, überwacht die Abrechnungen und kümmert sich um die Eröffnungsfeier. Das macht er alles mit viel Energie und Freude. Neben den Schulen, gibt es noch eine kleine Liebhaberei, das sind die Pagoden. Am Wochenende war Min Min in Sagar, um zu schauen wie es bei der Renovierung „unserer" Pagoden vorangeht. Hier ein Foto der Pagode, die Sven und Susanne viel gutes Karma bringen wird. Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten im Mai abgeschlossen sind. Min Min wird dann wieder hinfahren um dabei zu sein, wenn der goldene Schirm aufgesetzt wird. Mit eigenem Geld leisten wir seit ein paar Jahren einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Tempelfelder von Sagar, südlich vom Inle See, in jedem Reiseführer zu finden und doch nur von wenigen Menschen besucht/

Samstag, 3. März 2018


Seit 25 Jahren gibt es die Tafel in Deutschland. Immer wieder wurde ihr Engagement im Lokalteil der Presse gelobt. Die Entscheidung der Essener Tafel, keine weiteren Flüchtlinge aufzunehmen, hat die Tafeln auf die Titelseite der deutschen Tagespresse gebracht. Im Bild die Süddeutsche Zeitung von heute. In den Diskussionen geht es um Flüchtlinge, aber auch um Armut in Deutschland. Zu den Flüchtlingen eine Zahl: von den 4,27 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter, die bei uns Hartz IV beziehen, sind rund 600.000 Geflüchtete. 

Die Armut in Deutschland ist nicht so leicht in Zahlen zu fassen, es gibt unterschiedliche Betrachtungsweisen. Als armutsgefährdet geht ein Mensch, wenn er weniger als 60 % des mittleren Einkommens verfügt. Für eine allein lebende Person liegt dieser Wert bei rund 1070 € im Monat. Der Begriff der Armut ist nicht leicht zu fassen. Selbst Forscher tun sich schwer mit Antworten. Sie sprechen von „absoluter Armut", die an die physische Existenz geht: wenn Menschen nicht zu essen haben keine warme Kleidung, kein Obdach, keine medizinische Versorgung - und sie beschreiben die „relative Armut", wenn ein Mensch so wenig Einkommen hat, dass er am normalen Leben nicht teilnehmen kann. Wenn ein Kinobesuch und die Klassenfahrt zu teuer sind. Oder ein Besuch im Zirkus. In diesem Frühjahr starten wir wieder unser Projekt „Kinder zu Roncalli" mit dem wir armen Kindern einen Besuch im Zirkus ermöglichen. Kinder sind immer die Betroffenen der Armut ihrer Eltern, egal ob die Eltern in Deutschland oder in Syrien geboren wurden/jg 

Donnerstag, 1. März 2018

Händewaschen nicht vergessen

Die Grippewelle erlebt ihren Höhepunkt. Zeit etwas dagegen zu tun. Für die vierfach Impfung ist es inzwischen zu spät. Ein ganz probates Mittel, ganz ohne Diskussionen mit der Krankenkasse wegen der Kostenübernahme, ist das Händewaschen. 30 Sekunden dauert es, wenn man es richtig macht, mit Seife. Wir werben in Deutschland für dieses einfache Mittel (nicht nur zur Grippezeit) und bei unseren Schülern in Myanmar/jg

Sonntag, 25. Februar 2018

Titelgeschichte


Die Essener Tafel hat es in diesen Tagen auf die Titelseiten der deutschen Presse geschafft. Leider keine gute Presse, nachdem sie vorerst nur noch Bedürftige mit deutschem Pass neu in Ihre Kartei aufnimmt, "da aufgrund der Flüchtlingszunahme in den letzten Jahren der Anteil ausländischer Mitbürger auf 75 Prozent gestiegen ist." Umgesetzt wird diese Regelung bereits seit einem Monat "So lange, bis die Waage wieder ausgeglichen ist." so der Vereinsvorsitzende Jörg Sator. Ich bin mir sicher, dass es klügere Lösungen gegeben hätte/jg

Mittwoch, 21. Februar 2018

Lernen, lernen, lernen...


Kein Pferd hat das Telefon erfunden, kein Hund hat ein Flugzeug konstruiert, keine Fledermaus eine „Kleine Nachtmusik" komponiert, um ihre Artgenossen zu erfreuen. Der Mensch ist das Tier, dass dein wachsendes Wissen speichert und an die nächste Generation weitergibt. Damit das funktioniert, muss er ausreichend lange zu Schule gehen. Das gelingt immer besser. Vor zweihundert Jahren waren es 10 Prozent, heute können 85 Prozent der Weltbevölkerung lesen und schreiben. Wie sich die Zahl der durchschnittlich absolvierten Schul- und Studienjahre pro Bewohner in den letzten siebzig Jahren veränderte, zeigt die Grafik. Die Deutschen gehen heute fast doppelt so lange zu Schule und Uni wie 1950. Auch in Myanmar verbessern sich die Zahlen, wir tragen ein bisschen dazu bei/jg

Dienstag, 20. Februar 2018

Brauchen wir Facebook ?


Als die Frage nach Sinn und Nutzen vor ein paar Jahren im Raum stand, war ich mir noch gar nicht so sicher. Gut, dass Tilman mich überzeugt und die Sache gleich in die Hand genommen hat. Heute halte ich Facebook für unverzichtbar â€" ganz besonders, wenn es um den Kontakt zu unseren burmesischen Freunden geht. Wenn wir mit denen kommunizieren wollen, dann erreichen wir sie am einfachsten über Facebook. Das gilt für unsere Studenten und für den Kontakt zu den Lehrern in unseren Schulen. Das gilt für Min Min und die aktuellen Bilder von den Schulbauten. Das gilt auch für den direkten Kontakt zum Team der Swimming Doktors. Alle nutzen Facebook. Wenn wir wissen wollen, was sie gerade tun und wie unsere Projekte laufen, dann bekommen wir dort am schnellsten die Informationen. Auch dieser Eintrag hier geht direkt auf unserer Facebook Seite. Dafür sorgt Andrea in Hamburg mit großem Erfolg, wie wir heute Morgen bei der aktuellen Auswertung unserer Facebook Seite sehen. Vielen Dank, liebe Andrea/jg

Freitag, 16. Februar 2018

Sicherheit hier und da


Und 100 Staats- und Regierungschefs, Außen- und Verteidigungsminister sind der Einladung von Botschafter Wolfgang Ischinger gefolgt. Sie werden vom 16. bis 18. Februar zur Sicherheitskonferenz in München erwartet. Dazu der Gastgeber in einem Interview der Welt: „Es ist die Vielzahl und Gleichzeitigkeit der Krisen und Konflikte, so schlimm wie jetzt war es lange nicht mehr. Wir haben den Krieg in der Ukraine, wir haben dramatische Zustände im Nahen und mittleren Osten, alles direkt vor unserer Haustür. Auch die vermeintlich weiter weg liegenden Konflikte in Nordkorea und im Jemen haben direkte Auswirkungen auf Europa. Wäre ich ein Zyniker, könnte ich sagen: die Münchner Konferenz ist ein Profiteur dieser multiplen internationalen Krisenlage. Erfreulich ist die Lage jedenfalls nicht". Angesichts der großen Konflikte kann man die Entwicklung in Myanmar mit vorsichtigem Optimismus betrachten. Die Regierung investiert in dem ärmsten Gebiet des Landes. Es werden Straßen und Häuser für die Rückkehrer gebaut. Nach einem Treffen mit dem Minister gestern, am Rande der Sicherheitskonferenz, bin ich zuversichtlich, das wir bald mit dem Bau einer Schule im Rohinga Gebiet beginnen können. Einer Schule, zu der alle Menschen Zugang haben werden, unabhängig von Volksgruppe oder Religion. Das wird unser Beitrag zu einem neuen Frieden. Wollen wir hoffen, dass alles lange hält, der Frieden und unser Schulbau/jg

Mittwoch, 14. Februar 2018

Heute in der Süddeutschen

Deutschland, eines der reichsten Länder der Welt, bekommt den Pflegenotstand nicht in den Griff. Darunter leiden nicht nur alte Menschen, Patienten und ihre Angehörigen. Daran krankt die ganze Gesellschaft. In der Süddeutschen Zeitung gibt es heute auf der Seite Drei eine ausführliche Schilderung der Verhältnisse. Die meisten von uns mögen sich mit diesem Thema nicht beschäftigen, bis sie persönlich davon betroffen sind - dann müssen Sie sich damit beschäftigen. Vordergründig geht es um Geld, aber es geht auch um eine menschliche Gesellschaft. Mit unserem kleinen Projekt „Wir schieben Oma" zeigen wir, dass jeder etwas tun kann/jg

Dienstag, 13. Februar 2018

Was, wenn wir flüchten müssten?


Deutschland im Jahr 2027 – die EU gibt es nicht mehr. Eine nationalistische Regierung übt Willkür, verfolgt Migranten, Homosexuelle und andere Minderheiten. Immer mehr Menschen sehen sich zur Flucht gezwungen, zu einem „Aufbruch ins Ungewisse". Das ist der Titel des des ARD Fernsehfilms, der die Vorzeichen der Flüchtlingskrise umgedreht. Fast in jedem Detail orientiert sich der Film an den realen Schicksalen der geflüchteten Syrer, Afghanen und Afrikaner, die unter schwersten Umständen nach Europa fliehen, um hier ein neues Leben zu finden. Ein wichtiger Film, der mit dem Rechtsruck und den Fluchtursachen zwei der dringlichsten Themen unserer Zeit aufgreift. Bestimmt kein einfacher Abend, dieser Fernsehabend heute/jg

Sonntag, 11. Februar 2018

Gutes Karma


Im Erinnerungskalender ist heute vermerkt: vor einem Jahr hat Min Min eine Pagode in Sagar eingeweiht. In einer feierlichen Zeremonie dürfte er den goldenen Schirm auf die Spitze der Pagode setzen. Seitdem gibt viel gutes Karma für den gläubigen Buddhisten - und für die Familie Klische, die die Renovierung dieses historischen Bauwerks bezahlt hat. Im Lauf dieses Jahres wird Min Min wieder die Gelegenheit haben, eine Pagode einzuweihen. Der Mönch hat versprochen, dass das gute Karma für uns alle reichen wird 😊 jg

Montag, 5. Februar 2018

Glauben leben

Die drittgrößte Gruppe auf der Welt, das sind diejenigen, die an keinen Gott glauben. Lässt man diese Gruppe unberücksichtigt, so waren es die vier Hauptreligionen dieser Welt, die auf dem Foto gestern friedlich zusammenstanden. Zahlen sagen natürlich nichts darüber aus, wie sehr Menschen in ihrem Glauben verankert sind. In Deutschland können knapp 80 % der 18 bis 34 Jährigen nach eigener Aussage ohne den Glauben an Gott glücklich sein. Wenn wir das mit den Menschen in Myanmar vergleichen, drehen sich diese Zahlen um. Für Min Min ist es ganz selbstverständlich, dass wir auf unserem Weg in die Dörfer an einer Pagode anhalten unseren Respekt zeigen. Für Min Min ist es ganz selbstverständlich, dass wir in jedem Dorf den Mönch in unsere Projekte einbinden/jg

Sonntag, 4. Februar 2018

Vier Religionen



Die vier Herren, die hier zusammenstehen, arbeiten zusammen für unser neues Plastik Recycling Projekt in Myanmar. Von links nach rechts: Kyaw Naing hat eine kleine Werkstatt in Mandalay. Er verarbeitet Plastikabfälle zu Bällen - daneben Jürgen, er kümmert sich um die Recycling Projekte der Stiftung  - Soe Myint betreibt unser erstes Projekt P1 in Pakokku seit zwei Jahren als Family Business - ganz rechts Min Min, er hält die Kontakte und kümmert sich um die baulichen Umsetzung.

Zwei Gründe gibt es für diesen Eintrag heute: alle vier sind heute ehrenamtlich unterwegs, jeder bringt seine Erfahrung ein, damit dieses Projekt der Stiftung auf dem neusten Stand der Technik kommt. Freundlich und offen gehen die vier miteinander um: ein Buddhist, ein Moslem, ein Hindu und ein Christ. Auch das ist Myanmar/jg 

Montag, 29. Januar 2018

Wer hätte das gedacht...


Die Revolution begann auf einem Bürgersteig in Manhattan, am 3. April 1993. Der Ingenieur Martin Cooper stand in mitten der Passanten, als er seinen Freund und Wettbewerber anrief: „Joel, ich rufe Dich von einem funktionierenden tragbaren Telefon an!" Das Mobiltelefon war geboren. Es war ein Prototyp von Motorola, wog ein Kilogramm und wurde später als „der Knochen" bekannt. Zuerst eroberte es die Industriestaaten, dann den Rest der Welt. Heute gibt es mehr Mobillfunkanschlüsse als Menschen auf der Welt. Das Handy treibt wirtschaftliche Entwicklungen voran, besonders in Afrika. In Myanmar ist es (noch) in erster Linie ein Kommunikationsmittel. 53 Millionen aktive SIM Karten gibt es im goldenen Land, mehr als Einwohner/jg

Samstag, 27. Januar 2018

Toleranz und Völkerverständigung

Ein Ziel unserer Stiftung ist die Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigung. Am heutigen Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus wünschen wir uns, dass alle Menschen, besonders die Minderheiten, in Deutschland und in der Welt die Chance auf ein gleichberechtigtes Leben bekommen. In unserem Team arbeiten Christen, Buddhisten und ein Moslem. Mit unserem Studentenprogramm fördern wir Bildung in Myanmar als einen Baustein für eine tolerante Gesellschaft/ab

Donnerstag, 25. Januar 2018

Gutes Karma

Die Geschichte ist schon ein paar Jahre her: die Gäste der MS Europa hatten und die Restgelder aus aller Herren Länder gespendet. Die Scheine konnten wir wechseln, Münzen nimmt die Bank nicht an. Wir hatten aber viele Münzen, sehr viele sogar. Wohin damit? Min Min hatte die rettende Idee: wir haben das Geld bei dem Bau einer Pagode am Inlay See gespendet. Oben in der Spitze wurde es in einer Spendenkiste eingemauert. Min Min freut sich, als wir heute dort Halt machen:„Das ist doch ein schönes Symbol für das friedliche Miteinander der Menschen aus aller Welt. Alle haben etwas dafür gegeben, auch wenn Sie das nicht gewusst haben, als sie ihr Geld in den Topf warfen." Das gute Karma strahlt im Sonnenlicht auf unsere kleine Reisegruppe zurück/jg

Montag, 22. Januar 2018

25 Jahre Tafeln

Es gibt sie noch, die gute alte Post. Ab und zu versenden wir auch noch Briefe, zum Beispiel unsere Spendenquittungen, die meisten jedenfalls. Die dürften wir zwar auch elektronisch versenden, aber wir möchten ein paar persönliche Dankesworte dazu schreiben und das geht nun mal besser auf Papier. In diesem Jahr werden wir mit Freude und Bedacht „Tafel Briefmarken" für den Versand verwenden. 25 Jahre Tafeln sind ein guter Grund die Helfer zu feiern und sich daran zu freuen, dass wir die ganze Zeit dabei sein durften/jg

Freitag, 19. Januar 2018

Die Welt der Mode



In Paris ist die Mode Zuhause. Manchmal kommt sie dorthin zurück - nach einer langen Reise durch Italien und Tunesien bis in den Senegal. Vor Jahren hat sich der Spiegel schon einmal auf die Reise gemacht um ein T-Shirt zu verfolgen, dass in Hamburg Volksdorf in einen Altkleidercontainer geworfen wurde. Angekommen ist dieses T-Shirt nicht bei bedürftigen Menschen, sondern auf einem Marktplatz im Senegal. Nun gibt es eine Neuauflage dieser Geschichte, bei ARTE in der Mediathek zu sehen: https://www.arte.tv/de/videos/079076-000-A/tunesien-geschaefte-mit-kleidern/

Warum wir diesen Link hier aufnehmen? Es betrifft unser Leben, unsere Gesellschaft und unseren Umgang mit Ressourcen. Der Film zeigt auch, dass unser gutes Gewissen nicht einfach zu haben ist. „Gutes tun" und Geschäftstätigkeit durchmischen sich. Das ist nicht zu verurteilen, es wäre nur schöner – und ehrlicher – wenn für den Spender erkennbar ist, wo „Gutes tun" aufhört und wo das Geschäft anfängt. Oft werden die Logos vom Roten Kreuz und der Kirche (mit deren Einwilligung) nur werblich genutzt, um uns ein gutes Gefühl zu geben. Heutzutage werden in Deutschland viermal so viel Kleidungsstücke verkauft, wie in den 90er Jahren. Ob wir das wirklich alles brauchen...?

Donnerstag, 18. Januar 2018

Freundestreffen im Flugzeug


Der Zufall hat die beiden Herren vor ein paar Tagen zusammengeführt, im Flieger auf dem Weg nach Ungarn. Die beiden hatten sich viel zu erzählen. Bouke, unser Erfinder und Freund aus den Anfangszeiten der Tafeln - und Zirkuslegende Bernhard Paul. Viele Jahre hat er mit seinem Zirkus unser Stiftungsprojekt „Kinder zu Roncalli" unterstützt. Vielleicht war es doch kein Zufall, vielleicht war es ein Wink des Schicksals, damit wir über eine Neuauflage dieses Projektes nachdenken...? 

Mittwoch, 17. Januar 2018

Spendenaufruf

Die Zahl der Organspender in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut dramatisch gesunken. Die Zahl der Spender fiel im letzten Jahr noch einmal um knapp acht Prozent auf nur 10 Spender pro eine Million Einwohner., wie dem Jahresbericht der Stiftung Eurotransplant zu entnehmen ist. Belgien und Kroatien kommen auf 30 Spender pro eine Million Einwohner, Spanien sogar auf 47 Spender. Von der höheren Spendenbereitschaft im Ausland profitieren deutsche Patienten. Denn Herzen, Lebern und Nieren gelangen über den Eurotransplant-Verbund an deutsche Kliniken. Rund 200zusätzliche Organe aus Belgien, den Niederlanden, Kroatien, Ungarn, Österreich und Slowenien erreichten Deutschland auf diese Weise. Ohne diese sähe es noch düsterer für die hiesigen Patienten aus. Die Situation sei "zutiefst besorgniserregend", hatte Axel Rahmel, Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), erst vor Kurzem resümiert. 

Natürlich kann man jetzt nach der Politik rufen, die das besser regeln soll - wie zum Beispiel in Österreich, dort ist jeder Bürger ein Organspender, solange er nicht ausdrücklich das Gegenteil erklärt - aber wir können auch selbst etwas tun. Den Organspendeausweis kann man sich hier runterladen https://www.organspende-info.de/organspendeausweis/bestellen ausfüllen und in den Geldbeutel stecken. Wenig Mühe, die ein Leben retten kann/jg

Montag, 18. Dezember 2017

Veränderungen


Die Zeit drängt, den Dieselfahrzeugen drohen Fahrverbote in den Städten. Der Druck auf die Hersteller wächst, saubere Fahrzeuge anzubieten. Eine neue Euro 6 Norm ist in Vorbereitung, bei der die echten Abgaswerte im realen Verkehr gemessen werden. Sobald diese Norm in Kraft tritt (voraussichtlich im Frühjahr 2018) werden auch saubere Dieselfahrzeuge angeboten werden. Die Technik dafür ist längst vorhanden.

Auch bei den Elektro Angeboten gibt es Bewegung. Nach Streetscooter und Ford kommt nun auch Mercedes mit einem brauchbaren Angebot auf den Markt. Der E-Vito soll ab Mitte 2018 ausgeliefert werden. Vor ziemlich genau zwanzig Jahren begann mit diesem Fahrzeug ein neues Kapitel bei den Tafeln: damals übergab Herr Schrempp hundert Fahrzeuge als Geschenk an die Tafeln. So eine Aktion könnte Mercedes gerne noch einmal machen: 100 Vito's für die Tafeln, nun aber elektrisch! Ich werde mal bei ProSieben und Markenfilm nachfragen, ob die so eine Aktion wieder unterstützen würden/jg

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Post von der Münchner Tafel



Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass Sie uns wieder so großzügig bei der Erweiterung unseres Fuhrparks unterstützen! Unsere Arbeit wird immer umfangreicher, da die Anzahl der Tafelgäste laufend weiter zunimmt. Zum Glück erweitert sich auch unser Sponsorenkreis beständig - wir können uns wirklich glücklich schätzen - tun aber auch viel dafür. Die Münchner Tafel bewegt jährlich immerhin 6,2 Millionen KG Lebensmittel - da sind die Fahrzeuge so dringend von Nöten. Es wäre ja toll gewesen, wenn wir gerade durch Sie das erste Elektro Fahrzeug gesponsert bekommen hätten! Aber ich weiß, dass der Weg dorthin noch ein weiter ist. Die Lions haben sich ja schon sehr um das im Januar statt findende Benefiz Konzert bemüht, wir hoffen alle, dass es ein großer Erfolg wird. Mit dem Autohaus Ford-Sorg werden wir umgehend Kontakt aufnehmen und alle Details besprechen und unbedingt auf die rechtzeitige Auslieferung hinweisen. Nun wünsche ich Ihnen eine schöne Adventszeit. Bei uns läuft natürlich im Moment alles auf Hochtouren, und wir können unseren Schützlingen sehr viel Schönes bieten, dank großartigerSponsoren. Das macht einfach glücklich. Mit herzlichen Grüßen Hannelore Kiethe

Dienstag, 5. Dezember 2017

Tag des Ehrenamts

Manche Menschen spenden Geld, andere spenden ihre Zeit. Jeder gibt, was er kann. Wieviel ärmer wäre unsere Gesellschaft, wenn es die vielen ehrenamtlichen Helfer nicht geben würde. Sie treten für die Menschenrechte ein, helfen beim Sport, in der Kirche, beim Naturschutz und bei den Flüchtlingen. Die Liste ist lang. Knapp 15 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland in ihrer Freizeit. Frauen doppelt so viel wie Männer. Bei den Tafeln sind 60.000 Menschen ohne Bezahlung im Einsatz (dazu kommen knapp fünf Prozent, rund 3.000 bezahlte Kräfte). Menschen gehen als Besucher und Vorleser in Krankenhäuser und Altenheime. Manch alter Mensch würde einsam im Rollstuhl sitzen, wenn es diese Helfer nicht gäbe. Wir helfen den Helfern/jg

Mittwoch, 29. November 2017

Die kleine Lösung



Was die deutsche Automobilindustrie nicht hinbekommen hat - oder nicht hinbekommen wollte - hat die deutsche Post selbst auf den Weg gebracht: 5.000 batteriegetriebene Streetscooter werden bereits in ganz Deutschland abgasfrei für die Zustellung von Briefen und Paketen eingesetzt. Damit hat die Post einen Wettbewerbsvorteil, wenn die Nutzung von Dieselfahrzeugen im kommenden Jahr in den Städten eingeschränkt wird. Auch für die Post lohnt sich die neue Technologie, die Wartungskosten für die Elektrotransporter betragen im Vergleich zu konventionellen Transportern nur die Hälfte. Wenn die ersten Tafeltransporter elektrisch fahren sind wir gerne mit dabei/jg

Die große Lösung


Die deutsche Post und ihre Tochter Streetscooter haben zusammen mit Ford den Work XL gebaut. Das Elektrofahrzeug ist ein Lieferwagen auf Basis des Ford Transits, der bis zu 200 km mit einer Akkuladung fährt. 2.500 Fahrzeuge werden gebaut, die ersten Vorserienmodelle sind bereits im Einsatz. Das Fahrzeug hat ein Ladevolumen von 20 Kubikmetern und wird mit einem modularen Batteriesystem ausgerüstet, dessen Kapazität zwischen 30 und 90 kWh rangiert. Die Reichweite liegt demnach bei 80 bis 200 km. Der Akku wird an einer Schnellladestation mit 22 Kilowatt in ungefähr 3 Stunden wieder aufgeladen. Die Motorleistung liegt bei bis zu 204 PS. Das könnte ein Fahrzeug für die Tafeln werden - besonders, wenn der Laderaum mit Solartechnologie gekühlt werden kann. Im kommenden Jahr werden die ersten Modelle zu sehen sein/jg

Sonntag, 19. November 2017

Gestern war Welt Toilettentag....


.....und heute gehen die Kinder wieder zur Schule -und in der Pause auf die Toilette. Nicht auf diese Edelschüssel, die würde von Illma Gore, einer Künstlerin aus Los Angeles, erschaffen. Sie musste für den Bezug immerhin 24 Original Louis Vitton Taschen und einen Koffer opfern. Allein die Materialbeschaffung kostete 18.000 Dollar – hinzu kam die Vergoldung von Deckel und Becken. Drei Monate arbeitete Ilma Gore an dem Objekt, welches nun für 100.000 Dollar angeboten wird. Als Kunstwerk. Die Toilette ist voll funktionsfähig. Das Objekt hat die originalen Marken-Schilder und zeigt keine sichtbaren Nutzungsspuren". Obwohl es zahlreiche Interessenten für eine Probe-Sitzung gab, harrt das Werk noch unbenutzt auf einen Käufer. 

Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen, an unseren Schulprojekten weiterhin burmesischen Toiletten zu bauen, das Stück für 20 Dollar. Von dem eingesparten Geld investieren wir ein paar Kyat in eine Toilettenfrau. Die ist bei den Kindern dringender nötig, als ein Vitton Outfit. Mit Hilfe dieser Frau wollen wir die Kinder dazu bringen, sich nach jedem Toilettengang die Hände zu waschen. Das ist ganz sinnvoll in einem Land, in dem viele Menschen noch mit den Händen essen/jg

Samstag, 18. November 2017

Hamburger Tafel



Anfang Oktober beklagte die Hamburger Tafel, dass ihre Lager leer sind. Dies löste eine unvorstellbare Welle der Hilfsbereitschaft aus. Kreativste Ideen, Geld- und Lebensmittelspenden führten zum Erfolg! Seht Euch auf dem Foto das Ergebnis an. Das Lager der Tafel ist nun für den beginnenden Winter gut gerüstet. Schön zu wissen, dass die Arbeit der Tafel so aktiv unterstützt wird - in Hamburg, München, Berlin und 920 weiteren Städten in Deutschland/jg 

Dienstag, 14. November 2017

Wir schieben Oma



Auch in Celle hat unsere Idee Freunde gefunden. Zwei Häuser machen mit. Sie öffnen ihre Türen für zehn Frauen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die Helferinnen leisten den älteren Menschen Gesellschaft und verbringen regelmäßig Zeit mit ihnen. Es wird zusammen gebastelt, gesungen und es werden Ausflüge in die Stadt oder in´s Grüne gemacht. Eine Win - Win Situation entsteht, in der Menschen aus verschiedenen Welten miteinander reden. Das tut beiden Seiten gut/sf