Stiftunglife

Freitag, 14. Juni 2019

Blogeintrag


Das Wort zum Freitag
Jeden Morgen die gleiche Frage:  Welches Thema nehme ich heute für diesen Blog Eintrag? Interessant und abwechslungsreich darf es sein. Es soll etwas mit der Stiftung zu tun haben, ohne fortwährend eigene Projekte zu loben. Es darf also auch ein Blick über den eigenen Tellerrand sein. Freitags bietet sich ein Klimathema an, auch um die Jugendlichen zu unterstützen, die sich für ihre und unsere Zukunft einsetzen. Ihr Engagement steckt an, inspiriert (hoffentlich auch die Politik) zu eigenen Taten. Frei nach Erich Kästner: Es reicht nicht das Wollen, man muss es auch tun! jg

Donnerstag, 13. Juni 2019



Der Anfang
Die Stiftunglife wurde vor 30 Jahren von Sven Raap und Jürgen Gessner gegründet. In der Gründungsurkunde ist vermerkt: gemeinnützige Stiftung für Leben und Umwelt

Das Team in Deutschland 
Martina Rissmann, Sven Raap und Jürgen Gessner bilden den Vorstand der Stiftung, sie sind Teil des Teams. Es gibt keine bezahlten Mitarbeiter in Deutschland, alle Teammitglieder arbeiten ehrenamtlich. Jeder engagiert sich mit Sachkenntnisse in einem Projekt* und trägt seine Kosten selber. 

Das Team in Myanmar
In Myanmar arbeiten vier Einheimische* für uns. Sie haben Projektverantwortung und werden landesüblich bezahlt. Auch die burmesischen Mitarbeiter bei den swimming doctors werden landesüblich bezahlt: 10 Seeleute, 4 Ärzte und 4 Schwestern. 
* Khin, Khu Khu, Min Min und Naing

Die Freunde
Die Stiftung lebt von den Menschen, die sich engagieren. Der eine hat Zeit, ein anderer hat Geld oder  besonderes Wissen: jeder gibt, was er kann und mag. 

Informationen 
gibt es auf der Website (suchen Sie nicht den internen Bereich, es gibt keinen) mit einem Espresso, einem Cappuccino, kleinen lokalen Gesprächsrunden mit Freunden der Stiftung und einem jährlichen Teamtreffen. 

Spenden und Erträge
Die Stiftung finanziert die Projekte zu 30% aus eigenen Erträgen und 70% aus Spenden. Alle Geldeingänge und alle Geldausgänge sind in unserem gläsernen Konto öffentlich zu sehen.

Das Ziel für die nächsten 30 Jahre
Wir wollen den Geist der Gründer weitertragen und als Team zusammenwachsen, gute Arbeit leisten, uns entwickeln, Freude und Freunde haben und nicht größer werden. 

Mittwoch, 12. Juni 2019

From our friend Angelica


A plan without a goal is just a wish

Dear friends, how are you doing? As for me, the school in Manila has just started and everything went busy. I have new set of students. I am still teaching English for Grade 9, Research Writing for Grade 10 and Oral Communication for Grade 11.  On our first day, I asked them to trace their hands from a paper and cut them out. I also asked to write down their goals, both short term and long term on the fingers and palm of the hands. The hands will be posted on the wall together with their classmates'. I also made mine, and mine work as the trunk. The trunk serves as the support for the whole class to be focused to their goals. Their photos are hung on one of the fingers and it symbolizes the fruits. Their goals whether short term or long term can bear fruits one day, and it is the best version of themselves. The long and short term goals were made sure to be: 

S-pecific
M-easurable
A-ttainable
R-ealistic
T-imely

Dienstag, 11. Juni 2019

First day of School



So ordentlich geht es zu, wenn Kinder zur Schule gehen. 
Bestimmt ist das nicht überall so – aber unsere Kinder im Kinderheim in Yangon haben viel von deutscher Ordnung und Gründlichkeit mitbekommen 😊 der wöchentliche Besuch von Capt. Wilk trägt seinen Teil dazu bei. Während sich die Schüler bei uns auf die Sommerferien vorbereiten, hat in Myanmar gerade das neue Schuljahr begonnen. Drücken wir ihnen die Daumen für einen guten Start ins Leben. 24 Kinder haben inzwischen einen Paten bekommen. Gemeinsam werden wir jedes einzelne Kind mit Rat und Tat durch die Schuljahre begleiten/jg

Montag, 10. Juni 2019

Die aktuellsten Bilder aus Myanmar gibt es immer auf Facebook zu sehen. Schön für uns, noch besser für die Menschen im Delta. Dort ist Facebook zum allgemeinen Informationskanal geworden. Alt und Jung, männlich und weiblich, alle nutzen ihr ein Smartphone. Auch Dr Than Myint, unser burmesischer Schiffsarzt. Mit seinen Bildern erreicht er viele Eltern und Lehrer im Delta. Wir behandeln gerne kranke Kinder – noch lieber zeigen wir Ihnen, was man tun kann, um gesund zu bleiben. Hände waschen und Zähneputzen gehören dazu 😊

Sonntag, 9. Juni 2019

Dieses Produkt sollte man meiden




Vittel ist
 Wasser in Plastikflaschen


Aber Vittel ist auch ein Ort in den Vogesen. In diesem Ort wird das Wasser knapp, das hat etwas mit den Plastikflaschen zu tun. Der Nestlé Konzern befüllt die Plastikflaschen mit Wasser aus Vittel und verkauft es gewinnbringend in der ganzen Welt. Gern betont der Konzern, dass bei der Produktion "der nachhaltig umweltbewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen großgeschrieben" werde. Nur stimmt das leider nicht. Denn der Konzern pumpt so viel Wasser aus dem Boden, dass eine wichtige Quelle zu versiegen droht. Im französischen Vittel protestieren die Anwohner. Dabei geht es nicht nur um Wasser, sondern auch um Plastik. Wasser in Plastik verpackt wird von Nestle auch in Länder verkauft, in denen es gar keine Recycling Möglichkeiten gibt. Millionen Plastikflaschen werden produziert, befüllt und Tausende von Kilometern durch die Gegend gefahren. Am Ende landen sie auf dem Müll oder im Meer. In unserer Plastik Recycling Anlage am Ngapali Beach räumen wir weg, was Nestlé in die Welt bringt. Das kleine Glied zwischen dem Supermarktregal und dem Plastik im Meer sind wir, die Konsumenten. Den Lauf der Welt können wir unterbrechen, wenn wir dieses Produkt im Regal stehenlassen. Statt dessen können wir Leitungswasser trinken. In der Gesamtbilanz ist das besser für uns und für die Umwelt/jg

Samstag, 8. Juni 2019

Zwei nette Angebote


Die Abiturprüfungen sind vorbei
die jungen Menschen können aufatmen und den Sommer genießen. Das Wintersemester beginnt erst im Oktober. Manche werden sich ein Gap year nehmen, andere wissen noch nicht, was sie machen wollen. Zwei nette Angebote für die Unentschlossenen: mit unserem Meet & Greet bringen wir 18 bis 25jährige aus Deutschland für vier Wochen mit Gleichaltrigen in Myanmar zusammen. Was vor drei Jahren als „English Conversation Training" begonnen hat, ist zu einem Cultural Exchange Programm gewachsen mit Gewinnern auf beiden Seiten. Wer ein bisschen mehr Zeit hat, kann sich auf einen Praktikumsplatz im Kinderheim Yangon bewerben. Weitere Infos über annette@stiftunglife.de

Freitag, 7. Juni 2019

Dreifacher Gewinn


Die perfekte Lösung
Ein kluger Mensch, der gerade darüber nachdenkt, wie er weniger fliegen kann um seine CO2 Bilanz zu verbessern, gewinnt bei einer Tombola einen Flug nach Myanmar. So geschehen Ende letzten Jahres beim Deutschen Wirbelsäulen Kongress in Wiesbaden. Was ist zu tun…?

Hier kommt die wunderbare Auflösung: Der Gewinner hat seinen Flug an Carla, unsere Medizinstudentin, gespendet. Carla fliegt einmal im Jahr nach Yangon, um nach „unseren Kindern" im Heim zu sehen. Wir stellen den Flug (für alle Team Mitglieder) klimaneutral. Der Spender freut sich über die gute Verwendung, Carla schont ihr schmales Studentenbudget und die Umwelt atmet auf. Was für ein glücklicher Tag 😊

Donnerstag, 6. Juni 2019

Gestern, heute, morgen...


Wir pflanzen jeden Tag einen Baum 
Das hört sich nicht viel an – aber wenn jeder, der diesen Eintrag liest, auch täglich einen Baum pflanzen würde, wäre schon viel gewonnen. Kostet nicht mehr als eine Tasse Cappuccino. Bei uns ist der Satz „Wir pflanzen jeden Tag einen Baum" nur symbolisch zu sehen, er steht für den Willen zum konkreten Handeln. In Wirklichkeit sind es mehr als 3.000 Bäume, die wir im letzten Jahr gepflanzt haben, in diesem Jahr werden es über 4.000 Bäume sein. Viele davon werden in Deutschland gepflanzt, noch mehr in Myanmar. Rein statistisch gesehen pflanzen wir damit rund zehn Bäume pro Tag. Alle Standorte der Anpflanzungen erfassen wir Geodatengenau. Wir kümmern uns um die Pflege der Setzlinge und freuen uns über jeden, der uns dabei mit Rat und Tat unterstützt/jg

Mittwoch, 5. Juni 2019

Was macht Astrid ?


Astrid steht an der Spitze 
Neues Kapitel beim Wirtschaftsrat, der 12.000 deutsche Unternehmen vertritt: Mit Astrid Hamker aus Osnabrück steht erstmals eine Frau an der Spitze dieser Vereinigung. Mit über 90 Prozent der Stimmen wählte eine Bundesdelegiertenversammlung die 52-jährige Unternehmerin gestern in Berlin zur Präsidentin des Wirtschaftsrats. Astrid ist Gesellschafterin und Mitglied des Beirates der Piepenbrock Unternehmensgruppe. Wir gratulieren herzlich, Astrid ist eine Freundin der Stiftung. Seit zwei Jahren unterstützt sie ein Mädchen im Kinderheim in Yangon/jg

Was macht Ahmad?


Ahmad engagiert sich 
Vor vier Jahren ist Ahmad nach Bad Salzschlirf gekommen. Krieg und Flucht haben ihn dort gebracht. Dort angekommen, haben ihm ein paar Menschen die Hand gereicht, die meisten haben weggeschaut....

Ahmad hat seinen Weg gemacht. Er hat Deutsch gelernt und für seine seine Anerkennung als Zahnarzt gearbeitet. Manche von denen, die damals weggeschaut haben, sitzen heute bei ihm auf dem Zahnarztstuhl. Neben diesem Einsatz für sich und seine Familie hat Ahmad sich auch für andere eingesetzt: erst als ehrenamtlicher Übersetzer im Ausländeramt und seit zwei Jahren für Menschen im Altenheim, die sich über Zeit und Zuwendung freuen. „Wir schieben Oma", der Name ist Programm. Gestern hat Ahmad sein Projekt bei einer Integrationstagung in Kassel vorgestellt. In der Zeitung lesen wir die neuesten Nachrichten aus Syrien: 35 zerbombte Schulen, 300 tote Zivilisten, 300.000 Flüchtlinge: Diktator Assad und Verbündete schießen die Rebellenprovinz Idlib sturmreif. Idlib ist nicht weit entfernt von der Gegend, in der Ahmad aufgewachsen ist. Seine Eltern leben noch immer dort. Seit zwei Jahren wohnen sie im Keller, ihr Hauses ist weitgehend zerstört/jg

Dienstag, 4. Juni 2019

Freude in Celle/1


Celle blüht auf
Große Freude, wenn man den Erfolg vor der Haustür sehen kann: bei Spaziergang durch den Schlosspark fällt die bunte Blumenwiese gleich ins Auge. Wer sich nun wundert, dass die eigene Salat im Garten noch nicht aufgeblüht ist, dem sei gesagt, dass diese Blumenwiese aus der Einsaat vom letzten Jahr entstanden ist. Im Spätsommer 2018 wurde die Wiese gemäht. Die Samen hatten sich ausgesät und nun blühen die Blumen wieder, ohne dass wir etwas dafür getan haben. Auch die vielen hunderttausend Wildlumensamen, die wir gemeinsam mit Blume2000 in den letzten Wochen verteilt haben, sind mehrjährig 🙂

Freude in Celle/2



Der Freiherr von Berlepesch kommt wieder zu Ehren
Auch die „Köstliche von Charneux" und der lang lagerfähige „Ontario". Es sind alles einheimische Obstsorten, die in diesen Herbst gepflanzt werden. Die Fachleute vom Stadtgartenamt in Celle haben die Obstsorten ausgesucht und den Kauf der Bäume ausgeschrieben. Die Stiftung übernimmt die Kosten für den Kauf. Die Stadtverwaltung übernimmt die Registrierung und Verteilung. Die Bürger holen die Bäumchen ab, pflanzen, hegen, pflegen und ernten. Eine lokale Win-Win-Win Situation. Seit gestern dürfen wir noch ein weiteres „Win" hinzufügen: anlässlich der Eröffnung ihrer 200. Filiale spendet Blume2000 (unser Partner im Bienenprojekt) 200 Bäume. Insgesamt werden im Rahmen dieser Aktion 600 Bäume gepflanzt/jg

Montag, 3. Juni 2019

Ein Zeichen setzen



Keine 10 % der Plastikabfälle
werden sortiert, eingeschmolzen, wiederverwertet. Sagt Thomas Maschmeyer. Unser Freund Christoph Hein hat den Professor in Sidney getroffen. Das lesenswerte Interview ist am Samstag in der FAZ erschienen. Maschmeyer macht sich Gedanken um die 90 % der Plastikabfälle, in die in Verbrennungsöfen enden, auf der Mülldeponie oder im Ozean. Das schafft Probleme, gegen die sich immer mehr Menschen auflehnen. Malaysia hat gerade angekündigt, hunderte Tonnen Plastikmüll an die Absender, unter anderem Deutschland und Australien, zurück schicken zu wollen. Auf Bali hat man Plastikstrohhalme verboten, in Myanmar sammeln wir den Plastikmüll am Ngapali Beach auf. Das sind eher Zeichen als grundlegende Änderungen.....

Sonntag, 2. Juni 2019


Fast fertig: SAFFER School
Es ist die erste Schule, die wir am Ngapali Beach bauen. Eine kleine Dorfschule im Hinterland, knapp eine Stunde vom Strand entfernt. Die Eröffnungsfeier planen wir für den Herbst. Zusammen mit unserer Plastik Recycling Station P2 nun ein guter Grund mehr für ein paar Urlaubstage am Strand/jg


Baubeginn für die Markehnen School 
Das Dorf wurde sorgfältig ausgewählt, die Dorfbewohner haben ihren Eigenbeitrag gesammelt - nun kann es losgehen. Normalerweise dauert der Bau einer Schule drei Monate. In der Regenzeit kann es vielleicht vier Wochen länger dauern. Min Min kümmert sich und wir sind zuversichtlich, dass alles fertig sein wird, wenn Familie Hasche im November nach Myanmar reist. Wir freuen uns alle auf die Eröffnungsfeier😊

Samstag, 1. Juni 2019

Beschlossen wurde nichts


Die Europawahl war der Anfang: Eine junge, lautstarke Generation macht die Erderwärmung zur sozialen Frage. Wie die 68er fordern sie den radikalen Wandel - durch das Netz wirken sie mächtiger als ihre Vorgänger.

Nach der Wahlschlappe vom Sonntag blieb der Koalition kaum etwas anderes übrig, als beim Klimaschutz konkreter zu werden. Am Mittwoch tagte das Klimakabinett. Die zuständigen Minister hatten erstmals Vorschläge dabei, mit denen die Klimaziele für das Jahr 2030 Realität werden könnten. Wie man hört, gab es viele Ideen - beschlossen wurde nichts! jg

Freitag, 31. Mai 2019

Fotomotiv


Schön war's - aber nicht mehr zeitgemäß
Das Foto ist vom letzten Jahr, jetzt sind die Roten weg, das Münchner Rathaus ist grün geworden - und in ein paar Wochen wird es bunt. Sie sind ein kleiner sichtbar Nebeneffekt des Volksbegehrens, die bunt bepflanzten Blumenkästen am Münchner Rathaus. Das Bayern bienenfreundlich geworden ist, kann man jetzt am Münchner Rathaus sehen. Die roten Geranien sind weg, nun winkt den Bienen und Schmetterlingen ein gigantisches Festmahl in den Blumenkästen am Rathaus. Mehr als 1000 Sommerblumen in 111 Kisten warten auf Besuch aus der Luft. Buntnesseln sind dabei, Prachtkerzen, Zinnien und Löwenmäulchen. In kulinarischen Notfällen können die Rathausmitarbeiter auch von der neuen Bepflanzung profitieren, denn vor ihren Fenstern sprießen nun auch Basilikum, Salbei und Süßkartoffeln. Wir freuen uns, dass wir unseren Teil zum bienenfreundlichen Frühling 2019 beigetragen konnten. Um genau zu sein: 1,5 Millionen Quadratmeter Wildbumensamen haben wir in den letzten Wochen „an den Mann gebracht". Jetzt freuen wir uns auf viele bunte Wiesen voller Bienen und Schmetterlinge/jg