Stiftunglife

Freitag, 17. August 2018

Zähneputzen nicht vergessen 😊


Das Zähneputzen ist unter den Kindern an unseren Schulen leider nicht so selbstverständlich, wie wir es gerne hätten. Dafür haben wir Min Min: Er geht mit gutem Beispiel voran und scheut sich, einfach mal mitzumachen. Mit zwei eigenen Kindern hat er genügend Erfahrung. Langfristig möchten wir die Kinder dazu bringen, sich selbstständig und regelmäßig die Zähne zu putzen. Ein Zahnputz Trainings Programm für unsere Schulen rund ein m Bagan ist in Vorbereitung. Wir werden berichten, ob und wie uns das gelingt/jg

Donnerstag, 16. August 2018

Der Stadtimker


Wer uns schon ein bisschen länger kennt weiß, dass wir zum Stadthaus Schlump in Hamburg ein ganz besonderes Verhältnis haben. Ein wunderschöner Platz zum Leben, ganz besonders für Familien. Ein Platz zum Ausruhen und Erholen mitten in der großen Stadt. Schon in der Bauphase vor 20 Jahren wurden ökologische Visionen verwirklicht: Mieterticket und Carsharing, Solarenergie, Grauwasser Nutzung und ein BHKW. Seit zwei Jahren hat diese Initiative eine neue Facette bekommen: einen Bienenstock, hier in der Bildmitte oben zu sehen. Bodo ist Stadtimker geworden. In seinem Hadleys Bed and Breakfast kann man den leckeren Honig kaufen/jg


Eine Million



Die Bienen standen im Mittelpunkt, das ist gut auf dem Bild zu sehen. Bodo ist Stadtimker mit Leib und Seele, Ina kümmert sich bei Blume2000 um das Wohl der Bienen - denn ohne Bienen keine Blumen. Gemeinsam haben wir heute bei unserem Konzeptgespräch in Hamburg darüber nachgedacht, wie man mehr Lebensraum für Bestäuber schaffen kann. Dafür wollen wir die Aktion „Celle blüht auf" etwas größer denken. Eine Million Quadratmeter Blühfläche ist unser Ziel für's nächste Frühjahr. Ist doch ein schöner Slogan: „Deutschland blüht auf" jg

Mittwoch, 15. August 2018

Drei Schiffe im Delta


Vor zehn Jahren, kurz nach Nargis, hatten wir die Idee für die „swimming doctors„ Projekt. Zwei Jahre später wurde das erste Schiff, ein Reisfrachter umgebaut (hier im Bild) in Dienst gestellt. Dieses Schiff hat seinen gutes Werk getan, es wurde Anfang dieses Jahres außer Dienst gestellt. Im Jahr 2014 wurde mit den „swimming doctors 2„  ein Neubau in Dienst gestellt  und von uns betrieben. Seit zwei Jahren wird dieses Schiff von der Artemed Stiftung betrieben. Im Jahr 2016 lief dann „swimming doctor 3„ vom Stapel.  Neben den fast  bau-und ausstattungsgleichen  „swimming doctors“ Schiffen ist noch ein kleines Boot im Irrawaddy-Delta unterwegs, die  „mobile clinic „ der Amara Stiftung. Alle drei Stiftungen sind in München und arbeiten dort zusammen - ebenso im Delta. Um das sinnvoll zu koordinieren, wurde die Arbeitsgemeinschaft  „DeltaDocs" gegründet. Koordination bedeutet Absprache der Einsatzgebiete , Gestaltung einheitlicher Arbeitsverträge,  Erstellung gemeinsamer Hygiene-, diagnostischer und therapeutischer Standards, einheitliches Dokumentationssystem, fachlicher Austausch zwischen den deutschen Ärzten und Zahnärzten, gemeinsame Datenauswertung und gemeinsame Weiterbildung der burmesischen medizinischen Teams. In Yangon finden jedes Jahr gemeinsame Weiterbildungen statt, in Deutschland treffen sich die Koordinatoren regelmäßig, in Myanmar stehen die örtlichen Manager in ständigem Kontakt.


Gerade haben wir eine gemeinsame Jahresstatistik für sd2 und sd3 erstellt. Bei 12 Missionen im Jahr sind die Schiffe durchschnittlich 21 Tage pro Monat in ihrem Einsatzgebiet unterwegs. Sie behandeln durchschnittlich 62 Patienten pro Tag, davon etwa 30 Prozent Kinder. Bei den Erwachsenen überwiegen die Frauen (ca 2 / 3 ) Bei den sd3 werden noch 30 Patienten pro Tag zahnärztlich behandelt.

Die Top 3 der medizinischen Diagnosen nach dem internationale Diagnosschlüssel sind sowohl  akute als auch chronische  Herz-Kreislauf-Erkrankungen , Erkrankungen des Stütz-und Bewegungssystems und Atemwegserkrankungen. Bei Kindern haben wir eine hohe Rate an Hauterkrankungen. Auch Diabetes ist eine häufig gesehene Erkrankung im Delta.

Diese Daten, deren genaue Aufschlüsselung in 19 ! Krankheitskategorien am Ende jedes Behandlungstages an Bord mit hoher Plausibilität erfolgt, erlaubt uns  z.B .  eine Qualitätskontrolle,  die gezielte Schulung unserer burmesischen Teams und deutschen Mentoren und die Fokussierung auf im Delta notwendige Diagnostik und Therapie. Die Kooperation der drei Schiffe ist ein grosser Fortschritt. Um Verwechslungen zwischen den zwei ähnlichen Schiffen zu vermeiden, wurde sd2 in „River Doctors" umbenannt/Prof. em. Dr. W. Mutschler

Dienstag, 14. August 2018

Was macht eigentlich Ludger ?


Zusammen mit Wolf und Dieter kümmert er sich um unsere Swimming Doctors im Delta von Myanmar. Mindestens einmal pro Jahr ist der erfahrene Celler Kinderarzt selbst auf dem Schiff. Daneben organisiert und begleitet er die Einsätze befreundeter Kollegen. Neben Allgemeinärzten ist besonders der Rat von Kinder-und Zahnärzten gefragt. Nicht nur vor Ort, auch auf Entfernung ist guter Rat gefragt. Die modernen Medien machen Ferndiagnosen möglich – besser gesagt: den Austausch fachlicher Meinungen bei der Patientenbehandlung. Regelmäßig erreichen Ludger Anfragen vom Schiff, das 10.000 km entfernt im Einsatz ist. Bilder, Informationen und Meinungen werden dann über Laptop (zur Not auch mal übers Handy, wie hier auf dem Foto) ausgetauscht. Das gut aus ausgebaute Internet im Delta hat diese technische Entwicklung möglich gemacht. Die Patientendaten werden verschlüsselt übertragen und sind nur für Ärzte einsehbar/jg

Montag, 13. August 2018

Jetzt wird’s ernst



In Myanmar begann die Schule nach den großen Ferien im Juni - nun steht für rund 700.000 Sechsjährige in Deutschland die Einschulung bevor. Aufgeregt sind die Kinder hier und da. Wenn Sie Glück haben, sind die Klassen klein und die Lehrer können sich um jedes Kind kümmern. Wenn Sie Pech haben, dann sitzen die Kinder in Myanmar in viel größeren Klassen. Das Alphabet müssen sie hier und dort lernen. Aber auch da gibt es einen kleinen Unterschied: in Deutschland haben wir 26 Buchstaben, in Myanmar sind sieben mehr: 33 Buchstaben. Beim Lernen können wir nicht helfen, aber wir können helfen, die Voraussetzungen zu verbessern: am Stadtrand von Yangon gibt es eine Schule, die aus allen Nähten platzt. Dort sitzen 80 Kinder in einer Klasse. In ein paar Monaten werden wir dort ein neues Schulgebäude errichten/jg

Sonntag, 12. August 2018

Worte zum Sonntag

„Ich versuche, so viele inspirierende Menschen wie möglich zu treffen." Andrea Illy

„Es geht nicht nur darum, was du machst, sondern wie du es machst." Javier Goyeneche

„Still stehen kann und will ich nicht. Körperlich wie mental." Bruno Sälzer

Samstag, 11. August 2018

Unser Klimaschutzplan



Die Frau hatte 10.000 Euro bekommen und wollte die sinnvoll ausgeben. Dafür ist sie zweimal für eine Woche nach Myanmar geflogen, um vor Ort eine sinnvolle Verwendung zu suchen. Das war kurz nach Nargis, die Geschichte ist zehn Jahre her. Rechnet man Ihre Kosten für Flug und Hotel dagegen, dürften von den 10.000 Euro nicht viel übrig geblieben sein. Dabei ist die Umweltbelastung ihres Fluges noch gar nicht berücksichtigt....

Mit unseren Hilfsprojekten wollen wir nicht nur besonders gut und wirtschaftlich sein, wir wollen uns auch umweltgerecht verhalten. Unser persönlicher Klimaschutzplan ist eine Wasser/Solar Anlage, mit der wir jedes Jahr 30 Langstreckenflüge von Team Mitgliedern der Stiftung klimaneutral stellen. Nicht erst im 2050, sondern noch im Jahr 2018. Der Bau der Anlage wird aus Stiftungseigenen Mitteln finanziert/jg 

Freitag, 10. August 2018

Gute Reise

Die Regelung der Reisekosten ist bei uns in der Stiftung sehr einfach: jeder darf so fliegen, wie er möchte, weil jeder sein Ticket selbst zahlt. So können wir gewährleisten, dass alle Spendengelder zu 100 Prozent in die Projekte gehen/jg

Die Lebenshaltungskosten


Vor ein paar Tagen saßen wir mit Studenten in Bagan zusammen. (rechts im Bild Hannah, die unsere Meet&Greet Studenten betreut, solange Khu Khu sich um Ihr Baby kümmert) Wir haben uns über das Leben unterhalten - im Allgemeinen und besonders über die Frage, wofür man als burmesischer Student sein Geld ausgibt. Hier die Zahlen, die wir gemeinsam zusammen getragen haben. Für einen Euro gibt es aktuell 1.640 Kyat.

70.000 Kyat für drei Mahlzeiten am Tag
30.000 Kyat für einen Platz im Hostel (drei/vier Studenten teilen sich ein Zimmer)
30.000 Kyat für Nachhilfe und Extraskurse
20.000 Kyat fürs Moped und/oder Bus
20.000 Kyat für Handy und Internet
20.000 Kyat für Hefte, Fachbücher und Material
20.000 Kyat für Wäsche, Hygiene und persönliche Ausgaben

Alles zusammen 210.000 Kyat als gemittelter Wert. Das Leben in Yangon und Mandalay  ist teurer, als hier aufgelistet - das Leben in kleinen Unistädten ist günstiger. Auch die persönlichen Ausgaben sind nicht gleich. Die Bandbreite liegt bei plus/minus 20 Prozent. Jeder Student* bekommt von uns monatlich 150.000 Kyat. Das Geld zahlen wir auch in den zwei Ferienmonaten, die die meisten jungen Leute Zuhause verbringen.

* ausgenommen sind Lehramt Studenten. Weil sie vom Staat mit monatlich 70.000 Kyat gefördert werden, überweisen wir ihnen nur den Differenzbetrag von 80.000 Kyat monatlich. Medizin Studenten haben deutlich höhere Ausgaben für Bücher, Lehrgänge und Instrumente. Bei Bedarf übernehmen wir diese zusätzlichen Kosten/jg

Donnerstag, 9. August 2018

Live Saver



Im letzten Espresso haben wir von unseren drei Lifesavern berichtet. 
Ein netter Name für die Toilettenfrauen, die sich an unseren Schulen darum kümmern, dass sich alle Kinder die Hände waschen. Mit Seife! Zu dieser Nachricht gab es ein Feedback von Philipp, dass wir hier gerne veröffentlichen:

Den Namen Life Saver finde ich gar nicht so abwegig. Eins der wichtigsten Dinge ist es den Menschen eine sinnvolle Tätigkeit zu geben, etwas das Sie verstehen und etwas auf das sie Stolz sein können. Man kann es gut am Beispiel von Reinigungskräften in Krankenhäusern erkennen. Bei einer Befragung fand man heraus, dass die eine Hälfte der Reinigungskräfte unmotiviert und lustlos bei der Arbeit sind. Sie gaben an, dass  ihre Arbeit nicht respektiert werde, weil sie den „Dreck" der anderen wegmachen. Dazu kommen schlechte Arbeitszeiten mit schlechter Bezahlung. Die andere Hälfte gab selbstbewusst an, dass ohne sie nichts funktioniert in dem Krankenhaus. Sie sind Zuständig für Ordnung, Sauberkeit und Hygiene. Damit schaffen sie die Basis dafür, dass Ärzte ihre Arbeit machen können. Sie tragen maßgeblich zur Gesundheit der Patienten bei. Ein schönes Bespiel für Life Saver/Philipp

Mittwoch, 8. August 2018

Let’s talk about money



Manchmal ist man geneigt zu denken, dass sich alle Probleme dieser Welt mit Geld lösen lassen. Beschäftigt man sich mal etwas intensiver mit der Wirksamkeit von Entwicklungshilfe Projekten, wird man diese Meinung überdenken. Für gut angelegte Hilfsprojekte braucht man Geld, die richtige Idee und einen Plan. Unsere Solar/Wasser Projekte sind ein Glücksfall, in dem alles zusammen kam: ein Spender hat uns Geld versprochen, wenn wir ihm eine innovative Idee im Bereich Trinkwasser präsentieren. Wir waren gefordert. Hier ist die Lösung: wir bauen eine Solaranlage in einem Dorf neben einem bestehenden Brunnen. Die Pumpe vom Brunnen braucht Strom, der kommt bisher von einem Diesel Generator, weil es in dem Dorf keinen Strom gibt. Durch unser Solarfeld wird die Sonne zum Stromlieferanten. Der Dieselgenerator springt nur noch an, wenn die Sonne mehrere Tage nicht scheint. Das erste Projekt wurde gestern eingeweiht, weitere Anlagen werden folgen. Das wirtschaftliche Ergebnis kann sich sehen lassen:

- Gesamtinvestition : 10.000 Euro plus 2.000 Euro von den Dorfbewohnern
- Einsparung für Diesel in den ersten sechs Monaten : 3.000 Euro
- die CO2 Reduzierung in einem Jahr kompensiert 30 Langstreckenflüge


Dienstag, 7. August 2018

Was macht eigentlich Min Min ?


„Gib mir mal drei Minuten..."
Min Min ist ein Organisationstalent. Während er den Dorfbewohnern in und um Bagan unser Solar Programm erklärt (hier im Bild) organisiert er mit seinen drei Telefonen die Baustellen, die halbe Familie und die mitreisenden Gäste. Hilfsbereit versucht er alle Wünsche möglich zu machen. Ein NEIN gibt es bei ihm nicht. Das kann gelegentlich zu Verwirrungen führen, weil er auch zu den Dingen JA sagt, die nicht möglich sind. Da muss man einfach etwas genauer hinhören - nach zwölf Jahren gemeinsamer Arbeit kennt man sich ein bisschen. 2006 kam Min Min frisch von der Uni mit seinem Tour Guide Abschluss in der Hand. Leider gab es damals keine Touristen und so hat er angefangen für uns zu arbeiten. Gemeinsam sind wir über die Jahre gewachsen. Min Min hat uns das Land erklärt, die Kultur und das Leben hier. Das eine und andere konnte  er bestimmt auch von uns lernen. Aus dem jungen Mann ist ein großzügiges Familienvater geworden und ein erfolgreicher Unternehmer. Schön, dass wir noch immer gemeinsam dazulernen und neue Möglichkeiten entdecken/jg

Montag, 6. August 2018

Glückliche Erleuchtung


Keine Frage, unsere Produkte machen Freude. Nicht nur beim Fotoshooting für die neue Solarlampe (rechts bei Min Min mit Handy Ladefunktion) sondern auch in den Dörfern. Besonders natürlich in den Dörfern, in denen es keine Elektrizität gibt - das sind viele tausend Dörfer in Myanmar. Genug zu tun für Min Min und Naing. Die Solarlampe mit Panel (links zu sehen bei Hannah) kostet 10 Euro, Das größere Pendel mit Solarlampe und power Bank fürs Handy kostet das Doppelte. Wir beziehen die Produkte direkt vom Hersteller in China, nur so sind diese günstigen Preise möglich. Mit der Lampe haben wir seit drei Jahren besten Erfahrungen/jg

Sonntag, 5. August 2018

Wenigstens ein Bild....

Anna Lena konnte nicht dabei sein, bei der Eröffnung von ihrem Kindergarten gestern. Aber wenigstens ein Bild gab es zu sehen (hier zusammen mit der Mama) für alle, die an der Feier teil genommen haben. Damit hatten die Menschen so viel Freude, dass wir beschlossen haben, in allen unseren Schulgebäuden ein Bild der Spender aufzuhängen. Also, liebe Freunde und Schulspender, kramt schon mal in Euren Schachteln oder in den digitalen Alben nach den schönsten Bildern - wir werden Euch in nächster Zeit danach fragen/jg

Samstag, 4. August 2018

Glück, dass man kaufen kann


Wenn man bedenkt, dass am Ende der Feier auch noch 300 Menschen lecker gegessen haben, war das Ganze mit 10.000 Euro eine bezahlbare Angelegenheit. Besser gesagt ein langfristiges Investment , dass uns schon jetzt viel Freude gemacht hat und weiter Freude machen wird. Besonders den Vorschulkindern und den Lehrern, die den ANNA LENA Kindergarten nutzen. Der einzige Wermutstropfen ist die Tatsache, dass Anna Lena heute nicht dabei sein konnte. Aber das werden wir nachholen. Ein Foto von der hübschen jungen Hamburgerin hängt schon in ihrem Kindergarten 🙂 jg

Freitag, 3. August 2018

Gutes Karma



Hier ein Foto im Bilderrahmen Fachgeschäft meines Vertrauens in Yangon: Dorothea, Nina und ihr Mann, Sven und Susanne sind würdig in Gold gerahmt. Auf vielfachen Wunsch der Dorfbewohner bringen wir ein Bild von den Spendern in jedes Projekt. Dann kann die Feier beginnen. Für Nina eröffnen wir einen Kindergarten in der Nähe von Bagan – für Dorothea, für Sven und Susanne weihen wir je eine frisch renovierte Pagode am Inle See ein. Wir werden davon berichten, gutes Karma gibt es so oder so/jg