Gesundheit

Swimming Doctors 3

Im weit verzweigten Flussdelta des Irrawaddy-Flusses südlich von Yangon leben rund 6 Mio. Menschen in kleinen Dörfern, häufig fern ab von jeder Gesundheitsfürsorge und ärztlichen Hilfe. Die Wasserfahrt zu einem Arzt oder Krankenhaus bedeutet für viele Hilfesuchenden und Patienten oftmals eine stundenlange Anfahrt; auch können viele Bewohner die notwendigen Behandlungen nicht bezahlen. Nach dem tropischen
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2sehen

In Addis Abeba in Äthiopien werden in einer Behindertenwerkstatt aus Baumwollacetat in Handarbeit wunderbare Brillengestelle hergestellt. Diese Gestelle werden bei ausgewählten Optikern
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Aktuelles von den Swimming Doctors und den Augen Ops
Stiftunglife - Gesundheit

Dienstag, 13. Februar 2018

Essen im Seeds und bei den swimming doctors


Ein Land - zwei Welten, mit welcher Leichtigkeit wir zwischen diesen Welten in Myanmar wechseln. Aber auch, welche Privilegien wir dabei geniessen. Wir wollen das in zwei Fotos veranschaulichen. 
Zum einen ein Gastmahl im "seeds ",  Spitzengastronomie aus Schweizerhand , serviert am harmonisch und bis in das letzte Detail abgestimmten Tisch mit Blick auf  den Inya-See und seine Lotusblumen. Lucia und Felix, Freunde und Foerderer der Stiftung, verwoehnen uns auf hoechstem Niveau, dieses Mal  mit kross gebratenem Fisch. Auch unser Koch bei den " swimming doctors " verwoehnt uns, wo und wie er nur kann. Morgens ist er als erster auf den Beinen, dann geht das Gebruzzel von Gemuese, Eiern, Kartoffelchips ,Reis und Huehnchen los. Reis mit Huehnchen gibt es heute zum Fruehstueck, scharf gewuerzt und von den seamen gerne aus der Hand gegessen. Zwei gastronomische Welten, schon ein Gegensatz, aber nicht unvereinbar, sondern zweifacher Genuss, weil uns das Land verbindet/wm

Dienstag, 30. Januar 2018

Heute Morgen in Yangon


Das ist eine nette Frühstücksunde heute Morgen im East Hotel in Yangon. Von links nach rechts: Lydia aus Barcelona und Markus aus München, zwei Filmemacher, die ein paar Bilder von den Swimming Doktors im Einsatz machen werden. Daneben Khin, die unser Studentenprogramm in Myanmar betreut. Hinter ihr Wolf, Unfallchirurg aus München, daneben sein Bruder, Kinderarzt aus Hamburg. Ganz rechts Kira, die sympathische Medizinstudenten aus Göttingen. Heute gehen alle zusammen auf unser Schiff, Morgen Früh um 6 Uhr legt die Futura ab, dann geht die Reise ins Delta los. So viel kann man jetzt schon sagen: der Start war gut 😊

Was macht eigentlich Wolf?



Wolf ist gerade wieder in Myanmar unterwegs, dieses Mal gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Uz. Der Vater war Arzt, die beiden Söhne sind erfolgreiche Mediziner geworden. Jetzt geben sie Ihr ganzes Wissen und Können weiter. Das Medical Team der Swimming Doctors ist dankbar für diese regelmäßige Unterstützung. Der Einsatz der deutschen Ärzte bringt nicht nur Dankbarkeit, sondern auch messbaren Erfolg: die Zahl der Patienten steigt kontinuierlich, wegen der hohen Nachfrage wird ein zweier Zahnarzt eingestellt. Damit haben wir dann vier burmesische Ärzte an Bord + die regelmäßige Unterstützung von Fachärzten aus Deutschland. Besonders gefragt sind Allgemeinmediziner, Zahnärzte, Frauenärztinnen und Kinderärzte. Am 24. April gibt es mehr Informationen beim Treffen der „Delta Docs" in München/jg

Samstag, 20. Januar 2018

Schnee und Myanmar...


....wie passt das zusammen?
Indem man ins tief verschneite Oslo fliegt und sich mit Peter (links im Bild) und dem Team von Impact Norway zu einem Workshop ueber schwimmende Klinken trifft. IMPACT wurde in GB 1985 gegruendet und  verfolgt in vielen Laendern Projekte  " to prevent and treat needless disability" . Peter Daee war lange in Bangladesh  taetig und hat viel Erfahrung mit einer schwimmenden Klinik im Delta dort . Und ein interessantes Konzept mit 5 kleinen floating clinics und einer fast moving ambulance in Kambodscha auf dem Tonle Sap Lake etabliert.Aehnliches planen sie fuer das Irrawaddy Delta in Myanmar in enger Kooperation mit uns. Grund genug, den erneuten Schulterschluss zu suchen. Zwei Dinge habe ich an dem Tag  gelernt : unsere Erfahrungen nach 8 Jahren swimming doctors koennen sich sehen lassen und der intensive Austausch bringt neue Perspektiven,z.b. mother clubs und floating gardens als flankierende Aktivitaeten. darueber wird noch zu berichten sein. Im Februar treffen wir uns wieder in Myanmar, zum Besuch der verschiedenen Ministerien.Denn das gehoert auch zu unseren Taetigkeiten, um die swimming doctors voran zu bringen/Wolf

Mittwoch, 10. Januar 2018

Projekte verbinden sich



Wunderbar zu sehen, wie sich die Dinge miteinander verbinden. Vor ein paar Wochen konnten wir uns darüber freuen, dass ein Stiftunglife Student (inzwischen fertiger Arzt) bei den Swimming Doctors arbeitet. Heute freuen wir uns über zwei junge deutsche Zahnärztinnen. Jana und Verena sind in diesem Monat mit unserem Schiff unterwegs. Heute Morgen habe ich die beiden zu einer Vorsorge Untersuchung in eine Schule begleitet. Das war ein ganz wunderbares Erlebnis, von dem diese bewegten Bilder einen kleinen Eindruck geben – für alle, die nicht dabei sein konnten/jg

Montag, 1. Januar 2018

Bitte vormerken



Das neue Jahr hat gut begonnen: Gestern Morgen um 7 sind die Swimming Doctors zur nächsten Mission ausgelaufen. Zwei deutsche Zahnärztinnen sind mit an Bord, sie werden in die Dörfer gehen und mit den Kindern Zähneputzen üben. Wir werden bald hören, wie gut das funktioniert: die deutschen Unterstützer der Swimming Doctors veranstalten in Zusammenarbeit mit den DeltaDocs ihr Jahrestreffen am 21. April ab 12 Uhr im Hörsaal der Chirurgischen Klinik der LMU München, Nussbaumstrasse 20. Wer Interesse hat, kann sich hier anmelden: wolf@stiftunglife.de

Montag, 18. Dezember 2017

Das 18. Türchen



Das soziale Engagement der deutschen Zahnmediziner ist vielfältig und spiegelt sich in den unterschiedlichsten Hilfsprojekten wider. Mit dem Adventskalender schenkt die ZM diesen Menschen jeden Tag ein Stück Öffentlichkeit - getreu dem Motto "Tue Gutes und rede darüber!" Heute: Die "Swimming Doctors" von Stiftunglife stellen sich vor. Für alle, die es genau wissen wollen, ist hier der Link zum Kalender https://www.zm-online.de/news/nachrichten/tue-gutes-und-sprich-darueber-19/

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Was sind Rotarier?

Bei Rotary handelt es sich um international verbreitete Clubs, zu denen sich Angehörige verschiedener Berufe unabhängig von politischen und religiösen Richtungen zusammengeschlossen haben. Als seine Ziele nennt Rotary humanitäre Dienste, Einsatz für Frieden und Völkerverständigung sowie Dienstbereitschaft im täglichen Leben. Im deutschsprachigen Raum nennen sich die Mitglieder Rotarier. Wolf ist seit vielen Jahren in München dabei. Er engagiert sich für Kinder und Projekte in Afrika, auch die Swimming Doctors werden seit Jahren von ihm und seinen rotarischen Freunden finanziell unterstützt. Aber es geht nicht nur um Geld, es geht auch um Netzwerke und ein gutes Miteinander im gesellschaftlichen Engagement. Manchmal auch Länderübergreifend: das Foto von Wolf entstand gestern bei einem Besuch des Rotary Clubs Yangon/jg

Samstag, 2. Dezember 2017

Nachgezählt

Am Ende des Tages haben wir nachgezählt und festgestellt: er hat sich gelohnt, der Einsatz bei der Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft in Stuttgart. Neben vielen Kontakten und wunderbaren Gesprächen sind über 6.000 Euro für die Swimming Doctors gespendet worden. Vielen Dank an die Helfer: an Annette, Karla und Jürgen Staude. Und ein ganz besonders an die Familie Knop, die uns die Chance und viele Möglichkeiten eröffnet hat - nicht nur in diesen Stuttgarter Tagen. Schön, dass es Euch gibt/jg

Donnerstag, 30. November 2017

Heute in Stuttgart


Jürgen und Tilman sind heute und morgen auf dem Deutschen Wirbelsäulenkongress, um die Stiftunglife fort zu vertreten. Es trifft sich gut, dass Tilmans Vater in diesem Jahr der Präsident der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft ist. Für unsere Swimming Doctors in Myanmar benötigen wir monatlich rund 9.000 Euro, die wir aus Spenden finanzieren. Außerdem freuen wir uns immer über engagierte Ärzte, die unser Medical Team in Myanmar unterstützen und fortbilden. Wir sind ganz zuversichtlich, interessierte Menschen in Stuttgart anzutreffen/tk

Sonntag, 26. November 2017

“Es läuft sehr gut!”


Liebe Freunde der Stiftung, 
meine Frau und ich, wir kommen gerade vom Schiff. Es läuft sehr gut bei den Swimming Doctors, die Patientenzahlen sind um 30% gestiegen. An machen Tagen ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Wir haben die Planungen für einen zweiten Zahnarzt aufgenommen, der oder die dann im Laufe des nächsten Jahres anfangen kann. In den Tagen, die wir an Bord waren, kamen jeden Tag 100 Patienten auf das Schiff. Da wir einen Alumni auf dem Schiff hatten, einen ehemaligen Förderstudenten der Stiftung, war diese Zahl zu bewältigen. Diese Verknüpfung der Studenten mit dem Schiff ist super. Ich konnte sehen, dass wir Studenten haben, die menschlich und medizinisch viel erreicht haben. Der junge Doctor Win Ko Oo - hier im Bild - ging für sein junges Alter sehr emphatisch und freundlich mit den Patienten um. Das Wissen war gut, es fehlt noch die praktische Übung. Hier konnten wir helfen. Die Möglichkeit Patienten mit uns zu besprechen, Erfahrung zu bekommen und dabei besondere Patienten zu sehen, die man nicht mehr vergisst hat unseren Besuch für alle Seiten besonders gemacht. Win Ko Oo geht bestärkt und mit der Möglichkeit jetzt auch Ohren untersuchen zu können und einem Otoskop reicher(welches er vorher nur von Bildern kannte) wieder an die alte Stelle zurück. Viele herzliche Grüße, Ludger

Donnerstag, 23. November 2017

Sprechstunde im Delta


Normalerweise hält Doktor Jo Draws seine Sprechstunde zu geregelten Zeiten in seiner Praxis in der Celler Innenstadt. Hier im Delta von Myanmar ist alles anders, hier wird zu jeder Zeit behandelt, zu der ein Patient an Bord kommt, sieben Tage in der Woche, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Wie kommt es, dass ein Arzt seine geordnete Praxiswelt verlässt, um Patienten im Delta zu behandeln....

Die Welt in Celle ist überschaubar: Dr. Draws kennt Dr. Potthoff und der ist zusammen mit seiner Frau schon seit vielen Jahren bei den Swimming Doctors engagiert. Von ihren Reisen in das goldene Land haben die beiden immer wieder faszinierende Bilder und Berichte mitgebracht. Es dauerte nicht lange, bis die Frage im Raum stand „Kann ich da mal mitkommen, gibt es da auch was für mich zu tun?". Die Antwort ist auf dem Foto zu sehen. Drei deutsche Ärzte und eine Hebamme begleiten den 71. Einsatz der Swimming Doctors im Delta. In ein paar Tagen werden sie wiederkommen, mit vielen glücklichen Bildern und Eindrücken im Gepäck/jg

Mittwoch, 22. November 2017

Auf dem Heimweg

Die November Mission der Swimming Doctors geht dieses Mal ein paar Tage früher zu Ende. Das Schiff ist auf dem Weg nach Yangon, um dort in die Werft zu gehen. Fünf Tage, eine Routineuntersuchung: einmal im Jahr wird das Schiff von unten angeschaut, damit mögliche Beschädigung am Rumpf früh erkannt und repariert werden können. Am 1. Dezember starten Schiff, Mannschaft in Gäste dann zur nächsten Fahrt ins Delta/jg

Doctor Win Ko Oo



Was ist aus dem Medizinstudenten Win Ko Oo geworden, der sieben Jahre lang Student in unserem Mentorenprogramm war. Wohin geht die Reise? Nachdem er sein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, arbeitet er jetzt als Assistent bei den Swimming Doctors3. Hier auf dem Foto mit dem ganzen Aerzteteam und den beiden Krankenschwestern. Schön, wenn wir den Nachwuchs auch weiterhin fördern können und sie auch mit uns arbeiten mögen/ds

Montag, 6. November 2017

Immer die anderen...

Heute treffen sich 25.000 Menschen in Bonn, um konkrete Klimaziele zu vereinbaren. Vermutlich wird jeder erst einmal auf den anderen schauen - so wie die meisten von uns das in ihrem Alltag tun. Inzwischen wissen wir (fast) alle, dass es so nicht weitergehen kann, aber Veränderungen sind unbequem. Dabei hätte es jeder von uns in der Hand, einen kleinen Beitrag zu leisten: die Heizung etwas runterdrehen, Bus und Bahn nutzen, beim Autokauf nicht auf die PS schauen, sondern auf die Effizienzklasse. Viele kleine Beiträge bewirken spürbare Veränderungen. Ich habe schon mal angefangen: für jeden Flug nach Myanmar spende ich 20 Solarlampen. Das ist mein Klimaausgleich. Die Solarlampen ersetzen Petroleumlampen und Kerzen. Nicht die hier an der Shwedagon Pagode, die sollen ruhig bleiben, den Gläubigen zur Besinnung und uns zur Freude/jg

Samstag, 4. November 2017



Myanmar hat 52 Millionen Einwohner und 54 Millionen aktive Sim Cards. Die Einsatzroute der Swimming Doctors können wir online auf dem Rechner verfolgen Bilder und Informationen kommen innerhalb von Minuten aus dem Delta direkt zu uns auf den Schreibtisch Per Webcam können wir live sehen, ob auf unserer Schulbaustelle in Bagan gearbeitet wird Min Min liefert mit seiner Drohne ein paar Luftaufnahmen vom Dorf und der Umgebung. Unsere Studenten sind in Facebook Gruppen und auf Viber (das asiatische WhatsApp) organisiert Monatliche Zahlungen gehen nicht mehr in bar, sondern per Überweisung an die Studenten Internet auf dem Dorf ist möglich, seit jedermann ein Smartphone besitzt Von den Kinder im Kinderheim kommen keine Briefe, nun gibt es kleine Videos. Die digitalen Veränderungen sind rasant - nicht nur bei uns, auch in Myanmar

Mittwoch, 11. Oktober 2017

500 Augen OPs



Herzlichen Glückwunsch nach Addis. Mittlerweile konnten über 500 Kataraktoperationen in bei Signum Vitae durchgeführt werden. Finanziert haben wir sie durch die handgefertigten Brillenfassungen aus Äthiopien. Ein ganz großes Dankeschön an alle beteiligten Optiker in Deutschland und an die Käufer solcher Brillen: zwei Menschen können wieder sehen - ein Deutscher mit einer wundervollen Brille und den entsprechenden Gläsern, ein Äthiopier durch die erfolgte Operation am Grauen Star. Und dann ist da auch noch derjenige, der die Brille in Addis Abeba mit der Hand gemacht hat, ein Behinderter, der so für sich und seine Familie finanziell sorgen kann. Bei Signum Vitae sind 80 größtenteils Behinderte angestellt, die u.a. in der Brillenfertigung arbeiten. Wir sind ganz zuversichtlich, dass wir die Zahl der Kataraktoperationen noch erhöhen können. In ganz Äthiopien gibt es 120 Augenärzte in Deutschland sind es 8000. Dabei leben in Äthiopien zwanzig Millionen Menschen mehr als bei uns. Gute Aussichten: im kommenden Jahr wird eine Augenärztin aus Deutschland für ein paar Wochen in der Augenklinik von Signum Vitae unterstützend tätig sein wird/ab

Montag, 9. Oktober 2017

500 OPERATIONEN!!





Mittlerweile konnten über 500 Kataraktoperationen in Äthiopien in Addis Abeba bei Signum Vitae durchgeführt werden. Finanziert werden sie durch den Verkauf von in Äthiopien handgefertigten Brillenfassungen in Deutschland. Ein ganz großes DANKESCHÖN an alle beteiligten Optiker hier in Deutschland und an die Käufer solcher Brillen: zwei Menschen können wieder sehen - ein Deutscher mit einer wundervollen Brille und den entsprechenden Gläsern, ein Äthiopier durch die erfolgte Operation am Grauen Star. Und dann ist da auch noch derjenige, der die Brille in Addis Abeba mit der Hand gemacht hat, ein Behinderter, der so für sich und seine Familie finanziell sorgen kann. Bei Signum Vitae sind  80 größtenteils Behinderte angestellt, die u.a. in der Brillenfertigung arbeiten.
Wir hoffen, dass wir die Zahl der Kataraktoperationen noch erhöhen können. In ganz Äthiopien gibt es nur 120 Augenärzte bei einer Bevölkerung von 103 Millionen Menschen ( zum Vergleich: in Deutschland gibt es ca. 8000 Augenärzte…). Aber wir sind zuversichtlich, dass im nächsten Jahr eine Augenärztin aus Deutschland für ein paar Wochen in der Augenklinik bei Signum Vitae unterstützend tätig sein wird./ab



Samstag, 7. Oktober 2017

Heute vor einem Jahr

Heute auf den Tag genau vor einem Jahr in Yangon: mit viel Freude, Ehre und Aufmerksamkeit wurde das Schiff für die Swimming Doctors eingeweiht. Das ist ein guter Grund zurückzuschauen und Danke zu sagen - ganz besonders bei der Futura Stiftung, bei Capt. Wilk und Capt. Than Oo. Durch ihr Engagement war es möglich, das dritte Schiff auf den Weg zu bringen. Seit dem 8. Oktober 2016 wurden mehr als 10.000 Patienten auf diesem Schiff behandelt. Den engagierten deutschen Ärzteteams um Prof. Wolf ist es zu verdanken, dass der Behandlungsstandart immer weiter verbessert wurde. Vielen Dank an alle, die sich in Myanmar und in Deutschland für dieses Projekt der Stiftung engagieren/jg

Dienstag, 3. Oktober 2017

Unser Team in Myanmar

Normalerweise arbeitet jeder für sich. "10 Jahre Stiftunglife" hat sie an einen Tisch gebracht, auf unserer Jubiläumsreise von Mandalay nach Bagan. Von links: Min Min aus Bagan, schon seit zehn Jahren dabei, zuständig für Schulbauten und Solarlampen - Khu Khu aus Yangon, seit letztem Jahr dabei, zuständig für unser Meet and Greet Programm - Naing aus Yangon, seit zwei Jahren dabei, zuständig für Swimming Doctors und Solarlampen im Delta - Khin aus Pyn Oo Lwin, die "Kaffeestadt" eine Stunde nördlich von Mandalay, seit sieben Jahren bei uns zuständig für das Studenten Förderprogramm. Gestern haben die vier zusammengearbeitet, Daten gesammelt und Adressen sortiert, als Grundlage für das ALUMNI Programm der Stiftung, dass wir in diesem Monat auf den Weg bringen wollen/jg

Sonntag, 1. Oktober 2017

Life changing places

Im aktuellen Lufthansa Magazin erzählen drei Menschen, wie eine Reise ihr Leben verändert hat. Die englische Übersetzung beginnt mit den Worten "Paradise found" und die Geschichten handeln von den Lofoten, von Mexiko und Südafrika. Drei Menschen erzählen von Zufällen und von dem Glück, dass sie gefunden haben. Meine Geschichte würde gut dazu passen. Ich könnte von dem Flyer erzählen, der bei uns in der Bäckerei an der Ecke auslag - von Christiane, die ein paar Häuser weiter wohnte, von Jürgen und Moses, von der ersten Reise nach Burma, der ersten Schule und dem ersten Studenten. Zehn Jahre ist das alles her. Zeit für eine Zwischenbilanz, die ich in den nächsten Tagen hier ziehen werde/jg

Donnerstag, 28. September 2017

Heute ist Weltschifffahrtstag


Heute ist Weltschifffahrtstag. Dieser Tag wurde von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation ins Leben gerufen, es ist ein Gedenktag, der von den Vereinten Nationen anerkannt wurde. Der Weltschifffahrtstag soll auf die Schiffssicherheit und die Sicherheit des Seeverkehrs hinweisen. Unter Schifffahrt wird die Benutzung von Wasserfahrzeugen auf Binnengewässern und Meeren verstanden - vor allem zur gewerbsmäßigen Beförderung von Personen und Gütern. Natürlich denken wir an heute besonders gerne an unsere Lieblingsschiffe und an die Mannschaften, die mit Swimming Doctors 2 und 3 im Delta von Myanmar unterwegs sind - aber auch allen anderen Seeleuten wünschen wir immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel/jg


Donnerstag, 21. September 2017

Gestern Abend in München


"Wenn einem so was Gutes widerfährt, das ist schon einen Asbach Uralt wert…." hieß es vor vielen vielen Jahren in der Werbung. Die Werbung ist vergessen - die Botschaft ist geblieben. Gestern Abend haben wir in München einen Schluck getrunken auf das schöne Filmprojekt und seine drei Protagonisten, von links: Hans der Filmemacher, der im zarten Alter von acht Jahren seinen ersten Film gedreht hat - Wolf in seiner Rolle als der Sprecher - Norbert, unser Kameramann vom BR. Viel abgestimmt hatten wir nicht vorher, es gab kein Drehbuch und keine Regie bei diesem „No Budget" Projekt. Das trotzdem etwas wunderbares dabei rausgekommen ist, verdanken wir Hans, der das alles so schön zusammengefügt und mit der passenden Musik unterlegt hat. Gemeinsam haben wir das Werk gefeiert, das hier zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=RFdv0stZrqk

Sonntag, 3. September 2017

Myanmar First H1N1 Tamiflu



Unbeachtet von der deutschen Öffentlichkeit brach Ende Juli in Myanmar die Schweinegrippe aus, wohl über den Norden von Myanmar eingeschleppt und rasch bis nach Yangon verbreitet. Die Schweinegrippe A / H1N1 ,auch „Neue Grippe" genannt , ist eine seit 2009 bekannte und auch bei uns seinerzeit aufgetretene hochansteckende Viruserkrankung. Sie ist mit einer Sterblichkeit von 1-2 % belastet; vor allem ältere Menschen und Kinder sind stark gefährdet. Neben Isolierung und Hygienemassnahmen helfen nur rasch durchgeführte Impfungen und Antivirenmittel wie Tamiflu. Unmittelbar nach Ausbruch der Schweinegrippe informierte uns die burmesische Botschaft in Berlin und bat um Mithilfe. Heinz Schöneich von Interplast und wir von Stiftunglife machten uns sofort daran, über Oliver E Soe Thet Medikamente zu besorgen. Nicht so einfach, denn der Markt war leergefegt. Jetzt war es soweit : unsere erste Medikamentenspende Tamiflu wurde am 27.8.2018 von Oliver im Sittwe State Hospital , einem Brennpunkt der Epidemie , an die Ärzte und die staatlichen Gesundheitseinrichtungen übergeben. Wir bleiben weiter aktiv/wm

Dienstag, 29. August 2017

Vielen Dank für Speis und Trank

Vor zwanzig Jahren war Kabeljau billig und einfach zu haben - heute ist der Fisch selten, teuer und damit zur Delikatesse geworden.



Vor zwanzig Jahren dachte ich, Rotarier sind ältere Herren, die sich bei einem Glas Rotwein Geschichten von früher erzählen - in den letzten Jahren habe ich gemerkt, wie viele interessante Menschen sich in den Clubs verbinden. Nicht nur, aber auch, um Projekte am Ort und in der weiten Welt zu fördern. Unsere Swimming doctors bekommen Anerkennung und Unterstützung von verschiedenen Rotary Clubs. Für mich war es ein guter Deal am Montag in Celle: für ein gutes Essen dürfte ich über ein wunderbares Projekt reden/jg

Mittwoch, 23. August 2017

Auf dem Weg in die Dörfer


Eine große Sendung von Solarlampen ist in Myanmar eingetroffen. Viele Lions Clubs haben sich an dieser Spende beteiligt. Die Lampen kommen aus China mit dem Schiff nach Yangon. Von dort erfolgt die Verteilung in die Projektgebiete:  Bagan, Pakoku, Sittwe und jetzt neu, ins Delta. Mit den Swimming Doctors sind die Lampen von Yangon ins Delta geschwommen. Hier auf dem Foto werden die Kartons von unserem großen Schiff auf kleine Boots umgeladen. Mit den kleinen Booten bringen wir die Lampen dann zu den Familien in die Dörfer. Vielen Dank an Naing, unserem Mann vor Ort, der das für uns sehr gut organisiert hat/jg 


Dienstag, 15. August 2017

Meeting Impact Norway

Man kann am 15. August, Maria Himmelfahrt, einem Feiertag im katholischen Teil von Bayern, bei strahlender Sonne zu den oberbayerischen Seen oder in die Berge fahren. Man kann aber auch Zuhause bleiben und nur gedanklich in die Ferne reisen. Das haben wir heute bei Heinz Schöneich getan. Wir, das Organisationsteam der DeltaDocs und Peter Daae, Gründer und Motor von Impact Norway. Eine NGO, die in Bangladesch und Kambodscha viel Erfahrung mit schwimmenden Kliniken und umfassender Fürsorge für die Landbevölkerung hat und nun auch ähnliche Projekte in Myanmar plant. Da liegt es nahe, an eine Kooperation mit uns zu denken. Also kam Peter heute aus Oslo zu uns, um uns zu "beschnuppern "und sich mit uns auszutauschen. Es wurde ein spannender Tag. Alle Konzepte und Erfahrungen mit mobilen medizinischen Einheiten stellten wir auf den Prüfstand und fanden so viel Gemeinsames ,dass wir in Zukunft gerne kooperieren wollen. Impact Norway will im Gebiet um Pathein operieren, wir bleiben rund um Bogale. "Getrennt marschieren, vereint schlagen," würden das Militärstrategen nennen. Wir nennen es "Common Action today to prevent disability tomorrow". Gerade schrieb Peter aus Oslo: "i went home richer than before." So empfanden wir auch/wm

Donnerstag, 10. August 2017

Willkommen im Netz

"Das ist Intern" hieß es früher, wenn mit wichtiger Miene wichtige Papiere weggeschlossen wurden. Heute gibt es bei Firmen und Organisationen das Internet für alles, was sichtbar sein soll - und das Intranet für die internen Dinge. Bei uns ist das anders: die Informationen, die wir täglich auf diese Seite stellen, sind fürs Team und für Freunde. Wer als "Neuer" auf unsere Seite schaut, wird nicht gleich alle Zusammenhänge, Personen und Projekte verstehen, aber das kommt mit der Zeit. Schaut uns ruhig über die Schulter bei dem, was wir tun und wie wir es tun. Das Verstehen kommt mit der Zeit - und damit keine Fragen offen bleiben, gibt es bei uns immer Menschen, die man anrufen kann: richtige Menschen, die ohne Hotlineschleifen direkt ans Telefon gehen. Probiert es gerne aus:  0172 45 477 41 Jürgen Gessner

Willkommen im Netz

"Das ist Intern" hieß es früher, wenn mit wichtiger Miene wichtige Papiere weggeschlossen wurden. Heute gibt es bei Firmen und Organisationen das Internet für alles, was sichtbar sein soll - und das Intranet für die internen Dinge. Bei uns ist das anders: die Informationen, die wir täglich auf diese Seite stellen, sind fürs Team und für Freunde. Wer als "Neuer" auf unsere Seite schaut, wird nicht gleich alle Zusammenhänge, Personen und Projekte verstehen, aber das kommt mit der Zeit. Schaut uns ruhig über die Schulter bei dem, was wir tun und wie wir es tun. Das Verstehen kommt mit der Zeit - und damit keine Fragen offen bleiben, gibt es bei uns immer Menschen, die man anrufen kann: richtige Menschen, die ohne Hotlineschleifen direkt ans Telefon gehen. Probiert es gerne aus:  0172 45 477 41 Jürgen Gessner

Dienstag, 8. August 2017

Bericht von den Swimming Doctors



Der Empfang an Bord der Futura war wieder sehr herzlich. Es hat viel geregnet im Delta, trotzdem sind die Patienten an Bord geströmt. An manchen Tagen hatten wir soviel zu tun, dass Dr. Muyar und ich gleichzeitig behandelt haben. Neben der ungeliebten, aber notwendigen Aktualisierung der Materiallisten und der Kontrolle der daily reports, war eine meiner Hauptaufgaben die Einführung der elektrometrischen Längenmessung. Mit Hilfe eines Apex Locators kann die Länge von Zahnwurzeln zuverlässig bestimmt und die Qualität von Wurzelbehandlungen deutlich verbessert werden. Muyar hatte mehrere Patienten einbestellt und wir konnten die Vorgehensweise intensiv trainieren. Am Ende war sie von den neuen Möglichkeiten dieser Behandlung begeistert. Beim Besuch der Schule von Bo Tae Su haben wir den Lehrerinnen nicht nur Schuluniformen für bedürftige Kinder übergeben, sondern auch Zahnbürsten und Zahnpasta an alle Schüler verteilt.

Min Min hat mir in Bagan den Wunsch eine Stiftungsschule zu besuchen erfüllt. Es war auch sein Vorschlag, den Besuch der Paul Schule mit einer zahnärztlichen Prophylaxe Unterweisung der Kinder zu verbinden und wir haben in Bagan die nötigen Zahnbürsten gekauft. Gleich zu Beginn sind die Lehrerinnen mit einem anderen Wunsch an mich herangetreten. Ich sollte einen spontanen Vortrag über das Dengue Fieber halten. Leider aus aktuellem Anlass: von ca. 100 Schüler waren 12 Schüler an Dengue erkrankt. In der Woche vor unserem Besuch hatte es den ersten Todesfall an der Paul Schule gegeben. Da wir bereits an Bord der Futura mehrere Patienten mit Dengue Fieber hatten, hatte ich mich über diese schwere Erkrankung informiert. Mit der Unterstützung von Min Min konnten wir alle wesentliche Aspekte des Fiebers erklären.
Wesentlich einfacher war für mich natürlich die Mundhygieneaufklärung der Kinder. Viele der Kinder putzen ihre Zähne mit den Fingern und Salz, und einige Kinder putzen ihre Zähne leider gar nicht. Gut ein Drittel aller Kinder hatte schon Zahnschmerzen, beim Zahnarzt ist noch keines behandelt worden. Die Kinder waren sehr interessiert. Und nicht nur Min Min und mir hat es viel Spaß gemacht. Heike

Donnerstag, 27. Juli 2017

Zähne putzen nicht vergessen!



Bis zur Jungsteinzeit kam der Mensch mit seinen Zähnen ganz gut zurecht, weil Nahrung und Beißwerkzeug harmonierten. Dann kam der Zuckerschock und mit ihm die Karies - gefolgt von einem neuen Verständnis für die Pflege der Zähne. Zusammen mit den Errungenschaften der modernen Zahnmedizin kommen wir wieder in den Bereich der Jungsteinzeit, was die Zähne angeht. Die Grafik zeigt die Darstellung der durchschnittlichen Anzahl von „Zähnen mit Karies" bei einem Zwölfjährigen in Deutschland. In Myanmar sieht das etwas anders aus, aber wir arbeiten auch dort an Verbesserungen: den Kindern schenken wir Bürste und Zahnpasta und zeigen ihnen, wie man Zähne putzt - den burmesischen Zahnärzten zeigen wir in regelmäßigen Schulungen, dass es außer Zähneziehen auch noch andere Behandlungsmethoden gibt. Gerade ist wieder eine deutsche Zahnärztin auf dem Weg nach Myanmar um an der nächsten Mission der Swimming Doctors mit an Bord zu sein/jg

Sonntag, 16. Juli 2017

Ein Glücksfall


3 Schiffe für die Swimming Doctors 
56 Schulen in Myanmar gebaut 
200 geförderte Studenten in Asien, 
414 Tafelfahrzeuge in Deutschland 
viele Tausend Bäume gepflanzt und noch mehr Solarlampen in die Dörfer gebracht… 

Die Bilanz der Stiftung kann sich sehen lassen. Zahlen beeindrucken besonders, wenn es große Zahlen sind. Mein persönlicher Glücksfall ist ein Einzelfall und der ist klein: 152 cm um genau zu sein. Das Mädchen mit dem schönsten Lachen, kam durch die Stiftung in unser Leben. Sie hat allen Grund zu Lachen, sie hat das Leben gewonnen und unserer Stiftungsarbeit in Äthiopien einen Sinn gegeben. Es hat uns alle gefreut, die wir Lasab in diesen Sommer(ferien)tagen getroffen haben. Den Kontakt nach Äthiopien werden halten wir auch durch die Augen OPs, die wir in Addis für poor patients finanzieren. Ein kleines Projekt, in dem viel Herzblut steckt/jg 

Mittwoch, 12. Juli 2017

Swimming Doctors



Für diesen kleinen Film haben Menschen ihre Freizeit eingesetzt: Norbert, im richtigen Leben Kamaramann beim BR, hat bei seiner letzten Reise nach Myanmar für uns gefilmt. Hans Horn ist der Ehemann von Tina, ein deutscher Filmregisseur und -produzent. Er hat das Material geschnitten und in diese Fassung gebracht. Wir bedanken uns bei den beiden für dieses kleine Meisterwerk. Wir danken Wolf und seinem Ärzteteam - und wir danken den Menschen in Deutschland und in Myanmar, die sich mit Zeit und Geld für die swimming doctors engagieren. Dazu passt die gute Nachricht von Naing heute Morgen aus Yangon: "Yesterday all of authority people came and check our ship and said good comment for us." jg

Mittwoch, 5. Juli 2017

Vorbeugen ist besser als heilen

Bei den Swimming Doctors sind unsere Zahnärzte an Bord gefragt - und an Land. Wann immer es möglich ist, gehen sie in die Schulen. Erst gibt es eine kleine Aufklärung und dann geht es ans gemeinsame Zähneputzen. Zahnbürsten und Zahnpasta bringen wir mit. Für die Kinder ist das alles neu, spannend und lustig. Sie machen begeistert mit. Bei unserem nächsten Besuch im Dorf schauen wir nach, ob die Begeisterung angehalten hat. Wenn alles gut geht, dann werden diese Kinder länger was zu beißen haben/jg

Besuch beim Zahnarzt

Einer der wichtigsten Menschen auf unserem Schiff ist der burmesische Zahnarzt. Fast die Hälfte aller Patienten habenProbleme mit den Zähnen. Der tägliche Genuss von Betelnüssen ist nicht förderlich für die Zähne. Hier auf dem Foto ist unser burmesischer Zahnarzt zusammen mit Dr. Dieter Buhtz zu sehen. Der erfahrene Zahnarzt aus Berlin lässt den jungen Kollegen an seiner Erfahrung teilhaben. Das ist ein Gewinn für beide Seiten - noch mehr für die Patienten. Bei den Swimming Doctors werden nicht nur Zähne gezogen, sondern auch Zähne erhalten. Wie man das macht, dass zeigen Dieter und seine deutschen Kollegen den burmesischen Zahnärzten. Das ist immer eine spannende Erfahrung für beide Seiten. Ein Euro kostet der Besuch beim Zahnarzt. Mönche, Kinder und ganz arme Menschen werden kostenlos behandelt/jg

Samstag, 1. Juli 2017

The winner is

"Für ganz besondere Leistungen" vergeben wir einmal im Jahr diese Figur an einen Menschen. Im vergangenen Jahr bekam Ursula den Oskar für ihren großartigen Einsatz an den Schulen - heute hat sie die Auszeichnung an das Swimming Doctors Team weitergegeben. Ludger hat die goldene Figur in Empfang genommen, stellvertretend für Wolf, Dieter und die anderen Ärzte, die sich (nicht nur in diesem Jahr) auf unserem Schiff im Delta engagieren/jg

Dienstag, 13. Juni 2017

Afrika

Dem Hamburger Abendblatt war der schwarze Erdteil heute eine besondere Titelseite wert: "Die Welt steht vor der schlimmsten humanitären Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. In Afrika und im Jemen sind 23 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Wir müssen etwas tun." Bleibt die Frage, was wir tun müssen. Wenn wir Spenden sammeln um Weizen zu kaufen, dann unterstützen wir kurzfristig - die Menschen und eine ganze Mitleidsindustrie. Es ist Sache der Politik, endlich faire Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich dieser Kontinent frei entwickeln kann.



Eine persönliche Anmerkung: im Jahr 1986 war ich das erste Mal mit Karl-Heinz Böhm in Äthiopien. Damals herrschte dort "die größte Hungersnot seit Menschengedenken." Vor dreißig Jahren hatte Äthiopien 26 Millionen Einwohner - heute sind es 103 Millionen Menschen. Es gibt Momente, in denen es schwer fällt, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen/jg

Samstag, 10. Juni 2017

Ein Mensch


Lieber Jürgen, dieses neunjährige Mädchen habe ich vor einem Jahr an der Markus und Nicola Schule gesehen. Heute waren wir wieder an der Schule und haben das Mädchen mit den Eltern zu Dr. Hla Thun in die Sprechstunde mitgenommen. Die Eltern waren mit dem Kind schon im Krankenhaus. Man hat Ihnen gesagt, dass das Kind einen Herzfehler hat. Dr. Hla Thun bestätigte die Diagnose. Ein Harzklappenfehler, durch den ein Teil des Blutes zurück ins Herz fließt und das Herz dadurch viel mehr pumpen muss. Folge ist dann auch ein niedrigerer Sauerstoffgehalt im Blut. Dr. Hla Thun hat vorgeschlagen, dass die Eltern im Kinderkrankenhaus vorstellig werden und das Mädchen auf eine Liste für Herzoperationen kommt. In Yangon werden Herzoperationen  durchgeführt. Spezialisten aus verschiedenen Ländern kommen mehrmals im Jahr für solche Herzoperationen. Dann bezahlt der Patient 'nur' die Materialkosten. Die liegen in diesem Fall bei maximal 4000 Euro. Eine Summe, die die Eltern niemals bezahlen können. Wenn die Operation nicht gemacht wird, wird das Mädchen in ein paar Jahren kläglich sterben. Das werde ich ihr ersparen! Dr. Hla Thun lässt die Freunde der Stiftung herzlich grüßen/Ursula 

Dienstag, 9. Mai 2017

Bagan: die Praxis von Dr. Hla Thun


Vier Tage in der Woche arbeitet Dr. Hla Thun als Schiffsarzt auf der „Road to Mandalay". Die restlichen drei Tage in der Woche gehören den Armen, den Menschen, die sich einen Arztbesuch in einer privaten Praxis nicht leisten können. Diese wunderbare Arbeit leistet der Doktor seit zwanzig Jahren. Seit dem letzten Jahr unterstützen wir sein Engagement. Das Foto zeigt Patienten, die vor der Praxis warten. Hier sein letzter Bericht:

Good evening, I wish to update you about our social activities in Bagan clinic. We treated 1904 patients in February, 2017. Here are some cases: old man fell down to the pan which was used for boiling toddy palm sugar while he was roofing the tent with toddy palm leave 8 years ago. Since then, he could not walk. He was trying to stand independently after being treated a month ago.   2 year old girl from Chin State came to see me for limp because of congenital dislocation of her left hip joint. We referred her to Yangon Children Hospital for operation and she did not understand Myanmar language. She was crying and we asked her mother about her cry. Her mother replied me that she missed her father because they left from village for 3 days. We also supported her transportation and
accommodation fee. We also had a chance to donate reading glass to old patients 4 to 5 times per year. A volunteer nurse helped us by means of checking blood pressure, dressing change, preparation for injection for 2 weeks i.e. 6 days [we open clinic for 3 days in a week] Best regards from Bagan, Dr. Hla Thun

Freitag, 5. Mai 2017

Freundschaften vertiefen

Unsere Stiftung würde anders aussehen, wenn es das SZ Magazin nicht gäbe. Manches Thema, von der Redaktion aufgegriffen, hat unsere Arbeit geprägt. Zum Beispiel die Titelgeschichte über die 100 ärmsten Deutschen. Dreizehn Jahre ist das her, es war der Beginn unserer Lions Kooperation für die Tafeln. Die Tafeln engagieren sich für die - man müsste das heute neu formulieren - ärmsten Menschen in Deutschland. 410 Fahrzeuge, die für die Ärmsten im Einsatz, sind bis heute aus dieser Anregung des SZ Magazins geworden. Heute ist Freitag, der Tag an dem das neue Magazin der Süddeutschen Zeitung beiliegt. Heute ist es ein Reiseheft. Auf Seite 18/19 finden wir eine Anregung, die wir unbedingt an alle Freunde der Stiftung weitergeben wollen: Freundschaften vertiefen! Die Geschichte von einer Brieffreundschaft, die zum persönlichen Kennenlernen führte. So etwas berührt, nicht nur den Autor dieser Geschichte, sondern auch jeden von uns, der sich auf den Weg macht um Menschen kennenzulernen, die in anderen Kulturen leben: Schüler, Lehrer, Kinder und Alte, Patienten, Hebammen, Ärzte, Seeleute und Bauarbeiter - in unseren Projekten in Myanmar, auf den Philippinen und in Afrika/jg

Donnerstag, 4. Mai 2017

Drei Ärzte, eine Lehrerin und ein Bankkaufmann - zusammen engagiert für die Menschen in Myanmar. Die drei Ärzte waren vor Kurzem im Einsatz bei unseren Swimming Doctors, Renate kümmert sich mit viel Engagement um Ihre Studentin und Sascha war für die Verteilung der Solarlampen vor Ort. So konnte jeder etwas erzählen an diesem Vortragsabend im Rotary Club Korbach - jeder aus seiner Sicht auf das goldene Land, auf die Menschen dort und unsere schönen Projekte/jg

Mittwoch, 3. Mai 2017

Die richtige Zahnpflege

Zähne gehören gepflegt, das ist keine Frage. Die richtige Methode kennen wir auch (die hier auf dem Foto gezeigte ist es nicht) Bleibt eigentlich nur noch die Frage nach dem richtigen Weg: wie können wir die Schulkinder in Myanmar davon überzeugen, dass es gut ist, Zahnpasta und Bürste zu nutzen. Warum sollen sie etwas tun, wenn die Eltern und die Lehrer es auch nicht tun? Wir machen uns Gedanken und suchen den richtigen Weg für einen nachhaltigen Erfolg. Der erste Schritt ist getan: wir haben viele Zahnbürsten und Zahnpasta dabei, wenn wir in die Schulen gehen/jg

Montag, 1. Mai 2017

Maritimer Bastler gesucht

Als Kind habe ich staunend vorm Schaufenster gestanden und überlegt, wie so ein großes Schiff in die Flasche kommt. Inzwischen weiß ich wie es geht, zumindest theoretisch. Für die Praxis braucht man ruhigere Hände und mehr Geduld, als ich sie habe. Allerdings, wenn jemand von Euch jemanden kennt, der an solchen Bastelsachen Freude hat, dann hätte ich da eine Idee: es müßte doch auch ein Swimming Doctors Schiff durch den Flaschenhals zu bekommen sein, oder? Wer Zeit und Interesse hat, schreibt bitte eine Mail an juergen@stiftunglfe.de

Sonntag, 30. April 2017

Gestern in München/1

Letztes Jahr waren wir noch 25 , zum diesjährig zweiten Update der DeltaDocs kamen dann schon über 40 Ärzte , Zahnärzte und Unterstützer der Swimming Doctors ,der RiverDoctors und der MobileClinic nach München in den historischen Hörsaal der chirurgischen Uni-Klinik. Da gab es viel an Erfahrungen und Daten von den Einsätzen im Irrawaddy -Delta auszutauschen und die konkreten Aktivitäten für 2017/18 abzusprechen. Als Gast vertiefte Achim Munz von der Hanns-Seidel-Stiftung aus Yangon unser politisches und gesellschaftliches Wissen vom derzeitigen Umbruch in Myanmar und das interkulturelle Verständnis . "Volle Fahrt voraus- unser starker Rückenwind ist da " , so war die einhellige abschliessende Meinung aller Teilnehmer. Mit Recht : Allein an Bord der Futura (swimming doctors 3 ) waren in den vergangenen zehn Monaten 12 Ärzte und 5 Zahnärzte tätig , alle wollen wieder mit - und 7 " Neue" kommen dazu. Zum Abschluss des frühlingshaften Wintertages gab es ein gemeinsames Abendessen im "Lenz". Wenn das kein gutes Omen ist...wm

Samstag, 29. April 2017

Ärztetreffen in München/2

Unmöglich, die ganze Runde aufs Bild zu bekommen, gestern Abend in München. Es gab noch so viel Interesse, es gab noch so viel zu reden. Im Vordergrund rechts ist Wolf zu sehen, der Initiator dieses Treffens. Der Nachmittag im Hörsaal der Uniklinik war dem Gesamtprojekt gewidmet, den "Deltadocs". Unter diesem Begriff kooperieren drei Initiativen, die medizinische Grundversorgung zu den Menschen im Delta bringen. Der Abend gehörte dann den Freunden der Stiftung und den "Swimming Doctors". Wolf, Ludger und Dieter haben mit Ihrem Engagement viele Kollegen beeindruckt, begeistert und im besten Sinn des Wortes "mit ins Boot geholt". Ein Glück für uns - und für die Menschen im Delta von Myanmar/jg

Freitag, 7. April 2017

Gestern in Hamburg/1

Angelika erzählt uns von ihrem Besuch in Afrika, zeigt die Bilder von der Brillenproduktion und den Augen Operationen in Addis. Sascha freut sich, übernimmt ein paar Bilder und die gute Nachricht: 437 Augen OPs wurden bereits durchgeführt und aus dem "poor patients fund" der Stiftung bezahlt. Tolles Projekt, vielen Dank an die Augenärzte und Optiker in Deutschland, die sich dafür engagieren/jg

Mittwoch, 5. April 2017

Unsere Mannschaft


„ Macht euch ein Bild „ . Wenn ihr das googelt ,habt ihr gleich 1 200 000 Ergebnisse. Das Spektrum reicht von einer Aktion der evangelischen Kirche im Lutherjahr über Immobilienwerbung bis zu einem Projekt von Christoph Schlingensief in Afrika. Bei uns hatten Gerhard und Friedrich die Idee, die semännische und medizinische Crew der  Swimming doctors 3 abzulichten. Eine tolle ,verlässliche und motivierte Mannschaft, mit Freude dabei. Das ist den Bildern zu entnehmen und in der täglichen Arbeit an Bord zu spüren/wm 

Sonntag, 2. April 2017

Die einzige Brille mit der zwei Menschen sehen können!



Seit 30 Jahren sind wir in Äthiopien, seit vier Jahren unterstützen wir dieses Augen Projekt in Addis Abeba. In der Kooperative „Signum Vitae" werden Brillen per Hand von Behinderten gefertigt, angegliedert ist eine Augenklinik. Die wunderbaren handgefertigten Brillen bringen wir nach Deutschland. Es gibt Optiker, die uns unterstützen, die gerne für das Projekt spenden. Mit 50 Euro ermöglichen wir armen Menschen eine Cataract-Operation (Grauer Star) in Addis. In Deutschland kann jeder Käufer einer Brille über einen Code im Brillenbügel nachverfolgen, welchem Menschen im fernen Äthiopien das Augenlicht wieder gegeben wurde. Vor ein paar Wochen haben sich Birgit und Christiane (beide Augenärztinnen aus Stuttgart), Heike (Augenärztin aus Augsburg) und Angelika (verantwortet gemeinsam mit Christiane dieses Projekt) auf den Weg nach Addis Abeba gemacht: Mit großer Neugierde und Vorfreude im Gepäck wollten sie sich anschauen, wie eine Graue-Star-(Cataract)-OP auf äthiopisch" durchgeführt wird und wo noch Unterstützung nötig sein könnte. Nach einer herzlichen Begrüßung bei Signum Vitae und der traditionellen äthiopischen Kaffee-Zeremonie ging es in den OP, wo Dr. Meriem Senaj an dem Tag sechs Patienten operierte: Die Linsewurde ohne Phakoemulsifikation (= Zerkleinerung und Absaugen der Linse, dem Standard-Verfahren bei uns) im Ganzen über einen großen, langen Tunnelschnitt in der Lederhaut, der am Ende der Operation nicht zugenäht werden muss, entferntBirgit und Heike waren begeistert: dieses Verfahren ist perfekt für Patienten, die eine weit fortgeschrittene Trübung ihrer Linse haben und es wird bei Signum Vitae sehr versiert umgesetzt. Mit Dr. Meriem wurde noch lange und intensiv diskutiert - an nur wenigen Schritten haben die deutschen Augenärztinnen Veränderungen vorgeschlagen, um das Verfahren zu vereinfachen und dadurch die Sicherheit zu erhöhen. Für den nächsten Besuch haben Birgit und Heike bereits gemeinsame Operationen mit Dr. Meriem geplant. Die Vorfreude ist jetzt schon groß/Christiane

Donnerstag, 23. März 2017

Starkes Team für Äthiopien



Drei Augenärztinnen - hier im Bild zusammen mit Angelika - ein Anästhesist und zwei Juristen aus Deutschland auf dem Weg nach Addis Abeba. Wir wollen vor allem die medizinische Situation in der Augenklinik von Signum Vitae durchleuchten. Jetzt kehren wir mit sehr guten Perspektiven und um einige Erfahrungen reicher zurück nach Deutschland. Wir sind optimistisch, dass die angestrebte Zahl von 30 Cataractoperationen pro Monat erreicht werden kann. Im nächsten Jahr werden zwei deutsche Augenärztinnen die beiden äthiopischen Ärzte vor Ort für ein paar Wochen unterstützen. Viel gelernt haben wir bei unserem kurzen Aufenthalt in Äthiopien: Die Technik bei Cataractoperationen ist in Äthiopien fast genauso gut wie die in Deutschland – wir waren sehr positiv überrascht. Auch mit den einfachsten Mitteln kann ein Gesichtsfeldmessgerät repariert werden, das über Jahre nicht funktionierte ( Kontaktspray aus dem PKW und die MagicFingers eines deutschen Anästhesisten).

 

Wenn man nach Äthiopien reist, wird man bei der Einreise 7 Jahre jünger, denn es gilt eine andere Zeitrechnung. Die 22jährige Schweizer Praktikantin in der Brillenmanufaktur musste als Geburtsjahr in ihrem äthiopischen Führerschein 1986 angeben, denn sonst wäre sie für äthiopische Zeitrechnung viel zu jung für den Führerschein gewesen).

 

In der 55-tägigen Fastenzeit bis Ostern darf erst ab 15.00h gegessen und getrunken werden – es gibt aber auch Ausnahmen davon, wenn vegetarisches Essen auf den Teller kommt. Und dazu waren alle Mitarbeiter von Signum Vitae von uns eingeladen und sie bedanken sich auf das Herzlichste dafür: Amasegenallo!

 

Wie schafft der äthiopische 26-fache Weltrekordinhaber und mehrfache Marathongewinner Haile Gebrselassie es, hier in Addis ohne Staublunge zu trainieren? Die zwei durchaus erfolgreichen Marathonläufer aus unserer Reisegruppe haben es nur knapp geschafft, morgens um 7.00h bei noch nicht so hoher Luftverschmutzung ihr Pensum zu laufen....

 

König Salomon, der Vater des ersten äthiopischen Herrschers Menelik I  schlief mit offenen Augen und konnte mit geschlossenen Augen sehen. Daher entdeckte er, dass Königin Saba, die Mutter des Menelik I, nachts verbotenerweise das Wasser aus dem Krug neben seinem Bett trank. Schon damals war das Wasser eines der wertvollsten Dinge für alles Lebendige. Insbesondere in Äthiopien gibt es immer wieder große Hungersnöte wegen fehlenden Wassers – gestern war der Tag des Wassers!

 

Wer nicht reist, wird immer glauben, dass seine Mutter die beste Köchin ist, lautet ein afrikanisches Sprichwort.  Wir sind nun gereist und haben u.a. die äthiopische Küche kennengelernt ( wer schon einmal dort war, kennt bestimmt Injera, die gegorenen Teigfladen) und kehren voller positiver Eindrücke wieder zurück und wir sind überzeugt, dass das Projekt „2sehen" sich weiter positiv entwickeln wird/ab


Montag, 20. März 2017

Ausführlicher Bericht Swimming Doctors 3



Liebe Freunde der  Swimming Doctors, 
wenn ihr regelmässig die Seite der Stiftung besucht, seid ihr über die Geschehnisse des vergangenen Jahres um und mit den „ Swimming doctors „ im Blog gut informiert worden. Dann habt ihr vielleicht Freude an den mitgesandten Bildern ,die auf unserem  Februareinsatz entstanden sind und einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit an Bord vermitteln können. Für die anderen haben wir die Ereignisse in 2016 zusammengefasst. Euch allen danken wir für die vielfältige Unterstützung, ohne die unser Projekt nicht so gewachsen wäre !  Höhepunkt im zurückliegenden Jahr war zweifellos die Einweihung unseres neuen Schiffes " Swimming Doctors 3 " , ermöglicht durch eine  grosszügige Spende der deutschen FUTURA-Stiftung. Der Stapellauf fand in Anwesenheit dreier Staatsminister im Oktober in Yangon, dem Heimathafen von swimming doctors , statt und wurde in der nationalen Presse anerkennend gewürdigt. Auch in Deutschland erhielten wir einige Resonanz,z.b. durch einen Artikel im Rotary-Magazin und in verschiedenen Ärztezeitschriften, wodurch die Zahl der einsatzwilligen Ärzte und Zahnärzte deutlich anstieg.  "Swimming Doctors 2 " ist mittlerweile von der Artemed-Stiftung übernommen worden und wird als " River doctors " weiter im Irrawaddy- Delta unterwegs sein. Das neue Schiff ist länger und breiter, besser motorisiert ,mit mehr Solarenergie ausgestattet, bietet mehr Komfort für die Crew, mehr Schlafplätze , eine grössere Küche und erleichtert durch einen Umlauf am Hauptdeck die Arbeitsabläufe an Bord. Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sind in etwa gleich geblieben und orientieren sich an dem Spektrum der Erkrankungen und Verletzungen, das dem einer grossen Landarztpraxis in Deutschland gleicht.


Unser Einsatzgebiet im Delta haben wir etwas erweitert . Der Rhythmus von 12 Einsätzen im Jahr mit 23 Tagen Dauer und dem Anlaufen von 7 zentral gelegenen Dörfern ,die ohne adäquate ärztliche und zahnärztliche Versorgung sind , wurde beibehalten. Unser Richtwert von 1000 behandelten Patienten /Mission hat sich nach oben stabilisiert und zeigt, dass die Bevölkerung unsere Versorgung annimmt.Das Vor-Ort- Finanzierungsmodell mit einem geringen Beitrag der Patienten von umgerechnet 2 Euro ,für die eine ärztliche oder zahnärztliche Untersuchung und Behandlung und ​eine apparative (z.b. EKG,Ultraschall , Blutdruckmessung )und Labor- Basisdiagnostik angeboten wird, haben wir beibehalten. Mönche und Arme werden weiterhin umsonst behandelt ( rund ein Drittel der Patienten). Zusätzlich haben wir einen Geldfond aus den Einnahmen an Bord gebildet , mit dem wir in Notfällen - in Myanmar relativ teure -Krankenhausbehandlungen finanzieren. Insgesamt kalkulieren wir bei Stiftunglife mit einem Budget von rund 100.000 Euro /Jahr. Leider ist der Kontakt zu den Krankenhäusern noch sehr einseitig-wir weisen zu, erhalten aber kaum Rückmeldung. Die Zusammenarbeit mit den Hebammen und health posts wurde dagegen deutlich besser ; z.b. wird die Unterstützung der Schwangerenbetreuung durch unsere Ultraschalluntersuchungen jetzt gerne angenommen. Auch haben wir begonnen, an den Schulen unserer Dörfer für jedes Schulkind Zahnbürsten bereitzustellen und Zahnhygiene zu unterrichten.Der Ausbau, die medizinische Einrichtung und die Inbetriebnahme von "Swimming Doctors 3 " war 2016 neben der Gewährleistung des laufenden Betriebes eine grosse Aufgabe. Denn neben den Sachaufgaben galt es auch, 3 neue burmesische Schwestern , 2 neue burmesische Allgemeinmediziner und eine neue burmesische Zahnärztin einzuarbeiten. Folglich waren mehr deutsche Ärzte , Zahnärzte und Hebammen als 2015  (immer auf eigene Kosten ) an Bord tätig ; seit Juni 2016 waren auf jeder Mission deutsche Mentoren dabei. Ein Stamm, auf den wir auch in Zukunft zählen können. Organisatorisch haben wir uns innerhalb von Stiftunglife in 2016 neu aufgestellt : zum einen wurde "Swimming Doctors " als Schwerpunktprogramm der Stiftung definiert , zum anderen wurde unser Zwei-Kopf-Leitungsgremium mit einem Zahnarzt , Dr Dieter Buhtz,Berlin ,  verstärkt. In Myanmar unterstützt uns  Naing Aung als Bindeglied zwischen Kapitän ThanOo, dem eingetragenen burmesischen Eigner des Schiffs, zwischen der seemännischen und medizinischen Crew und den deutschen Verantwortlichen.So sind Beschaffungen, Lohnauszahlungen, Unterhalt und Erhalt des Schiffes , Verwaltung und Kontrolle des Budgets , aber auch die Übermittlung der täglich erhobenen medizinischen Daten u.v.a. seit der Einführung in 2015 deutlich standardisierter und nachvollziehbarer gestaltet worden.


Auch der Zusammenschluss der drei im Delta kreuzenden Schiffe hat an Kontur gewonnen. Die medizinischen Teams der "Swimming doctors " von Stiftunglife , der  „River Doctors „  von der artemedStiftung und der "mobileClinic"  von der  amaraStiftung kamen erstmals im September 2016 zu einer gemeinsamenWeiterbildung in Yangon zusammen. Seit 1.1. 2017 haben wir als burmesischen medizinischen Koordinator Dr Min Naing  für die "DeltaDocs " eingestellt, der bei der Personalaquise hilft, die Weiterbildung vor Ort organisiert , für die Einhaltung der gemeinsam erarbeiteten Standards sorgt , vergleichende Statistiken erstellt und als erfahrener Allgemeinmediziner auch mit an Bord geht. In Deutschland wurde 2016 ein Koordinierungsrat aus den drei oben ​genannten Stiftungen für die " DeltaDocs " gebildet, der sich regelmässig alle 2 Monate bespricht und das erste deutsche Jahrestreffen im April 2016 in München organisiert hat .Das zweite Jahrestreffen findet am 29. 4. 2017 statt. In 2017 können wir mindestens jede zweite Mission mit deutschen Ärzten und Zahnärzten besetzen.​Wir planen Aufklärungsprogramme zu Diabetes und Bluthochdruck , setzen die Zahnerhaltungskampagnen an den Schulen fort und wollen ähnlich wie bereits in der Region Mandalay /Bagan längerfristig die Dörfer im Schulbau und mit Solarlampen unterstützen (Infos unter http://www.stiftunglife.de​ ), um uns so im Irrawaddy-Delta entlang unserer Fahrroute noch besser mit der Bevölkerung und ihren Repräsentanten zu vernetzen. Wünscht den „ swimming doctors  3 „ weiterhin gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel ! Prof. Wolf Mutschler -  Dr. Ludger Potthoff  -  Dr. Dieter Buhtz