Projekte in Myanmar

Mit dem Bau unserer ersten Schule in Bagan im Jahr 2006 fing alles an. Seit 2010 ist das Delta als zweites Projektgebiet dazu gekommen.
Wir bauen Schulen und Solaranlagen in den Dörfern, immer mit finanzieller Beteiligung der Menschen. Wir fördern Kinder und Studenten.
Mit den Swimming Doctors bringen wir „nach Fahrplan“ medizinische Grundversorgung in entlegene Dörfer. Seit 2020 ist unsere
gemeinnützige Stiftung auch in Myanmar als Foundation registriert.
Kinder
Kinder, die ein bisschen Hilfe brauchen, damit sie ihren Weg in die Zukunft finden. Hundert Mädchen und Jungen leben in einem gut geführten Heim am Stadtrand von Yangon. Wir schenken Ihnen ...weiterlesen

Kinder ansehen
Schulen + Dorfprojekte
Hilfe zur Selbsthilfe wird ganz konkret, wenn wir nach einer langen Besprechung "...we need to have a new school building.." die Dorfbewohner fragen "Wer von Euch ist denn bereit, für die neue ...weiterlesen

Schulen + Dorfprojekte ansehen
Studenten
Bildung ist ein hohes Gut, überall auf der Welt. Auch wenn es in Deutschland immer noch Schwächen bei der Teilhabe an Bildung gibt, so ist die Situation doch um ein Vielfaches besser als ...weiterlesen

Studenten ansehen
Swimming Doctors 3
Im weit verzweigten Flussdelta des Irrawaddy-Flusses südlich von Yangon leben rund 6 Mio. Menschen in kleinen Dörfern, häufig fern ab von jeder Gesund-
heitsfürsorge und ärztlichen Hilfe. ...weiterlesen

Film der Swimming Doctors
Aktuelles von Kinder, Schulen, Studenten und Swimming Doctors
Stiftunglife - Myanmar

Montag, 8. März 2021

Day 37


If you attack them, you must first attack me

Starting this day as I always do these days, checking with my people if they made it through the night ok. 
And, so far so good. Another night survived. Last night was traumatic. I leave you with the picture of this monk, standing up for his people. If you attack them, you must first attack me, he is saying. These are my people. jh

Weltfrauentag

  

Für ein paar Dollar am Tag

Im Augenblick liegt alles brach - aber wenn wieder aufgebaut werden muss, was in diesen Wochen kaputt geht, dann tragen die Frauen die Last. So wie hier auf dem Foto, dass vor vielen Jahren in Bagan entstanden ist, bei der Renovierung einer Pagode. Bis heute hat sich nicht viel geändert: Frauen halten die Familie zusammen, Frauen schleppen Steine, bauen Strassen, gehen auf den Markt und auf die Strasse. Aber bei der Auswahl unserer Studenten achten wir darauf, dass viele Mädchen ihre Chance bekommen, damit zumindest im Bildungsbereich die Chancen gleichmäßig verteilt werden. jg



Samstag, 6. März 2021

Beeds School



Baubeginn für die Beeds School im Delta

Das Leben auf dem Land, vier Stunden südlich von Yangon, scheint unberührt von den Auseinandersetzungen in der Stadt. Vor ein paar Tagen wurde mit dem Bau der Beeds School begonnen. Die Dorfbewohner haben ihren Eigenanteil gesammelt - von den Seeds Gästen und  Karin & Jörg aus Hamburg kommt unser Anteil. Zu Ostern wird das Gebäude fertig sein. Bleibt nur noch die Frage offen, wann der Schulbetrieb wieder starten kann. Wir werden berichten…jg


Freitag, 5. März 2021

So helfen wir betroffenen Familien



Vorgestern wurden 38 Menschen erschossen, die an friedlichen Demonstrationen teilgenommen haben. Manche Familie hat nicht nur den Vater und Sohn verloren, sondern auch ihren Ernährer. Das Leid der Familien können wir nicht lindern, aber den betroffenen Familien wollen wir helfen, finanziell zu überleben. Gerade sind wir dabei zu klären, wie wir in Kontakt kommen, damit unsere Hilfe direkt zu den betroffenen Familien fließen kann. Für die Klärung brauchen wir noch etwas, es sind gerade schwierige Zeiten. Unser Glück ist, dass wir mit Capt. Wilk und Ko Naing verlässliche Menschen vor Ort haben, die unser Geld zuverlässig zu den richtigen Familien bringen werden. In der direkten Nachbarschaft von Ko Naing sind mehrere Familien betroffen. Wer diese Menschen unterstützen möchte, kann auf unserer Spendenseite unter "Nothilfe Myanmar" Geld überweisen. Wir versprechen, dass jede Spende zu 100 Prozent direkt zu den betroffenen Familien kommt. jg

So helfen wir mit Reis


In den letzten drei Monaten haben wir bereits vier* Hilfsaktionen für die Ärmsten durchgeführt , Aktion 5 und 6 sind aktuell in Planung und werden wir durchführt, sobald sich die Situation etwas beruhigt hat. Bei diesen Reisaktionen verschenken wir einen Sack Reis + eine Flasche Öl an eintausend Familien, die kein eigenes Land und kein Einkommen haben. Das sind zum Beispiel die Textilarbeiter in Yangon, deren Fabriken seit Monaten geschlossen sind, jetzt auch zunehmend Menschen, die wegen CDM kein Gehalt bekommen. .Eine Reisaktion kostet 5000 Euro. Jede Spende wird zu 100 Prozent für den Einkauf von Reis und Öl verwandt. Die ganze Logistik und die Verteilung erfolgt über freiwillige Helfer. In Yangon wird das von Naing und Capt. Wilk organisiert - in Bagan hat Min Min das mit Helfern von der Feuerwehr zu den Menschen gebracht. Weil es im Augenblick schwierig ist, das hier gesammelte Geld nach Myanmar zu überweisen, werden wir die beiden nächsten Reisaktionen aus unserem beiden Maintenace Fonds vorfinanzieren. Das Geld wird zurückgeführt, sobald wir wieder überweisen können. Fast jeden Tag haben wir mit unseren Studenten Kontakt, die seit einem Jahr zu Hause sind, bei ihren Familien in den Dörfern. Man könnte fast sagen das Leben auf dem Land geht seinen ungestörten Gang, losgelöst von den Entwicklungen in den Städten. Die Dorfbewohner haben zu essen, weil sie ein Stück Land haben, oder jemanden in der Familie haben, der ein Stück Land hat. Die Menschen sind sehr solidarisch und helfen einander. Das ist auf dem Land einfacher, als in der Stadt. DEs sieht so aus, als wenn wir an unseren Schulen und Dörfern derzeit nicht helfen müssen. jg

Donnerstag, 4. März 2021

Ein schwarzer Tag


Bericht der Tagesschau von heute

Soldaten machen vor nichts mehr halt Menschen rannten panisch vor heran stürmenden Militär davon, Tränengas Schwaden zogen durch die Straßen Yangons, Schüsse fielen. 38 Tote an einem einzigen Tag zählten UN Beobachter. Damit stieg die Zahl der Opfer auf insgesamt 59. Mindestens, denn viele Schwerverletzte schweben nach wie vor in Lebensgefahr, von Schüssen im Kopf und Bauch getroffen. „Ich kann diese Gewalt nicht länger ertragen.." meldete die Mitarbeiterin des ARD Studios aus Yangon. "Um ehrlich zu sein, ich fühle mich hoffnungslos seit gestern. Ich habe gesehen, wie Soldaten Sanitäter daran gehindert haben, sich um Verletzte zu kümmern. Sie sind in ein Krankenhaus eingedrungen und haben Personal verprügelt. Ich fürchte, sie sind an einem Punkt, wo sie alles tun, um ihre Macht zu erhalten. Sie haben die Angst in die Herzen und Köpfe der Menschen gepflanzt und es wird schlimmer und schlimmer."

Montag, 1. März 2021

Kein fine dining today

 Foto

Lucia und Felix berichten aus Yangon

Am liebsten würden sie Gäste bewirten, das ist ihr Leben. Erst kam Corona, dann kam die politische Unsicherheit. Jetzt fallen Schüsse in Yangon. Von Tag zu Tag muss das Leben neu geplant werden. Die Miete muss bezahlt werden, 50 Mitarbeiter wollen arbeiten und am Monatsende ihren Lohn haben. Kurzarbeitergeld und staatlich Hilfen für die Gastronomie gibt es nicht. Keiner weiß in diesen Tagen, wie es weitergeht….

Bitte entschuldigt, dass wir gestern nicht dabei waren. Die Ausschreitungen waren enorm in Yangon gestern am Sonntag und wir hörten den ganzen Nachmittag Schüsse vom Lake Deck aus. Natürlich haben samt und sonders alle Gäste annulliert. Wir müssen unseren Emergency Plan heute wieder anpassen, falls die Ausgangssperre wie in Mandalay in Yangon auch um 6 Uhr obligatorisch wird, muss bereits in Szenario vorliegen. Wir bleiben dran. Alles Liebe aus Yangon, Lucia und Felix 

Sonntag, 28. Februar 2021

Zahltag in Myanmar

Myanmars Banken schließen die Pforten

Am Freitag waren die Löhne fällig. Die Menschen zweifeln an der Stabilität des Finanzsystems, und vor den Banken bilden sich Schlangen. Die Arbeitsniederlegungen der Menschen lähmt die Wirtschaft. Immer mehr Menschen scheinen zu denken "lieber bricht alles zusammen, als dass sich das Militär wieder einnistet", sagt ein europäischer Manager, der das Land gerade verlassen hat. Nachdem Warnungen aufkamen, die Generäle bemächtigten sich der Auslandsreserven Myanmars, welche auch auf Konten Singapurer Banken lägen, rief die Notenbank des südostasiatischen Finanzplatzes ihre Institute zur Vorsicht auf: Die Monetary Authority of Singapore warnte vor „Transaktionen, die Risiken für die Institutionen darstellen", und vor Geschäftsverbindungen zu „Firmen und Individuen, die von ausländischen Systemen mit Sanktionen belegt sind". Die Amerikaner haben inzwischen Anlagen von Militärs im Gesamtwert von rund einer Milliarde Dollar eingefroren. Finanzsystem des Landes treibt nach dem Putsch auf den Kollaps zu. Öl wird nicht mehr eingeführt. Singapurs Notenbank warnt. Ein Bericht der FAZ von unserem Freund Christoph Hein aus Singapur. Noch wird unsere Arbeit wird durch diese Entwicklung nicht beeinträchtigt. Alle Studenten haben ihre Februar Überweisung erhalten.jg

Samstag, 27. Februar 2021

Netzwerke pflegen


Ruhig weitersagen...

Heute war ich bei einer Lions Diskussionsrunde. Da ging es um die Frage, wie man einen Freundeskreis pflegt und erweitert. Diese Frage dürfen wir uns natürlich auch in der Stiftung stellen. Christiane, Klaus und Tom haben eine einfache Lösung dafür gefunden: sie erzählen ihren Freunden von der Stiftunglife - von den Themen, den Projekten und den netten Menschen. Wenn ihr das auch machen wollt, stellen wir gerne ein paar kleine MUT Büchlein zur Verfügung. Neue Menschen beleben jeden Freundeskreis, besonders wenn sie interessiert und jung (geblieben) sind.


Dienstag, 23. Februar 2021

Letter to Leslie


The end of the story

Mit diesem wunderbaren Brief an Leslie gehen zwei Kapitel zu Ende. Zum einen ist es das Ende unseres Engagements auf den Philippinen – zum anderen ist es das großartige Engagement von Dr. Thomas Oursin, das damit zu Ende geht - mit 92 Jahren darf man sich langsam zur Ruhe setzen. Freundschaftlich verbunden bleibt uns Thomas – und auch zu den Philippinen werden wir über soziale Medien weiter Kontakt haben. Besonders zu erwähnen ist eine Stiftunglife Alumni Gruppe, die aktiv junge und hilfsbedürftige Menschen unterstützt. Eine unserer ersten Studentinnen, Angelica Mata, hat als "Zero Waste Filipina" viele Menschen inspiriert. Auch unsere burmesischen Studenten waren beeindruckt, als wir Angelica vor zwei Jahren in Yangon und Mandalay zu Gast hatten bei unserem Summercamp. Let's stay in contact. jg


Montag, 22. Februar 2021

Täglich um 10.30 Uhr



Was können wir tun?

Natürlich hören wir oft die Frage, was wir in diesen Tagen für die Menschen in Myanmar tun können. Auch wenn wir nur Zuschauer sind, kann das eine Hilfe sein - es kommt darauf an, wohin wir schauen. Während die meisten Menschen sich mit den Bilder der Tagesschau begnügen müssen, haben wir jeden Tag um 10.30 Uhr einen direkten Draht zu den Menschen: Meet and Greet online.  Das Englisch conversation Training unserer Studenten ist zum Sprachrohr einer jungen Generation geworden. Pharmazie student Pyae Pyae Aung, unten rechts, war heute 6 Stunden auf den Strassen von Yangon unterwegs, um für Frieden und Freiheit zu demonstrieren. Studentin Nu Wai Zin, oben rechts war heute mit den Booten auf den Inle See unterwegs. Studentin Pyo Zin Oo, unten links, war heute in Bagan/Nyang Oo auf der Strasse unterwegs, zusammen mit ihrer kleinen Schwester. Diese Stimmen wollen gehört werden und jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen. Täglich um 10.30 Uhr. jg

Blick auf den Inle See


Was auf den ersten Blick wie eine kunstvolle Grafik aussieht, ist ein Blick auf den Inle See von oben. So viele Boote sind in diesen Tagen bei den Demonstrationen auf dem Inle See unterwegs, dass an manchen Stellen kaum noch das Wasser zu sehen ist. Heute sind wieder mehrere Hunderttausend Menschen in Myanmar unterwegs, um für Demokratie und Meinungsfreiheit zu demonstrieren. „in dieser Woche werden wir gewinnen oder verlieren" sagen die Demonstranten. Wir können nur zuschauen und hoffen, dass es von beiden Seiten friedlich bleibt. Aktuelle Informationen bekommen wir von unseren Studenten bei unseren Meet & Greet Online. Wer dabei sein möchte, bekommt hier den Link: info@stiftunglife.de

Samstag, 20. Februar 2021


Natürlich geben wir uns Mühe, unsere Projekte besser zu machen - aber das ist gar nicht so einfach, wenn man von den eigenen Dingen begeistert ist. Dafür braucht man Kritik von außen. Am kommenden Sonntag laden wir kluge Köpfe dazu ein: Freunde, Wegbegleiter, Spender und Wettbewerber. Jede Anregung wird aufgenommen und geprüft. Versprochen! Es dürfte eine spannende Runde werden. Wir berichten. jg

Donnerstag, 18. Februar 2021

SolarWasser



Die eierlegende Wollmilchsau

Solaranlagen funktionieren einfach, wenn die Sonne scheint produzieren sie Strom. Am besten ist es, wenn der Strom direkt verbraucht wird, dann muss man ihn nicht in Batterien speichern. So wie hier auf dem Bild: mit dem Strom der Solaranlage wird Trinkwasser tagsüber aus 200 Metern Tiefe hochgepumpt, direkt in den Wasserturm. Das einzige, was Solaranlagen nicht mögen, ist Staub. Wenn sich eine Staubschicht auf die Solarzellen gelegt hat, sinkt die Leistungskurve. Deshalb ist das regelmäßige Reinigen der Solarzellen wichtig. Manchmal erledigt das ein Regenschauer, aber Regentropfen sind selten in Bagan. Viel Sonnenschein ist die ideale Voraussetzung für unsere Anlagen. Im Bild zeigt eine von 22 Solaranlagen in und um Bagan. Eine Anlage kostet 10.000 Euro. Mit jeder Anlage werden 2.000 bis 3.000 Liter Diesel pro Jahr eingespart. Weil die Dorfbewohner viel Geld sparen (sie müssen kaum noch Diesel kaufen) sparen sie jedes Jahr zweitausend Euro. Über zehn Jahre gerechnet verdoppelt sich damit die 10.000 Euro Spende. Das freut die Dorfbewohner und uns freut der Klimabeitrag: jede Anlage kompensiert rund 10 to CO2 pro Jahr. jg

Dienstag, 16. Februar 2021

Unruhige Zeiten


Erst machte Corona das Reisen unmöglich....

....nun kommen die politischen Unruhen dazu. Die Lage ist unübersichtlich. Im Augenblick ist nicht abzusehen, wann wir wieder in das goldene Land reisen können. Unsere Arbeit in Myanmar in Myanmar geht weiter: Khin, Khu Khu, Min Min und Naing arbeiten umsichtig und engagiert weiter. Gerade in diesen Tagen wird ein neuer Schulbau in Delta fertig gestellt. Hoffen wir, dass sich die Lage bis zum Herbst soweit stabilisiert hat, dass die Menschen wieder in Frieden leben und wir wieder reisen können. Dann wollen wir die Busch School mit Freunden und mit Freude eröffnen. jg




Die einen haben zu viel - die anderen zu wenig

LEDs sind in den vergangenen Jahren immer billiger geworden. Die Nachfolger der Glühbirne verbrauchen so wenig Energie, dass der Stromverbrauch kaum noch ins Gewicht fällt. In Vorgärten und Fenstern blickt es, nicht nur zur Weihnachtszeit.  Hell ausgeleuchtete Schaufenstern strahlen in die menschenleere Nacht. Vögel und Insekten leiden unter all dem Licht, manchmal auch der Mensch. Wir könnten sparsamer sein und die Erleuchtung gleichmäßig verteilen, Sauberes Licht verschenken. Unsere Solarlampen sind preiswert geworden: 10 Euro kosten die kleinen Wunderwerke, die wir zu den Menschen bringen. Ein paar tausend Hütten in Myanmar haben wir damit schon zum Leuchten gebracht. Gut für die Umwelt und gut für die Menschen. jg


Freitag, 12. Februar 2021

Gerade jetzt



Besonders, wenn es schwierig ist, muss man im Gespräch bleiben. Auch wenn das nich ganz einfach ist in Corona Zeiten - deshalb kommen wir per Video ins Wohnzimmer. Einfach hier klicken info@stiftunglife.de um einen Besuchstermin zu vereinbaren - oder unsere Sonntagsrunde besuchen. Jeden Sonntag um 12 Uhr treffen sich die Freunde der Stiftung zu wechselnden Themen. Jan und Jürgen moderieren. 

Für unsere Freunde in Myanmar hat Khu Khu schon seit längerer Zeit eine tägliche Talkrunde eingerichtet. In diesen unsicheren Zeiten ist diese Verbindung besonders wichtig. Mit der Teilnahme an den Treffen zeigen wir unseren Freunden, dass wir an ihrem Leben und ihren Sorgen Teil haben: täglich um 10.30 Uhr deutscher Zeit. Den Link zur Teilnahme gibt es hier info@stiftunglife.de

Donnerstag, 11. Februar 2021

Heute vor 7 Jahren

  

Schiffstaufe Swimming Doctors 2

Das wunderbare Gefühl des Aufbruchs war dabei, als wir heute vor sieben Jahren die Swimming Doctors 2 getauft haben. Alle waren glücklich aufgeregt. „Ich habe das noch nie gemacht…" verriet mir Frau Schadt, bevor sie die Flasche in die Hand nahm. Damit hatten wir die gleiche Voraussetzung. Ein paar Monate später ging das Schiff auf seine erste Fahrt ins Delta. Möglich wurde der Neubau durch die Spende von Karin und Jörg, die von der Arbeit der Swimming Doctors 1 beeindruckt waren. Der alte Reisfrachter wurde inzwischen außer Dienst gestellt.  Swimming Doctors 2 war bis heute in 70 Einsätze unterwegs (seit drei Jahren in der operativen Führung durch die Artemed Klinikgruppe)  Mehr als 100.000 Patientenbehandlungen wurden bis heute dokumentiert. Seit vier Jahren ist ein weiterer Neubau als Swimming Doctors 3 unterwegs, geführt von unserem Ärzteteam um Pro. Wolf Mutschler. Diese Arbeit werden wir weiterführen, unabhängig von politischen Unsicherheiten, soweit das für uns möglich ist. jg

Mittwoch, 10. Februar 2021

On the way



Auch in diesen Tagen im Einsatz

Während die Menschen in Yangon und Mandalay auf die Strasse gehen, läuft das Leben abseits der großen Städte weiter. Die Tiere müssen gefüttert und die Felder bestellt werden - und die Swimming Doctors sind nach Fahrplan im Delta unterwegs. Trotz politischer Unruhen, trotz Corona - steht die Versorgung der Patienten auch in der 48. Mission an erster Stelle. Ein großes Dankeschön von Freunden und Spendern an das ganze Swimming Doctors Team, an Kapitän und Seeleute, an Schwestern und Ärzte. Sie kümmern sich in schwierigen Zeiten um die Menschen, die ihre Hilfe brauchen - während viele Mitarbeiter in staatlichen Krankenhäusern die Arbeit aus Protest niedergelegt haben. Auch das ist verständlich - solange man nicht ernsthaft krank ist. jg

Montag, 8. Februar 2021

Bericht aus Yangon

Montag, Kreuzung Ledan Center auf halbem Weg vom Flughafen in die Innenstadt

Dear friends, since the military seized the power, they stopped the Television channels except their own channel and the internet too. But in the afternoon they reopen the internet connection and TV channels again. On this Saturday, they stopped the internet connection again for two days. So I just received your mail this morning. How everything with you? As for me, I am fine with my family in the orphanage. As you know, the situation in my country is facing a challenging situation; it has some impact to me and my friends. At the moment, as the whole country is doing CDM (Civil Disobedience Moment); various industries are not working well and generate like normal. Now, most of Myanmar people around the country are doing demonstration on the roads, from online and from home. As the Covid-19 is still active, I worry about the third wave going to be out of control. Because there is no social-distancing and some people are not wearing masks. I hope they will be able to control the third wave not to be extremely. As our democratically elected leader has been disposed, everybody is feeling upset. I hope everything will be end sooner and the military and the elected government going to have a perfect placating. Because everyone craves for the truth and democracy platform for our country. I am also praying every day, may my country be in normal situations again. Let's me stop my letter here as I have to prepare some lesson for the kids. Your student NN

Sonntag, 7. Februar 2021

Wir sind neutral


Die UNO hat den 12. Dezember zum Internationalen Tag der Neutralität erklärt. 
In einer Resolution heißt es, dass Neutralität zur Stärkung des Weltfriedens beitragen kann. 

Bis zum 12. Dezember ist es noch lange hin und der Weltfrieden ist eine große Sache. Uns geht es nur um eine Aussage zu den aktuellen Geschehnissen in Myanmar. Unabhängig von persönlichen Meinungen sind wir als Stiftung zur Neutralität verpflichtet, so wie es in unserer Satzung festgeschrieben ist. Wir helfen Bildung, Gesundheit und das Klima zu verbessern, wo das gewünscht ist. Immer in direkter Zusammenarbeit mit den Menschen in den Dörfern. In diesem Engagement wurden wir in den vergangenen 15 Jahren von Politik und Behörden weder gefördert, noch behindert. Wir sind ganz zuversichtlich, dass das so bleibt und wir unsere Arbeit unverändert weiterführen können. jg

Samstag, 6. Februar 2021

Summercamp 2021


Augen öffnen, Diskutieren und über den Tellerrand schauen

Es war eine offene Atmosphäre, als wir uns vor zwei Jahren zu unserem ersten Summercamp in Yangon trafen.  Jan, links im Bild, hatte dieses Treffen für unser Studenten organisiert. Ein Woche an drei Standorten mit 100 Teilnehmern und vielen Impulsen. Die Freiheit schien selbstverständlich und an Corona hat noch keiner gedacht. So schnell ändern sich die Zeiten. Das Summercamp 2021 war für dieses Wochenende online geplant. Es kann nicht stattfinden, weil das Internet heute Morgen in Myanmar abgeschaltet wurde. Dabei gäbe es so viel zu besprechen, wenn man in diesen Tagen über den Tellerrand schaut. jg

Mittwoch, 3. Februar 2021



Wenn man die Sprache spricht, ist man angekommen

Soweit, dass wir die Sprache sprechen, sind wir noch nicht - aber einen guten Schritt sind wir weiter gekommen: dank einer burmesischen Übersetzerin gibt es den Swimming Doctors Newsletter nun auch auf Burmesisch. Ein schönes Gefühl für uns, weil wir damit unserem Team an Bord und den Freunden im Land ein Stück näher kommen. Gerade in dieser Zeit sind solche Zeichen wichtig. jg

Montag, 1. Februar 2021

Putsch in Myanmar


Regierungschefin festgesetzt 
Seit Tagen gab es Spekulationen über einen möglichen Militärputsch in Myanmar – nun patrouillieren Soldaten in den Straßen der Hauptstadt. Die frühere Freiheitsikone Aung San Suu Kyi und mehrere ihrer Mitstreiter wurden festgesetzt. Der Vorwurf der Militärs lautet: Wahlbetrug. Die internationalen Wahlbeobachter hatten im November den fairen und korrekten Ablauf der Wahlen bestätigt. Man kann es auf den einfachen Nenner bringen: die Menschen lieben Aung San Suu Kyi und das gefällt dem Militär nicht. Hoffen wir, dass alles ruhig bleibt im Land….

Welche Folgen hat der Putsch für unsere Arbeit?
Das Wichtigste vorab: unseren Mitarbeitern geht es gut. In den nächsten Tagen werden wir sehen, ob die politischen Veränderungen Auswirkungen auf unsere Arbeit haben. Karlheinz Böhm hat einmal gesagt „Ich helfe Menschen, die unter einfachsten Bedingungen leben müssen. Grundbedürfnisse des Lebens sind unabhängig von der Frage, welcher Politiker an der Macht ist." Ob wir uns dieser Meinung anschließen, das werden wir in den kommenden Tagen mit den burmesischen Mitarbeitern und Freunden der Stiftung diskutieren. Wir werden berichten. jg

Sonntag, 31. Januar 2021

Newsletter


Wir bevorzugen Maßanfertigung

Mit den Hosen ist es wie mit den Worten - was dem einen passt, ist dem anderen zu groß oder zu klein. Meine Kleidung lasse ich mir in Yangon von einem Schneider anfertigen: der nimmt Maß, die Hose sitzt wie angegossen und zahle ohne zu handeln, was der Mann verlangt. Ganz direkt, ohne Zwischenhändler und Influencer, ohne Onlinehandel und ohne Versandkosten. So persönlich angepasst möchten wir auch die Informationen an die Freunde der Stiftung liefern: unseren wöchentlich/monatlichen Espresso, den Swimming Doctors Newsletter oder die Nachrichten aus dem Kinderheim. Sagt uns bitte hier  info@stiftunglife.de  wenn zuviel oder zu wenig bei Euch ankommt, damit wir unsere Bilder und Worte passgenau für Euch zusammenstellen können. jg


Freitag, 29. Januar 2021

Solar statt Diesel


Baubeginn für unsere 20. Anlage

Was vor drei Jahren mit in den Bau unserer ersten Anlage begann, entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte. 30 Solarpanele ersetzen bis zu 3.000 Liter Diesel im Jahr, wenn das Trinkwasser aus 200 Meter Tiefe hochgepumpt wird. Das ist gut für die Umwelt und die Menschen sparen Geld. Hier ist der Bericht von Min Min: Today we made a ground breaking ceremony for Taung Wa village with the monk, who donated a new Tubewell there. And now we will add the solar energy pumping system. So there will be (nearly) no need for the generator for the pumping system in the future. This village is close to B16 near Bagan. Min Min

Studenten unterrichten im Kinderheim


Jetzt basteln wir sogar Online

Am Dienstag wurde im digitalen Unterricht im Kinderheim nach Anleitung von zwei Studenten gebastelt. Danach wurden die neuen Fertigkeiten angewendet und ausprobiert. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Das enge Zusammensitzen der Kinder ohne Maske ist in diesen Zeiten ein ungewohntes Bild für uns. Aber im Kinderheim sind alle sozusagen aus einem Haushalt. Niemand geht raus und kein Fremder kommt rein, wie eine große Familie.



Dienstag, 26. Januar 2021

Der schönste Livestream


In einem kleinen Dorf im Delta von Myanmar wird eine Kamera montiert. Weil es in dem Dorf keinen Strom gibt, ist die Kamera autark mit Simcard und Solarpaneele ausgestattet. Anette und Reinhard leben in München, 10.000 km entfernt von dem kleinen Dorf im Delta. Wenn sie „Ihre Kamera" anwählen, können sie den Bau der Busch Preeschool live auf ihrem Handy verfolgen. So verbinden wir zwei Welten. Vielen Dank an Ko Naing, der die technische Einrichtung organisiert hat. Mit dem Bau wächst die Vorfreude Tag für Tag. Heute werden die Fundamente ausgehoben. In der zweiten Jahreshälfte wollen wir das neue Schulgebäude einweihen - dann (hoffentlich in echt) mit glücklichen Kindern, Lehrern und Eltern. Für, die, die nicht dabei sein können, übertragen wir die Feier im livestrem. Nach der Feier wird die Kamera abgebaut und an unserem nächsten Schulbauprojekt im Delta installiert. jg

Sonntag, 24. Januar 2021

Gute Nachricht


1,5 Millionen Impfdosen in Yangon eingetroffen

Es ist ein Anfang: 750.000 Menschen können in Myanmar geimpft werden. Es ist ein Geschenk der indischen Regierung an seine Nachbarländer. Dazu kommt eine zweite gute Nachricht: die Zahlen gehen kontinuierlich runter. Insgesamt gibt es in Myanmar bis heute rund 3.000 Corona Todesfälle zu beklagen (zum Vergleich Deutschland rund 50.000). Am Ngapali Beach machen die ersten Hotel wieder auf (Eintritt nur mit negativem Testergebnis). Die Chancen für eine vorsichtige Normalität stehen gut, auch wenn es noch einige Monate dauern wird, bis wir unsere burmesischen Freunde "in echt" wiedersehen werden. jg

Samstag, 23. Januar 2021



0 Verwaltungskosten
wir bringen jede Spende zu 100 % ins Projekt, manchmal auch mit 200 %


5 WasserSolaranlagen 
in den Dörfern um Bagan gebaut, wo Trinkwasser aus 200 Metern Tiefe hochgepumpt werden muss


5 Schulgebäude
im Delta gebaut, entlang den Dörfern, die von den Swimming Doctors regelmäßig angefahren werden.


30 Team Mitglieder
in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich, professionell und tragen ihre Kosten selber


33 gute Taten
für Menschen und Projekte, die von der Corona Krise besonders betroffen waren


40 Kinder + Paten
die Kinder im Kinderheim von Yangon werden von uns unterstützt und gefördert


100 Studenten + Mentoren
die Universitäten in Myanmar sind geschlossen. Wir unterstützen unsere Studenten und ihre Familien


169 Tafeln in Deutschland
finanzielle Unterstützung, insgesamt 360.000 Euro, in Zusammenarbeit mit vielen Lions Clubs


2.000 Solarlampen
bringen sauberes Licht zu den Menschen und sind gut für die Umwelt


4.000 Reissäcke
Nothilfe in Yangon für Menschen ohne Arbeit, die nichts haben, als das Hemd am Leib


12.600 Patienten
trotz aller logistischer Schwierigkeiten bei den Swimming Doctors medizinisch behandelt 


70.000 Bäume 
unser Beitrag fürs Klima in Deutschland, Spanien, Mexiko und Myanmar


Freitag, 22. Januar 2021

Sonne und Sand


Solaranlagen funktionieren einfach

Wenn die Sonne scheint produzieren sie Strom. Am besten ist es, wenn der Strom direkt verbraucht wird, dann muss man ihn nicht in Batterien speichern. So wie hier auf dem Bild: mit dem Strom der Solaranlage wird Trinkwasser tagsüber aus 200 Metern Tiefe hochgepumpt, direkt in den Wasserturm. Das einzige, was Solaranlagen nicht mögen, ist Staub. Wenn sich eine Staubschicht auf die Solarzellen gelegt hat, sinkt die Leistungskurve. Deshalb ist das regelmäßige Reinigen der Solarzellen wichtig. Manchmal erledigt das ein Regenschauer. Wenn der ausbleibt, dann wird Staub gewischt - direkt nachdem dieses Foto gemacht wurde. Es zeigt eine von 16 Solaranlagen in der Nähe von Bagan. Mit jeder Anlage werden 2.000 bis 3.000 Liter Diesel pro Jahr eingespart. jg

Donnerstag, 21. Januar 2021

Talk ohne Show



Eine wunderbare Entwicklung

Ich hätte nicht gedacht, dass eine tägliche Englischrunde Teil meines Alltags wird. Hätte ich doch bloß in der Schule besser aufgepasst - heute mache ich das freiwillig, keiner zwingt mich dabei zu sein, wenn sich unsere burmesischen Studenten zu „Meet & Greet" Online treffen. Was mal als persönlicher Austausch von jungen Menschen konzipiert war, hat sich seit acht Monaten ins Netz verlagert. Nachdem wir zwei Tage lang über Happiness gesprochen haben, ging es heute um Sadness. Khu Khu (in der Bildmitte) moderiert die Runde. Die wechselnden Themen und Teilnehmer machen die Sache interessant. Die Verbesserung der Englischkenntnisse ist bei allen Teilnehmern zu spüren. Täglich um 10.30 Uhr (deutsche Zeit). Wer Zeit und Lust hat, hier ist der Link https://us04web.zoom.us/j/8296143147?pwd=R3lYaml4REl0bU5NaHA3QUZnNFpWQT09 

Mittwoch, 20. Januar 2021

Bitte mehr Mehrweg



Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Einstein

Den Braunkohle Ausstieg muss die Politik regeln, die CO2 Bepreisung auch. Gut, dass es Bürger gibt, die den Politikern Beine machen. Meist sind das junge Menschen, die sich um Ihre Zukunft Sorgen machen. Natürlich nicht alle: altersübergreifend ist eine Generation „to go" unterwegs, denen man erst mit Verordnungen kommen muss, damit der Einwegbechermüll beendet wird. Leider ist die Politik zaghaft. Statt Einweg zu verbieten, stehen in Deutschland weiche Formulierungen mit langen Übergangsfristen im Raum. Bei den Behörden in Myanmar ist das Thema noch nicht angekommen. Ein paar Jahre werden wir wohl noch mit dem Müll leben müssen - es sei denn, wir legen Unachtsamkeit und Einwegbecher freiwillig aus der Hand. jg

Dienstag, 19. Januar 2021

Termine




Es lohnt sich mal reinzuschauen, in den Kalender und in unsere Sonntagsrunde: offen für jeden, der sich für ein bestimmtes Thema interessiert, oder einfach mal hören möchte, was wir in der Stiftung so machen - und wie wir es machen. Mit Engagement und mit Liebe zum Detail, soviel sei schon vorher verraten. Am kommenden Sonntag um 12 Uhr geht es um unsere Unterstützung für die Tafeln. Seit 27 Jahren unterstützen wir diese Idee in ganz Deutschland, seit einem Jahr mit der Tafelhilfe 4.0. Die sieht so aus: jede Spende, die wir für die Tafeln bekommen, wird von uns verdoppelt - entweder mit eigenen Mitteln oder durch die Zusammenarbeit mit einem Lions Club vor Ort. Hier ist der Link zur Sonntagsrunde am 24.Januar: https://zoom.us/j/3387750291?pwd=VHN5TTExQURFamFPTGFWZjhZUDBodz09

Sonntag, 17. Januar 2021

17. Januar 2020



Eröffnung der ALR School

Das Foto habe ich genau heute vor einem Jahr gemacht, bei der Schul Eröffnung im Delta. Corona war zu der Zeit noch weit entfernt, wir alle waren unbesorgt und voller Freude. Wenn wir wieder reisen dürfen, vielleicht gegen Ende dieses Jahres, wird es wieder viel zu Feiern geben. Trotz Corona sind einige Schulbauten im letzten Jahr fertig geworden: René, Leopold, Annette & Frank, Mangotree, Saffer, Jamaste und Together warten auf bunte Eröffnungsfeiern. In Myanmar stehen die Zeichen im Augenblick gut, die Fallzahlen gehen deutlich runter, das Leben normalisiert sich wieder in vielen Landesteilen. Hoffen wir, dass es so bleibt. jg

Samstag, 16. Januar 2021

Im Wandel der Zeit



Heutzutage hat die Marmortafel einen QR-Code

im Jahr 1932 wurde das Goethemuseum in Frankfurt feierlich eröffnet. Vorher wurde Geld gesammelt: Thomas Mann und Max Reinhart bitten einen Freund um Unterstützung. In ihrem Brief weisen sie darauf hin, dass besonders großzügige Spender mit ihrem Namen auf einer Marmortafel verewigt werden. „Tue Gutes und rede drüber" würde man heute sagen. Die Marmortafel mit dem Namen gibt es auch bei uns: an allen Schulbauten, Kindergärten und WasserSoleranlagen. Zukünftig mit QR-Code, über den jeder Besucher die ganz Historie des Projekts vor Ort abrufen kann. jg

Donnerstag, 14. Januar 2021

Well project near Ngapali


Clear Water Project

Es war eine kleine Begebenheit am Rande: vor einem Jahr, nach dem Besuch einer Schule in der Nähe von Ngapali, hielten wir in einem Dorf an. Unser Fahrer hatte gehört, dass die Dorfbewohner ein Problem ihrem Brunnen haben. Seit Wochen war das Wasser gelb geworden, es schmeckte nicht mehr. Wir haben eine Probe mitgenommen und das Wasser in Yangon untersuchen lassen. „Für Mensch und Tier nicht zu gebrauchen" lautete das Ergebnis. Die Dorfbewohner haben für einen neuen Brunnen 1.000 Dollar gesammelt und wir haben 4.000 Dollar dazu gegeben. Nun freuen wir uns über das Ergebnis. Hier ist der Bericht von Naing: Dear Friends, I been to the U Yin Pyin Village which is our well project . Water is really clear now and they enjoy it. They did the proper storage and roof as well. Water can storage 1,500 Gallons. They pumping with electric pump and they use that water for general use. Can not drink that water. Little salty. Please see the photo. Thanks Naing

Dienstag, 12. Januar 2021

Swimming Doctors


Mit Vorsicht und Sorgfalt

Die gute Nachricht gleich vorweg: die Zahlen gehen runter in Myanmar, das Leben ist wieder fast normal - auch im Delta. Die Swimming Doctors sind im Einsatz. Wie gewohnt und doch ist alles anders. Zum Schutz von den Patienten und der Mannschaft gelten besondere Hygieneregeln an Bord. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig getestet. Auch wenn jetzt weniger Patienten an Bord kommen, gibt es viel zu tun. Wie das alles funktioniert, erfahren wir am kommenden Sonntag um 12 Uhr: da gibt es in unserer Sonntagsrunde eine Liveschaltung zum Schiff. Wer Zeit und Lust hat dabei zu sein ist herzlich Willkommen.  Zugangscode für das Zoom Treffen bekommt ihr von Jan: jan@stiftunglife.de

Sonntag, 10. Januar 2021

Sonntagsrunde



4 Mentoren + Khin + 11 Studenten 

Eine bunt gemischte Gruppe kam heute Mittag bei unserer Sonntagsrunde zusammen. 11 Studenten haben von Ihrem Leben in Coronazeiten berichtet: alle sind Zuhause, studieren und helfen den Eltern. Der junge Mann mit dem Strohhut erklärt uns gerade die Herstellung dieser Hüte. Seine Familie betreibt ein kleines Geschäft mit diesen Hüten. Die sind bei der Landbevölkerung sehr beliebt, sie schützen vor Sonnenschein und Regen. Drei bis vier Stunden braucht man, um einen Hut anzufertigen. Dafür gibt es dann 3.000 Kyat = rund zwei Euro. Andere Studenten helfen den Eltern bei der Feldarbeit. Studiert wird am Nachmittag und am Abend. Trotz mancher Einschränkung sind unsere Studenten fleißig und voller Zuversicht. Es war eine vergnügt unterhaltsame Stunde. Vielen Dank an alle, die dabei waren. Am kommenden Sonntag stehen die Swimming Doctors im Mittelpunkt unserer Gesprächsrunde. Wer dabei sein möchte, bekommt den Zugangscode von Jan: jan@stiftunglife.de



Samstag, 9. Januar 2021

Homeschooling im Kinderheim



Der Lockdown mach erfinderisch

Studenten unterrichten Kinder, Online natürlich. Einen Monat brauchte es von der Idee bis zur Umsetzung. Am Dienstag begann der Unterricht unserer Studenten für die Kinder im Kinderheim unter Khins Anleitung. Alle technischen Voraussetzungen für einen coronagemäßen, digitalen Unterricht wurden von Renate, Jerzy und Naing geschaffen. Es sieht so aus, als ob das besser klappt, als an mancher Schule in Deutschland. Khin hat einen Unterrichtsplan mit unseren Studenten erstellt und verschiedene Inhalte mit ihnen erarbeitet. Am ersten Tag ging es um „ethics for pupils and teachers with related stories"  Gestern wurden Biografien von berühmte Personen besprochen. Die Aufregung ist auf allen Seiten groß. Wir freuen uns, dass sich in Myanmar-Deutscher Teamarbeit unsere beiden Projekte Kinderheim und Studentenprogramm miteinander verknüpfen. bh

Donnerstag, 7. Januar 2021

Gute Nachrichten



Die Welt ist besser als wir denken Hanns Roseling

Die Aufteilung in reiche Länder und arme Länder stimmte vor 50 Jahren - heute stimmt sie nicht mehr. Diese Karte zeigt die Einkommen und Lebensbedingungen weltweit. Myanmar ist in der Mitte zu sehen (bei dem dicken roten Punkt für Indien) In den letzten zehn Jahren ist das goldene Land ein gutes Stück nach oben gekommen. Es gibt Arbeit, Essen, medizinische Grundversorgung und Schulbildung für (fast) alle Kinder. Ein ganz kleines Stück haben wir zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. jg

Mittwoch, 6. Januar 2021

Glück finden

Eröffnungsfeier für die HahnAir School in Bagan

Bis vor zwei Jahren haben wir bei unseren Schuleröffnungen Luftballons aufsteigen lassen. Das sieht schön aus und alle haben ihre Freude - bis auf die Tiere, die diese Ballons später mal mit Futter verwechseln und sich daran verschlucken. Also keine Luftballons mehr. Statt dessen pflanzen wir nun Bäume bei der Eröffnungsfeier. Die Freude und der Applaus sind geblieben. Wenn wir zuversichtlich in die zweite Hälfte des Jahres schauen, dann können wir uns auf einige Eröffnungsfeiern freuen. Bis das soweit ist, hier eine kleine Luftballongeschichte zur Freude:

Ein Professor/Lehrer/Meister gab jedem Schüler einen Luftballon mit der Aufgabe, diesen aufzublasen, mit dem eigenen Namen zu versehen und in den Flur zu werfen. Im Flur wurden dann alle Ballons gemischt. Die Schüler erhielten dann 5min, um ihren eigenen Ballon zu finden. Trotz hektischer Suche hatte niemand seinen Ballon gefunden. An diesem Punkt hat der Professor den Schülern gesagt, sie sollen im zweiten Versuch den Ballon nehmen, den sie gefunden haben, und ihn der Person geben, deren Name darauf steht, ihn übergeben. Innerhalb von fünf Minuten hatte jeder seinen eigenen Ballon. "Die Ballons sind wie Glück,", sagte der Prof zu den Schülern. "Wir werden es nie finden, wenn jeder sein eigenes alleine sucht. Aber wenn uns das Glück anderer Menschen wichtig ist, werden wir auch unseres finden." Quelle: @freiheitmachtwahr

Dienstag, 5. Januar 2021

7 Jahre später



Myanmar, April 2014 
Anna, Wolf und ich waren gemeinsam unterwegs. Unvergessen unser Besuch in einem Kinderheim. Morgens im Hotel hatte Wolf Besuch von seinem Studenten. es war ein Sonntag und Wolf fragte den jungen Mann, ob er uns den Tag begleiten möchte. Im Kinderheim hatten wir viel Freude. Doch die Heimleiterin hatte Sorgen mit einem Kind. Wolf fragte nach Untersuchungsergebnissen, liess sich ein Röntgenbild geben. Mit dem Bild in der Hand hat der Professor dem jungen Mann in einer kleine Privatvorlesung das Röntgenbild erklärt. Ein wunderbares Erlebnis, unvergessen und gut investierte Zeit. Der junge Mann ist nun ein fertiger Arzt, der sich mit der nachfolgenden Mail bedankt. Was für eine Chance, was für ein Glück! jg

Myanmar, Januar 2021
Dear friends of Stiftunglife. Now, I am a doctor and ready to work on Swimming Doctor and give health care to those needed people. Thank you all deeply from the inside of my heart for the long term support of 7 years. When I look back the past, it is impossible or surely be a very very difficult thing to become a doctor from a farmer's family. That was the luckiest moment ever for me to meet Kyee Khin, Stiftunglife and Dr. Wolf and his wife Anna. You all were supportive. I took the supports from you all and it made me feel like I was taking support from my own family. It warmed my heart. It encouraged me. It made me brave to walk through those difficult days. Among these good things, I got a great chance to have internship on Swimming Doctor for one month in last December. It revealed me that there are many people who have a lots of difficulty for getting primary health care and the importance of Swimming Doctor in the delta region. Our country health care system has not covered for all people yet. These all made me enthusiast for working on aboard. For now, I will go back home on 4th January 2021. I had taken Rapid Diagnostic Test for Covid 19 and the result was negative. So, I can go back home and don't need to stay Quarantine. I will stay with my family till the end of February and I want to start working in 1st March 2021. It will depend on the transportation. I think the bus from Mobye (my home town) to Yangon will be available in March. I will work my best on aboard for the people, the Swimming Doctor and the Stiftunglife. I can stay friendly and cooperate with all people on aboard. I am so exciting to work on aboard as a junior doctor. I wish you all be happy, healthy and free from Covid 19 in New Year! With great thanks, Aung Min Oo

Montag, 4. Januar 2021

Heute wird gefeiert...

 
 

…und unsere Kinder feiern mit

Es war eine gelungene Überraschung: in aller Früh um 5 Uhr hat Ko Naing heute Morgen Capt. Wilk abgeholt. Gemeinsam sind die beiden ins Kinderheim gefahren. Alles war perfekt geplant, die beiden haben einen bunten Tag für die Kinder organisiert. Verschiedene Wettbewerbe, Vorträge, Spiele und viele Ehrungen. Auch die vier neuen Tischtennisplatten kamen zum Einsatz. So wurde der „National Day" zu einem ganz besonderes Erlebnis für alle, die dabei waren. Heute Abend, bei einem Videochat mit Jerzy und Naing hat die Freude aus den Augen geleuchtet - nicht nur die Freude der Kleinen, auch die der Erwachsenen. Vielen Dank, dass wir auf Entfernung an diesem Glück teilhaben dürfen. jg