Stiftunglife

Dienstag, 22. August 2017



Vor ein paar Jahren haben wir uns noch gefragt, ob wir Facebook brauchen. Heute wissen wir, dass wir viele Freunde der Stiftung, besonders in unseren Projekten, am besten über diesen Weg erreichen. Ein großes Dankeschön an Tilman, der diesen jungen Ast der Stiftung in den letzten 18 Monaten ganz alleine aufgebaut hat/jg 

Neue Zeiten



Weil die etablierten Hersteller nichts im Angebot hatten, ist die Post selbst zum führenden Anbieter für E-Transporter geworden. In der vergangenen Woche wurde der neue, elektrische Paketlaster in Köln vorgestellt. Ford liefert das Gestell und die Fahrerkabine für das sieben Meter lange Fahrzeug - eine Tochter der Post baut den E-Antrieb und setzt den Paketkasten auf. In diesem Jahr will die Post noch 150 Fahrzeuge vom Typ Work XL auf die Strasse bringen - neben 3.000 kleineren Transportern, die bereits im Einsatz sind. Für die Post, DHL, Hermes und Co wurde es höchste Zeit: in Stuttgart und München wird bereits über ein Verbot für Dieselfahrzeuge nachgedacht. Heute noch nicht im Einsatz, aber schon in der Erprobung, ist die Kühlung des Laderaums. Damit rückt ein neues Fahrzeugangebot für die Tafeln in greifbare Nähe/jg 

Montag, 21. August 2017

Gute Aussichten


Die beiden Damen dürfen sich freuen, sie sitzen gerade im Flugzeug auf dem Weg nach Myanmar. Renate aus Korbach, schon seit Jahren Freundin und Mentorin, war schon oft zusammen mit ihrem Mann in Myanmar. Jetzt möchte Sie Ihre Enkeltochter Johanna für das goldene Land begeistern. Die beiden werden sich das Kinderheim am Stadtrand von Yangon anschauen. Johanna, weil sie vielleicht im nächsten Jahr nach dem Abi ein paar Monate dorthin kommen möchte - Renate, weil sie sich bei uns in der Stiftung um den Kontakt zwischen "unseren" sechs Kindern und ihren Förderern in Deutschland kümmern möchte. Wir wünschen den beiden eine schöne Reise/jg 

Rückblick


Vor zehn Jahren, im Sommer 2007, haben wir den ersten Schulbau in Myanmar finanziert. Die SVEN School hat eine ganz besondere Bedeutung für uns: zum einen, weil sie Sven Raap gewidmet ist. Ohne sein Engagement würde es die Stiftung in dieser Form nicht geben. Zum zweiten, weil diese Schule in Bagan gebaut wurde, genau an dem Schulkomplex, an dem Min Min zur Schule gegangen ist und an der sein Vater lange unterrichtet hat. Das Foto ist von der Schuleinweihung im November 2007, da gab es ein Basketballspiel auf dem neuen Platz, den wir zusammen mit der Schule gebaut haben. Die Schule und der Basketballplatz werden noch immer gut und gerne genutzt, das Investment hat sich gelohnt/jg

Sonntag, 20. August 2017

Heute wollen wir jeden bitten, über eine Spende nachzudenken. Es geht nicht um Myanmar und es geht auch nicht um die Tafeln - es geht um Organspenden und damit geht es um jeden von uns. Im vergangenen Jahr starben mehr als 900 Menschen in Deutschland, während sie auf ein neues Organ warteten. Der Mangel wird immer gravierender, er kann jeden von uns treffen. 81 Prozent der Deutschen befürworten Organspenden - aber nicht einmal jeder Dritte hat einen Organspendenausweis. Vielleicht sind wir zu bequem geworden, zumindest, solange wir nicht persönlich betroffen sind. In Österreich ist die Regelung umgekehrt zu Deutschland, dort ist erst einmal jeder Organspender, solange er sich nicht in einem Widerspruchsregister eintragen lässt - und so sind die meisten Österreicher Organspender. Heute ist zwar nicht der Tag der Organspende (der war am 3. Juni) aber wir sind der Meinung, dass jeder Tag richtig und wichtig ist, um sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Samstag, 19. August 2017

Ruben is back



Ruben ist wieder da. Einen ganzen Monat war er in Myanmar. Gemeinsam mit Lucius konnte er auf seiner Reise rund 30 von unseren Studenten kennenlernen. Vor zwei Tagen hat er sich in München mit Tilman getroffen, um zu berichten: Von der großen Begeisterung, die er für Land und Leute empfindet. Aber auch über den rasanten Wandel, den das Land durchmacht und bei dem nicht klar ist, wie sehr er dem Großteil der Bevölkerung überhaupt nutzen wird. Unser Meet and Greet Programm hat sich gut entwickelt: Khu Khu organisiert die Zusammentreffen - und die beiden Deutschen  haben sich ins Zeug gelegt: "Es ist wichtig, sich auf einer Augenhöhe zu begegnen. Wir wollen für die Studenten keine Mentoren sein, sondern eine offene Atmosphäre und persönlichen Austausch unter Jugendlichen zu ermöglichen". In Zukunft wird dieser Prozess noch weiter im Detail verbessert werden : Welche Studenten haben Zeit für die Treffen? Wer hat wann Klausuren? Wir möchten, dass sie sich entspannt mit den deutschen Besuchern treffen - und wir wollen die Koordination der Studenten untereinander verbessern. Erstaunt stellten die Ruben und Lucius fest, dass einige Studenten der Stiftung innerhalb einer Stadt, die aber an unterschiedlichen Fakultäten studieren, sich erst über "Meet and Greet" kennenlernen. Es gibt immer etwas zu verbessern, das nächste Meet and Greet Team ist gestern in Yangon angekommen/tk

Freitag, 18. August 2017

Es gibt einen Plan

Damit es bei Planung und Ausführung von Schulbauten zügig vorangeht, gibt es einen Grundplan, der an verschiedenen Standorten eingesetzt werden kann. Diese vier Schulbauten in München wurden alle nach dem gleichen Muster gebaut. So machen wir es auch in Myanmar: es gibt Vorgaben der Behörden, an die wir uns halten. Die Verbesserungen an unseren Schulen liegen im Detail. In der Stahlkonstruktion, der wärmegedämmten Dacheindeckung, bei den Jalousiefenstern und den gefliesten Toiletten. Diese Ausstattung ist Spitzenstandart in Myanmar. Der Abstand zu den deutschen Schulbauten mit Whiteboard und rückenschonenden Stühlen zeigt sich am Preis: in die Grundschule an der Gustl-Bayrhammer-Strasse (im Bild oben rechts) werden 240 Schüler einziehen. Baukosten mit Turnhalle, Schulverwaltung, Mensa und Hausmeisterwohnung rund 40 Millionen. Auch unsere Schulgebäude in Myanmar sind für 240 Kinder gebaut. Baukosten inclusive Möblierung, Toiletten und Handwaschbecken 30.000 Euro/jg

Donnerstag, 17. August 2017

Min Min ist fleißig/2

Auch die Nachricht über den fast fertiggestellten Kindergarten bekommen wir über Facebook. Während wir in so einem Fall eine Mail schreiben, oder eine WhatsApp, nutzen junge Menschen in Myanmar Facebook und Viber. Das muss man erst einmal verstehen, damit die Kommunikation läuft. Wichtig ist, dass wir immer ein Feedback aus den Projekten bekommen. Das funktioniert bei Khu Khu, Min Min und Naing über Facebook - und bei Khin mit der klassischen Mail. Unsere Aufgabe in Deutschland ist es, die Informationen an unsere Spender weiter zu transportieren: per Mail und WhatsApp, über diese Website, über die Facebook Stiftungsseite und einmal in der Woche als Espresso. Oder ganz klassisch, wie früher, im persönlichen Gespräch/jg

Min Min ist fleißig/1

Was wäre die Stiftung in Myanmar ohne Min Min? Die Projekte, an denen wir uns heute erfreuen, haben alle mit Min Min begonnen: die Schulbauten, die Swimming Doctors und die Studenten. Gemeinsam sind wir gewachsen und haben den Wandel der Zeit erlebt. Es ist viel passiert in den letzten zehn Jahren in Myanmar, wenn man auf die großen Städte schaut. Es hat sich wenig verändert, wenn man sich ein paar Meter von den geteerten Straßen entfernt. In den Dörfern geht das Leben seinen ruhigen Gang. Nur Handys, die gibt es nun überall, mehr als Einwohner. Weil das mobile Netz so gut ausgebaut ist, stellt Min Min seine Bilder und Berichte schon oft direkt auf der Baustelle bei Facebook ein. Hier die Bilder der ACRONIS School, die im November eingeweiht werden soll. Wir können den Fortgang der Dinge auf Facebook liken und Danke sagen für dieses tolle Engagement/jg

Mittwoch, 16. August 2017

Meeting Impact Norway

Man kann am 15. August, Maria Himmelfahrt, einem Feiertag im katholischen Teil von Bayern, bei strahlender Sonne zu den oberbayerischen Seen oder in die Berge fahren. Man kann aber auch Zuhause bleiben und nur gedanklich in die Ferne reisen. Das haben wir heute bei Heinz Schöneich getan. Wir, das Organisationsteam der DeltaDocs und Peter Daae, Gründer und Motor von Impact Norway. Eine NGO, die in Bangladesch und Kambodscha viel Erfahrung mit schwimmenden Kliniken und umfassender Fürsorge für die Landbevölkerung hat und nun auch ähnliche Projekte in Myanmar plant. Da liegt es nahe, an eine Kooperation mit uns zu denken. Also kam Peter heute aus Oslo zu uns, um uns zu "beschnuppern "und sich mit uns auszutauschen. Es wurde ein spannender Tag. Alle Konzepte und Erfahrungen mit mobilen medizinischen Einheiten stellten wir auf den Prüfstand und fanden so viel Gemeinsames ,dass wir in Zukunft gerne kooperieren wollen. Impact Norway will im Gebiet um Pathein operieren, wir bleiben rund um Bogale. "Getrennt marschieren, vereint schlagen," würden das Militärstrategen nennen. Wir nennen es "Common Action today to prevent disability tomorrow". Gerade schrieb Peter aus Oslo: "i went home richer than before." So empfanden wir auch/wm

Dienstag, 15. August 2017

Lesetipp



Urlaubstage sind ganz wunderbar. Mann kann einen kleinen Mittagsschlaf halten, ein paar Kilometer mit dem Fahrrad fahren (oder über die Alpen) und in Ruhe lesen. Diese Spiegel Ausgabe hatte ich mir aufgehoben. Es hat sich gelohnt, ich kann das "Helft über Deutschland" jedem ans Herz legen. Hier gibt es die Daten und einen Blick in das Statistische Bundesamt - auf Gehaltsabrechnungen die knapp ausgehen - auf Pizza, Döner und Nasi Goreng - Lebenssituationen von Schwulen und Lesben - und einen Blick in die Wertstofftonne - über Gastarbeiter, Flüchtlinge und Integration in Deutschland -den demographische Wandel - Facebook Freundschaften und Tinder Liebschaften - deutsches Brauchtum und deutsche Wertarbeit - und natürlich auch einen Blick auf die kommende Bundestagswahl. Kaum vorstellbar, dass fast die Hälfte aller Befragten den amtierenden Ministerpräsidenten ihres jeweiligen Heimat Bundeslandes nicht richtig benennen konnten. Wenn es diese Ausgabe auf Englisch gibt, würde ich in gerne unseren burmesischen Freunden zum Lesen geben, diesen aktuellen Überblick über das Land, in dem wir leben/jg

Montag, 14. August 2017

Zufall oder Fügung?

Wenn Lasab nicht in unser Leben gekommen wäre, gäbe es Regina (Eintrag gestern), Wolf und Familie Kern wohl nicht in unserem Leben. Zufall oder glückliche Fügung, mit der sich die Dinge in unserem Leben glücklich zusammengefügt haben. Wer die Stiftung schon ein bisschen länger kennt, der kennt auch Lasab. Sie erfreut und bereichert unser Leben seit elf Jahren.

Wenn es Karlheinz Böhm nicht gegeben hätte, dann gäbe es auch nicht dieses Krankenhaus in Alem Ketema. Lasab wurde von ihrem Vater über 40 Kilometer dorthin getragen. Wenn wir (Jürgen und Jürgen) nicht gerade an diesem Tag das Enat Hospital besucht hätten, hätten sich diese Lebenslinien nie gekreuzt. Wenn Wolf nicht an dem Tag in Addis gewesen wäre, hätte die Sechsjährige wohl kaum eine Überlebenschance gehabt. Jeder von uns, der ein Teil dieser wunderbaren Geschichte geworden ist, darf von tiefem Herzen dankbar sein. Auch Ihre beste Freundin Klara, hier mit im Bild, vor ein paar Tagen beim Familienurlaub in Spanien. Ende der Woche fliegt Lasab wieder zurück nach Äthiopien, dann geht der Unterricht wieder los an der Deutschen Botschaftsschule in Addis Abeba. Zwei Jahre noch, dann wird Lasab selbst entscheiden können, ob sie den nächsten Schritt ihrer Ausbildung in Äthiopien oder in Deutschland machen möchte. Wir werden unser Bestes geben, um sie dabei zu unterstützen/jg

Sonntag, 13. August 2017

Was macht eigentlich Regina Abelt?



Regina Abelt lebt seit 1995 in Addis Abeba in Äthiopien. Seit 2008 managt sie dort Signum Vitae, eine Kooperative, in der Brillengestelle von Behinderten ( 86 Mitarbeiter) per Hand gefertigt und Augenuntersuchungen und –operationendurchgeführt werden. In Deutschland werden diese wunderbaren Brillen von ausgewählten Optikern angeboten. Spenden für dieses Projekt bringen wir direkt nach Äthiopien. Damit ermöglichen wir bedürftigen Menschen eine Kataraktoperation www.2sehen.de Das Projekt gibt es seit drei Jahren. Gerade habe ich Regina getroffen. Die ehemalige First Lady von Äthiopien ( ihr äthiopischer Ehemann war von 1995 – 2001 Präsident) hat so viel Energie und Tatendrang, neue Ideen und wünscht sich für ihr Land Äthiopien, dass es dort friedlich bleibt. Sie ist neben ihrem Beruf als Hebamme in Addis für die Finanzen bei Signum Vitae verantwortlich. Ganz „nebenbei" hat sie einen Kindergarten gegründet und überlegt jetzt, in Zusammenarbeit mit GIZ einen zertifizierten Ausbildungsgang für Optiker bei Signum Vitae zu schaffen. Ohne ihr Engagement vor Ort wäre die Organisation und Durchführung von den 500 Kataraktoperationen, die wir finanziert haben, nicht möglich gewesen. Ich freue mich schon auf das nächste Treffen in Addis oder Düsseldorf/ab

Samstag, 12. August 2017

Tag der Jugend

Die Einträge für diesen Blog zu schreiben ist eine Freude. Besonders an einem Tag wie heute, wenn Mann Morgens mit der Frage aufwacht "Was schreibe ich denn heute zum Tag der Jugend?" Beim Blättern durch unser Bildarchiv sehe ich Bilder von Lasab, von Kindern in Yangon, Vorschulkindern in Kapstadt, Schulkindern in Bagan und Studenten in Mandalay. Alles junge Menschen und Projekte der Stiftung, über die wir gerne hier schreiben. Aber dieses Bild von den zwei Jugendlichen, einer jungen Frau und einem junggebliebenen Herrn gefällt mir am Besten. Es steckt so viel drin in diesem Bild, dass wir vor ein paar Wochen am Sillberghaus gemacht haben: die Geschichte von Peter und Sabine - die Geschichte von Karla und Isi, unseren "Meet and Greet Pinonieren" vom vergangenen Herbst - die Freundschaft zu Khu Khu über Grenzen und Kulturen hinweg - und ein pensionierter Zahnarzt, der sich an Aufgaben (wir betreuen zusammen den Stand der Stiftung auf dem Wirbelsäulenkongress in Stuttgart) und Menschen erfreut. Für mich das schönste Bild zum Tag der Jugend 🙂

Freitag, 11. August 2017

Was macht eigentlich Wolfgang?

Wolfgang, das Multitalent, wohnt am Stadtrand von München, nur einen Steinwurf von Roland entfernt, daher die enge Bindung. Ich habe ihn als Ehemann und Vater kennengelernt, als Gärtner, Verputzer, Autofachmann, Schwiegersohn, IT Experte, Hundehalter, Löwensekretär, Fitnessfan, Grillmeister, Feinschmecker, Whiskytester, Druckereifachmann und Produktioner. Bei der Stiftung kümmert sich Wolfgang um alle Drucksachen: Flyer, Hefte, Aufkleber, Bücher, Postkarten und Broschüren. Solange es noch gedruckte Informationen gibt, hat Wolfgang gut zu tun. Gestern haben wir uns getroffen um Weihnachten zu besprechen. Lassen wir uns mal überraschen, was der Produktioner dafür aus dem Hut zaubert/jg

Gute Aussichten

Ein Altbau in Yangon. In der Regenzeit hängt eine Kunststoffplane in den Fenstern. Das Licht fällt gedämpft in den Raum. Die Frau am Fenster freut sich, das Haus wird renoviert. Bald werden neue Fenster mit Glas eingebaut. Hoffentlich bleibt die Miete bezahlbar. Das Leben in Myanmar Ist im Wandel. Die Fotografin Birgit Neiser hat diesen Wandel dokumentiert. Zu sehen sind ihre wunderbaren schwarz/weiß Aufnahmen in der Galerie Lovaas in München, in der Fürstenstrasse 6

Donnerstag, 10. August 2017

Willkommen im Netz

"Das ist Intern" hieß es früher, wenn mit wichtiger Miene wichtige Papiere weggeschlossen wurden. Heute gibt es bei Firmen und Organisationen das Internet für alles, was sichtbar sein soll - und das Intranet für die internen Dinge. Bei uns ist das anders: die Informationen, die wir täglich auf diese Seite stellen, sind fürs Team und für Freunde. Wer als "Neuer" auf unsere Seite schaut, wird nicht gleich alle Zusammenhänge, Personen und Projekte verstehen, aber das kommt mit der Zeit. Schaut uns ruhig über die Schulter bei dem, was wir tun und wie wir es tun. Das Verstehen kommt mit der Zeit - und damit keine Fragen offen bleiben, gibt es bei uns immer Menschen, die man anrufen kann: richtige Menschen, die ohne Hotlineschleifen direkt ans Telefon gehen. Probiert es gerne aus:  0172 45 477 41 Jürgen Gessner

Mittwoch, 9. August 2017

Bericht von den Swimming Doctors



Der Empfang an Bord der Futura war wieder sehr herzlich. Es hat viel geregnet im Delta, trotzdem sind die Patienten an Bord geströmt. An manchen Tagen hatten wir soviel zu tun, dass Dr. Muyar und ich gleichzeitig behandelt haben. Neben der ungeliebten, aber notwendigen Aktualisierung der Materiallisten und der Kontrolle der daily reports, war eine meiner Hauptaufgaben die Einführung der elektrometrischen Längenmessung. Mit Hilfe eines Apex Locators kann die Länge von Zahnwurzeln zuverlässig bestimmt und die Qualität von Wurzelbehandlungen deutlich verbessert werden. Muyar hatte mehrere Patienten einbestellt und wir konnten die Vorgehensweise intensiv trainieren. Am Ende war sie von den neuen Möglichkeiten dieser Behandlung begeistert. Beim Besuch der Schule von Bo Tae Su haben wir den Lehrerinnen nicht nur Schuluniformen für bedürftige Kinder übergeben, sondern auch Zahnbürsten und Zahnpasta an alle Schüler verteilt.

Min Min hat mir in Bagan den Wunsch eine Stiftungsschule zu besuchen erfüllt. Es war auch sein Vorschlag, den Besuch der Paul Schule mit einer zahnärztlichen Prophylaxe Unterweisung der Kinder zu verbinden und wir haben in Bagan die nötigen Zahnbürsten gekauft. Gleich zu Beginn sind die Lehrerinnen mit einem anderen Wunsch an mich herangetreten. Ich sollte einen spontanen Vortrag über das Dengue Fieber halten. Leider aus aktuellem Anlass: von ca. 100 Schüler waren 12 Schüler an Dengue erkrankt. In der Woche vor unserem Besuch hatte es den ersten Todesfall an der Paul Schule gegeben. Da wir bereits an Bord der Futura mehrere Patienten mit Dengue Fieber hatten, hatte ich mich über diese schwere Erkrankung informiert. Mit der Unterstützung von Min Min konnten wir alle wesentliche Aspekte des Fiebers erklären.
Wesentlich einfacher war für mich natürlich die Mundhygieneaufklärung der Kinder. Viele der Kinder putzen ihre Zähne mit den Fingern und Salz, und einige Kinder putzen ihre Zähne leider gar nicht. Gut ein Drittel aller Kinder hatte schon Zahnschmerzen, beim Zahnarzt ist noch keines behandelt worden. Die Kinder waren sehr interessiert. Und nicht nur Min Min und mir hat es viel Spaß gemacht. Heike

Dienstag, 8. August 2017

Deutschkurs in Würzburg

Von Charlotte, links im Bild, bekamen wir dieses nette Foto vom letzten Deutschkurs vor den Ferien. Ein ganz wunderbares Projekt, das von dem Engagement einiger Studenten in Würzburg lebt. Nun schon seit drei Jahren. Wir freuen uns sehr, dass wir Charlotte und ihre Freunde gelegentlich unterstützen dürfen. Diese Initiative gehört zu den besten Beispielen für bürgerliches Engagement, die ich kenne/jg