Stiftunglife

Donnerstag, 30. März 2017

Armut in Deutschland


Jeden Morgen komme ich an ihm vorbei, wenn ich zum Sport gehe. Ein ganzes Leben eingepackt in ein paar Plastiktüten. Auch in einer reichen Stadt wie München gibt es arme Menschen - und ganz arme Menschen. Manche sind vielleicht selber Schuld, manche hatten Pech, andere schwere Schicksalsschläge - wer von uns will das schon beurteilen. Lasst uns froh sein, dass wir heute Nacht im eigenen Bett schlafen konnten, lasst uns froh sein, dass es uns gut geht. Ein Grund mehr, ein neues Fahrzeug für die Tafel in München auf den Weg bringen - oder in einer anderen Stadt. Es gibt viele arme Menschen in Deutschland. Nicht immer so sichtbar wie hier. Die Tafel hilft diesen Menschen ganz direkt mit Lebensmittelspenden - und wir helfen den Tafeln. Roland setzt sich bei seinen Lionsfreunden jeden Tag dafür ein. Das nächste Ziel hat er fest im Auge: das 444. Fahrzeug für die Tafel. Ende des Jahres könnte es klappen/jg

Mittwoch, 29. März 2017

Was macht eigentlich Manuel?


Prof. Dr. Dr. Manuel René Theisen steht gerade in Singapore vor der Kamera und kommentiert die heute stattfindende AUDI Aufsichtsratssitzung für das Heute-Journal. Er ist emeritierter Universitätsprofessor für BWL an der LMU München, wo er bis Herbst 2010 den Lehrstuhl für Allgemeine BWL, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Steuerrecht innehatte - und er ist Herausgeber einer kleinen feinen Zeitschrift "Der Aufsichtsrat". Manuel ist einer der bekanntesten Corporate Governance-Experten in Deutschland. In unserem Team ist er zusammen mit Martin für das Projekt in Südafrika „Little Lambs" verantwortlich. Den Winter verbringen die beiden gerne in Kapstadt. Martin und Manuel haben in Myanmar eine Schule gespendet, erst vor Kurzem haben wir sie gemeinsam besucht. Wie es scheint (siehe Foto), ist Manuel noch mit leichtem Sommergepäck unterwegs Zu sehen gibt es ihn heute Abend um 21.45 Uhr im ZDF im Heute-Journal/sf

Die Erleuchtung

Donald Trump macht Ernst mit dem Rückzug aus dem Klimaschutz: per Dekret lockert der amerikanische Präsident die Auflagen für Kohlekraftwerke. Für uns ist das ein guter Grund mehr, etwas für den Klimaschutz zu tun. Jede Solarlampe, die wir nach Myanmar bringen, ersetzt über die Laufzeit rund ein Barrel Öl. Das ist gut für die Menschen in den Dörfern und das ist gut für die Welt, in der unsere Kinder leben möchten. Viele kleine Lampen bringen die Erleuchtung - wir schicken auch gerne einige ins Weiße Haus/jg

Dienstag, 28. März 2017

Glücklich

Fünf "Happiness Reports" hat die UNO in den letzten zehn Jahren veröffentlicht. Jedes Mal belegten die Schweizer einen der Spitzenplätze. Sucht man nach Gemeinsamkeiten bei den Spitzenreitern, fallen zwei Faktoren auf: die Länder sind klein und sie gehören zum Club der reichen Länder. Wer wohlhabend ist und glücklich, gibt gerne. Das gilt sicher nicht für alle Menschen, aber es gilt für die "Friends an Family" der Stiftunglife. Ganz gleich, ob sie in Deutschland leben, in Belgien, oder in der Schweiz. Ein großes Dankeschön an Euch alle, schön dass es Euch gibt/jürgen

Richtfest

Ein Bauwerk hat, wie das Leben, verschiedene Abschnitte. Wenn Richtfest gefeiert wird, dann sind die Grundlagen gelegt, ist schon ein gutes Stück des Wegs geschafft. So gesehen könnte Dieter in diesem Sommer Richtfest feiern, wenn er sein Büro an seinen Nachfolger übergibt. Für ihn beginnt dann ein neuer Lebensabschnitt. Alte und neue Aufgaben warten in den Bergen und im fernen Myanmar auf ihn. Heute haben wir uns in Zürich in seinem Büro getroffen. Die nette kleine Runde der Schweizer Stiftungsfreunde. Schön war's, wir haben viel geredet, gut gegessen und getrunken. Danke, lieber Dieter, schön dass Du bei uns bist/jg

Montag, 27. März 2017

November Girl


Noch eine oder zwei Klausuren, dann die Prüfung, dann ist es geschafft. Mehr als 95 % aller deutschen Schüler, die in den nächsten Wochen an den Abiprüfungen teilnehmen, werden diese auch bestehen (in Myanmar haben im letzten Jahr 33 % das vergleichbare Matrix Exam bestanden). Dann lockt die große Freiheit: junge Erwachsene lassen Schule und Elternhaus für ein paar Monate hinter sich, um die Welt zu erkunden. Am liebsten in Verbindung mit einer sinnvollen Aufgabe. Unser "Meet and Greet" in Myanmar entspricht diesem Wunsch nach Freiheit und Abenteuer. Jede Reise wird von Khu Khu begleitet, jede Reiseroute wird zu Beginn individuell abgesprochen. Abseits der Touristenwege treffen sich Deutsche und Burmesen, gleichaltrig, um sich über Studium und Kultur auszutauschen, über Liebe, Leben und die Zukunft. Ein kultureller Austausch als Gewinn für beide Seiten. Die deutschen Teilnehmer sollten 18 Jahre alt sein und ihr bestandenes Abi in der Tasche haben. Wer Zeit und Lust hat: den November haben wir noch frei. Weitere Infos gibt es von Annette: annette@stiftunglife.de

Sonntag, 26. März 2017

Was macht eigentlich Jochen?

Eigentlich könnte Jochen sich entspannt zurücklehnen. Seine Firma mit der Wolke hat er verkauft. Ein Glück, dass wir im letzten Jahr noch die Gelegenheit hatten, sein Rechenzentrum in Straßburg zu besichtigen. Jochen könnte sich in den Liegestuhl legen, seinen Garten pflegen, Frau und Kinder erfreuen. Oder sich im Kölner Karneval engagieren. Statt dessen hat er eine neue Firma gekauft. Natürlich wieder etwas im Bereich der Bits and Bites. Jochen ist mit seinen Projekten in der Zukunft unterwegs, gestaltet ein Stück von der digitalen Welt, in der wir Morgen leben werden. Oder schon heute? Gestern Abend hat mir eine junge Frau erzählt, dass sie kein Smartphone hat. Fühlt sich einen Moment komisch an, aber sie schien damit ganz glücklich zu sein...

Wie es zu dieser Schule kam

„Wenn man auf dem Kreuzfahrtschiff eine Seekarte versteigert, um damit eine Schule zu bauen, dann klappt das immer am besten und alle Hände gehen hoch", erzählte mir Jürgen vor einigen Jahren als wir noch mit Hapag-Lloyd zusammenarbeiteten. Ich muss ihm da aus eigener Erfahrung Recht geben. Immer wenn ich von unseren Projekten der Stiftung erzähle, begeistert diese Idee die Leute am meisten. Bildung ist Zukunft. Eine Schule bringt einen Nutzen für viele Jahre. Man kann eine Schule anfassen und besuchen. Eine solche Spende bringt Renommee, wenn man seinen Freunden darüber erzählt. Eine Vielzahl von positiven Assoziationen wird damit verbunden und begeistert die Leute. Kurz gesagt, eine Spende für eine Schule lässt sich einfach „verkaufen". Diese Erfahrung machte ich auch wieder während meiner letzten Reise nach Myanmar, als ich unterwegs war, um die Amelie Schule einzuweihen. Da man mittlerweile ja auch in Myanmar per Handy erreichbar ist, wurde ich von einem Geschäftspartner gefragt, wo ich denn gerade sei. Als ich ihm dann von der Eröffnung meiner Schule und den Projekten der Stiftung erzählte, war dieser so begeistert, dass er sofort auch eine Schule „haben wollte". Und daher dürfen wir uns nun alle auf einen weiteren Schulbau in diesem Jahr freuen. Die „Acronis" Schule/Jochen

Samstag, 25. März 2017

Kids Club


Fünfundzwanzig Jahre ist es her, dass Benetton mit diesem Bild Werbung gemacht - und ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt hat. Das Bild ist noch immer großartig, das Thema ist noch immer aktuell. Wir lieben und respektieren Kinder aller Hautfarben. Leider kann man nicht allen Bedürftigen helfen, aber für ein paar benachteiligte Kinder können wir etwas tun. Deshalb unterstützen wir Kindergärten, Waisenhäuser und Projekte in Kapstadt, Yangon und in Deutschland. Für Menschen, die dieses Engagement jährlich mit 1.000 Euro unterstützen, vermitteln wir auch gerne eine direkte Patenschaft zu einzelnen Kindern/jg

Freitag, 24. März 2017

Was macht eigentlich Lasab?

Lasab strahlt - nicht nur hier auf dem Foto. Mit ihrer freundlichen Art hat sie sich viele Freunde geschaffen in der Welt hier und in ihrer äthiopischen Welt. Christiane und Angelika hatten Gelegenheit, Lasab in Addis zu sehen und ein bisschen Zeit mit ihr zu verbringen. Sie ist jetzt 16 und interessiert sich für alles, was um sie herum passiert. Ich kenne nicht viele Menschen, die sich so sicher und anpassungsfähig durch die verschiedenen Welten bewegen, wie Lasab. Ihr Halbjahres Schulzeugnis für die 8. Klasse ist ganz gut ausgefallen. Die Osterferien stehen vor der Tür, sie wird wieder die Eltern und ihre vier Geschwister besuchen. Die Reise ins Heimatdorf, in das karge Leben von früher, dauert einen halben Tag - es ist eine Zeitreise in eine andere Welt. Im Sommer wird Lasab dann wieder nach Deutschland kommen. Es gibt viele Menschen, die sich jetzt schon darauf freuen/jg

Donnerstag, 23. März 2017

Starkes Team für Äthiopien



Drei Augenärztinnen - hier im Bild zusammen mit Angelika - ein Anästhesist und zwei Juristen aus Deutschland auf dem Weg nach Addis Abeba. Wir wollen vor allem die medizinische Situation in der Augenklinik von Signum Vitae durchleuchten. Jetzt kehren wir mit sehr guten Perspektiven und um einige Erfahrungen reicher zurück nach Deutschland. Wir sind optimistisch, dass die angestrebte Zahl von 30 Cataractoperationen pro Monat erreicht werden kann. Im nächsten Jahr werden zwei deutsche Augenärztinnen die beiden äthiopischen Ärzte vor Ort für ein paar Wochen unterstützen. Viel gelernt haben wir bei unserem kurzen Aufenthalt in Äthiopien: Die Technik bei Cataractoperationen ist in Äthiopien fast genauso gut wie die in Deutschland – wir waren sehr positiv überrascht. Auch mit den einfachsten Mitteln kann ein Gesichtsfeldmessgerät repariert werden, das über Jahre nicht funktionierte ( Kontaktspray aus dem PKW und die MagicFingers eines deutschen Anästhesisten).

Wenn man nach Äthiopien reist, wird man bei der Einreise 7 Jahre jünger, denn es gilt eine andere Zeitrechnung. Die 22jährige Schweizer Praktikantin in der Brillenmanufaktur musste als Geburtsjahr in ihrem äthiopischen Führerschein 1986 angeben, denn sonst wäre sie für äthiopische Zeitrechnung viel zu jung für den Führerschein gewesen). In der 55-tägigen Fastenzeit bis Ostern darf erst ab 15.00h gegessen und getrunken werden – es gibt aber auch Ausnahmen davon, wenn vegetarisches Essen auf den Teller kommt. Und dazu waren alle Mitarbeiter von Signum Vitae von uns eingeladen und sie bedanken sich auf das Herzlichste dafür: Amasegenallo!

Wie schafft der äthiopische 26-fache Weltrekordinhaber und mehrfache Marathongewinner Haile Gebrselassie es, hier in Addis ohne Staublunge zu trainieren? Die zwei durchaus erfolgreichen Marathonläufer aus unserer Reisegruppe haben es nur knapp geschafft, morgens um 7.00h bei noch nicht so hoher Luftverschmutzung ihr Pensum zu laufen.... König Salomon, der Vater des ersten äthiopischen Herrschers Menelik I  schlief mit offenen Augen und konnte mit geschlossenen Augen sehen. Daher entdeckte er, dass Königin Saba, die Mutter des Menelik I, nachts verbotenerweise das Wasser aus dem Krug neben seinem Bett trank. Schon damals war das Wasser eines der wertvollsten Dinge für alles Lebendige. Insbesondere in Äthiopien gibt es immer wieder große Hungersnöte wegen fehlenden Wassers – gestern war der Tag des Wassers! Wer nicht reist, wird immer glauben, dass seine Mutter die beste Köchin ist, lautet ein afrikanisches Sprichwort.  Wir sind nun gereist und haben u.a. die äthiopische Küche kennengelernt ( wer schon einmal dort war, kennt bestimmt Injera, die gegorenen Teigfladen) und kehren voller positiver Eindrücke wieder zurück und wir sind überzeugt, dass das Projekt „2sehen" sich weiter positiv entwickeln wird/ab

Mittwoch, 22. März 2017

Welt Wassertag



Sicheres, sauberes Trinkwasser gilt unter Experten als das kostbarste Gut der Zukunft. Angesichts von 71 Prozent Erdoberfläche, die von Wasser bedeckt sind, klingt das ziemlich übertrieben. Doch mit einem Süßwasseranteil von rund 2,5 Prozent, der zu etwa 70 Prozent als Eis auf Gletschern oder an den Polkappen gebunden ist, relativiert sich diese Zahl wieder.

Im Endeffekt bleiben also nur 0,75 Prozent des weltweit vorhandenen Wassers als potenzielles Trinkwasser über – und dieses ist noch dazu sehr ungleich verteilt. Deutschland, Österreich und die Schweiz zählen zu den „Wasserhochburgen" der Erde, hier sorgen Niederschläge für entsprechenden Ausgleich zu Nutzung und Verdunstung von Süßwasser.

Das Trinkwasser kommt bei uns aus dem Wasserhahn, ein Privileg, das wir zu schätzen wissen sollten. Denn in vielen Trockengebieten der Erde sind lange Fußmärsche notwendig, um das täglich benötigte Wasser zu beschaffen. Wasser zu haben bedeutet noch nicht Trinkwasser zu haben. Gerade bekomme ich eine Mail von Min Min: er hat heute zehn PAUL Wasserfilter in Yangon abgeholt, die in den nächsten Tagen an unsere Schulen gebracht werden/jg

Kampf ums Toilettenpapier


Seit zehn Jahren gibt es Papier in Pekings öffentlichen Toiletten. Damit wurde die uralte Regel außer Kraft gesetzt, nach der jeder Pekinger und jeder Tourist stets sein eigenes Papier am Leibe zu tragen hatte. Indem diese Neuerung ein Problem löste, entstand ein Neues: das Papier wird ständig geklaut. "Noch immer mangelt es einigen Leuten an Papierbenutzungsmanieren" schrieb die Volkszeitung am Montag. Die Stadtverwaltung testet derzeit Automaten zur Ausgabe von 60 cm Toilettenpapier pro Person. Die Automaten stehen im Toiletten Vorraum und sind kamaraüberwacht.

Die Chinesen haben ihre, wir haben unsere Probleme. Bei uns geht es nicht ums Papier - die Menschen in Myanmar benutzen kein Papier auf der Toilette. Man nimmt etwas Wasser und die linke Hand, um den Po sauber zu machen. Und dann kommt das Problem: die meisten waschen sich nicht die Hände. Wir wissen, dass es gut wäre, wenn sich die Menschen die Hände mit Seife waschen - besonders in einem Land, in dem viele Menschen mit den Händen essen. Unsere bisherigen Versuche, den Kindern an unseren Schulen das Händewaschen beizubringen, waren wenig erfolgreich. Kein Wunder, die Eltern und die Lehrer tun es auch nicht. Auch Plakate helfen nicht weiter, wir brauchen jemanden der auf die Kinder schaut: wir brauchen eine Toilettenfrau. Nach den Schulferien werden wir diesen Weg an drei Schulen ausprobieren. Auf die kamaraüberwachte Ausgabe von Toilettenpapierausgabe wollen wir vorerst verzichten/jg

Dienstag, 21. März 2017

Ausführlicher Bericht Swimming Doctors 3



Patienten kommen an Bord der Swimming Doctors - das ist immer wieder ein berührender Moment. Wenn ihr regelmässig diese Seite besucht, seid ihr über die Geschehnisse des vergangenen Jahres um und mit den „ Swimming doctors „ gut informiert worden. Dann habt ihr vielleicht Freude an den mitgesandten Bildern ,die auf unserem Februareinsatz entstanden sind und einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit an Bord vermitteln können. Für die anderen haben wir die Ereignisse in 2016 zusammengefasst. Euch allen danken wir für die vielfältige Unterstützung, ohne die unser Projekt nicht so gewachsen wäre!

Höhepunkt im zurückliegenden Jahr war zweifellos die Einweihung unseres neuen Schiffes " Swimming Doctors 3 " , ermöglicht durch eine grosszügige Spende der deutschen FUTURA-Stiftung. Der Stapellauf fand in Anwesenheit dreier Staatsminister im Oktober in Yangon, dem Heimathafen von swimming doctors , statt und wurde in der nationalen Presse anerkennend gewürdigt. Auch in Deutschland erhielten wir einige Resonanz,z.b. durch einen Artikel im Rotary-Magazin und in verschiedenen Ärztezeitschriften, wodurch die Zahl der einsatzwilligen Ärzte und Zahnärzte deutlich anstieg. "Swimming Doctors 2 " ist mittlerweile von der Artemed-Stiftung übernommen worden und wird als " River doctors " weiter im Irrawaddy- Delta unterwegs sein. Das neue Schiff ist länger und breiter, besser motorisiert ,mit mehr Solarenergie ausgestattet, bietet mehr Komfort für die Crew, mehr Schlafplätze , eine grössere Küche und erleichtert durch einen Umlauf am Hauptdeck die Arbeitsabläufe an Bord. Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sind in etwa gleich geblieben und orientieren sich an dem Spektrum der Erkrankungen und Verletzungen, das dem einer grossen Landarztpraxis in Deutschland gleicht. Hier weiterlesen...

Montag, 20. März 2017

Was für ein Glück: Frühlingsanfang

Meteorologisch hat der Frühling schon am 1. März begonnen. Heute fängt die neue Jahreszeit auch auf dem Kalender an. Exakt um 11:29 Uhr stand die Sonne genau senkrecht über dem Äquator. Das bedeutet, dass auf dem gesamten Globus eine Tag- und Nachtgleiche herrscht – überall auf der Erde gibt es 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht. Gute Aussichten Heute, am Welt Glückstag, gibt es mehr Licht und mehr Wärme. Das ist schön, reicht aber nicht zum Glücklichsein. Natürlich spielt auch das Geld eine Rolle, die durchschnittliche Lebenserwartung, die gefühlte Unterstützung aus dem sozialen Umfeld und das Vertrauen in die Regierung. Gerade wurde der diesjährige Bericht "Glücksbericht" veröffentlicht. Dafür wurden die Lebensbedingungen in 155 Länder untersucht. Die Menschen in Norwegen leben am Glücklichsten. Die Deutschen kommen auf Rang 16. Das sind gute Aussichten, mit denen wir in den Frühling gehen. Wem es jetzt hier noch nicht warm genug ist, dem empfehlen wir eine Reise in unsere Projektgebiete. In Addis haben wir heute Mittag 27 Grad, in Bagan und in Kapstadt sind es 33 Grad/jg 

Tafelfreunde

Das Foto habe ich gemacht, während mein Bruder Hannan und ich bei der Tafel in Fulda gewartet haben. Was mir aufgefallen war, dass ich dort mindestens fünf verschiedene Sprachen gehört habe. Man trifft ältere und junge Menschen, viele Frauen mit Kindern. Trotz des Unterschiedlichen Alters und der unterschiedliche Nationalitäten, haben wir Besucher der Tafel einige Gemeinsamkeiten, z.B. dass wir alle zu wenig Geld haben. Aber auch, dass wir an dem Abend was leckeres auf dem Tisch haben. Das Motto " jeder gibt was er kann " lebe ich voller Überzeugung. Mein Bruder und ich, wir versuchen auch alles zu geben, was wir können/Ahmad

Sonntag, 19. März 2017

Ein schwieriges Thema


Wenn wir an Burma denken, kommen viele schöne Bilder in den Kopf - lese ich Nachrichten aus Myanmar, dann ziehen dunkle Wolken auf. Das war schon vor zehn Jahren so, als der Westen das Land mit einem Embargo belegt hatte. Heute wird der burmesischen Regierung der unmenschlichen Umgang mit den Rohingas vorgehalten. Zwei Tage war ich im Rakhine Staat unterwegs, um eigene Eindrücke zu sammeln. Drei Millionen Menschen leben in dem nordwestlich gelegenen Bundesstaat: zwei Millionen Burmesen und eine Million Rohingas. Die Rohingas sprechen kein Burmesisch, sie haben keinen burmesischen Pass. Sie gehören nicht zu Myanmar, aber auch nicht zu Bangladesch. Von oben betrachtet ist es ein Dreieck. Links und rechts zwei Länder, in denen sie nicht willkommen sind. Die dritte Seite bildet das Meer. Manche versuchen der eingeklemmten Situation zu entkommen, indem sie die unsichere Reise übers Meer wagen, in die muslimischen Staaten Malaysia oder Indonesien. Auch dort sind sie nicht willkommen. Jeder beklagt die Situation, aber keiner hat eine Lösung....

Die Menschen, die im Rakhine Staat leben, gehören zu den Ärmsten im Land. Ich in froh, das Oliver und Khet Khet zusammen mit mir unterwegs waren. Ein anstrengende Reise, auf dem Bild ist Oliver mit vollem Körpereinsatz zu sehen. Später unterhielten uns mit den Mönchen, mit dem State Secretary und mit dem Gesundheitsminister. Es gibt Interesse für unsere Solarlampen und für das Plastik Recycling. Die ersten 2.400 Solarlampen hat Oliver vor ein paar Tagen in das schwierige Gebiet geliefert. Mal schauen, was wir noch weiter tun können/jg

Samstag, 18. März 2017

Gut, dass wir so viele Kinder haben

Nun ist es einmal mehr wissenschaftlich bewiesen ist: Kinder bereichern unser Leben. Sie halten uns jung und lassen uns länger leben. Dabei spielt es keine Rolle ob es die eigenen Kinder sind, die Enkelkinder, die Kinder aus der Nachbarschaft oder die Kleinen im fernen Myanmar. Kinder, die uns in Anspruch nehmen und mit denen wir uns beschäftigen, tun uns gut. So gesehen haben wir wieder einiges dafür getan, dass die Freunde der Stiftung jung bleiben: mit der Einweihung der Schule für SABINE, PETER and FRIENDS sind knapp zweihundert Schulkinder dazugekommen zu denen, die wir im Auge haben. Rechnet man zusammen, wie viele in unseren 55 Schulen unterrichtet werden, kommt man inzwischen auf mehr als 10.000 Kinder im Alter von 4 bis 17 Jahren. Ursula und Dieter kümmern sich zusammen mit Min Min und den Dorfbewohner darum, dass jede Schule in gutem Zustand bleibt. Sie schauen, dass die Kinder sauberes Trinkwasser bekommen - und wenn nötig, sorgen sie auch für die Erleuchtung. So viel Gutes strahlt auf uns alle zurück. Das ist ein guter Grund, weiter zu machen: bis zum Jahresende wollen wir noch weitere drei Schulbauten fertigstellen uns einweihen/jg

Freitag, 17. März 2017

Lesetipp

Auch Martin und Manuel schreiben Bücher. Die beiden haben ihre Reiseerfahrungen der letzten Jahre mit besonderem Blick auf die klassischen Kreuzfahrtschiffe aufgeschrieben. Die Schuleröffnung der Christian Schule in Myanmar kommt auch in dem Buch vor. Martin ist Architekt, Manuel ist Ökonomieprofessor. Bisher findet man in ihrer Veröffentlichungsliste vorwiegend Fachbücher. "Der Konzern" gehört zu den Standardwerken im BWL-Studium. Sicher können wir die beiden auch einmal mal für eine Lesung gewinnen/sf

Was macht eigentlich Christoph?

Wir haben ja zwei Christoph als Freunde der Stiftung - dieser hier (im Bild zusammen mit seiner Frau Sabine) lebt und arbeitet in Singapore als Asien Korrespondent der FAZ. Den halben Tag haben wir gestern miteinander verbracht: bunte inhaltsreiche Gespräche in interessanter Runde über Asien im allgemeinen und Myanmar im Besonderen. Christoph lebt seit 15 Jahren in Asien. In der Frankfurter Allgemeinen hat er über die Situation der Näherinnen in Bangladesch berichtet, über die Stellung der Frau in Indien und über "die Frau" in Myanmar. Zwei Myanmarbücher sind von ihm im Picus Verlag erschienen, beide mit einer Geschichte über unsere Arbeit. Freuen wir uns, wenn Dr. Christoph Hein im Herbst zu einer Vortragsreihe nach Deutschland kommt. Vielleicht hält er dann wieder einen Vortrag nur für uns, für die Freunde der Stiftung, dieses Mal in Hamburg. We will see. Das Foto ist aus dem gerade im Bruckmann Verlag erschienen Singapore Reiseführer/jg

Donnerstag, 16. März 2017

Ökonomie auf dem Prüfstand




Teammitglieder Manuel und Martin berichten: Schneller Szenenwechsel für uns. Vom Township-Kindergarten bei Kapstadt nach Bagan/Myanmar. Zusammen mit Sascha, Min Min und Markus,  rumpeln wir per Mini-Van durch die Umgebung von Bagan. Wir besichtigen die von der Stiftung initierte Plastikrecycling-Verarbei­tung P1 Dort wird „Alter Müll zu neuem Plastik" verarbeitet. Wir schauen uns einen potenziellen Bauplatz an und kommen staubbeladen geschüttelt in Taung Taw, dem Ort „unserer M&M-School I und II" an. Die Schule liegt schon im Ferienschlaf, die Abiturienten schreiben heute die letzte Prüfung. „Ökonomie" – wie passend. Wir inspizieren in Ruhe und auf der Basis von Ursulas großartigen Reports die aktuelle Entwicklung der Schule. Der PAUL und das neue Wasserstand-Alarmsystem werden gecheckt, die Toiletten durch Eigennutzung geprüft und die Schulbänke auf Stabilität getestet (max. Tragkraft 2x 83 kg) Wir versprechen einen neuen weißen Innenanstrich, wenn in Eigenleistung Treppchen zum neuen zweiten Gebäude gemauert werden. Die drei Vertreter des Schulkomitee, sehr erfahrene ältere Herren, nicken mit ihren Häuptern/mm

Waste in light

Die Lampenfabrik, die ich in China besichtigt habe, produziert die meisten Teile selbst. Hier im Bild sind die Gehäuse zu sehen. Der Kunststoff ist eingefärbt, in Zukunft sind unsere Lampen gelb. Das bringt mich auf eine Idee: wir könnten unser Recycling Material vom P1 einfärben und die Gehäuse für unsere Lampen selber herstellen. In Myanmar. Dann importieren wir die Elektronik aus China und die geschickten Burmesen bauen die Teile im Land zusammen. Das Projekt schafft Arbeitsplätze und Zukunftschancen in Myanmar. Es wären die ersten Solarlampen, die im Land für den eigenen Markt produziert werden. Für uns könnte "Waste in light" ein spannendes Projekt werden. Mal schauen, ob wir die Idee auf den Weg bringen können/jg