Projekte in Myanmar

Mit dem Bau unserer ersten Schule in Bagan im Jahr 2006 fing alles an. Seit 2010 ist das Delta als zweites Projektgebiet dazu gekommen.
Wir bauen Schulen und Solaranlagen in den Dörfern, immer mit finanzieller Beteiligung der Menschen. Wir fördern Kinder und Studenten.
Mit den Swimming Doctors bringen wir „nach Fahrplan“ medizinische Grundversorgung in entlegene Dörfer. Seit 2020 ist unsere
gemeinnützige Stiftung auch in Myanmar als Foundation registriert.
Kinder
Kinder, die ein bisschen Hilfe brauchen, damit sie ihren Weg in die Zukunft finden. Hundert Mädchen und Jungen leben in einem gut geführten Heim am Stadtrand von Yangon. Wir schenken Ihnen ...weiterlesen

Kinder ansehen
Schulen + Dorfprojekte
Hilfe zur Selbsthilfe wird ganz konkret, wenn wir nach einer langen Besprechung "...we need to have a new school building.." die Dorfbewohner fragen "Wer von Euch ist denn bereit, für die neue ...weiterlesen

Schulen + Dorfprojekte ansehen
Studenten
Bildung ist ein hohes Gut, überall auf der Welt. Auch wenn es in Deutschland immer noch Schwächen bei der Teilhabe an Bildung gibt, so ist die Situation doch um ein Vielfaches besser als ...weiterlesen

Studenten ansehen
Swimming Doctors 3
Im weit verzweigten Flussdelta des Irrawaddy-Flusses südlich von Yangon leben rund 6 Mio. Menschen in kleinen Dörfern, häufig fern ab von jeder Gesund-
heitsfürsorge und ärztlichen Hilfe. ...weiterlesen

Film der Swimming Doctors
Aktuelles von Kinder, Schulen, Studenten und Swimming Doctors
Stiftunglife - Myanmar

Dienstag, 20. April 2021

Gute Nachrichten



Erwarte das Unerwartete

Eine englische Lebensweisheit lautet  "Expect the unexpected". Isaac Newton, Marie Curie und Özlem Türeçi haben die Welt mit neuen Ideen aus den Angeln gehoben. Man darf zuversichtlich sein, dass dergleichen immer wieder geschieht. Das Genie der Menschen, sein Erfindungs- und Unternehmergeist sind unerschöpflich. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass man mit erneuerbarer Energie in Deutschland so viel erreichen kann. Wind und Sonne stehen ausreichend zur Verfügung, wir müssen uns nur trauen, sie zu nutzen. Mit unseren 25 Solaranlagen erzeugen wir in Myanmar (auch in Krisenzeiten) jeden Tag bis zu 200 KW. Mit dem sauberen Strom werden 25 Pumpen betrieben, die täglich bis zu 80.000 Liter Trinkwasser fördern. Kein Gestank, kein Diesel, CO2 und viel Geld gespart. Was für ein Gewinn für die Umwelt und die Menschen. jg



Samstag, 17. April 2021

Happy new year


Das neue Jahr hat gut angefangen

Jedenfalls für die Kinder in unserem Kinderheim. Capt. Wilk kam zu Besuch und er hatte 200 Portionen Eiscreme dabei. Große Freude bei Temperaturen von über 35 Grad. Den Kindern geht es gut. Das Leben hinter den hohen Mauern hat seinen eigenen Rhythmus mit Essen, Lernen und Freizeit. Die Schulen in Myanmar sind weiterhin geschlossen. Hoffen wir, dass sich das Leben bald wieder normalisiert. Wir wünschen Glück und Zuversicht: nach dem burmesischen Kalender hat gestern das Jahr 1383 begonnen. jg


Freitag, 16. April 2021

Sonntagsrunde



Unsere Runde ist für jeden offen - die Schulen sind es leider nicht

Die Situation in Myanmar ist schwierig. Schulen und Universitäten sind geschlossen. Viele Menschen sind arbeitslos geworden. Weil sie kein Einkommen haben, wird die Situation wird immer schlechter, auch für unsere burmesischen Mitarbeiter. Jeder muss aufpassen, wann er rausgeht und mit wem er Kontakt hat. Wir sprechen regelmäßig mit Min Min und Ko Naing. Bisher geht das noch ganz gut, auch wenn das Internet nur noch eingeschränkt nutzbar ist. Am kommenden Sonntag wollen wir unseren Schulspendern Gelegenheit geben sich mit uns und unseren Kollegen vor Ort über die momentane Situation zu unterhalten. Jeder soll sich seinen eigenen Eindruck machen zu können. Hier ist der Link zu unserem Zoom Meeting um 12 Uhr https://zoom.us/j/3387750291?pwd=VHN5TTExQURFamFPTGFWZjhZUDBodz09

Heute ist der letzte Tag vom Wasserfest

Blick zurück in glückliche Myanmar Wasserfest Tage

Dieses Jahr ist es ein stilles Wasserfest, wo doch in normalen Zeiten in diesen Tagen kein Kleidungsstück trocken bleibt: Mitte April geht das alte Jahr im buddhistischen Kalender zu Ende. Bevor das neue Jahr beginnt, sollen alle Sünden abgewaschen sein. Dafür braucht man viel Wasser und weil man die Sünden bei den anderen Menschen besser sieht als bei sich selbst, spritzt man die anderen nass. Wir haben diese Tage immer voller Freude erlebt. Das Land war in einem fröhlichen Ausnahmezustand. Büros, Fabriken, Geschäfte und Ämter waren für mindestens eine Woche geschlossen. Es wurde viel gereist, nach Hause zu den Eltern gefahren. Ebenso legte man die herrschenden Streits bei und versöhnte sich. Da gibt es in diesem Jahr viel zu tun. Thagyamin, das Oberhaupt der nat, bringt Segen und Glück für das neue Jahr - und vergibt Lob und Tadel für das letzte Jahr.  jg


Montag, 12. April 2021

Schwerpunkte 2021


Als wir Anfang des Jahres das Budget 2021 planten, da ahnte noch keiner, dass diese Mühe bald hinfällig sein sollte. Jedenfalls, was die Pläne für unsere Projekte in Myanmar angeht. Natürlich werden uns dort weiterhin engagieren, im Rahmen der Möglichkeiten, aber die haben wir nicht in der Hand. Deshalb denken wir auch über neue Schwerpunkte nach. Gut, dass die Stiftung auf drei Beinen steht: es gibt ja auch noch unsere Umweltprojekte und das Engagement für die Tafeln. Hier ein kleiner Überblick zu den aktualisierten Schwerpunktthemen der Stiftunglife für das Krisenjahr 2020

In Myanmar wollen wir unsere Kindern und Studenten weiter unterstützen 

Für Klima und Umwelt bauen wir Kochöfen in Nepal und pflanzen Bäume in Mexiko

Für 200 Tafeln in Deutschland wollen wir Spenden mit Lions und Rotary verdoppeln

In Syrien werden wir verschiedene Familien direkt unterstützen


Samstag, 10. April 2021

Vom Geben und Nehmen


A reversal of the normal order of things 

A Buddhist nunnery in a small Burmese town realized, it had stocks of rice left, while villagers were running out of rice. So, they go on the streets and instead of accepting alms, they delivered ricebags into homes that had little food remaining. Even in the worst times of horror and terror, the Dhamma finds a way through. from fb


Freitag, 9. April 2021

Heute in der FAZ

Dahinter steckt ein kluger Kopf

Wir kennen den Slogan, mit dem die Frankfurter Allgemeine Zeitung wirbt, und wir kennen den Autor dieser Berichterstattung: in vielen Sonntagsrunden war Dr. Christoph Hein unser Gast. Geboren in Köln, aufgewachsen in Münster. Nach dem Abitur widmete er sich dem Segeln und dem Reisen. Dann Studium der Ethnologie und Philosophie, danach Germanistik, Soziologie und Betriebswirtschaft. Ein Forschungsaufenthalt an der Akademie der Künste in Leipzig verschaffte 1989 Einblick in das Sterben der DDR. Um das Wirtschaftsleben von innen kennenzulernen, folgten zwei Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens. Da sich das Interesse am Journalismus durchsetzte, nahm er ein Angebot der „Welt" an, in deren Wirtschaftsredaktion einzutreten. 1998 Wechsel als Wirtschaftskorrespondent zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ende 1999 Umzug nach Singapur. Als Wirtschaftskorrespondent berichtete er zehn Jahre über China und Südostasien, später kam der indische Subkontinent hinzu. Heute konzentriert er sich auf den Süden der Region, von Pakistan bis in die Pazifikregion. Dr. Christoph Hein ist Autor mehrerer Bücher. jg


Donnerstag, 8. April 2021

Heute ist der Tag der älteren Generation

  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. Alexis Carrel

Von den Sistern of the Poor bekommen sie mehr Leben geschenkt: 130 alte Menschen, um die sich sonst keiner kümmert, werden von katholischen Schwestern liebevoll versorgt. Seit 1892 kümmern sich die Sister of the Poor um hilfsbedürftige alte Menschen aller Hautfarben und Religionen. Während es auf den Strassen von Yangon immer lauter und unruhiger wird, geht das Leben seinen täglich gleichen Gang. Von hohen Mauern umgeben leben die Ihren eigenen Tagesrhythmus. Wer kann, hilft beim Vorbereiten der Mahlzeiten. Gekocht wird auf einem 100 Jahre alten Herd. Bis vor einigen Jahren wurde die gesamte Wäsche für 200 Menschen von Hand gewaschen. Nach der Renovierung der Waschküche gibt es zwei Waschmaschine im Haus. Alles wird durch Spenden finanziert. Wir schätzen uns glücklich, die Arbeit der Schwestern unterstützen zu dürfen. Für alle, die spendabel sein wollen: eine Kaffeestunde für 200 Personen kostet 35 Euro, mit Kuchen das doppelte: 30 Cent pro Kopf. jg


Mittwoch, 7. April 2021


Eben habe ich lange mit einer Freundin in Myanmar telefoniert. Die Verbindung war super gut, sie rief aus irgendeinem Nachbarhaus an, weil sie dort in Ruhe telefonieren kann. Es sind schwierige Zeiten, wir haben über dies und das geredet. Ich habe Ihr gesagt,  dass wir leider nichts tun können, weil uns aus verschiedenen Gründen die Hände gebunden sind. Darauf antwortet sie mit diesem Satz „Dass Ihr in Gedanken bei uns seid, gibt uns Zuversicht" jg


Welt Gesundheitstag


Die Gesundheit liegt an der Kette

Heute, am 7. April ist Weltgesundheitstag. Die WHO erinnert jedes Jahr an ihre Gründung und ihr Wirken. Ziel ist es, die Gesundheitsprobleme in armen Ländern ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Immer verbunden mit dem Appell, den ärmeren Ländern bei der Lösung dieser Probleme zu helfen. Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut, wie man gerade an der ungleichen Verteilung der Impfstoffe sehen kann. Mit der Strategie "Gesundheit für alle"  rücken zunehmend Themen von strategischer Bedeutung wie Gesundheitskommunikation und Gesundheitsförderung in den Blickpunkt. Unser Beitrag zur Gesundheitsförderung liegt seit ein paar Tagen an der Kette. Die Swimming Doctors dürfen derzeit nicht arbeiten. Ob Sicherheitsgründe für die Anordnung der Behörden sprechen, ist derzeit unklar - wie so manches im goldenen Land. jg


Dienstag, 6. April 2021


Wir könnten auch ohne Stau auskommen: ob auf der Autobahn oder im Suez Kanal, ein Stau bringt die Pläne durcheinander. Wenn wir im Stau stecken, hilft nur Vertrauen, dass das Hindernis bald beseitigt ist. Das hoffen wir auch, wenn wir auf unser Konto schauen. Dort staut sich im Augenblick viel Geld, das für unsere Projekte in Myanmar vorgesehen war. Aufgrund der unsicheren Lage halten wir diese Gelder zurück, bis wir wieder mit gutem Gewissen nach Myanmar überweisen können. jg


Montag, 5. April 2021

Bäume pflanzen


Die Projekte verbinden sich sinnvoll

Netzwerke leben nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch im richtigen Leben. Vor zwei Jahren haben wir in diesem Dorf einen Kindergarden gebaut und einen Wasserfilter hingebracht. Vor ein paar Monaten wurden dort Bäume gepflanzt. Hier ist der Bericht von Min Min:  The name of the village is Khwe Dauk Kon. It has 290 families with 1260 people. And most of them are farmers. We donated 1000 trees in December 2020. We donated 300 mango trees, 300 star-flowers trees, 200 red-flame trees and 200 Gant Gaw trees. We gave every family three trees and the rest we donated to the school and the monastery. Before we donate, we explain to the people about the climate changes and people are so happy to receive the trees. They planted their trees in their own places. And some trees are planted in the school compound. Here is the link to see the project on our website https://www.stiftunglife.de/bildung/schule2/blog-schule.html?Region=B44 


Freitag, 2. April 2021

Unsere drei Standbeine

Bei der Verteilung unserer Spendengelder sind wir lange Jahre dem Grundsatz „Hälfte : Hälfte" gefolgt: die Hälfte des Geldes für Projekte in Deutschland – und die Hälfte für Projekte in der Welt. Die Projekte hatte sich in den letzten Jahren zugunsten von Myanmar verschoben - und es sind Klima und Umweltprojekte dazu gekommen. Das muss jetzt neu ausbalanciert werden, zumal die aktuellen Verhältnisse in Myanmar die Planungen natürlich beeinflussen. Gut, dass wir auf drei Beinen stehen, für die wir zukünftig eine gleichmäßige Verteilung der Gelder anstreben: mit gut 300.000 Euro im Jahr kann man in jedem der drei Bereiche viel bewegen. Das Versprechen der Stiftung gilt auch weiterhin: jede Spende geht zu 100 % in die Projekte - bei den Tafeln sogar zu 200 Prozent. jg


Donnerstag, 1. April 2021

Asia's 50 best Restaurants


Feine Küche und soziales Engagement

Nach guten Nachrichten aus Myanmar muss man suchen in diesen Tagen. Hier ist eine: das Shwe Sa Bwe gehört in diesem Jahr zu den 50 besten Restaurants in Asien. Ausgewählt wurden „local Heros" in ganz Asien, die authentische Küche anbieten. Hier gibt es einen Link https://www.theworlds50best.com/stories/News/essence-of-asia-restaurant-collection.html  für alle, die Zeit und Lust haben auf eine kulinarische Asienreise. Uns verbinden Freundschaft und zwei Auszubildende mit Davy und seinem Shwe Sa Bwe Team. Die beiden jungen Leute kommen aus „unserem" Kinderheim. Mit einer Lehrstelle haben sie ihre Chance fürs Leben bekommen. In normalen Zeiten arbeiten 40 Mitarbeiter in dem Restaurant - zur Hälfte Profis, zur Hälfte Auszubildende. Im Augenblick versucht ein kleines Team mit Essen to go das Geschäft am Leben zu erhalten. jg


Mittwoch, 31. März 2021

Meet and Greet Online


Im goldenen Land können nur noch wenige Menschen unbeschwert aus dem Fenster schauen, der Blick in die Welt ist dünn geworden. Das gilt auch für unsere Studenten - aber der dünne Faden hält. Ein Student ist in Haft, ein Alumni wurde durch einen Schuss am Bein verletzt, allen anderen geht es gut. Khin ist per Telefon mit vielen in Verbindung. Für eine Handvoll Studenten geht jeden Tag das elektronische Fenster auf: sie berichten, wir hören zu. Was mal als „English Conversation Training" geplant war, ist zu einem Sprachrohr in die Welt geworden. Die Zeit wird kommen, wo wir wieder mehr tun können für unsere Kinder, Studenten und Freunde. jg


Sonntag, 28. März 2021

Diamant Mango



Wir pflanzen alle 9 Minuten einen Baum 🌳 

Es ist ein besonderes Glück, wenn man die Früchte der Arbeit genießen kann. In diesem Fall sind es Mangofrüchte, die beste Sorte, Diamond Mango, die jetzt reif werden. Min MIn hat uns dieses Bild geschickt aus einem Dorf, in dem wir Bäume gepflanzt haben. Zwar sind das noch nicht die Früchte von unseren Bäumen, die brauchen noch ein wenig Zeit und Pflege. Wir hoffen auf weitere gute Nachrichten aus Myanmar. Gerade jetzt, in schwierigen Zeiten, brauchen wir Zuversicht. jg


Donnerstag, 25. März 2021

50 Jahre BAföG



1971 verabschiedete der deutsche Bundestag ein Gesetz, dass zum Meilenstein für Chancengleichheit in der Bildung wurde. Dank BAföG können Schülerinnen, Schüler und Studierende ihren beruflichen Weg selbst bestimmen. Wenn die Eltern sich das nicht leisten können, springt der Staat ein. Gefördert werden Berufsqualifizierende Maßnahmen und die Zeit an der Uni bis zum Master Studium. In Myanmar ist die Welt heute so, wie sie in Deutschland vor 50 Jahren war: für eine gute Ausbildung sind nicht die Zensuren entscheidend, sondern das Einkommen der Eltern. Den Lauf der Welt können wir nicht ändern, aber für 100 Studenten, die von uns gefördert werden, ändert sich die Welt: sie bekommen ihre Chance. Mehr als 90 Prozent unserer Studenten nutzen diese Chance und beenden ihr Studium mit einem erfolgreichen Abschluss. jg


Freitag, 19. März 2021

MGO



Der Faden wird dünner

Vor ein paar war der Bildschirm noch voll, da waren noch 20 Studenten auf dem Bildschirm zu sehen, die an unserem Meet and Greet Treffen Online teilgenommen haben. Seit zwei Tagen funktionieren die Datennetze in Myanmar nur noch für Menschen, die einen Wi-Fi Zugang haben. Pyae Pyae, hier im Bild, hat so einen Zugang, Ko Naing und Jerzy haben einen - alle anderen sind jetzt von der Kommunikation abgeschnitten. Keiner weiß, wie es weitergeht. Pyae Pyae und ich, wir halten unseren Meet an Greet Kanal offen - jeden Tag um 10.30 Uhr - und wir freuen uns über jeden, der teilnehmen mag (und kann). Hier ist der Link https://us04web.zoom.us/j/8296143147?pwd=R3lYaml4REl0bU5NaHA3QUZnNFpWQT09

Sonntag, 14. März 2021

Heute Mittag um 12 Uhr


Unsere Kinder sind weit ab vom Schuss Capt. Wilk

Umgangssprachlich ist dieser Satz so zu verstehen, dass unser Kinderheim etwas abseits liegt, in einem Vorort von Yangon. In diesen Tagen bekommt der Satz eine neue Bedeutung. Hinter den dicken Mauern, die das Grundstück umgeben, sind die Kinder in Sicherheit. Mehr als das, sie  haben genug zu essen und sie bekommen regelmäßigen Unterricht in einer Zeit, in der alle Schulen geschlossen sind. Solche Selbstverständlichkeiten wünscht man allen Kindern, wohl wissend, dass das ein frommer Wunsch bleiben wird. Kinderarmut ist ein komplexes Problem. Wo fängt Armut an? Wir sammeln so viele Informationen wie möglich. Wo kommt das Kind her, ist es gesund? Kann es lesen und schreiben? Welche Zukunftschancen können wir bieten? Heute Mittag um 12 Uhr gibt es eine Live Schaltung ins Kinderheim. Die Kinder werden vor der großen Leinwand sitzen und auf uns schauen, auf ihre Paten im weit entfernten Deutschland. Wie es in den nächsten Wochen und Monaten in ihrem Land weitergeht, können wir Ihnen nicht sagen – aber wir können Ihnen und den Mitarbeitern im Kinderheim das sichere Gefühl geben, für sie da zu sein. Das ist in dieser schwierigen Zeit wichtiger denn je. jg


Samstag, 13. März 2021

Die Grundsätze der Stiftung


Rein statistisch gesehen dürfte uns Punkt 15 ein paar Spenden kosten 

Es kann gefährlich sein, für oder gegen eine Sache zu stehen. Viele jungen Menschen in Myanmar erfahren dass in diesen Tagen sehr schmerzlich. Jeden Tag höre ich von unseren Studenten, wie sich Angst und Schrecken in goldenen Landverbreiten. Nicht nur in Yangon und Mandalay, auch in kleineren Orten regiert die Gewalt. Da kommt man ins Grübeln, ob sich die Neutralität der Stiftung aufrecht erhalten lässt. In Abwägung der Argumente kommt man leider zu der Erkenntnis, dass Neutralität hier das geringere Übel ist. Anders ist es in Deutschland, denn bei uns herrscht Meinungsfreiheit. Diese Freiheit nutzen wir für die Festlegung unserer Grundsätze. Unter Punkt 15 zeigen wir eine klare Haltung gegen Rechts. Rein statistisch gesehen dürfte uns das ein paar Spenden kosten - aber es schützt unsere Werte. jg

Donnerstag, 11. März 2021

Bargeld



Das waren noch Zeiten…

Als ich vor 15 Jahren nach Myanmar reiste, hatte ich immer Bargeld dabei. Ordentlich angemeldet, mit Quittung und Stempel, wurden aus einer Handvoll Euro riesige Geldberge in lokaler Währung. Der größte Schein waren 1.000 Kyat, knapp ein Euro zu der Zeit. Lang vorbei….haben wir gedacht. Nun stehen die Menschen vor geschlossenen Banken, Überweisungen bleiben liegen, Geldautomaten spucken nur noch sporadisch kleine Mengen aus. Nur durch Solidarität und Hilfsbereitschaft kommen die Menschen durch diese schwierige Zeit. Kann gut sein, dass wir wieder mit Bargeld reisen müssen, wenn das Reisen wieder möglich ist. Im Augenblick wagt keiner eine Prognose, wann das wieder möglich ist. jg

Mittwoch, 10. März 2021

Zeichen der Solidarität


Ein Dank an die Freunde der Stiftung 

Die tägliche Auswahl der Themen für diesen Blog ist nicht immer einfach. Es scheint banal über Bienen und Bäume zu berichten, während in Myanmar geschossen wird. Aber auch in dieser schwierigen Zeit gibt es einen Lichtblick. Es ist die beeindruckende Solidarität der Menschen hier mit den Menschen in Myanmar. Auf dem Foto und in unserem gläsernen Konto sind die vielen Spenden zu sehen, die in wenigen Tagen für unsere Myanmar Nothilfe eingegangen sind. Jetzt ist es unsere Sache, das Geld zu den richtigen Empfängern zu bringen. Auch wenn das etwas dauern kann - wir versprechen, dass jede Spende zu 100 % bei den betroffenen Menschen ankommt. Nach Abschluss der Hilfsaktion werden wir - hoffentlich in Frieden - allen Spendern berichten. Vielen Dank für Eure Unterstützung. jg

Solarlight



Licht in dunklen Zeiten

Das Bild ist vor fünf Jahren entstanden. Da konnten Hannah und Min MIn noch unbeschwert lachen Bei der Präsentation unserer Solarlampen. Links die Lampe mit dem kleinen Solarpanel - rechts die gleiche Lampe + powerbank und großem Solarfeld. Wir kaufen sie Lampe für zehn Euro (mit powerbank 20 Euro) ein und verschenken sie an die Dorfbewohner, wenn die eine kleine Spende für unser Maintenancekonto geben. Mit den Solarlampen sparen die Familien das Geld für Kerzen und Petroleum. Gut für die Menschen und gut für die Umwelt. jg

Montag, 8. März 2021

Day 37


If you attack them, you must first attack me

Starting this day as I always do these days, checking with my people if they made it through the night ok. 
And, so far so good. Another night survived. Last night was traumatic. I leave you with the picture of this monk, standing up for his people. If you attack them, you must first attack me, he is saying. These are my people. jh

Weltfrauentag

  

Für ein paar Dollar am Tag

Im Augenblick liegt alles brach - aber wenn wieder aufgebaut werden muss, was in diesen Wochen kaputt geht, dann tragen die Frauen die Last. So wie hier auf dem Foto, dass vor vielen Jahren in Bagan entstanden ist, bei der Renovierung einer Pagode. Bis heute hat sich nicht viel geändert: Frauen halten die Familie zusammen, Frauen schleppen Steine, bauen Strassen, gehen auf den Markt und auf die Strasse. Aber bei der Auswahl unserer Studenten achten wir darauf, dass viele Mädchen ihre Chance bekommen, damit zumindest im Bildungsbereich die Chancen gleichmäßig verteilt werden. jg



Samstag, 6. März 2021

Beeds School



Baubeginn für die Beeds School im Delta

Das Leben auf dem Land, vier Stunden südlich von Yangon, scheint unberührt von den Auseinandersetzungen in der Stadt. Vor ein paar Tagen wurde mit dem Bau der Beeds School begonnen. Die Dorfbewohner haben ihren Eigenanteil gesammelt - von den Seeds Gästen und  Karin & Jörg aus Hamburg kommt unser Anteil. Zu Ostern wird das Gebäude fertig sein. Bleibt nur noch die Frage offen, wann der Schulbetrieb wieder starten kann. Wir werden berichten…jg


Freitag, 5. März 2021

So helfen wir betroffenen Familien



Vorgestern wurden 38 Menschen erschossen, die an friedlichen Demonstrationen teilgenommen haben. Manche Familie hat nicht nur den Vater und Sohn verloren, sondern auch ihren Ernährer. Das Leid der Familien können wir nicht lindern, aber den betroffenen Familien wollen wir helfen, finanziell zu überleben. Gerade sind wir dabei zu klären, wie wir in Kontakt kommen, damit unsere Hilfe direkt zu den betroffenen Familien fließen kann. Für die Klärung brauchen wir noch etwas, es sind gerade schwierige Zeiten. Unser Glück ist, dass wir mit Capt. Wilk und Ko Naing verlässliche Menschen vor Ort haben, die unser Geld zuverlässig zu den richtigen Familien bringen werden. In der direkten Nachbarschaft von Ko Naing sind mehrere Familien betroffen. Wer diese Menschen unterstützen möchte, kann auf unserer Spendenseite unter "Nothilfe Myanmar" Geld überweisen. Wir versprechen, dass jede Spende zu 100 Prozent direkt zu den betroffenen Familien kommt. jg

So helfen wir mit Reis


In den letzten drei Monaten haben wir bereits vier* Hilfsaktionen für die Ärmsten durchgeführt , Aktion 5 und 6 sind aktuell in Planung und werden wir durchführt, sobald sich die Situation etwas beruhigt hat. Bei diesen Reisaktionen verschenken wir einen Sack Reis + eine Flasche Öl an eintausend Familien, die kein eigenes Land und kein Einkommen haben. Das sind zum Beispiel die Textilarbeiter in Yangon, deren Fabriken seit Monaten geschlossen sind, jetzt auch zunehmend Menschen, die wegen CDM kein Gehalt bekommen. .Eine Reisaktion kostet 5000 Euro. Jede Spende wird zu 100 Prozent für den Einkauf von Reis und Öl verwandt. Die ganze Logistik und die Verteilung erfolgt über freiwillige Helfer. In Yangon wird das von Naing und Capt. Wilk organisiert - in Bagan hat Min Min das mit Helfern von der Feuerwehr zu den Menschen gebracht. Weil es im Augenblick schwierig ist, das hier gesammelte Geld nach Myanmar zu überweisen, werden wir die beiden nächsten Reisaktionen aus unserem beiden Maintenace Fonds vorfinanzieren. Das Geld wird zurückgeführt, sobald wir wieder überweisen können. Fast jeden Tag haben wir mit unseren Studenten Kontakt, die seit einem Jahr zu Hause sind, bei ihren Familien in den Dörfern. Man könnte fast sagen das Leben auf dem Land geht seinen ungestörten Gang, losgelöst von den Entwicklungen in den Städten. Die Dorfbewohner haben zu essen, weil sie ein Stück Land haben, oder jemanden in der Familie haben, der ein Stück Land hat. Die Menschen sind sehr solidarisch und helfen einander. Das ist auf dem Land einfacher, als in der Stadt. DEs sieht so aus, als wenn wir an unseren Schulen und Dörfern derzeit nicht helfen müssen. jg

Donnerstag, 4. März 2021

Ein schwarzer Tag


Bericht der Tagesschau von heute

Soldaten machen vor nichts mehr halt Menschen rannten panisch vor heran stürmenden Militär davon, Tränengas Schwaden zogen durch die Straßen Yangons, Schüsse fielen. 38 Tote an einem einzigen Tag zählten UN Beobachter. Damit stieg die Zahl der Opfer auf insgesamt 59. Mindestens, denn viele Schwerverletzte schweben nach wie vor in Lebensgefahr, von Schüssen im Kopf und Bauch getroffen. „Ich kann diese Gewalt nicht länger ertragen.." meldete die Mitarbeiterin des ARD Studios aus Yangon. "Um ehrlich zu sein, ich fühle mich hoffnungslos seit gestern. Ich habe gesehen, wie Soldaten Sanitäter daran gehindert haben, sich um Verletzte zu kümmern. Sie sind in ein Krankenhaus eingedrungen und haben Personal verprügelt. Ich fürchte, sie sind an einem Punkt, wo sie alles tun, um ihre Macht zu erhalten. Sie haben die Angst in die Herzen und Köpfe der Menschen gepflanzt und es wird schlimmer und schlimmer."

Montag, 1. März 2021

Kein fine dining today

 Foto

Lucia und Felix berichten aus Yangon

Am liebsten würden sie Gäste bewirten, das ist ihr Leben. Erst kam Corona, dann kam die politische Unsicherheit. Jetzt fallen Schüsse in Yangon. Von Tag zu Tag muss das Leben neu geplant werden. Die Miete muss bezahlt werden, 50 Mitarbeiter wollen arbeiten und am Monatsende ihren Lohn haben. Kurzarbeitergeld und staatlich Hilfen für die Gastronomie gibt es nicht. Keiner weiß in diesen Tagen, wie es weitergeht….

Bitte entschuldigt, dass wir gestern nicht dabei waren. Die Ausschreitungen waren enorm in Yangon gestern am Sonntag und wir hörten den ganzen Nachmittag Schüsse vom Lake Deck aus. Natürlich haben samt und sonders alle Gäste annulliert. Wir müssen unseren Emergency Plan heute wieder anpassen, falls die Ausgangssperre wie in Mandalay in Yangon auch um 6 Uhr obligatorisch wird, muss bereits in Szenario vorliegen. Wir bleiben dran. Alles Liebe aus Yangon, Lucia und Felix 

Sonntag, 28. Februar 2021

Zahltag in Myanmar

Myanmars Banken schließen die Pforten

Am Freitag waren die Löhne fällig. Die Menschen zweifeln an der Stabilität des Finanzsystems, und vor den Banken bilden sich Schlangen. Die Arbeitsniederlegungen der Menschen lähmt die Wirtschaft. Immer mehr Menschen scheinen zu denken "lieber bricht alles zusammen, als dass sich das Militär wieder einnistet", sagt ein europäischer Manager, der das Land gerade verlassen hat. Nachdem Warnungen aufkamen, die Generäle bemächtigten sich der Auslandsreserven Myanmars, welche auch auf Konten Singapurer Banken lägen, rief die Notenbank des südostasiatischen Finanzplatzes ihre Institute zur Vorsicht auf: Die Monetary Authority of Singapore warnte vor „Transaktionen, die Risiken für die Institutionen darstellen", und vor Geschäftsverbindungen zu „Firmen und Individuen, die von ausländischen Systemen mit Sanktionen belegt sind". Die Amerikaner haben inzwischen Anlagen von Militärs im Gesamtwert von rund einer Milliarde Dollar eingefroren. Finanzsystem des Landes treibt nach dem Putsch auf den Kollaps zu. Öl wird nicht mehr eingeführt. Singapurs Notenbank warnt. Ein Bericht der FAZ von unserem Freund Christoph Hein aus Singapur. Noch wird unsere Arbeit wird durch diese Entwicklung nicht beeinträchtigt. Alle Studenten haben ihre Februar Überweisung erhalten.jg

Samstag, 27. Februar 2021

Netzwerke pflegen


Ruhig weitersagen...

Heute war ich bei einer Lions Diskussionsrunde. Da ging es um die Frage, wie man einen Freundeskreis pflegt und erweitert. Diese Frage dürfen wir uns natürlich auch in der Stiftung stellen. Christiane, Klaus und Tom haben eine einfache Lösung dafür gefunden: sie erzählen ihren Freunden von der Stiftunglife - von den Themen, den Projekten und den netten Menschen. Wenn ihr das auch machen wollt, stellen wir gerne ein paar kleine MUT Büchlein zur Verfügung. Neue Menschen beleben jeden Freundeskreis, besonders wenn sie interessiert und jung (geblieben) sind.


Dienstag, 23. Februar 2021

Letter to Leslie


The end of the story

Mit diesem wunderbaren Brief an Leslie gehen zwei Kapitel zu Ende. Zum einen ist es das Ende unseres Engagements auf den Philippinen – zum anderen ist es das großartige Engagement von Dr. Thomas Oursin, das damit zu Ende geht - mit 92 Jahren darf man sich langsam zur Ruhe setzen. Freundschaftlich verbunden bleibt uns Thomas – und auch zu den Philippinen werden wir über soziale Medien weiter Kontakt haben. Besonders zu erwähnen ist eine Stiftunglife Alumni Gruppe, die aktiv junge und hilfsbedürftige Menschen unterstützt. Eine unserer ersten Studentinnen, Angelica Mata, hat als "Zero Waste Filipina" viele Menschen inspiriert. Auch unsere burmesischen Studenten waren beeindruckt, als wir Angelica vor zwei Jahren in Yangon und Mandalay zu Gast hatten bei unserem Summercamp. Let's stay in contact. jg


Montag, 22. Februar 2021

Täglich um 10.30 Uhr



Was können wir tun?

Natürlich hören wir oft die Frage, was wir in diesen Tagen für die Menschen in Myanmar tun können. Auch wenn wir nur Zuschauer sind, kann das eine Hilfe sein - es kommt darauf an, wohin wir schauen. Während die meisten Menschen sich mit den Bilder der Tagesschau begnügen müssen, haben wir jeden Tag um 10.30 Uhr einen direkten Draht zu den Menschen: Meet and Greet online.  Das Englisch conversation Training unserer Studenten ist zum Sprachrohr einer jungen Generation geworden. Pharmazie student Pyae Pyae Aung, unten rechts, war heute 6 Stunden auf den Strassen von Yangon unterwegs, um für Frieden und Freiheit zu demonstrieren. Studentin Nu Wai Zin, oben rechts war heute mit den Booten auf den Inle See unterwegs. Studentin Pyo Zin Oo, unten links, war heute in Bagan/Nyang Oo auf der Strasse unterwegs, zusammen mit ihrer kleinen Schwester. Diese Stimmen wollen gehört werden und jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen. Täglich um 10.30 Uhr. jg

Blick auf den Inle See


Was auf den ersten Blick wie eine kunstvolle Grafik aussieht, ist ein Blick auf den Inle See von oben. So viele Boote sind in diesen Tagen bei den Demonstrationen auf dem Inle See unterwegs, dass an manchen Stellen kaum noch das Wasser zu sehen ist. Heute sind wieder mehrere Hunderttausend Menschen in Myanmar unterwegs, um für Demokratie und Meinungsfreiheit zu demonstrieren. „in dieser Woche werden wir gewinnen oder verlieren" sagen die Demonstranten. Wir können nur zuschauen und hoffen, dass es von beiden Seiten friedlich bleibt. Aktuelle Informationen bekommen wir von unseren Studenten bei unseren Meet & Greet Online. Wer dabei sein möchte, bekommt hier den Link: info@stiftunglife.de

Samstag, 20. Februar 2021


Natürlich geben wir uns Mühe, unsere Projekte besser zu machen - aber das ist gar nicht so einfach, wenn man von den eigenen Dingen begeistert ist. Dafür braucht man Kritik von außen. Am kommenden Sonntag laden wir kluge Köpfe dazu ein: Freunde, Wegbegleiter, Spender und Wettbewerber. Jede Anregung wird aufgenommen und geprüft. Versprochen! Es dürfte eine spannende Runde werden. Wir berichten. jg

Donnerstag, 18. Februar 2021

SolarWasser



Die eierlegende Wollmilchsau

Solaranlagen funktionieren einfach, wenn die Sonne scheint produzieren sie Strom. Am besten ist es, wenn der Strom direkt verbraucht wird, dann muss man ihn nicht in Batterien speichern. So wie hier auf dem Bild: mit dem Strom der Solaranlage wird Trinkwasser tagsüber aus 200 Metern Tiefe hochgepumpt, direkt in den Wasserturm. Das einzige, was Solaranlagen nicht mögen, ist Staub. Wenn sich eine Staubschicht auf die Solarzellen gelegt hat, sinkt die Leistungskurve. Deshalb ist das regelmäßige Reinigen der Solarzellen wichtig. Manchmal erledigt das ein Regenschauer, aber Regentropfen sind selten in Bagan. Viel Sonnenschein ist die ideale Voraussetzung für unsere Anlagen. Im Bild zeigt eine von 22 Solaranlagen in und um Bagan. Eine Anlage kostet 10.000 Euro. Mit jeder Anlage werden 2.000 bis 3.000 Liter Diesel pro Jahr eingespart. Weil die Dorfbewohner viel Geld sparen (sie müssen kaum noch Diesel kaufen) sparen sie jedes Jahr zweitausend Euro. Über zehn Jahre gerechnet verdoppelt sich damit die 10.000 Euro Spende. Das freut die Dorfbewohner und uns freut der Klimabeitrag: jede Anlage kompensiert rund 10 to CO2 pro Jahr. jg

Dienstag, 16. Februar 2021

Unruhige Zeiten


Erst machte Corona das Reisen unmöglich....

....nun kommen die politischen Unruhen dazu. Die Lage ist unübersichtlich. Im Augenblick ist nicht abzusehen, wann wir wieder in das goldene Land reisen können. Unsere Arbeit in Myanmar in Myanmar geht weiter: Khin, Khu Khu, Min Min und Naing arbeiten umsichtig und engagiert weiter. Gerade in diesen Tagen wird ein neuer Schulbau in Delta fertig gestellt. Hoffen wir, dass sich die Lage bis zum Herbst soweit stabilisiert hat, dass die Menschen wieder in Frieden leben und wir wieder reisen können. Dann wollen wir die Busch School mit Freunden und mit Freude eröffnen. jg




Die einen haben zu viel - die anderen zu wenig

LEDs sind in den vergangenen Jahren immer billiger geworden. Die Nachfolger der Glühbirne verbrauchen so wenig Energie, dass der Stromverbrauch kaum noch ins Gewicht fällt. In Vorgärten und Fenstern blickt es, nicht nur zur Weihnachtszeit.  Hell ausgeleuchtete Schaufenstern strahlen in die menschenleere Nacht. Vögel und Insekten leiden unter all dem Licht, manchmal auch der Mensch. Wir könnten sparsamer sein und die Erleuchtung gleichmäßig verteilen, Sauberes Licht verschenken. Unsere Solarlampen sind preiswert geworden: 10 Euro kosten die kleinen Wunderwerke, die wir zu den Menschen bringen. Ein paar tausend Hütten in Myanmar haben wir damit schon zum Leuchten gebracht. Gut für die Umwelt und gut für die Menschen. jg


Freitag, 12. Februar 2021

Gerade jetzt



Besonders, wenn es schwierig ist, muss man im Gespräch bleiben. Auch wenn das nich ganz einfach ist in Corona Zeiten - deshalb kommen wir per Video ins Wohnzimmer. Einfach hier klicken info@stiftunglife.de um einen Besuchstermin zu vereinbaren - oder unsere Sonntagsrunde besuchen. Jeden Sonntag um 12 Uhr treffen sich die Freunde der Stiftung zu wechselnden Themen. Jan und Jürgen moderieren. 

Für unsere Freunde in Myanmar hat Khu Khu schon seit längerer Zeit eine tägliche Talkrunde eingerichtet. In diesen unsicheren Zeiten ist diese Verbindung besonders wichtig. Mit der Teilnahme an den Treffen zeigen wir unseren Freunden, dass wir an ihrem Leben und ihren Sorgen Teil haben: täglich um 10.30 Uhr deutscher Zeit. Den Link zur Teilnahme gibt es hier info@stiftunglife.de

Donnerstag, 11. Februar 2021

Heute vor 7 Jahren

  

Schiffstaufe Swimming Doctors 2

Das wunderbare Gefühl des Aufbruchs war dabei, als wir heute vor sieben Jahren die Swimming Doctors 2 getauft haben. Alle waren glücklich aufgeregt. „Ich habe das noch nie gemacht…" verriet mir Frau Schadt, bevor sie die Flasche in die Hand nahm. Damit hatten wir die gleiche Voraussetzung. Ein paar Monate später ging das Schiff auf seine erste Fahrt ins Delta. Möglich wurde der Neubau durch die Spende von Karin und Jörg, die von der Arbeit der Swimming Doctors 1 beeindruckt waren. Der alte Reisfrachter wurde inzwischen außer Dienst gestellt.  Swimming Doctors 2 war bis heute in 70 Einsätze unterwegs (seit drei Jahren in der operativen Führung durch die Artemed Klinikgruppe)  Mehr als 100.000 Patientenbehandlungen wurden bis heute dokumentiert. Seit vier Jahren ist ein weiterer Neubau als Swimming Doctors 3 unterwegs, geführt von unserem Ärzteteam um Pro. Wolf Mutschler. Diese Arbeit werden wir weiterführen, unabhängig von politischen Unsicherheiten, soweit das für uns möglich ist. jg

Mittwoch, 10. Februar 2021

On the way



Auch in diesen Tagen im Einsatz

Während die Menschen in Yangon und Mandalay auf die Strasse gehen, läuft das Leben abseits der großen Städte weiter. Die Tiere müssen gefüttert und die Felder bestellt werden - und die Swimming Doctors sind nach Fahrplan im Delta unterwegs. Trotz politischer Unruhen, trotz Corona - steht die Versorgung der Patienten auch in der 48. Mission an erster Stelle. Ein großes Dankeschön von Freunden und Spendern an das ganze Swimming Doctors Team, an Kapitän und Seeleute, an Schwestern und Ärzte. Sie kümmern sich in schwierigen Zeiten um die Menschen, die ihre Hilfe brauchen - während viele Mitarbeiter in staatlichen Krankenhäusern die Arbeit aus Protest niedergelegt haben. Auch das ist verständlich - solange man nicht ernsthaft krank ist. jg

Montag, 8. Februar 2021

Bericht aus Yangon

Montag, Kreuzung Ledan Center auf halbem Weg vom Flughafen in die Innenstadt

Dear friends, since the military seized the power, they stopped the Television channels except their own channel and the internet too. But in the afternoon they reopen the internet connection and TV channels again. On this Saturday, they stopped the internet connection again for two days. So I just received your mail this morning. How everything with you? As for me, I am fine with my family in the orphanage. As you know, the situation in my country is facing a challenging situation; it has some impact to me and my friends. At the moment, as the whole country is doing CDM (Civil Disobedience Moment); various industries are not working well and generate like normal. Now, most of Myanmar people around the country are doing demonstration on the roads, from online and from home. As the Covid-19 is still active, I worry about the third wave going to be out of control. Because there is no social-distancing and some people are not wearing masks. I hope they will be able to control the third wave not to be extremely. As our democratically elected leader has been disposed, everybody is feeling upset. I hope everything will be end sooner and the military and the elected government going to have a perfect placating. Because everyone craves for the truth and democracy platform for our country. I am also praying every day, may my country be in normal situations again. Let's me stop my letter here as I have to prepare some lesson for the kids. Your student NN

Sonntag, 7. Februar 2021

Wir sind neutral


Die UNO hat den 12. Dezember zum Internationalen Tag der Neutralität erklärt. 
In einer Resolution heißt es, dass Neutralität zur Stärkung des Weltfriedens beitragen kann. 

Bis zum 12. Dezember ist es noch lange hin und der Weltfrieden ist eine große Sache. Uns geht es nur um eine Aussage zu den aktuellen Geschehnissen in Myanmar. Unabhängig von persönlichen Meinungen sind wir als Stiftung zur Neutralität verpflichtet, so wie es in unserer Satzung festgeschrieben ist. Wir helfen Bildung, Gesundheit und das Klima zu verbessern, wo das gewünscht ist. Immer in direkter Zusammenarbeit mit den Menschen in den Dörfern. In diesem Engagement wurden wir in den vergangenen 15 Jahren von Politik und Behörden weder gefördert, noch behindert. Wir sind ganz zuversichtlich, dass das so bleibt und wir unsere Arbeit unverändert weiterführen können. jg

Samstag, 6. Februar 2021

Summercamp 2021


Augen öffnen, Diskutieren und über den Tellerrand schauen

Es war eine offene Atmosphäre, als wir uns vor zwei Jahren zu unserem ersten Summercamp in Yangon trafen.  Jan, links im Bild, hatte dieses Treffen für unser Studenten organisiert. Ein Woche an drei Standorten mit 100 Teilnehmern und vielen Impulsen. Die Freiheit schien selbstverständlich und an Corona hat noch keiner gedacht. So schnell ändern sich die Zeiten. Das Summercamp 2021 war für dieses Wochenende online geplant. Es kann nicht stattfinden, weil das Internet heute Morgen in Myanmar abgeschaltet wurde. Dabei gäbe es so viel zu besprechen, wenn man in diesen Tagen über den Tellerrand schaut. jg

Mittwoch, 3. Februar 2021



Wenn man die Sprache spricht, ist man angekommen

Soweit, dass wir die Sprache sprechen, sind wir noch nicht - aber einen guten Schritt sind wir weiter gekommen: dank einer burmesischen Übersetzerin gibt es den Swimming Doctors Newsletter nun auch auf Burmesisch. Ein schönes Gefühl für uns, weil wir damit unserem Team an Bord und den Freunden im Land ein Stück näher kommen. Gerade in dieser Zeit sind solche Zeichen wichtig. jg

Montag, 1. Februar 2021

Putsch in Myanmar


Regierungschefin festgesetzt 
Seit Tagen gab es Spekulationen über einen möglichen Militärputsch in Myanmar – nun patrouillieren Soldaten in den Straßen der Hauptstadt. Die frühere Freiheitsikone Aung San Suu Kyi und mehrere ihrer Mitstreiter wurden festgesetzt. Der Vorwurf der Militärs lautet: Wahlbetrug. Die internationalen Wahlbeobachter hatten im November den fairen und korrekten Ablauf der Wahlen bestätigt. Man kann es auf den einfachen Nenner bringen: die Menschen lieben Aung San Suu Kyi und das gefällt dem Militär nicht. Hoffen wir, dass alles ruhig bleibt im Land….

Welche Folgen hat der Putsch für unsere Arbeit?
Das Wichtigste vorab: unseren Mitarbeitern geht es gut. In den nächsten Tagen werden wir sehen, ob die politischen Veränderungen Auswirkungen auf unsere Arbeit haben. Karlheinz Böhm hat einmal gesagt „Ich helfe Menschen, die unter einfachsten Bedingungen leben müssen. Grundbedürfnisse des Lebens sind unabhängig von der Frage, welcher Politiker an der Macht ist." Ob wir uns dieser Meinung anschließen, das werden wir in den kommenden Tagen mit den burmesischen Mitarbeitern und Freunden der Stiftung diskutieren. Wir werden berichten. jg