Gesellschaft

Die Tafeln

Während manche Menschen mit jedem Cent rechnen müssen, werden viele gute Lebensmittel weggeworfen. In fast tausend deutschen Städten sorgen 60.000 freiwillige Helfer für den Ausgleich:
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Wir schieben Oma

Die Flüchtlinge aus Syrien haben viel deutsche Hilfsbereitschaft zu spüren bekommen, als sie hier ankamen. Jetzt geben diese Menschen etwas in unsere Gesellschaft zurück: sie gehen in
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Klimaausgleich

Natürlich können auf Trump schimpfen, können bewusster leben, auf manche Autofahrt verzichten, vielleicht sogar auf manchen Flug. Aber wenn wir unser Leben nicht grundsätzlich
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Aktuelles von den Tafeln, den Omas und zum Klima
Stiftunglife - Gesellschaft

Freitag, 16. Februar 2018

Sicherheit hier und da


Und 100 Staats- und Regierungschefs, Außen- und Verteidigungsminister sind der Einladung von Botschafter Wolfgang Ischinger gefolgt. Sie werden vom 16. bis 18. Februar zur Sicherheitskonferenz in München erwartet. Dazu der Gastgeber in einem Interview der Welt: „Es ist die Vielzahl und Gleichzeitigkeit der Krisen und Konflikte, so schlimm wie jetzt war es lange nicht mehr. Wir haben den Krieg in der Ukraine, wir haben dramatische Zustände im Nahen und mittleren Osten, alles direkt vor unserer Haustür. Auch die vermeintlich weiter weg liegenden Konflikte in Nordkorea und im Jemen haben direkte Auswirkungen auf Europa. Wäre ich ein Zyniker, könnte ich sagen: die Münchner Konferenz ist ein Profiteur dieser multiplen internationalen Krisenlage. Erfreulich ist die Lage jedenfalls nicht". Angesichts der großen Konflikte kann man die Entwicklung in Myanmar mit vorsichtigem Optimismus betrachten. Die Regierung investiert in dem ärmsten Gebiet des Landes. Es werden Straßen und Häuser für die Rückkehrer gebaut. Nach einem Treffen mit dem Minister gestern, am Rande der Sicherheitskonferenz, bin ich zuversichtlich, das wir bald mit dem Bau einer Schule im Rohinga Gebiet beginnen können. Einer Schule, zu der alle Menschen Zugang haben werden, unabhängig von Volksgruppe oder Religion. Das wird unser Beitrag zu einem neuen Frieden. Wollen wir hoffen, dass alles lange hält, der Frieden und unser Schulbau/jg

Mittwoch, 14. Februar 2018

Heute in der Süddeutschen

Deutschland, eines der reichsten Länder der Welt, bekommt den Pflegenotstand nicht in den Griff. Darunter leiden nicht nur alte Menschen, Patienten und ihre Angehörigen. Daran krankt die ganze Gesellschaft. In der Süddeutschen Zeitung gibt es heute auf der Seite Drei eine ausführliche Schilderung der Verhältnisse. Die meisten von uns mögen sich mit diesem Thema nicht beschäftigen, bis sie persönlich davon betroffen sind - dann müssen Sie sich damit beschäftigen. Vordergründig geht es um Geld, aber es geht auch um eine menschliche Gesellschaft. Mit unserem kleinen Projekt „Wir schieben Oma" zeigen wir, dass jeder etwas tun kann/jg

Dienstag, 13. Februar 2018

Was, wenn wir flüchten müssten?


Deutschland im Jahr 2027 – die EU gibt es nicht mehr. Eine nationalistische Regierung übt Willkür, verfolgt Migranten, Homosexuelle und andere Minderheiten. Immer mehr Menschen sehen sich zur Flucht gezwungen, zu einem „Aufbruch ins Ungewisse". Das ist der Titel des des ARD Fernsehfilms, der die Vorzeichen der Flüchtlingskrise umgedreht. Fast in jedem Detail orientiert sich der Film an den realen Schicksalen der geflüchteten Syrer, Afghanen und Afrikaner, die unter schwersten Umständen nach Europa fliehen, um hier ein neues Leben zu finden. Ein wichtiger Film, der mit dem Rechtsruck und den Fluchtursachen zwei der dringlichsten Themen unserer Zeit aufgreift. Bestimmt kein einfacher Abend, dieser Fernsehabend heute/jg

Sonntag, 11. Februar 2018

Gutes Karma


Im Erinnerungskalender ist heute vermerkt: vor einem Jahr hat Min Min eine Pagode in Sagar eingeweiht. In einer feierlichen Zeremonie dürfte er den goldenen Schirm auf die Spitze der Pagode setzen. Seitdem gibt viel gutes Karma für den gläubigen Buddhisten - und für die Familie Klische, die die Renovierung dieses historischen Bauwerks bezahlt hat. Im Lauf dieses Jahres wird Min Min wieder die Gelegenheit haben, eine Pagode einzuweihen. Der Mönch hat versprochen, dass das gute Karma für uns alle reichen wird 😊 jg

Montag, 5. Februar 2018

Glauben leben

Die drittgrößte Gruppe auf der Welt, das sind diejenigen, die an keinen Gott glauben. Lässt man diese Gruppe unberücksichtigt, so waren es die vier Hauptreligionen dieser Welt, die auf dem Foto gestern friedlich zusammenstanden. Zahlen sagen natürlich nichts darüber aus, wie sehr Menschen in ihrem Glauben verankert sind. In Deutschland können knapp 80 % der 18 bis 34 Jährigen nach eigener Aussage ohne den Glauben an Gott glücklich sein. Wenn wir das mit den Menschen in Myanmar vergleichen, drehen sich diese Zahlen um. Für Min Min ist es ganz selbstverständlich, dass wir auf unserem Weg in die Dörfer an einer Pagode anhalten unseren Respekt zeigen. Für Min Min ist es ganz selbstverständlich, dass wir in jedem Dorf den Mönch in unsere Projekte einbinden/jg

Sonntag, 4. Februar 2018

Vier Religionen



Die vier Herren, die hier zusammenstehen, arbeiten zusammen für unser neues Plastik Recycling Projekt in Myanmar. Von links nach rechts: Kyaw Naing hat eine kleine Werkstatt in Mandalay. Er verarbeitet Plastikabfälle zu Bällen - daneben Jürgen, er kümmert sich um die Recycling Projekte der Stiftung  - Soe Myint betreibt unser erstes Projekt P1 in Pakokku seit zwei Jahren als Family Business - ganz rechts Min Min, er hält die Kontakte und kümmert sich um die baulichen Umsetzung.

Zwei Gründe gibt es für diesen Eintrag heute: alle vier sind heute ehrenamtlich unterwegs, jeder bringt seine Erfahrung ein, damit dieses Projekt der Stiftung auf dem neusten Stand der Technik kommt. Freundlich und offen gehen die vier miteinander um: ein Buddhist, ein Moslem, ein Hindu und ein Christ. Auch das ist Myanmar/jg 

Montag, 29. Januar 2018

Wer hätte das gedacht...


Die Revolution begann auf einem Bürgersteig in Manhattan, am 3. April 1993. Der Ingenieur Martin Cooper stand in mitten der Passanten, als er seinen Freund und Wettbewerber anrief: „Joel, ich rufe Dich von einem funktionierenden tragbaren Telefon an!" Das Mobiltelefon war geboren. Es war ein Prototyp von Motorola, wog ein Kilogramm und wurde später als „der Knochen" bekannt. Zuerst eroberte es die Industriestaaten, dann den Rest der Welt. Heute gibt es mehr Mobillfunkanschlüsse als Menschen auf der Welt. Das Handy treibt wirtschaftliche Entwicklungen voran, besonders in Afrika. In Myanmar ist es (noch) in erster Linie ein Kommunikationsmittel. 53 Millionen aktive SIM Karten gibt es im goldenen Land, mehr als Einwohner/jg

Samstag, 27. Januar 2018

Toleranz und Völkerverständigung

Ein Ziel unserer Stiftung ist die Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigung. Am heutigen Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus wünschen wir uns, dass alle Menschen, besonders die Minderheiten, in Deutschland und in der Welt die Chance auf ein gleichberechtigtes Leben bekommen. In unserem Team arbeiten Christen, Buddhisten und ein Moslem. Mit unserem Studentenprogramm fördern wir Bildung in Myanmar als einen Baustein für eine tolerante Gesellschaft/ab

Donnerstag, 25. Januar 2018

Gutes Karma

Die Geschichte ist schon ein paar Jahre her: die Gäste der MS Europa hatten und die Restgelder aus aller Herren Länder gespendet. Die Scheine konnten wir wechseln, Münzen nimmt die Bank nicht an. Wir hatten aber viele Münzen, sehr viele sogar. Wohin damit? Min Min hatte die rettende Idee: wir haben das Geld bei dem Bau einer Pagode am Inlay See gespendet. Oben in der Spitze wurde es in einer Spendenkiste eingemauert. Min Min freut sich, als wir heute dort Halt machen:„Das ist doch ein schönes Symbol für das friedliche Miteinander der Menschen aus aller Welt. Alle haben etwas dafür gegeben, auch wenn Sie das nicht gewusst haben, als sie ihr Geld in den Topf warfen." Das gute Karma strahlt im Sonnenlicht auf unsere kleine Reisegruppe zurück/jg

Montag, 22. Januar 2018

25 Jahre Tafeln

Es gibt sie noch, die gute alte Post. Ab und zu versenden wir auch noch Briefe, zum Beispiel unsere Spendenquittungen, die meisten jedenfalls. Die dürften wir zwar auch elektronisch versenden, aber wir möchten ein paar persönliche Dankesworte dazu schreiben und das geht nun mal besser auf Papier. In diesem Jahr werden wir mit Freude und Bedacht „Tafel Briefmarken" für den Versand verwenden. 25 Jahre Tafeln sind ein guter Grund die Helfer zu feiern und sich daran zu freuen, dass wir die ganze Zeit dabei sein durften/jg

Freitag, 19. Januar 2018

Die Welt der Mode



In Paris ist die Mode Zuhause. Manchmal kommt sie dorthin zurück - nach einer langen Reise durch Italien und Tunesien bis in den Senegal. Vor Jahren hat sich der Spiegel schon einmal auf die Reise gemacht um ein T-Shirt zu verfolgen, dass in Hamburg Volksdorf in einen Altkleidercontainer geworfen wurde. Angekommen ist dieses T-Shirt nicht bei bedürftigen Menschen, sondern auf einem Marktplatz im Senegal. Nun gibt es eine Neuauflage dieser Geschichte, bei ARTE in der Mediathek zu sehen: https://www.arte.tv/de/videos/079076-000-A/tunesien-geschaefte-mit-kleidern/

Warum wir diesen Link hier aufnehmen? Es betrifft unser Leben, unsere Gesellschaft und unseren Umgang mit Ressourcen. Der Film zeigt auch, dass unser gutes Gewissen nicht einfach zu haben ist. „Gutes tun" und Geschäftstätigkeit durchmischen sich. Das ist nicht zu verurteilen, es wäre nur schöner – und ehrlicher – wenn für den Spender erkennbar ist, wo „Gutes tun" aufhört und wo das Geschäft anfängt. Oft werden die Logos vom Roten Kreuz und der Kirche (mit deren Einwilligung) nur werblich genutzt, um uns ein gutes Gefühl zu geben. Heutzutage werden in Deutschland viermal so viel Kleidungsstücke verkauft, wie in den 90er Jahren. Ob wir das wirklich alles brauchen...?

Donnerstag, 18. Januar 2018

Freundestreffen im Flugzeug


Der Zufall hat die beiden Herren vor ein paar Tagen zusammengeführt, im Flieger auf dem Weg nach Ungarn. Die beiden hatten sich viel zu erzählen. Bouke, unser Erfinder und Freund aus den Anfangszeiten der Tafeln - und Zirkuslegende Bernhard Paul. Viele Jahre hat er mit seinem Zirkus unser Stiftungsprojekt „Kinder zu Roncalli" unterstützt. Vielleicht war es doch kein Zufall, vielleicht war es ein Wink des Schicksals, damit wir über eine Neuauflage dieses Projektes nachdenken...? 

Mittwoch, 17. Januar 2018

Spendenaufruf

Die Zahl der Organspender in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut dramatisch gesunken. Die Zahl der Spender fiel im letzten Jahr noch einmal um knapp acht Prozent auf nur 10 Spender pro eine Million Einwohner., wie dem Jahresbericht der Stiftung Eurotransplant zu entnehmen ist. Belgien und Kroatien kommen auf 30 Spender pro eine Million Einwohner, Spanien sogar auf 47 Spender. Von der höheren Spendenbereitschaft im Ausland profitieren deutsche Patienten. Denn Herzen, Lebern und Nieren gelangen über den Eurotransplant-Verbund an deutsche Kliniken. Rund 200zusätzliche Organe aus Belgien, den Niederlanden, Kroatien, Ungarn, Österreich und Slowenien erreichten Deutschland auf diese Weise. Ohne diese sähe es noch düsterer für die hiesigen Patienten aus. Die Situation sei "zutiefst besorgniserregend", hatte Axel Rahmel, Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), erst vor Kurzem resümiert. 

Natürlich kann man jetzt nach der Politik rufen, die das besser regeln soll - wie zum Beispiel in Österreich, dort ist jeder Bürger ein Organspender, solange er nicht ausdrücklich das Gegenteil erklärt - aber wir können auch selbst etwas tun. Den Organspendeausweis kann man sich hier runterladen https://www.organspende-info.de/organspendeausweis/bestellen ausfüllen und in den Geldbeutel stecken. Wenig Mühe, die ein Leben retten kann/jg

Montag, 18. Dezember 2017

Veränderungen


Die Zeit drängt, den Dieselfahrzeugen drohen Fahrverbote in den Städten. Der Druck auf die Hersteller wächst, saubere Fahrzeuge anzubieten. Eine neue Euro 6 Norm ist in Vorbereitung, bei der die echten Abgaswerte im realen Verkehr gemessen werden. Sobald diese Norm in Kraft tritt (voraussichtlich im Frühjahr 2018) werden auch saubere Dieselfahrzeuge angeboten werden. Die Technik dafür ist längst vorhanden.

Auch bei den Elektro Angeboten gibt es Bewegung. Nach Streetscooter und Ford kommt nun auch Mercedes mit einem brauchbaren Angebot auf den Markt. Der E-Vito soll ab Mitte 2018 ausgeliefert werden. Vor ziemlich genau zwanzig Jahren begann mit diesem Fahrzeug ein neues Kapitel bei den Tafeln: damals übergab Herr Schrempp hundert Fahrzeuge als Geschenk an die Tafeln. So eine Aktion könnte Mercedes gerne noch einmal machen: 100 Vito's für die Tafeln, nun aber elektrisch! Ich werde mal bei ProSieben und Markenfilm nachfragen, ob die so eine Aktion wieder unterstützen würden/jg

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Post von der Münchner Tafel



Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass Sie uns wieder so großzügig bei der Erweiterung unseres Fuhrparks unterstützen! Unsere Arbeit wird immer umfangreicher, da die Anzahl der Tafelgäste laufend weiter zunimmt. Zum Glück erweitert sich auch unser Sponsorenkreis beständig - wir können uns wirklich glücklich schätzen - tun aber auch viel dafür. Die Münchner Tafel bewegt jährlich immerhin 6,2 Millionen KG Lebensmittel - da sind die Fahrzeuge so dringend von Nöten. Es wäre ja toll gewesen, wenn wir gerade durch Sie das erste Elektro Fahrzeug gesponsert bekommen hätten! Aber ich weiß, dass der Weg dorthin noch ein weiter ist. Die Lions haben sich ja schon sehr um das im Januar statt findende Benefiz Konzert bemüht, wir hoffen alle, dass es ein großer Erfolg wird. Mit dem Autohaus Ford-Sorg werden wir umgehend Kontakt aufnehmen und alle Details besprechen und unbedingt auf die rechtzeitige Auslieferung hinweisen. Nun wünsche ich Ihnen eine schöne Adventszeit. Bei uns läuft natürlich im Moment alles auf Hochtouren, und wir können unseren Schützlingen sehr viel Schönes bieten, dank großartigerSponsoren. Das macht einfach glücklich. Mit herzlichen Grüßen Hannelore Kiethe

Dienstag, 5. Dezember 2017

Tag des Ehrenamts

Manche Menschen spenden Geld, andere spenden ihre Zeit. Jeder gibt, was er kann. Wieviel ärmer wäre unsere Gesellschaft, wenn es die vielen ehrenamtlichen Helfer nicht geben würde. Sie treten für die Menschenrechte ein, helfen beim Sport, in der Kirche, beim Naturschutz und bei den Flüchtlingen. Die Liste ist lang. Knapp 15 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland in ihrer Freizeit. Frauen doppelt so viel wie Männer. Bei den Tafeln sind 60.000 Menschen ohne Bezahlung im Einsatz (dazu kommen knapp fünf Prozent, rund 3.000 bezahlte Kräfte). Menschen gehen als Besucher und Vorleser in Krankenhäuser und Altenheime. Manch alter Mensch würde einsam im Rollstuhl sitzen, wenn es diese Helfer nicht gäbe. Wir helfen den Helfern/jg

Mittwoch, 29. November 2017

Die kleine Lösung



Was die deutsche Automobilindustrie nicht hinbekommen hat - oder nicht hinbekommen wollte - hat die deutsche Post selbst auf den Weg gebracht: 5.000 batteriegetriebene Streetscooter werden bereits in ganz Deutschland abgasfrei für die Zustellung von Briefen und Paketen eingesetzt. Damit hat die Post einen Wettbewerbsvorteil, wenn die Nutzung von Dieselfahrzeugen im kommenden Jahr in den Städten eingeschränkt wird. Auch für die Post lohnt sich die neue Technologie, die Wartungskosten für die Elektrotransporter betragen im Vergleich zu konventionellen Transportern nur die Hälfte. Wenn die ersten Tafeltransporter elektrisch fahren sind wir gerne mit dabei/jg

Die große Lösung


Die deutsche Post und ihre Tochter Streetscooter haben zusammen mit Ford den Work XL gebaut. Das Elektrofahrzeug ist ein Lieferwagen auf Basis des Ford Transits, der bis zu 200 km mit einer Akkuladung fährt. 2.500 Fahrzeuge werden gebaut, die ersten Vorserienmodelle sind bereits im Einsatz. Das Fahrzeug hat ein Ladevolumen von 20 Kubikmetern und wird mit einem modularen Batteriesystem ausgerüstet, dessen Kapazität zwischen 30 und 90 kWh rangiert. Die Reichweite liegt demnach bei 80 bis 200 km. Der Akku wird an einer Schnellladestation mit 22 Kilowatt in ungefähr 3 Stunden wieder aufgeladen. Die Motorleistung liegt bei bis zu 204 PS. Das könnte ein Fahrzeug für die Tafeln werden - besonders, wenn der Laderaum mit Solartechnologie gekühlt werden kann. Im kommenden Jahr werden die ersten Modelle zu sehen sein/jg

Sonntag, 19. November 2017

Gestern war Welt Toilettentag....


.....und heute gehen die Kinder wieder zur Schule -und in der Pause auf die Toilette. Nicht auf diese Edelschüssel, die würde von Illma Gore, einer Künstlerin aus Los Angeles, erschaffen. Sie musste für den Bezug immerhin 24 Original Louis Vitton Taschen und einen Koffer opfern. Allein die Materialbeschaffung kostete 18.000 Dollar – hinzu kam die Vergoldung von Deckel und Becken. Drei Monate arbeitete Ilma Gore an dem Objekt, welches nun für 100.000 Dollar angeboten wird. Als Kunstwerk. Die Toilette ist voll funktionsfähig. Das Objekt hat die originalen Marken-Schilder und zeigt keine sichtbaren Nutzungsspuren". Obwohl es zahlreiche Interessenten für eine Probe-Sitzung gab, harrt das Werk noch unbenutzt auf einen Käufer. 

Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen, an unseren Schulprojekten weiterhin burmesischen Toiletten zu bauen, das Stück für 20 Dollar. Von dem eingesparten Geld investieren wir ein paar Kyat in eine Toilettenfrau. Die ist bei den Kindern dringender nötig, als ein Vitton Outfit. Mit Hilfe dieser Frau wollen wir die Kinder dazu bringen, sich nach jedem Toilettengang die Hände zu waschen. Das ist ganz sinnvoll in einem Land, in dem viele Menschen noch mit den Händen essen/jg

Samstag, 18. November 2017

Hamburger Tafel



Anfang Oktober beklagte die Hamburger Tafel, dass ihre Lager leer sind. Dies löste eine unvorstellbare Welle der Hilfsbereitschaft aus. Kreativste Ideen, Geld- und Lebensmittelspenden führten zum Erfolg! Seht Euch auf dem Foto das Ergebnis an. Das Lager der Tafel ist nun für den beginnenden Winter gut gerüstet. Schön zu wissen, dass die Arbeit der Tafel so aktiv unterstützt wird - in Hamburg, München, Berlin und 920 weiteren Städten in Deutschland/jg 

Dienstag, 14. November 2017

Wir schieben Oma



Auch in Celle hat unsere Idee Freunde gefunden. Zwei Häuser machen mit. Sie öffnen ihre Türen für zehn Frauen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die Helferinnen leisten den älteren Menschen Gesellschaft und verbringen regelmäßig Zeit mit ihnen. Es wird zusammen gebastelt, gesungen und es werden Ausflüge in die Stadt oder in´s Grüne gemacht. Eine Win - Win Situation entsteht, in der Menschen aus verschiedenen Welten miteinander reden. Das tut beiden Seiten gut/sf

Montag, 13. November 2017

Für die Münchner Tafel



Normalerweise beschäftigen sie sich mit Zahlen und Paragraphen, doch für zwei Tage tauschen Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte und Mitarbeiter der Kanzlei Warth & Klein Grant Thornton ihre Anzüge gegen Tafelschürzen und Sweatshirts. Die erste Gruppe wird im Lager der Münchner Tafel mit Rollen, Pinseln und Farbeimern ausgestattet, um die ergrauten Wände im Keller der Großmarkthalle zu weißen. Mit einer tollen Mannschaftsleistung erstrahlt der Lagerbereich innerhalb eines Tages in reinstem Weiß. Lagerleiter Fred Weiland freut sich: „Das schaut gleich viel heller und freundlicher aus." An der Ausgabestelle am Westtor gibt es für die Kanzleimitarbeiter dann die klassische Tafel-Arbeit: Ein riesiger Sack mit Bio-Müsli wird binnen kürzester Zeit portioniert und an die Bedürftigen verteilt. Tafelgast Elfriede freut sich: „So ein leckeres Bio-Müsli könnte ich mir normalerweise nicht leisten." Hannelore Kiethe, Vorsitzende Münchner Tafel ist ganz begeistert und bedankt sich für die Mithilfe. Tolle Leistung, weil wir von der Stiftunglife nicht so talentiert sind beim Streichen, kümmern wir uns mit dem Lions Club München Opera um ein neues Fahrzeug für die Münchner Tafel: jeder gibt, was er kann/jg

Donnerstag, 9. November 2017

Die Entwicklung stimmt nachdenklich


Chronische Unterernährung ist in Deutschland glücklicherweise eher selten anzutreffen. Trotzdem ist auch hierzulande aufgrund verfehlter Ansätze in der Sozialpolitik eine Rückkehr der sogenannten Ernährungsarmut festzustellen. Dies lässt sich „eindrucksvoll" und drastisch durch den traurigen Erfolgszug der Tafeln belegen. Aber auch im Kleinen mehreren sich die Indizien, dass Hunger oder Mangelernährung einen Weg zurück in die Gesellschaft finden. Das fehlende Pausenbrot des Kindes ist dann eben nicht nur auf die Vergesslichkeit der Eltern, sondern deren prekären Lebensverhältnisse zurückzuführen. Allein diese Entwicklung stimmt schon sehr nachdenklich. Der Perversion dieses Problems wird man sich aber erst bewusst, wenn man sie in den gesellschaftlichen Kontext einordnet. Gerade habe ich lernen müssen, dass eine durchschnittliche Biogasanlage täglich (!) mit rund 15 Tonnen Mais gefüttert wird. Zwar handelt es sich hierbei auch um den nicht essbaren Teil der Pflanze. Allerdings hinterlässt diese Größenordnung auch so ein verstörendes Gefühl. Dies umso mehr, als es sich nicht etwa um Abfallprodukte handelt, sondern der Mais gezielt nur für die Vergasung und Verstromung angebaut wird. Denn Biogasanlagen lassen sich wegen der Logistikkosten überhaupt nur wirtschaftlich betreiben, wenn für sie gezielt im nahen Umland Substrat angebaut wird. Jetzt ließe sich die Betrachtung so verkürzt beenden und über die Förderung von Biogasanlagen schimpfen, wo man doch mit dem Mais auch hungernde Schüler versorgen könnte. Tatsächlich ist es aber natürlich nicht ganz so einfach. Schließlich befürworten wir alle auf der anderen Seite auch als umweltbewusste Bürger Biostrom und die Abkehr von fossilen Brennstoffen. Ebenso ließe sich argumentieren, dass die Vergärung eigener Lebensmittel den Import aus Drittländern steigert und somit ggf. Bauern in Afrika unterstützt.  Doch all diese differenzierten Überlegungen helfen dem Kind ohne Pausenbrot auch nicht weiter. Wir sind daher sehr froh, die Tafeln seit langer Zeit unterstützen zu können und bedanken uns ganz herzlich für das geballte ehrenamtliche Engagement der Helfer! tg

Samstag, 4. November 2017



Myanmar hat 52 Millionen Einwohner und 54 Millionen aktive Sim Cards

Die Einsatzroute der Swimming Doctors können wir online auf dem Rechner verfolgen

Bilder und Informationen kommen innerhalb von Minuten aus dem Delta direkt zu uns auf den Schreibtisch 

Per Webcam können wir live sehen, ob auf unserer Schulbaustelle in Bagan gearbeitet wird 

Min Min liefert mit seiner Drohne ein paar Luftaufnahmen vom Dorf und der Umgebung

Unsere Studenten sind in Facebook Gruppen und auf Viber (das asiatische WhatsApp) organisiert

Monatliche Zahlungen gehen nicht mehr in bar, sondern per Überweisung an die Studenten 

Internet auf dem Dorf ist möglich, seit jedermann ein Smartphone besitzt

Von den Kinder im Kinderheim kommen keine Briefe, nun gibt es kleine Videos

Die digitalen Veränderungen sind rasant - nicht nur bei uns, auch in Myanmar




Dienstag, 31. Oktober 2017

Zum Reformationstag ein Zitat von Martin Luther: „Je mehr Kinder, je größer das Glück."

Sonntag, 29. Oktober 2017

Das Ende der Kleinfamilie

Was in Myanmar noch ganz gut funktioniert, das Leben in einer Großfamilie, hat sich bei uns über die letzten Jahrzehnte aufgelöst. Mit Alleinerziehenden, Regenbogen- und Patchwork Familien ist das Familienbild unserer Zeit bunter, aber oft auch komplizierter geworden. Die monogame Paarbeziehung ist noch immer das gesellschaftliche Idealbild, doch fast jede zweite Ehe in Deutschland wird inzwischen geschieden. Frauen, die ihre Kinder alleine erziehen müssen, kommen dabei oft in finanzielle Schwierigkeiten. Gut, das es die Tafeln gibt. Sie sind eine wichtige Hilfe, wenn das Geld in der Haushaltskasse knapp wird. Rund ein Viertel aller Menschen, die Lebensmittel von den Tafeln bekommen, sind Alleinerziehende Mütter. Ein wichtiger Grund für uns, die Idee der Tafeln seit 24 Jahren zu unterstützen/jg

Montag, 16. Oktober 2017

Überfluss im Regal

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Liebe Freunde, tatsächlich wird meine Antwortgeschwindigkeit oft nicht dem Ruf meiner Generation gerecht - daher erst jetzt eine Antwort auf diesen Espresso, auch wenn schon weitere folgten.  Den Spot von Edeka finde ich super - er hat mich an einen Artikel über das tolle Projekt Tausche Bildung für Wohnen erinnert, den ich mal für The Changer geschrieben habe. Gleichzeitig fände ich es wichtig daran zu erinnern, dass im Kontext der Lebensmittelvielfalt weniger manchmal mehr wäre. Während meines Studiums in Wien bin ich viel Containern gegangen und habe „abgelaufene" Lebensmittel aus den Mülltonnen der Supermärkte gefischt.  Ob wir wirklich die Auswahl mehrerer hundert verschiedener Joghurts brauchen, die dann nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums weggeschmissen werden müssen?  Was die Tonnen und Tonnen von Lebensmitteln betrifft, die täglich nicht nur in deutschen Supermärkten (eben auch von Edeka) weggeschmissen werden, ist Vielfalt nicht nur positiv. Edeka liefert den Grund für all das im Prinzip selbst: „Wir wären ärmer ohne Vielfalt". Was die Gesellschaft betrifft, haben sie mit ihrem Slogan auf jeden Fall Recht - aber natürlich auch was ihr Geschäft angeht…  Glücklicherweise gibt es die Tafeln und auch sonst passiert bzgl. der absurden Verschwendung von Lebensmitteln in Europa derzeit viel - dieser Artikel ist nur ein Beispiel vieler Initiativen: https://utopia.de/dieser-supermarkt-verkauft-nur-abgelaufene-lebensmittel-13154/
Es gibt inzwischen verpackungsfreie Supermärkte, das ist doch schon was (auch wenn das nur von einer kleinen Gruppe angenommen wird) Susanna

Freitag, 6. Oktober 2017

Weilheimer Tafel

Tina (in der gelben Jacke) war im September vor Ort. Bei der Weilheimer Tafel hat sie sich angeschaut, wie gut ein Integrationsprojekt funktionieren kann. Jeder hat bestimmte Fähigkeiten. Wenn man den Menschen die Gelegenheit gibt, diese zu entfalten, dann ist das ein Gewinn für alle. Manche Flüchtlinge verstehen etwas von der Landwirtschaft, andere hatten in ihrer Heimat Bienen. Die Weilheimer Tafel hat den Menschen ein Stück Land geben können, auf dem arbeiten können. Jetzt haben wir ein Glas Honig bei uns auf dem Frühstückstisch stehen - von bayrischer Bienen produziert, die von einem Syrer betreut und versorgt werden. So gut kann Integrationfunktionieren. Kompliment an die Mitarbeiter der Weilheimer Tafel, die das organisiert haben/jg

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Ausgezeichnet

Das Wahlergebnis der AfD war noch nicht abzusehen, als wir uns vor drei Monaten auf die Suche gemacht haben nach besonders schönen Beispielen für ein gutes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen. Wo gehen Deutsche und Syrer freundlich auf einander zu? Wo leben Christen und Moslems friedlich miteinander? Von Waseem hatten wir gehört, wie offen er als Flüchtling bei der Aßlinger Tafel aufgenommen wurde - erst als Bittsteller, dann als Helfer. Ein wunderbares Beispiel für gelungene Integration, mitten im schönsten Oberbayern. Weil wir die guten Seiten des Miteinander zeigen wollen, haben sich Tina und Tilman bei den Tafeln in Deutschland umgeschaut. Sie haben Konzepte und Bewerbungen gelesen und Projekte vor Ort angeschaut. Drei besonders schöne Projekte wurden von den beiden ausgewählt und ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich und überweisen je zweitausend Euro an Tafeln in Weilheim, Schwedt und Nordhausen/jg

Samstag, 30. September 2017

Dankbar sein


Heute wird Erntedank gefeiert. In den Kirchen werden Feldfrüchte, Obst und Getreide dekorativ aufgestellt. In manchen Orten gibt es eine aus Getreide geflochtene Erntekrone, die in einer Prozession durch das Gemeindegebiet getragen wird. Die meisten von uns sehen diese Bilder als folkloristischen Teil in den Nachrichten - in ländlichen Gemeinden gehen viele Menschen noch immer zum Gottesdienst in die Kirche. Mit dem Erntedankfest zeigen sie ihre Dankbarkeit für den Ertrag in Landwirtschaft und Gärten – und auch dafür, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen. Die Erntegaben werden nach dem Fest zuweilen an Bedürftige in der Gemeinde, in Obdachlosenheimen oder an die Tafeln verteilt/jg

Es geht doch

Die deutschen Autohersteller könnten alte Dieselautos wohl mit Hardware nachrüsten - wenn sie nur wollten. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht eine Untersuchung des ADAC, nach der die dafür erforderliche Hardware längst als Zubehör zu haben ist. Das ist wesentlich wirksamer, als ein bisschen Software Update, kostet allerdings auch mehr Geld. Nachdem wir nun wissen, dass Betrugsfirmen die Kosten ihrer Nachbesserung von der Steuer absetzen können, sollte auch der Einbau von SCR-Systemen möglich sein. Kann gut sein, dass uns die anstehenden Koalitionsverhandlungen einen neuen Verkehrsminister bringen. Es wäre zu wünschen, dass der nicht nur die Interessen der Industrie, sondern auch auch die der betrogenen Kunden im Auge hat. Für uns ist die Nachrüstung von 250 Dieselfahrzeugen ein vorrangiges Thema/jg

Freitag, 29. September 2017

Fahrzeug Übergabe Torgau


Fahrzeug Übergabe in Torgau. Dafür habe ich gerne eine 700 km Fahrt mit dem Auto gemacht und war dennoch begeistert. Soviel Engagement, wie die Verantwortlichen der Tafel Torgau gezeigt haben, das war wirklich bewundernswert. Viel Freude und viel selbst gebackener Kuchen. Es waren etliche Nachbartafel anwesend, um das neue Fahrzeug auf den Weg zu bringen. Bei der Gelegenheit habe ich auch einen alten Bekannten wiedergesehen: vor zwei Jahren hatte die Nürnberger Land Tafel ihr altes Kühlfahrzeug an die Torgauer Tafel mit knapp 200.000 km abgegeben. Das Fahrzeug hat jetzt 371.000 km auf dem Buckel. Es wird weiter gefahren bis evt. einmal ein E-Fahrzeug dieses Fahrzeug ersetzen kann. Der Wunsch nach einem umweltgerechten Fahrzeug ist hier vorgemerkt worden. Ich soll Euch - verbunden mit großen Dankeschön - von der Tafel-Mannschaft in Torgau recht herzlich grüßen/Gerhard

Mittwoch, 27. September 2017

Kinder, Kinder...

Was für eine wunderbare Kombination: Renate, die Lehrerin mit Herz - und Carla, die junge Medizinstudentin, die vier Monate in Myanmar war und im Kinderheim gelebt hat. Gemeinsam werden die beiden in Zukunft als Bindeglied wirken zwischen den Kindern in Yangon und unseren Freunden und Spendern, die diese Kinder finanziell unterstützen. Wer sich für diese Kinder interessiert, die ohne Eltern im Heim aufwachsen, kann sich gerne direkt an Renate wenden: renate@stiftunglife.de

Dienstag, 26. September 2017

Gibt's auch in Sachsen

Montag, 18. September 2017

Gutes tun...

....kann so einfach sein: von außen betrachtet schauen sie eher aus wie eine Rockergruppe - hinter der rustikalen Fassade steckt ein guter Sinn. Sie nennen sich "Barber Angels" und sie schneiden den Menschen die Haare. Normaler Weise für viel Geld - kostenlos für die, die sich einen Besuch beim Friseur nicht leisten können. Sie verschenken ein Stück vom Glück und ein bisschen Würde für ein paar Tage an Menschen, die auf der Straße leben. Tolles Projekt/jg

Samstag, 16. September 2017

Heute ist Tafeltag

1993 wurde in Berlin die erste deutsche Tafel gegründet. Zwei Monate später, bei der Gründung der Hamburger Tafel waren wir schon als Unterstützer mit dabei - und wir sind bis heute dabei geblieben. 2017 gibt es 925 Tafeln mit mehr als 60.000 ehrenamtlichen Helfern in ganz Deutschland, die rund 1,5 Mio. Menschen, darunter ein Drittel Kinder und Jugendliche, mit Lebensmitteln helfen. Diese Lebensmittel bekommen die Tafeln durch Spenden von Supermärkten, Restaurants und Herstellern. Somit arbeiten die Tafelhelfer seit 24 Jahren auch gegen Lebensmittelverschwendung. Zu viel, zu reif, oder krummes Gemüse: ohne die Leistung der Tafel würden unverkäufliche Lebensmittel im Müll landen. Leider passiert das – trotz Tafeln – immer noch viel zu oft. Ein Drittel aller weltweit hergestellten Lebensmittel landet zum Schluss nicht auf dem Teller, sondern vorher im Müll, so eine Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Allein in Deutschland werden jedes Jahr knapp 11 Mio. t Lebensmittel weggeworfen. Im Durchschnitt wirft jeder Deutsche im Jahr 82 kg weg. Ältere weniger als Jüngere, Reiche mehr als Arme/jg

Essen und Trinken

O'zapft is!

Seit ein paar Minuten strömt das Bier in München, biegen sich Tische und Bänke mit Haxn und Hendl. Die Maß ist auf einem Rekordpreis, die nächsten Tage werden uns weitere Rekordmeldungen bringen. Ein weiteres, nicht ganz so großes Ereignis, bewegt heute die Menschen in vielen Städten: der Deutsche Tafeltag. Viele hundert Tafeln werben in ihren Städten für Ihre Idee: übrig gebliebene Lebensmittel an arme Menschen abgeben. Frei von Geschäftssinn etwas Gutes tun für beide Seiten der Gesellschaft: für die, die Zuviel haben - und für die, die sich vieles nicht leisten können. Gesellschaftliche Teilhabe zählt dazu. Nicht jeder kann 11 Euro für eine Maß zahlen. Richtig teurer wird es, wenn man mit den Kindern auf die Wiesn gehen möchte: mit einem Hunderter kommt man da nicht weit/jg

Mittwoch, 13. September 2017

Zwischen Tag und Traum

Heute öffnet die IAA in Frankfurt ihre Pforten. Die große Schau der Möglichkeiten. Hoffen wir, dass es neben den vielen Zukunftsträumen auch ein paar Antworten für die Gegenwart gibt: ich möchte gerne wissen, wie wir die 240 Transporter mit Euro5 und Euro6 sauber bekommen, die wir in vergangenen Jahren den Markt gebracht haben. Verschrottungsprämien für sechs Jahre alte Fahrzeuge sind für uns keine Option, sie dienen nicht der Umwelt - höchsten den Herstellern/jg

Montag, 11. September 2017

ÜberLebensmittel


Pro Jahr wirft jeder Bundesbürger durchschnittlich 82 kg  weg. Eine Untersuchung des IW Köln zeigt allerdings, dass sich das Wegwerfverhalten innerhalb der Generationen stark unterscheidet. Demnach sinkt der Anteil derjenigen, die im vergangenen Monat angaben, nie Lebensmittel weggeschmissen zu haben, mit dem Alter der Befragten: Je jünger, desto verschwenderischer. Dem IW-Köln zufolge liegt dies zum einen daran, dass die jüngere Generation Lebensmittel nur im Überfluss kennt, während Ältere aufgrund ihrer (Nach-)Kriegserfahrungen auch Nahrungsknappheit erlebt haben. Außerdem fielen in Haushalten mit kleineren Kindern überdurchschnittlich viele Lebensmittelabfälle an, sodass auch die unterschiedlichen Lebenssituationen eine Rolle spielen. Wie gut, dass es die Tafeln gibt/jg



Donnerstag, 7. September 2017

Wir schieben Oma

Bevor es an das Schieben geht, müssen wir Menschen für unsere Idee begeistern. Menschen, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. In Celle haben wir gestern unsere Idee im Deutschkurs für syrische Frauen vorgestellt. Viele wollen mitmachen. Im nächsten Schritt werden wir die interessierten Helferinnen mit den alten Menschen zusammenbringen. Ein langsames Kennenlernen ist für beide Seiten gut. Wie der Fuchs zum kleinen Prinzen sagt "Besuch mich gerne jeden Tag. Am besten immer zur gleichen Zeit, damit ich mich auf Dich freuen kann. Setz Dich zu mir auf die Bank und rück' jeden Tag ein Stück näher an mich heran." 😊

Donnerstag, 24. August 2017



Die Aussage ist richtig - ob sie glaubhaft ist, steht auf einem anderen Blatt. Man könnte ja ruhig mal fragen, an wem es liegt, dass so viel Dreck aus dem Auspuff kommt - nicht nur bei Autos, auch bei der Q2, die gestern in Hamburg eingelaufen ist. Im Vergleich zu Schiffsmotoren sind Dieselfahrzeuge geradezu sauber. Auf hoher See wird Schweröl verbrannt, auf Flüssen sind weder Filter noch Katalysatoren üblich. Es ist die Sache der Politik, Rahmenbedingungen festzuschreiben und zu kontrollieren. Natürlich entschuldigt das nicht den Betrug von VW, Audi und Co, aber die Politik hat es den Betrügern zu leicht gemacht und wir, die Verbraucher, sind auf bunte Werbeversprechen hereingefallen. Vier Wochen vor der Wahl ist die Zeit der großen Versprechungen, nicht nur von den Grünen/jg

Dienstag, 22. August 2017

Neue Zeiten



Weil die etablierten Hersteller nichts im Angebot hatten, ist die Post selbst zum führenden Anbieter für E-Transporter geworden. In der vergangenen Woche wurde der neue, elektrische Paketlaster in Köln vorgestellt. Ford liefert das Gestell und die Fahrerkabine für das sieben Meter lange Fahrzeug - eine Tochter der Post baut den E-Antrieb und setzt den Paketkasten auf. In diesem Jahr will die Post noch 150 Fahrzeuge vom Typ Work XL auf die Strasse bringen - neben 3.000 kleineren Transportern, die bereits im Einsatz sind. Für die Post, DHL, Hermes und Co wurde es höchste Zeit: in Stuttgart und München wird bereits über ein Verbot für Dieselfahrzeuge nachgedacht. Heute noch nicht im Einsatz, aber schon in der Erprobung, ist die Kühlung des Laderaums. Damit rückt ein neues Fahrzeugangebot für die Tafeln in greifbare Nähe/jg

Montag, 21. August 2017

Gute Aussichten


Die beiden Damen dürfen sich freuen, sie sitzen gerade im Flugzeug auf dem Weg nach Myanmar. Renate aus Korbach, schon seit Jahren Freundin und Mentorin, war schon oft zusammen mit ihrem Mann in Myanmar. Jetzt möchte Sie Ihre Enkeltochter Johanna für das goldene Land begeistern. Die beiden werden sich das Kinderheim am Stadtrand von Yangon anschauen. Johanna, weil sie vielleicht im nächsten Jahr nach dem Abi ein paar Monate dorthin kommen möchte - Renate, weil sie sich bei uns in der Stiftung um den Kontakt zwischen "unseren" sechs Kindern und ihren Förderern in Deutschland kümmern möchte. Wir wünschen den beiden eine schöne Reise/jg 

Montag, 14. August 2017

Pflichtlektüre

Urlaubstage sind ganz wunderbar. Mann kann einen kleinen Mittagsschlaf halten, ein paar Kilometer mit dem Fahrrad fahren (oder über die Alpen) und in Ruhe lesen. Diese Spiegel Ausgabe hatte ich mir aufgehoben. Es hat sich gelohnt, ich kann das "Helft über Deutschland" jedem ans Herz legen. Hier gibt es die Daten und einen Blick in das Statistische Bundesamt - auf Gehaltsabrechnungen die knapp ausgehen - auf Pizza, Döner und Nasi Goreng - Lebenssituationen von Schwulen und Lesben - und einen Blick in die Wertstofftonne - über Gastarbeiter, Flüchtlinge und Integration in Deutschland -den demographische Wandel - Facebook Freundschaften und Tinder Liebschaften - deutsches Brauchtum und deutsche Wertarbeit - und natürlich auch einen Blick auf die kommende Bundestagswahl. Kaum vorstellbar, dass fast die Hälfte aller Befragten den amtierenden Ministerpräsidenten ihres jeweiligen Heimat Bundeslandes nicht richtig benennen konnten. Wenn es diese Ausgabe auf Englisch gibt, würde ich in gerne unseren burmesischen Freunden zum Lesen geben, diesen aktuellen Überblick über das Land, in dem wir leben/jg

Zufall oder Fügung?

Wenn Lasab nicht in unser Leben gekommen wäre, gäbe es Regina (Eintrag gestern), Wolf und Familie Kern wohl nicht in unserem Leben. Zufall oder glückliche Fügung, mit der sich die Dinge in unserem Leben glücklich zusammengefügt haben. Wer die Stiftung schon ein bisschen länger kennt, der kennt auch Lasab. Sie erfreut und bereichert unser Leben seit elf Jahren.



Wenn es Karlheinz Böhm nicht gegeben hätte, dann gäbe es auch nicht dieses Krankenhaus in Alem Ketema. Lasab wurde von ihrem Vater über 40 Kilometer dorthin getragen. Wenn wir (Jürgen und Jürgen) nicht gerade an diesem Tag das Enat Hospital besucht hätten, hätten sich diese Lebenslinien nie gekreuzt. Wenn Wolf nicht an dem Tag in Addis gewesen wäre, hätte die Sechsjährige wohl kaum eine Überlebenschance gehabt. Jeder von uns, der ein Teil dieser wunderbaren Geschichte geworden ist, darf von tiefem Herzen dankbar sein. Auch Ihre beste Freundin Klara, hier mit im Bild, vor ein paar Tagen beim Familienurlaub in Spanien. Ende der Woche fliegt Lasab wieder zurück nach Äthiopien, dann geht der Unterricht wieder los an der Deutschen Botschaftsschule in Addis Abeba. Zwei Jahre noch, dann wird Lasab selbst entscheiden können, ob sie den nächsten Schritt ihrer Ausbildung in Äthiopien oder in Deutschland machen möchte. Wir werden unser Bestes geben, um sie dabei zu unterstützen/jg

Freitag, 11. August 2017

Tag der Jugend

Die Einträge für diesen Blog zu schreiben ist eine Freude. Besonders an einem Tag wie heute, wenn Mann Morgens mit der Frage aufwacht "Was schreibe ich denn heute zum Tag der Jugend?" Beim Blättern durch unser Bildarchiv sehe ich Bilder von Lasab, von Kindern in Yangon, Vorschulkindern in Kapstadt, Schulkindern in Bagan und Studenten in Mandalay. Alles junge Menschen und Projekte der Stiftung, über die wir gerne hier schreiben. Aber dieses Bild von den zwei Jugendlichen, einer jungen Frau und einem junggebliebenen Herrn gefällt mir am Besten. Es steckt so viel drin in diesem Bild, dass wir vor ein paar Wochen am Sillberghaus gemacht haben: die Geschichte von Peter und Sabine - die Geschichte von Karla und Isi, unseren "Meet and Greet Pinonieren" vom vergangenen Herbst - die Freundschaft zu Khu Khu über Grenzen und Kulturen hinweg - und ein pensionierter Zahnarzt, der sich an Aufgaben (wir betreuen zusammen den Stand der Stiftung auf dem Wirbelsäulenkongress in Stuttgart) und Menschen erfreut. Für mich das schönste Bild zum Tag der Jugend 🙂

Donnerstag, 10. August 2017

Willkommen im Netz

"Das ist Intern" hieß es früher, wenn mit wichtiger Miene wichtige Papiere weggeschlossen wurden. Heute gibt es bei Firmen und Organisationen das Internet für alles, was sichtbar sein soll - und das Intranet für die internen Dinge. Bei uns ist das anders: die Informationen, die wir täglich auf diese Seite stellen, sind fürs Team und für Freunde. Wer als "Neuer" auf unsere Seite schaut, wird nicht gleich alle Zusammenhänge, Personen und Projekte verstehen, aber das kommt mit der Zeit. Schaut uns ruhig über die Schulter bei dem, was wir tun und wie wir es tun. Das Verstehen kommt mit der Zeit - und damit keine Fragen offen bleiben, gibt es bei uns immer Menschen, die man anrufen kann: richtige Menschen, die ohne Hotlineschleifen direkt ans Telefon gehen. Probiert es gerne aus:  0172 45 477 41 Jürgen Gessner

Willkommen im Netz

"Das ist Intern" hieß es früher, wenn mit wichtiger Miene wichtige Papiere weggeschlossen wurden. Heute gibt es bei Firmen und Organisationen das Internet für alles, was sichtbar sein soll - und das Intranet für die internen Dinge. Bei uns ist das anders: die Informationen, die wir täglich auf diese Seite stellen, sind fürs Team und für Freunde. Wer als "Neuer" auf unsere Seite schaut, wird nicht gleich alle Zusammenhänge, Personen und Projekte verstehen, aber das kommt mit der Zeit. Schaut uns ruhig über die Schulter bei dem, was wir tun und wie wir es tun. Das Verstehen kommt mit der Zeit - und damit keine Fragen offen bleiben, gibt es bei uns immer Menschen, die man anrufen kann: richtige Menschen, die ohne Hotlineschleifen direkt ans Telefon gehen. Probiert es gerne aus:  0172 45 477 41 Jürgen Gessner

Dienstag, 8. August 2017

Ye Lin Htet 93



His name is Ye Lin Htet ID No , 93 .He is 15 years old and studying grade 9. he came from Rakhine State / Min Pyar Township . he been already 4 years . He have no brother and sister . His hobby is runner, also want to become a Policemen. He is happy to stay in Ophanage. His godfather is Nils

Ma Khin Hlya No 47



My name is Khin Hlya, i am 16 Years old, i am from Kachin State. I like to sing. My godmother is Lorena

Tin Tin Ye No. 18



Das ist Tin Tin Ye. Sie wurde am 24. Mai 2008 in Hte Onn Sauk Village in der Shan State Region geboren. In diesem Gebiet gibt es Auseinandersetzungen der verschiedenen Volksgruppen untereinander sowie mit der Regierung. Tin Tin Ye wurde daher 2014 von ihren Eltern, die vermutlich noch leben, in ein Kloster außerhalb des Krisengebiets geschickt, um ein friedliches Leben führen zu können. Derzeit besucht Tin Tin Ye die erste Schulklasse und hat gerade Ferien. In dem Kinderheim fühlt sich sich sehr wohl und hat dort viele Freunde gefunden. Kurz vor diesem Video gab es Mittagessen und sie fühlt sich daher pappsatt. Liba und Nico sind Ihre Godfather and -mother

Khun Nyan Lin No. 116



Dies ist Khun Nyan Lin. Er wurde am 6. Januar 2009 im Pinmoontaung Village in der Shane State Region geboren. In diesem Gebiet gibt es Auseinandersetzungen der verschiedenen Volksgruppen untereinander sowie mit der Regierung. Die Eötern von Khun Nyan Lin öeben wohl noch. Weder über sie noch über andere Verwandte gibt es jedoch Informationen. Gerade besucht Khun Nyan Lin die erste Klasse. Er fühlt sich im Kinderheim sehr wohl und hat hier drei beste Freunde, mit denen er die meiste Zeit verbringt. Seine Godmother is Ingeborg

Khun Naing Oo No. 106



His name is Khun Naing Oo @ ID No 106 , age is 9 years old .He been 2 year already . Studying grade 2 . He came from Southern Shan State / Sesai Township . He want to become a Doctor. Mostly he stay quietly. His godmother is Britta

Khu Zaw Tun No. 99



Das ist Khun Zaw Tun. Er wurde am 1. Januar 2008 im Hte Onn Sauk Village in der Shan State Region geboren. In diesem Gebiet gibt es Auseinandersetzungen der verschiedenen Volksgruppen untereinander sowie mit der Regierung. Er wohnt seit vier Jahren im Kinderheim und ist dort sehr glücklich. Wenn Khun Zaw Tun nicht gerade die dritte Klasse besucht, so spielt er besonders gern Fussball. Seine Godmother in Deutschland ist Ingeborg

Montag, 7. August 2017

Deutschkurs in Würzburg

Von Charlotte, links im Bild, bekamen wir dieses nette Foto vom letzten Deutschkurs vor den Ferien. Ein ganz wunderbares Projekt, das von dem Engagement einiger Studenten in Würzburg lebt. Nun schon seit drei Jahren. Wir freuen uns sehr, dass wir Charlotte und ihre Freunde gelegentlich unterstützen dürfen. Diese Initiative gehört zu den besten Beispielen für bürgerliches Engagement, die ich kenne/jg

Wo ist die Wahrheit?

Immerhin, Aldi war konsequent, sie haben alle Eier aus dem Verkauf genommen. Aldi hätte auch sagen können: das ist alles nicht so schlimm, dass schadet Euch und Euren Kindern nur ein bisschen. So macht es die Automobilindustrie. In den letzten zwei Jahren haben wir gelernt, dass die Autoindustrie nur soviel zugibt, wie die Ermittler ohnehin schon wissen. Deshalb dauert es lange, bis die ganze Wahrheit herauskommt. Ob wir uns auf das verlassen können, was uns derzeit als Wahrheit angeboten wird, wissen wir nicht. Wenn ein Ministerpräsident schon seine Regierungserklärung mit den Autobossen abstimmt, liegt die Vermutung nahe, dass auch die zumutbare Verschmutzung der Luft miteinander abgestimmt wird. Deshalb werden wir alle weiteren Fahrzeugkäufe für die Tafeln zurückstellen, bis es eine verlässliche Wahrheit gibt. Wie lange das dauert, das liegt nicht in unserer Hand/jg

Sonntag, 6. August 2017

So sehen Kinder die Stiftung

Sechs Wochen Ferien sind eine lange Zeit. Anna und Abdu langweilen sich gerade ein bisschen. "Wie seht ihr eigentlich die Stiftung...?" frage ich die beiden. Die nehmen ihre Stifte und fangen an zu schreiben und zu malen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Jüngsten in der Stiftung heißen Klara, Francesca, Lasab, Abdu und Anna. Es tut uns allen gut, wenn wir die Jugend mitnehmen in unsere Welt/jg