Stiftunglife - News

Mittwoch, 19. August 2026

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Wir reden hier eigentlich von Peanuts
Hilmar Kopper 

Ist schon 32 Jahre her ist, dass der damalige Chef der Deutschen Bank offene Handwerkerrechnungen von 50 Millionen als Peanuts abtat. Summen, die in der großen Finanzwelt als Peanuts gelten, können für andere bedeutend sein. Manche träumen von 50 Millionen, wir auch. Mit dem Geld könnten wir zehn Millionen Bäume pflanzen lassen. Richtige Bäume, keine Peanuts, denn die nehmen zwar während der Vegetation CO2 auf, speichern das aber nicht langfristig. Also doch lieber Bäume pflanzen, bevorzugt Laubbäume in Deutschland und in Mexiko. Wir freuen uns über jede Spende, es müssen keine Millionen sein. jg



Dienstag, 18. August 2026


Aus der Klimakrise ist schon längst eine Wirtschaftskrise geworden
Claudia Kempfert

In den letzten 25 Jahren sind in Deutschland enorme Klimaschäden entstanden. Experten sprechen von 145 Milliarden Euro durch Überschwemmungen, Starkregen, Hitze, Waldbrände, Ernteausfälle und unterbrochene Lieferketten. Die Hitzetoten sind in dieser Rechnung nicht enthalten. Wie hoch soll ein Menschenleben für diese Rechnung angesetzt werden? Berühren uns diese Zahlen wirklich, wenn es nicht die eigene Oma ist? jg



Montag, 17. August 2026

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Ich würde auch lieber in Ruhe Rosen züchten
Jesuit Jörg Alt

Dass die Aktion verboten war und gezielt Autofahrer behinderte, wußten Jörg Alt und seine Freunde. Sie glaubten, Politik und Bevölkerung mit zivilem Ungehorsam wachrütteln zu können. Das ist schon ein paar Jahre her, der Mann hat für seine Überzeugung 25 Tage im Gefängnis gesessen. Im letzten Jahr haben die klimaschädlichen CO2 Emissionen einen weltweiten Höchststand erreicht. In Deutschland gab es in diesem Jahr so viele Hitzetote wie noch nie. Jörg Alt steht bald wieder vor Gericht, er hat sich mehr als einmal auf der Straße festgeklebt. jg



Freitag, 14. August 2026

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Letzte Woche habe ich Nico in Hamburg getroffen. Wir haben über Projekte geredet und über die Stimmung in Deutschland. „Viele Menschen schimpfen und beschweren sich….“ meinte Nico „... dabei habe ich den Eindruck, dass sie die Vorteile, die unser Land im Vergleich zu den meisten anderen Ländern auf dieser Welt hat, nicht sehen. Deshalb habe ich für mich eine kleine Liste gemacht: Warum ich gerne in Deutschland lebe. Wir haben hier:
  • sozialen Frieden
  • Ich kann (fast) überall herumlaufen, ohne Angst zu haben, auch als Frau
  • Sicherheit: ich brauche keine Mauern mit Stacheldraht um mein Haus
  • Eine niedrige Tötungsrate (6 x niedriger als in den USA)
  • Es gibt keine extreme soziale Ungleichheit bzw. extreme Armut
  • Kostenlose Schulen, die qualitativ gut sind
  • Kostenlose Universitäten, die qualitativ gut sind
  • Ein funktionierendes Rechtssystem
  • Eine nicht korrupte Polizei
  • Ein nicht korruptes Verwaltungssytem bzw. Politik (Geklüngel ja, Lobbyismus)
  • Eine funktionierende Infrastruktur
  • Gut ausgebauter Nahverkehr
  • Meinungsfreiheit
  • Pressefreiheit
  • Ein ganzjährig angenehmes Klima
  • Wenigw Naturkatastrophen
  • Vier Jahreszeiten
  • Genug Wasser, (fast) das ganze Jahr, vor allem Trinkwasser
  • Die kulturelle Vielfalt
  • Ein funktionierendes Gesundheitssystem
  • Ein seit Jahrzehnten funktionierendes, faires Steuersystem
  • Religionsfreiheit
  • Sauberkeit und geringe Umweltverschmutzung
  • Nicht nur Wirtschaft, auch die Ökologie ist wichtig
  • Starker Wirtschaftsstandort
  • eine funktionierende Demokratie
  • der deutsche Pass ist einer der Top-Pässe bzgl. Visafreiheit weltweit
  • eine insgesamt, von vielen globalen Umfragen immer wieder bestätigte, sehr hohe Lebensqualität  
Nico ist viel herumgekommen in der Welt. Er weiß, mit welchen Problemen Menschen in Mexiko zu kämpfen haben, oder in Rumänien. Diese Liste kann natürlich jeder mit seinen eigenen Eindrücken ergänzen. Sie ist nur eine Anregung, ein kleines, nicht perfektes Gegengewicht, zu einer Nachrichtenwelt, in der  fake- und bad news für Umsatz und Aufmerksamkeit sorgen. Nein, wir haben kein Sommerloch, es fehlt uns auch nicht an eigenen (guten) Nachrichten. Ich fand diese Zusammenstellung eine wunderbare Gelegenheit, ein wenig über das Glück des Lebens nachzudenken. jg



Donnerstag, 13. August 2026


Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist, beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könne. 
Friedrich Nietzsche



Mittwoch, 12. August 2026

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Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zu essen, bitte sehr!
Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt, das schafft kein Essen her. 
Bertolt Brecht

Damit Morgen 300 Menschen satt werden, braucht es ein wenig Vorbereitung. Die Frauen, die im Kloster untergekommen sind, versammeln sich heute Nachmittag in kleinen Gruppen. Die einen putzen Gemüse, die anderen bereiten das Fleisch für die Suppe vor. Die Frau von Min Min, ganz rechts im Bild, hat den Einkauf organisiert. Wenn Min Min in zwei Wochen nach Deutschland kommt, wird er uns berichten von Land und Leuten in schwierigen Zeiten. jg



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Wir können die Welt nicht ändern - aber wir können die Menschen unterstützen, die etwas gegen die Verschwendung tun: 70.000 freiwillige Helfer engagieren sich bei fast tausend Tafeln in Deutschland. Die Helfer sammeln es ein, was in Bäckereien und Supermärkten übrig bleibt, und verteilen es (fast) kostenlos an Menschen, die mit jedem Cent rechnen müssen. Die Helfer geben ihre Zeit und wir das Geld für die Tankrechnung. Auch in diesem Jahr verdoppeln wir jede Spende, die wir für die Tafeln bekommen. jg



Dienstag, 11. August 2026

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Der Müll, den keiner sehen will

Während Restaurantbetreiber die gestiegenen Lebensmittelpreise beklagen, landet viel Geld im Müll. Restaurants und Kantinen entsorgen 6.000.000 kg Speisereste. Pro Tag! Zu viel eingekauft, falsch gelagert und zu große Portionen. Warum liegen in den meisten Restaurants zwei Stück Fleisch auf dem Teller, wenn wir doch nur „ein Wiener Schnitzel“ bestellt haben. Geht es uns zu gut oder machen wir uns zu wenig Gedanken über die Ressourcen, die wir verbrauchen?



Warum der Schnitzelwirt keine Schnitzel mehr brät

Der eine oder andere wird das bedauern, schließlich war der Schnitzelwirt in Markt Schwaben eine Institution. Aber nach 20 Jahren war eine neue Küche fällig und der neue Fettabscheider hätte ein Vermögen gekostet. Nun also weg vom Fleisch, in Zukunft gibt es leichte Küche mit viel Gemüse, Kräutern und Gewürzen. Andreas Keipp wird gesunde Vielfalt auf den Teller bringen. Das ist gut für unsere Gesundheit und gut für die Umwelt. Ganz besonders gut ist es für die Schweine, die mit der Sommerhitze schlecht zurecht kommen. Die Tiere können ihre Körper nicht wie Menschen durch Schwitzen kühlen. jg



Montag, 10. August 2026


Wasser, das bedrohte Element
Prof. Mojib Latif

Der Meteorologe, Klima- und Meeresforscher lehrt an der Uni Kiel. In seinem Buch beschreibt er klug und sachlich die zentrale Bedeutung des Wassers für die Menschheit. Internationale Konferenzen mit vielen tausend Teilnehmern haben unsere Meere nicht sauberer gemacht. Eindrücklich appelliert der Meeresforscher stattdessen an jeden von uns: weniger Öl, Benzin und weniger Plastik zu nutzen. Unser Lesetipp: „Wasser, das bedrohte Element. Wie wir unser Lebensgrundlage zerstören“, erschienen im Herder Verlag.



Sonntag, 9. August 2026

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Wir brauchen kein Geld, wir brauchen Wasser
Dorfältester in der dry zone

Die Begegnung mit den Menschen in der „dry zone“ ist schon lange her. Wir waren hingefahren, um eine Schule zu eröffnen. Nach einer wunderbaren Einweihungsfeier saßen wir noch mit dem Dorfbewohnern zusammen. „Der Schulbau ist preiswert gewesen, ich habe noch ein wenig Geld übrig…“ sagte ich in die Runde „… gibt es noch etwas, was wir für euch tun können?“ Die Antwort, siehe oben, war sehr einfach und ernüchternd. In diesem Sommer, in dem auch in Deutschland das Wasser knapp wird, erinnere ich mich an die Worte. Vor zehn Jahren, nach dem Fest in der Schule, nach den Worten vom Dorfältesten, haben wir angefangen Brunnen zu bohren. Mit Solarenergie fördern wir dort Trinkwasser aus 200-300 m Tiefe. Bis heute haben wir in der dry zone von Myanmar 82 Anlagen gebaut. Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützt haben. jg



Samstag, 8. August 2026

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Besuch aus Deutschland

Die Menschen in Myanmar waren voller Zuversicht, als die Swimming Doctors 2016 an den Start gingen. Zehn Jahre später sieht die Welt anders aus, ein Besuch auf dem Schiff ist schwierig geworden. Man muss das Beste aus den Gegebenheiten machen. Das Artemed Team war in Yangon, es gab gute Gespräche und Fortbildungsangebote für das medical Team. Alle haben sich gefreut, Wolf nach langer Zeit mal wieder zu sehen: voller Engagement für dieses wunderbare Projekt - auch in schwierigen Zeiten. jg



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Bald wird hier gekocht

Der große Wunsch der Schwestern geht in Erfüllung: sie bekommen ein neues Gebäude für ihre Küche. Die Bauarbeiter und Maler sind fertig, jetzt wird geputzt und eingerichtet. Trotz der schweren Regenfälle in den letzten Wochen wurde das Gebäude termingemäß zum vereinbarten Preis fertiggestellt. Ein großes Dankeschön an Ko Naing, der das alles organisiert hat. jg



Freitag, 7. August 2026

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Gestern wurde wieder gekocht

300 Menschen freuen sich immer auf den Donnerstag, denn da gibt es mehr als eine Handvoll Reis: yesterday they got chicken curry, mango salad and the mixed vegetables soup. Best regards from Bagan, Min Min



Mittwoch, 5. August 2026

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Ausstellungstipp München

Ein Besuch im Deutschen Museum lohnt sich, ganz besonders jetzt.  In einer Sonderausstellung ist dort zu sehen, wie eng die eigene Gesundheit mit der Gesundheit unseres Planeten verbunden ist. Mit inspirierenden Beispielen machen die Veranstalter  Mut für eine Zukunft, die jeder von uns ein Stück mitgestalten kann. Bis Ende September (nicht die Zukunft, nur die Ausstellung)



Dienstag, 4. August 2026


Wir brauchen mehr Bäume
Der Bürgermeister von Athen hat 13.000 Bäume pflanzen lassen. Bis zum Ende seiner Amtszeit sollen es 25.000 werden. Für ein angenehmes Leben von drei Millionen Einwohnern und acht Millionen Touristen reicht das nicht. Es werden mehr Bäume gebraucht. Nicht nur in Athen, auch in Hamburg, München und Berlin. Im kommenden Herbst unterstützen wir Baumpflanzungen der Stadt München.



Montag, 3. August 2026

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Wir brauchen mehr Bäume/2
Die Deutschen lieben die Sonne Spaniens, französischen Wein und griechisches Essen. Da wäre doch auch ein wenig Hilfe angebracht, jetzt, wo unsere Nachbarn in Not sind. Die anstehenden Wiederaufforstungen in den drei Ländern werden wir mit jeweils 10.000 Euro unterstützen. Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützen. Wir werden berichten. jg



Samstag, 1. August 2026


Menschliche Roboter sind auf dem Vormarsch
Der Münchner Stadtrat hat den Einsatz von „Empathie Robotern“ in Seniorenheimen empfohlen. Diese menschlichen Roboter können plaudern und Witze erzählen, heißt es in einer Pressemitteilung. In Yangon sind die Senioren, die von den „sister of the poor“ betreut werden, von so einer Zukunft noch weit entfernt. Ob es die Sister in 20 Jahren noch geben wird wissen wir nicht - aber solange sich die Schwestern engagieren, wollen wir das unterstützen. Es ist auch ein kleiner Beitrag zu einer menschlichen Gesellschaft. jg