Projekte in Myanmar

Mit dem Bau unserer ersten Schule in Bagan im Jahr 2006 fing alles an. Seit 2010 ist das Delta als zweites Projektgebiet dazu gekommen.
Wir bauen Schulen und Solaranlagen in den Dörfern, immer mit finanzieller Beteiligung der Menschen. Wir fördern Kinder und Studenten.
Mit den Swimming Doctors bringen wir „nach Fahrplan“ medizinische Grundversorgung in entlegene Dörfer. Seit 2020 ist unsere
gemeinnützige Stiftung auch in Myanmar als Foundation registriert. Hier gibt es ein kleines Video zu dem Projekt.
Kinder
Kinder, die ein bisschen Hilfe brauchen, damit sie ihren Weg in die Zukunft finden. Hundert Mädchen und Jungen leben in einem gut geführten Heim am Stadtrand von Yangon. Wir schenken Ihnen ...weiterlesen
Schulen + Dorfprojekte
Hilfe zur Selbsthilfe wird ganz konkret, wenn wir nach einer langen Besprechung "...we need to have a new school building.." die Dorfbewohner fragen "Wer von Euch ist denn bereit, für die neue ...weiterlesen
Studenten
Bildung ist ein hohes Gut, überall auf der Welt. Auch wenn es in Deutschland immer noch Schwächen bei der Teilhabe an Bildung gibt, so ist die Situation
doch um ein Vielfaches besser
als ...weiterlesen
Swimming Doctors 3
Im weit verzweigten Flussdelta des Irrawaddy-Flusses südlich von Yangon leben rund 6 Mio. Menschen in kleinen Dörfern, häufig fern ab von jeder Gesund-
heitsfürsorge und ärztlichen Hilfe. ...weiterlesen
Aktuelles von Kinder, Schulen, Studenten und Swimming Doctors
Stiftunglife - Myanmar

Donnerstag, 24. Juni 2021

Bäume pflanzen und pflegen

   

Es gibt auch gute Nachrichten aus Myanmar

Zugegeben, es sind nicht viele Dinge die im goldenen Land zur Zeit gut funktionieren – umso mehr freuen wir uns über diese beiden Bilder. Der kleine Junge hält ein Bäumchen in der Hand, dass jetzt gepflanzt wird. Unser Mitarbeiter Ko Naing zeigt einen jungen Baum, der vor einem Jahr gepflanzt wurde (da war er genau so groß, wie das Bäumchen, das der kleine Junge in der Hand hält). Jetzt ist Regenzeit in Myanmar, die ideale Zeit um Bäume zu pflanzen. Jeden Monat pflanzen wir in einem Dorf gemeinsam mit den Dorfbewohnern : 1.000 Bäume pro Dorf, im Delta und in Bagan, immer dort, wo wir eine Schule haben: 85 Schulen haben wir gebaut,  48 Dörfer haben schon ihre Bäume bekommen. Zwei Jahre sind wir noch beschäftigt mit diesem Baumprojekt. Natürlich schauen wir bei den Baumpflanzaktionen auch immer nach unseren Schulgebäuden - so wie wir bei unseren regelmäßigen Schulbesuchen auch nach den Bäumen sehen. So verknüpfen sich die Dinge sinnvoll miteinander. jg

Sonntag, 20. Juni 2021

Myanmar, Syrien und der Südsudan


Heute ist Welt Flüchtlingstag
Sie verstecken sich im Wald, trinken Wasser aus Pfützen und essen wilde Beeren: ethnische Minderheiten im Norden und Osten von Myanmar versuchen über die grüne Grenze nach Thailand zu fliehen. Sie gehören zu den 82 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind. In die letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Flüchtlinge verdoppelt. Konflikte, Verfolgung, Gewalt , Hunger und Klimawandel treiben Menschen in die Flucht, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr leben können. In anderen Ländern sind sie nur selten willkommen. Wir helfen 100 Familien in Myanmar + 10 Familien in Syrien. Das ist nicht viel, aber besser als nichts. Wenn wir für diese direkte Hilfe mehr Geld bereitstellen würden, könnten vielleicht mehr Menschen in ihrem Land bleiben. Aber ein ausreichendes Konzept ist das auch noch nicht….?

Samstag, 19. Juni 2021


Wie geht es weiter in Myanmar?

Diese Frage beschäftigt die Freunde der Stiftung seit Monaten. Eine zuverlässige Antwort kann uns niemand geben. Schulen auf, Schulen zu – Universitäten auf, Universitäten zu. Keiner weiß wie das weiter geht. Natürlich hat das Folgen für unsere Projektarbeit. Solange nicht klar ist, wann die Schulen öffnen (und die Schüler hingehen) macht es keinen Sinn neue Schulgebäude zu bauen. Auch der Bau von Solaranlagen ist derzeit mit Schwierigkeiten verbunden. Sicher hingegen ist die weitere Unterstützung für 45 Kinder im Heim + für unsere 100 Studenten und ihre Familien + für die swimming doctors. Diese drei Projekte kann man sich mit KISS MYANMAR gut merken. Natürlich werden unsere 85 Schulen und Dörfer auch in schwieriger Zeit regelmäßig besucht. Solange Ursula und Tina nicht selbst hinfahren können, übernehmen das Min Min und Naing. In einigen Dörfern pflanzen sie Bäume zusammen mit den Familien. Das ist auch ein schönes kleines Projekt, was weiterlaufen kann. Min Min und Naing berichten regelmäßig mit Bildern aus den Dörfern. jg

Donnerstag, 10. Juni 2021

Kleine Nan Moe


Besser in Kinderheim, als im Kriegsgebiet

Im Kinderheim von Yangon sind wieder neue Kinder angekommen. Schön, wenn wir für das eine oder andere einen Paten finden. Die meisten Kinder kommen aktuell aus den Konfliktgebieten, in denen die Gewalt immer mehr zunimmt- von beiden Seiten. Viele Eltern sind froh, wenn sie ihre Kinder aus der Gefahrenzone bringen können. Dieses nette Bild hat uns Ko Naing gerade geschickt: Her name is Nan Moe Thu Zar and 6 years old. She is from Shan State and just arrive this week. Now she studying in Grade 1. Her date of birth is 13.12.2015  Wer sich für eine Patenschaft interessiert, bekommt alle weiteren Informationen von Renate: renate@stiftunglife.de

Donnerstag, 27. Mai 2021

Kinderheim Yangon


Aufregung im Heim

Am 1. Juni sollen die Schulen in Myanmar wieder öffnen. Ob das wirklich klappt, ob die Lehrer kommen oder nicht, das kann heute noch niemand sagen. Aber unsere Kinder sind vorbereitet. Die neuen Schultaschen sind gepackt, die Bücher liegen bereit. Es kann losgehen. jg


Sonntag, 23. Mai 2021

Kinder im Heim


Die Chance des Lebens

Auf den ersten Blick ist es nur eine langweilige Exel -Liste - die ganze Liste hat 142 Positionen und ist damit zu lang, um sie hier zu zeigen. Für die 142 Kinder, deren Name auf dieser Liste stehen ist es die Chance für's Leben. Die blau gekennzeichneten Namen haben es besonders gut, sie haben einen Paten in Deutschland, einen Menschen der an sie denkt. In unruhigen Zeiten werden mehr Kinder ins Heim gebracht. Vor ein paar Tagen kamen sieben Kinder aus dem nördlichen Shangebiet ins Heim. Hier sind sie sicher, hier bekommen sie Zuwendung und Unterstützung. Es wurde sogar regelmäßigen Unterricht für die Kinder organisiert, jetzt, in einer Zeit in der die Schulen im Land schon lange geschlossen sind. Ein großes Dankeschön an Capt. Wilk und Ko Naing, die sich vor Ort um die Kinder und die Verbindung zu uns kümmern. jg


Freitag, 21. Mai 2021

Saffer School


Unser Projektleiter Ko Naing hat es letzte Woche unter widrigen Umständen geschafft nach Ngapali zu reisen, um nach den Schulen zu schauen. Den Dorfbewohner und den Kindern geht es gut. Die meisten sind Bauern und Fischer. So sind sie nicht von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen wie viele Menschen in den Städten. Ko Naing musste allerdings mit  Erstaunen feststellen, dass in dem kleinen Dorf, in dem wir vor zwei Jahren die Saffer School gebaut haben, ein weiteres Schulgebäude entstanden ist. Völlig unerwartet wurde das von der Regierung gebaut. Die Dorfgemeinde hatte seit Jahren vergeblich darum gebeten. Aber so läuft es manchmal, das kann an der Trägheit des Systems liegen. Eine Firma bekam den Auftrag und hat diesen ausgeführt. Egal, ob es noch Bedarf gab, oder nicht.  So etwas ist uns bei den 84 Schulbauten, die wir bisher gebaut haben, erst zweimal passiert. In diesen zwei Fällen war das nicht tragisch, weil viele Kinder dort waren und alle Räume genutzt werden konnten. Aber in diesem kleinen Dorf haben wir Bedenken. Dort gab es bisher nur wenige Kinder, es war eine richtige „Zwergenschule" mit 25 Schülern. Jetzt werden wir abwarten, was in den nächsten Wochen passiert. Mal schauen, wieviele Kinder kommen, wenn der Unterricht wieder losgeht und wie die Gebäude genutzt werden. Sollte die Saffer School nicht ordentlich genutzt werden, werden wir die Spende zurückzahlen oder für die Spender eine neue, gleichwertige Schule in der Delta Region bauen. Dafür gibt es bei der Stiftunglife eine „Glücksgarantie" jg


Montag, 17. Mai 2021

Pro und Kontra



Warum wir Bäume pflanzen
Bäume sind gut fürs Gefühl und fürs Klima, sie filtern die Luft, speichern Wasser, sind Lebensraum für Mensch und Tier. Bäume produzieren den Sauerstoff, der uns am Leben erhält - und sie speichern CO2, später, wenn sie mal groß sind. Bis sie groß sind, brauchen sie Aufmerksamkeit und Plege. Deshalb pflanzen wir Bäume nur in den Dörfern, die wir regelmäßig besuchen. So wie hier im Bild, in der Nähe von Bagan. In dem Dorf haben wir vor ein paar Jahren eine Schule gebaut. Lyn Pyae durfte sich (wie alle anderen Dorfbewohner) die Bäume aussuchen, die er mag. Er nimmt sie mit nach Hause und pflanzt sie auf seinem eigenen Grundstück. Er wird sie pflegen, weil er etwas davon hat: die Früchte, an denen sich seine Kinder in ein paar Jahren erfreuen werden. 

Warum wir keine Bäume pflanzen
Die Bäume, die wir heute pflanzen, werden erst in zehn Jahren in nennenswertem Umfang CO2 einspeichern. Das gilt natürlich nur für die Bäume, die dann noch da sind. Überlässt man die Bäume der freien Natur, darf man mit einer Überlebensrate von 20 % rechnen. Da ist die Wirkung von einfachen Kochöfen schneller: sie halbieren den Holzverbrauch vom ersten Tag an. Weil der Bau dieser Kochöfen einfach und preiswert ist, eignen sie sich viel besser für eine wirksame CO2 Reduzierung. Dazu sind sie wesentlich preiswerter pro eingesparter Tonne CO2. Die gute Wirkung vom ersten Tag an haben auch unsere Solaranlagen. Die haben haben darüber hinaus einen wunderbaren Social Impact: die Dorfbewohner sparen jährlich bis zu 3.000 Liter Diesel und damit viel Geld. Das ist gut für die  die Haushaltskasse. Direkter kann Hilfe nicht wirken. jg 


Sonntag, 16. Mai 2021

Licht ist Leben


In Myanmar warten viele Menschen auf die Erleuchtung

Besonders in den abgelegenen Dörfern, in denen es keinen Strom gibt. Wir helfen mit unseren Solarlampen. Die sind heiß begehrt. Weil wir nichts verschenken, geben die Menschen einen kleinen Obolus pro Lampe für unser Maitenance Konto (mit dem Geld werden dann Schulmöbel gekauft oder Klassenzimmer renoviert). Für 2.000 Euro kann man schon leicht ein ganzes Dorf zum Leuchten bringen. Min Min und Naing kümmern sich nicht nur um die Verteilung, sondern später auch um das Auswechseln der Akkus. Dabei achten wir darauf, dass die alten Akkus eingesammelt und recycelt werden. jg


Samstag, 15. Mai 2021

Nothilfe Myanmar/1



Früher waren es Care Pakete

Als es uns schlecht ging, in Deutschland nach dem Krieg, kamen Lebensmittelspenden zu vielen Familien ins Haus. Ein Geschenk vom Himmel, im wörtlichen Sinn, denn diese Pakete kamen mit dem Flugzeug nach Deutschland. Es waren Gesten der Menschlichkeit. Die Menschen, die im fernen Amerika Pakete gepackt hatten, kannten die Empfänger:innen nicht. Mit unseren Lebensmittelspenden ist das so ähnlich:,Spender und Empfänger kennen sich nicht. Es ist eine Geste der Menschlichkeit, wenn Freunde der Stiftung für Menschen in Myanmar spenden. Dort leiden Menschen seit einem Jahr unter Corona und unter anderen Unzulänglichkeiten. Wir schicken keine Pakete per Luftfracht (kostet zu viel Geld und schädigt die Umwelt). Statt dessen geben unseren hundert Studenten das eingesammelt Geld und bitten sie, armen Menschen in ihrer Nachbarschaft zu helfen. Direkter kann Hilfe nicht funktionieren. Vielen Dank an alle Helfer hier und dort. jg


Nothilfe Myanmar/2

  

In Myanmar bedankt sich der, der gibt

Viele Freunde der Stiftung haben für die „Nothilfe Myanmar" gespendet. Die Hälfte von dem Geld haben wir an ein Krankenhaus in Yangon gegeben. Eins der wenigen Häuser, das in denen in dieser schwierigen Zeit geöffnet ist. Die andere Hälfte des Geldes wurde über unsere Studenten an arme Menschen verteilt. Viele berührende Bilder haben wir inzwischen von dieser Verteilaktion bekommen. Hier im Bild ein Student, der am 10. Mai in seinem Heimatdorf Reis und kleine Geldgeschenke an bedürftige Nachbarn verteilt hat. Das sich im goldenen Land derjenige verbeugt, der gibt, ist eine wunderbare Geste die uns alle erfreut. jg


Mittwoch, 12. Mai 2021

Sister of the poor


Tag der Krankenpflege

Der Tag heute soll die Arbeit der Krankenschwestern und Pflegekräfte in unser aller Bewusstsein bringen - besonders in das Bewusstsein der Politiker, die für die Rahmenbedingungen der Pflege verantwortlich sind. Eine angemessene Bezahlung gehört zu Grundvoraussetzungen, die in Deutschland nicht erfüllt werden. Da hilft auch kein Klatschen, die Pflege von Kranken und Alten kostet Geld. Wir nutzen diesen Tag um die Arbeit der „Sister of the poor" zu würdigen. Seit vielen Jahren unterstützen wir diese Einrichtung in Yangon, in der sich Schwestern aus Nächstenliebe um 130 alten Menschen kümmern. Das ganze Projekt wird aus Spenden finanziert und wir sind gerne mit dabei. jg


Sonntag, 9. Mai 2021

Zum Muttertag


Kinder, die ohne Mütter aufwachsen
In Deutschland ist es ein Fest für die Blumenhändler, in Amerika wird der Muttertag umsatzmäßig nur noch von Weihnachten übertroffen. Wohl denn, Freude für alle Mütter - und ein ganz besonderer Dank von uns an die 40 Freunde der Stiftung, die sich um Kinder kümmern, die ohne Mutter aufwachsen müssen. Für drei Euro am Tag bekommen die Kinder ihre Chance fürs Leben. Hier im Bild Jacqueline, die ich vor gut einem Jahr beim Besuch Ihres Patenkinds in Yangon fotografiert habe. So schwierig die Zeiten auch sind in Myanmar, unseren Kindern geht es gut. Wenn das Internet wieder stabil ist, werden wir unsere Sonntagsrunde live ins Kinderheim schalten. Vielleicht schon am kommenden Sonntag. jg


Mittwoch, 5. Mai 2021

Hände waschen



Vom Händeschütteln wird abgeraten 

Heute ist der internationale Tag der HandhygieneDer 5. Mai wurde als Eselsbrücke gewählt, weil zweimal fünf Finger die menschlichen Hände symbolisieren. Wie wichtig das Händewaschen ist, haben durch Corona alle Menschen verstanden. Auch in Myanmar, wo wir bis vor kurzem noch für das Händewaschen werben mussten, weiß inzwischen jedes Kind wie wichtig das ist. Mal schauen, wie es damit aussieht, wenn Corona vorbei ist. Wir werden weiterhin darauf achten, dass an unseren Schulen Waschbecken vorhanden sind - und Seife. jg


Donnerstag, 29. April 2021

Nothilfe Myanmar



Wie bringt man Hilfe zu den Menschen?

In den vergangenen Wochen haben wir rund 20.000 Euro Spenden für die „Nothilfe Myanmar" bekommen. Um dieses Geld möglichst direkt zu den Menschen zu bringen, haben wir zwei Wege gewählt: die eine Hälfte des Geldes geht an die swimming doctors für medizinische Nothilfe. Die andere Hälfte des Geldes haben unsere hundert Studenten bekommen, um betroffenen Familien in ihrer Nachbarschaft zu helfen. Im Bild zeigt eine unserer Student:innen, was sie gekauft hat: Reis, Eier und Öl. Das bringt sie, nett als Geschenk dekoriert, zu den Familien, die seit Monaten keine Arbeit haben - und keinen Lohn. Unsere Hilfe ist neutral, sie orientiert sich weder nach Politik noch nach Religion, sondern nur an Bedürftigkeit. jg


Mittwoch, 28. April 2021

Happy birthday


Heute habe ich von Min Min diese Bilder aus Pakoku bekommen. Sie zeigen das Schild, dass er bei den Geburtstagsbäumen aufgestellt hat: im vergangenen Jahr haben wir für viele Freunde der Stiftung einen Baum zum Geburtstag gepflanzt. Drei Monate konnte Min Min nicht auf die andere Seite vom Fluss fahren. Jetzt scheint ganz normal, mit Segen vom Mönch - auch wenn nichts normal ist in dieser Zeit. jg


Dienstag, 27. April 2021

Energiewende


Dann doch lieber LED und Solarenergie

Vor 35 ereignete sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, vor zehn Jahren Fukushima. Gut, dass wir diesen Weg verlassen haben. Inzwischen wissen wir, dass der weltweite Energieverbrauch durch Wind und Solarkraft gedeckt werden kann. Die Welt geht in eine neue Epoche, vergleichbar mit der industriellen Revolution. Genügend Land für Solar und Windkraft Anlagen ist vorhanden: 450.000 Quadratkilometer werden gebraucht, um die gesamte globale Energie zu erzeugen - weniger, als derzeit für die Gewinnung fossiler Brennstoffe gebraucht wird*. Mit vielen tausend Solarlampen und 22 Solaranlagen in Myanmar leisten wir unseren Beitrag zur Energiewende. Auch in diesem schwierigen Jahr ist der Bau von drei weiteren Anlagen geplant. In der kommenden Sonntagsrunde werden wir über dieses Thema reden. jg
* aktueller Report des Thinktanks Carbon Tracker


Montag, 26. April 2021

Gute Nachricht


Ein weltweit bekanntes Logo 

Die Idee dazu hatte Anne Lund aus Dänemark. Die damals 22-jährige Studentin der Wirtschaftswissenschaften hat das Logo im April 1975 erfunden. Mit einem orangefarbenen Wachsmalstift zeichnete sie das Logo mit „Atomkraft? Nej tak". Die ersten 500 Buttons fanden  begeisterte Abnehmer. Anne wollte zu Freundlichkeit aufzurufen. Der Schriftzug stellt keine Forderung, sondern eine Frage („Atomkraft?"), die er auch freundlich-höflich („Nein danke") beantwortet. Mit der Sonne wird eine Alternative zur Atomkraft gezeigt. Als Ausdruck der Zeitgeschichte ist das Logo im Deutschen Historischen Museum zu sehen. Bei einer Gedenkstunde für die Opfer von Tschernobyl habe ich gestern ein kleines Fähnchen gesehen. Gut, dass die Energiewende vorangeht - und dass wir ein Teil davon sind: 22 Solaranlagen, die wir in den letzten vier Jahren gebaut haben, produzieren Strom mit der Kraft der Sonne. jg


Samstag, 24. April 2021

Gute Nachrichten



Das Geld kommt an

Gar nicht so einfach in diesen Zeiten, unseren 100 Prozent Anspruch zu erfüllen. Bis jetzt haben wir es geschafft. Bis jetzt haben alle Mitarbeiter und Studenten in Myanmar ihr Geld bekommen. Auch das Geld für die Kinder ist im Heim angekommen. Obwohl die meisten Banken geschlossen haben, funktionieren die Überweisungen im Land noch. Die Auszahlung funktioniert über Geldautomaten mit eingeschränktem Tageslimit. Manchmal sind die Automaten leer, dann kann man sich Guthaben aufs Handy übertragen. Cash gibt es dann in den kleinen Shops. Alles ist schwierig, die Preise auf dem Markt steigen, der Kyat verliert an Wert, aber funktioniert alles noch gerade so. jg


Dienstag, 20. April 2021

Gute Nachrichten



Erwarte das Unerwartete

Eine englische Lebensweisheit lautet  "Expect the unexpected". Isaac Newton, Marie Curie und Özlem Türeçi haben die Welt mit neuen Ideen aus den Angeln gehoben. Man darf zuversichtlich sein, dass dergleichen immer wieder geschieht. Das Genie der Menschen, sein Erfindungs- und Unternehmergeist sind unerschöpflich. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass man mit erneuerbarer Energie in Deutschland so viel erreichen kann. Wind und Sonne stehen ausreichend zur Verfügung, wir müssen uns nur trauen, sie zu nutzen. Mit unseren 25 Solaranlagen erzeugen wir in Myanmar (auch in Krisenzeiten) jeden Tag bis zu 200 KW. Mit dem sauberen Strom werden 25 Pumpen betrieben, die täglich bis zu 80.000 Liter Trinkwasser fördern. Kein Gestank, kein Diesel, CO2 und viel Geld gespart. Was für ein Gewinn für die Umwelt und die Menschen. jg



Samstag, 17. April 2021

Happy new year


Das neue Jahr hat gut angefangen

Jedenfalls für die Kinder in unserem Kinderheim. Capt. Wilk kam zu Besuch und er hatte 200 Portionen Eiscreme dabei. Große Freude bei Temperaturen von über 35 Grad. Den Kindern geht es gut. Das Leben hinter den hohen Mauern hat seinen eigenen Rhythmus mit Essen, Lernen und Freizeit. Die Schulen in Myanmar sind weiterhin geschlossen. Hoffen wir, dass sich das Leben bald wieder normalisiert. Wir wünschen Glück und Zuversicht: nach dem burmesischen Kalender hat gestern das Jahr 1383 begonnen. jg


Freitag, 16. April 2021

Sonntagsrunde



Unsere Runde ist für jeden offen - die Schulen sind es leider nicht

Die Situation in Myanmar ist schwierig. Schulen und Universitäten sind geschlossen. Viele Menschen sind arbeitslos geworden. Weil sie kein Einkommen haben, wird die Situation wird immer schlechter, auch für unsere burmesischen Mitarbeiter. Jeder muss aufpassen, wann er rausgeht und mit wem er Kontakt hat. Wir sprechen regelmäßig mit Min Min und Ko Naing. Bisher geht das noch ganz gut, auch wenn das Internet nur noch eingeschränkt nutzbar ist. Am kommenden Sonntag wollen wir unseren Schulspendern Gelegenheit geben sich mit uns und unseren Kollegen vor Ort über die momentane Situation zu unterhalten. Jeder soll sich seinen eigenen Eindruck machen zu können. Hier ist der Link zu unserem Zoom Meeting um 12 Uhr https://zoom.us/j/3387750291?pwd=VHN5TTExQURFamFPTGFWZjhZUDBodz09

Heute ist der letzte Tag vom Wasserfest

Blick zurück in glückliche Myanmar Wasserfest Tage

Dieses Jahr ist es ein stilles Wasserfest, wo doch in normalen Zeiten in diesen Tagen kein Kleidungsstück trocken bleibt: Mitte April geht das alte Jahr im buddhistischen Kalender zu Ende. Bevor das neue Jahr beginnt, sollen alle Sünden abgewaschen sein. Dafür braucht man viel Wasser und weil man die Sünden bei den anderen Menschen besser sieht als bei sich selbst, spritzt man die anderen nass. Wir haben diese Tage immer voller Freude erlebt. Das Land war in einem fröhlichen Ausnahmezustand. Büros, Fabriken, Geschäfte und Ämter waren für mindestens eine Woche geschlossen. Es wurde viel gereist, nach Hause zu den Eltern gefahren. Ebenso legte man die herrschenden Streits bei und versöhnte sich. Da gibt es in diesem Jahr viel zu tun. Thagyamin, das Oberhaupt der nat, bringt Segen und Glück für das neue Jahr - und vergibt Lob und Tadel für das letzte Jahr.  jg


Montag, 12. April 2021

Schwerpunkte 2021


Als wir Anfang des Jahres das Budget 2021 planten, da ahnte noch keiner, dass diese Mühe bald hinfällig sein sollte. Jedenfalls, was die Pläne für unsere Projekte in Myanmar angeht. Natürlich werden uns dort weiterhin engagieren, im Rahmen der Möglichkeiten, aber die haben wir nicht in der Hand. Deshalb denken wir auch über neue Schwerpunkte nach. Gut, dass die Stiftung auf drei Beinen steht: es gibt ja auch noch unsere Umweltprojekte und das Engagement für die Tafeln. Hier ein kleiner Überblick zu den aktualisierten Schwerpunktthemen der Stiftunglife für das Krisenjahr 2020

In Myanmar wollen wir unsere Kindern und Studenten weiter unterstützen 

Für Klima und Umwelt bauen wir Kochöfen in Nepal und pflanzen Bäume in Mexiko

Für 200 Tafeln in Deutschland wollen wir Spenden mit Lions und Rotary verdoppeln

In Syrien werden wir verschiedene Familien direkt unterstützen


Samstag, 10. April 2021

Vom Geben und Nehmen


A reversal of the normal order of things 

A Buddhist nunnery in a small Burmese town realized, it had stocks of rice left, while villagers were running out of rice. So, they go on the streets and instead of accepting alms, they delivered ricebags into homes that had little food remaining. Even in the worst times of horror and terror, the Dhamma finds a way through. from fb


Freitag, 9. April 2021

Heute in der FAZ

Dahinter steckt ein kluger Kopf

Wir kennen den Slogan, mit dem die Frankfurter Allgemeine Zeitung wirbt, und wir kennen den Autor dieser Berichterstattung: in vielen Sonntagsrunden war Dr. Christoph Hein unser Gast. Geboren in Köln, aufgewachsen in Münster. Nach dem Abitur widmete er sich dem Segeln und dem Reisen. Dann Studium der Ethnologie und Philosophie, danach Germanistik, Soziologie und Betriebswirtschaft. Ein Forschungsaufenthalt an der Akademie der Künste in Leipzig verschaffte 1989 Einblick in das Sterben der DDR. Um das Wirtschaftsleben von innen kennenzulernen, folgten zwei Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens. Da sich das Interesse am Journalismus durchsetzte, nahm er ein Angebot der „Welt" an, in deren Wirtschaftsredaktion einzutreten. 1998 Wechsel als Wirtschaftskorrespondent zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ende 1999 Umzug nach Singapur. Als Wirtschaftskorrespondent berichtete er zehn Jahre über China und Südostasien, später kam der indische Subkontinent hinzu. Heute konzentriert er sich auf den Süden der Region, von Pakistan bis in die Pazifikregion. Dr. Christoph Hein ist Autor mehrerer Bücher. jg


Donnerstag, 8. April 2021

Heute ist der Tag der älteren Generation

  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. Alexis Carrel

Von den Sistern of the Poor bekommen sie mehr Leben geschenkt: 130 alte Menschen, um die sich sonst keiner kümmert, werden von katholischen Schwestern liebevoll versorgt. Seit 1892 kümmern sich die Sister of the Poor um hilfsbedürftige alte Menschen aller Hautfarben und Religionen. Während es auf den Strassen von Yangon immer lauter und unruhiger wird, geht das Leben seinen täglich gleichen Gang. Von hohen Mauern umgeben leben die Ihren eigenen Tagesrhythmus. Wer kann, hilft beim Vorbereiten der Mahlzeiten. Gekocht wird auf einem 100 Jahre alten Herd. Bis vor einigen Jahren wurde die gesamte Wäsche für 200 Menschen von Hand gewaschen. Nach der Renovierung der Waschküche gibt es zwei Waschmaschine im Haus. Alles wird durch Spenden finanziert. Wir schätzen uns glücklich, die Arbeit der Schwestern unterstützen zu dürfen. Für alle, die spendabel sein wollen: eine Kaffeestunde für 200 Personen kostet 35 Euro, mit Kuchen das doppelte: 30 Cent pro Kopf. jg


Mittwoch, 7. April 2021


Eben habe ich lange mit einer Freundin in Myanmar telefoniert. Die Verbindung war super gut, sie rief aus irgendeinem Nachbarhaus an, weil sie dort in Ruhe telefonieren kann. Es sind schwierige Zeiten, wir haben über dies und das geredet. Ich habe Ihr gesagt,  dass wir leider nichts tun können, weil uns aus verschiedenen Gründen die Hände gebunden sind. Darauf antwortet sie mit diesem Satz „Dass Ihr in Gedanken bei uns seid, gibt uns Zuversicht" jg


Welt Gesundheitstag


Die Gesundheit liegt an der Kette

Heute, am 7. April ist Weltgesundheitstag. Die WHO erinnert jedes Jahr an ihre Gründung und ihr Wirken. Ziel ist es, die Gesundheitsprobleme in armen Ländern ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Immer verbunden mit dem Appell, den ärmeren Ländern bei der Lösung dieser Probleme zu helfen. Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut, wie man gerade an der ungleichen Verteilung der Impfstoffe sehen kann. Mit der Strategie "Gesundheit für alle"  rücken zunehmend Themen von strategischer Bedeutung wie Gesundheitskommunikation und Gesundheitsförderung in den Blickpunkt. Unser Beitrag zur Gesundheitsförderung liegt seit ein paar Tagen an der Kette. Die Swimming Doctors dürfen derzeit nicht arbeiten. Ob Sicherheitsgründe für die Anordnung der Behörden sprechen, ist derzeit unklar - wie so manches im goldenen Land. jg


Dienstag, 6. April 2021


Wir könnten auch ohne Stau auskommen: ob auf der Autobahn oder im Suez Kanal, ein Stau bringt die Pläne durcheinander. Wenn wir im Stau stecken, hilft nur Vertrauen, dass das Hindernis bald beseitigt ist. Das hoffen wir auch, wenn wir auf unser Konto schauen. Dort staut sich im Augenblick viel Geld, das für unsere Projekte in Myanmar vorgesehen war. Aufgrund der unsicheren Lage halten wir diese Gelder zurück, bis wir wieder mit gutem Gewissen nach Myanmar überweisen können. jg


Montag, 5. April 2021

Bäume pflanzen


Die Projekte verbinden sich sinnvoll

Netzwerke leben nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch im richtigen Leben. Vor zwei Jahren haben wir in diesem Dorf einen Kindergarden gebaut und einen Wasserfilter hingebracht. Vor ein paar Monaten wurden dort Bäume gepflanzt. Hier ist der Bericht von Min Min:  The name of the village is Khwe Dauk Kon. It has 290 families with 1260 people. And most of them are farmers. We donated 1000 trees in December 2020. We donated 300 mango trees, 300 star-flowers trees, 200 red-flame trees and 200 Gant Gaw trees. We gave every family three trees and the rest we donated to the school and the monastery. Before we donate, we explain to the people about the climate changes and people are so happy to receive the trees. They planted their trees in their own places. And some trees are planted in the school compound. Here is the link to see the project on our website https://www.stiftunglife.de/bildung/schule2/blog-schule.html?Region=B44 


Freitag, 2. April 2021

Unsere drei Standbeine

Bei der Verteilung unserer Spendengelder sind wir lange Jahre dem Grundsatz „Hälfte : Hälfte" gefolgt: die Hälfte des Geldes für Projekte in Deutschland – und die Hälfte für Projekte in der Welt. Die Projekte hatte sich in den letzten Jahren zugunsten von Myanmar verschoben - und es sind Klima und Umweltprojekte dazu gekommen. Das muss jetzt neu ausbalanciert werden, zumal die aktuellen Verhältnisse in Myanmar die Planungen natürlich beeinflussen. Gut, dass wir auf drei Beinen stehen, für die wir zukünftig eine gleichmäßige Verteilung der Gelder anstreben: mit gut 300.000 Euro im Jahr kann man in jedem der drei Bereiche viel bewegen. Das Versprechen der Stiftung gilt auch weiterhin: jede Spende geht zu 100 % in die Projekte - bei den Tafeln sogar zu 200 Prozent. jg


Donnerstag, 1. April 2021

Asia's 50 best Restaurants


Feine Küche und soziales Engagement

Nach guten Nachrichten aus Myanmar muss man suchen in diesen Tagen. Hier ist eine: das Shwe Sa Bwe gehört in diesem Jahr zu den 50 besten Restaurants in Asien. Ausgewählt wurden „local Heros" in ganz Asien, die authentische Küche anbieten. Hier gibt es einen Link https://www.theworlds50best.com/stories/News/essence-of-asia-restaurant-collection.html  für alle, die Zeit und Lust haben auf eine kulinarische Asienreise. Uns verbinden Freundschaft und zwei Auszubildende mit Davy und seinem Shwe Sa Bwe Team. Die beiden jungen Leute kommen aus „unserem" Kinderheim. Mit einer Lehrstelle haben sie ihre Chance fürs Leben bekommen. In normalen Zeiten arbeiten 40 Mitarbeiter in dem Restaurant - zur Hälfte Profis, zur Hälfte Auszubildende. Im Augenblick versucht ein kleines Team mit Essen to go das Geschäft am Leben zu erhalten. jg


Mittwoch, 31. März 2021

Meet and Greet Online


Im goldenen Land können nur noch wenige Menschen unbeschwert aus dem Fenster schauen, der Blick in die Welt ist dünn geworden. Das gilt auch für unsere Studenten - aber der dünne Faden hält. Ein Student ist in Haft, ein Alumni wurde durch einen Schuss am Bein verletzt, allen anderen geht es gut. Khin ist per Telefon mit vielen in Verbindung. Für eine Handvoll Studenten geht jeden Tag das elektronische Fenster auf: sie berichten, wir hören zu. Was mal als „English Conversation Training" geplant war, ist zu einem Sprachrohr in die Welt geworden. Die Zeit wird kommen, wo wir wieder mehr tun können für unsere Kinder, Studenten und Freunde. jg


Sonntag, 28. März 2021

Diamant Mango



Wir pflanzen alle 9 Minuten einen Baum 🌳 

Es ist ein besonderes Glück, wenn man die Früchte der Arbeit genießen kann. In diesem Fall sind es Mangofrüchte, die beste Sorte, Diamond Mango, die jetzt reif werden. Min MIn hat uns dieses Bild geschickt aus einem Dorf, in dem wir Bäume gepflanzt haben. Zwar sind das noch nicht die Früchte von unseren Bäumen, die brauchen noch ein wenig Zeit und Pflege. Wir hoffen auf weitere gute Nachrichten aus Myanmar. Gerade jetzt, in schwierigen Zeiten, brauchen wir Zuversicht. jg


Donnerstag, 25. März 2021

50 Jahre BAföG



1971 verabschiedete der deutsche Bundestag ein Gesetz, dass zum Meilenstein für Chancengleichheit in der Bildung wurde. Dank BAföG können Schülerinnen, Schüler und Studierende ihren beruflichen Weg selbst bestimmen. Wenn die Eltern sich das nicht leisten können, springt der Staat ein. Gefördert werden Berufsqualifizierende Maßnahmen und die Zeit an der Uni bis zum Master Studium. In Myanmar ist die Welt heute so, wie sie in Deutschland vor 50 Jahren war: für eine gute Ausbildung sind nicht die Zensuren entscheidend, sondern das Einkommen der Eltern. Den Lauf der Welt können wir nicht ändern, aber für 100 Studenten, die von uns gefördert werden, ändert sich die Welt: sie bekommen ihre Chance. Mehr als 90 Prozent unserer Studenten nutzen diese Chance und beenden ihr Studium mit einem erfolgreichen Abschluss. jg


Freitag, 19. März 2021

MGO



Der Faden wird dünner

Vor ein paar war der Bildschirm noch voll, da waren noch 20 Studenten auf dem Bildschirm zu sehen, die an unserem Meet and Greet Treffen Online teilgenommen haben. Seit zwei Tagen funktionieren die Datennetze in Myanmar nur noch für Menschen, die einen Wi-Fi Zugang haben. Pyae Pyae, hier im Bild, hat so einen Zugang, Ko Naing und Jerzy haben einen - alle anderen sind jetzt von der Kommunikation abgeschnitten. Keiner weiß, wie es weitergeht. Pyae Pyae und ich, wir halten unseren Meet an Greet Kanal offen - jeden Tag um 10.30 Uhr - und wir freuen uns über jeden, der teilnehmen mag (und kann). Hier ist der Link https://us04web.zoom.us/j/8296143147?pwd=R3lYaml4REl0bU5NaHA3QUZnNFpWQT09

Sonntag, 14. März 2021

Heute Mittag um 12 Uhr


Unsere Kinder sind weit ab vom Schuss Capt. Wilk

Umgangssprachlich ist dieser Satz so zu verstehen, dass unser Kinderheim etwas abseits liegt, in einem Vorort von Yangon. In diesen Tagen bekommt der Satz eine neue Bedeutung. Hinter den dicken Mauern, die das Grundstück umgeben, sind die Kinder in Sicherheit. Mehr als das, sie  haben genug zu essen und sie bekommen regelmäßigen Unterricht in einer Zeit, in der alle Schulen geschlossen sind. Solche Selbstverständlichkeiten wünscht man allen Kindern, wohl wissend, dass das ein frommer Wunsch bleiben wird. Kinderarmut ist ein komplexes Problem. Wo fängt Armut an? Wir sammeln so viele Informationen wie möglich. Wo kommt das Kind her, ist es gesund? Kann es lesen und schreiben? Welche Zukunftschancen können wir bieten? Heute Mittag um 12 Uhr gibt es eine Live Schaltung ins Kinderheim. Die Kinder werden vor der großen Leinwand sitzen und auf uns schauen, auf ihre Paten im weit entfernten Deutschland. Wie es in den nächsten Wochen und Monaten in ihrem Land weitergeht, können wir Ihnen nicht sagen – aber wir können Ihnen und den Mitarbeitern im Kinderheim das sichere Gefühl geben, für sie da zu sein. Das ist in dieser schwierigen Zeit wichtiger denn je. jg


Samstag, 13. März 2021

Die Grundsätze der Stiftung


Rein statistisch gesehen dürfte uns Punkt 15 ein paar Spenden kosten 

Es kann gefährlich sein, für oder gegen eine Sache zu stehen. Viele jungen Menschen in Myanmar erfahren dass in diesen Tagen sehr schmerzlich. Jeden Tag höre ich von unseren Studenten, wie sich Angst und Schrecken in goldenen Landverbreiten. Nicht nur in Yangon und Mandalay, auch in kleineren Orten regiert die Gewalt. Da kommt man ins Grübeln, ob sich die Neutralität der Stiftung aufrecht erhalten lässt. In Abwägung der Argumente kommt man leider zu der Erkenntnis, dass Neutralität hier das geringere Übel ist. Anders ist es in Deutschland, denn bei uns herrscht Meinungsfreiheit. Diese Freiheit nutzen wir für die Festlegung unserer Grundsätze. Unter Punkt 15 zeigen wir eine klare Haltung gegen Rechts. Rein statistisch gesehen dürfte uns das ein paar Spenden kosten - aber es schützt unsere Werte. jg

Donnerstag, 11. März 2021

Bargeld



Das waren noch Zeiten…

Als ich vor 15 Jahren nach Myanmar reiste, hatte ich immer Bargeld dabei. Ordentlich angemeldet, mit Quittung und Stempel, wurden aus einer Handvoll Euro riesige Geldberge in lokaler Währung. Der größte Schein waren 1.000 Kyat, knapp ein Euro zu der Zeit. Lang vorbei….haben wir gedacht. Nun stehen die Menschen vor geschlossenen Banken, Überweisungen bleiben liegen, Geldautomaten spucken nur noch sporadisch kleine Mengen aus. Nur durch Solidarität und Hilfsbereitschaft kommen die Menschen durch diese schwierige Zeit. Kann gut sein, dass wir wieder mit Bargeld reisen müssen, wenn das Reisen wieder möglich ist. Im Augenblick wagt keiner eine Prognose, wann das wieder möglich ist. jg

Mittwoch, 10. März 2021

Zeichen der Solidarität


Ein Dank an die Freunde der Stiftung 

Die tägliche Auswahl der Themen für diesen Blog ist nicht immer einfach. Es scheint banal über Bienen und Bäume zu berichten, während in Myanmar geschossen wird. Aber auch in dieser schwierigen Zeit gibt es einen Lichtblick. Es ist die beeindruckende Solidarität der Menschen hier mit den Menschen in Myanmar. Auf dem Foto und in unserem gläsernen Konto sind die vielen Spenden zu sehen, die in wenigen Tagen für unsere Myanmar Nothilfe eingegangen sind. Jetzt ist es unsere Sache, das Geld zu den richtigen Empfängern zu bringen. Auch wenn das etwas dauern kann - wir versprechen, dass jede Spende zu 100 % bei den betroffenen Menschen ankommt. Nach Abschluss der Hilfsaktion werden wir - hoffentlich in Frieden - allen Spendern berichten. Vielen Dank für Eure Unterstützung. jg

Solarlight



Licht in dunklen Zeiten

Das Bild ist vor fünf Jahren entstanden. Da konnten Hannah und Min MIn noch unbeschwert lachen Bei der Präsentation unserer Solarlampen. Links die Lampe mit dem kleinen Solarpanel - rechts die gleiche Lampe + powerbank und großem Solarfeld. Wir kaufen sie Lampe für zehn Euro (mit powerbank 20 Euro) ein und verschenken sie an die Dorfbewohner, wenn die eine kleine Spende für unser Maintenancekonto geben. Mit den Solarlampen sparen die Familien das Geld für Kerzen und Petroleum. Gut für die Menschen und gut für die Umwelt. jg

Montag, 8. März 2021

Day 37


If you attack them, you must first attack me

Starting this day as I always do these days, checking with my people if they made it through the night ok. 
And, so far so good. Another night survived. Last night was traumatic. I leave you with the picture of this monk, standing up for his people. If you attack them, you must first attack me, he is saying. These are my people. jh

Weltfrauentag

  

Für ein paar Dollar am Tag

Im Augenblick liegt alles brach - aber wenn wieder aufgebaut werden muss, was in diesen Wochen kaputt geht, dann tragen die Frauen die Last. So wie hier auf dem Foto, dass vor vielen Jahren in Bagan entstanden ist, bei der Renovierung einer Pagode. Bis heute hat sich nicht viel geändert: Frauen halten die Familie zusammen, Frauen schleppen Steine, bauen Strassen, gehen auf den Markt und auf die Strasse. Aber bei der Auswahl unserer Studenten achten wir darauf, dass viele Mädchen ihre Chance bekommen, damit zumindest im Bildungsbereich die Chancen gleichmäßig verteilt werden. jg



Samstag, 6. März 2021

Beeds School



Baubeginn für die Beeds School im Delta

Das Leben auf dem Land, vier Stunden südlich von Yangon, scheint unberührt von den Auseinandersetzungen in der Stadt. Vor ein paar Tagen wurde mit dem Bau der Beeds School begonnen. Die Dorfbewohner haben ihren Eigenanteil gesammelt - von den Seeds Gästen und  Karin & Jörg aus Hamburg kommt unser Anteil. Zu Ostern wird das Gebäude fertig sein. Bleibt nur noch die Frage offen, wann der Schulbetrieb wieder starten kann. Wir werden berichten…jg