Stiftunglife

Samstag, 17. Februar 2018


Man könnte ja ruhig mal fragen, an wem es liegt, dass so viel Dreck aus dem Auspuff kommt - nicht nur bei Autos, auch bei den Kreuzfahrtschiffen. Im Vergleich zu Schiffsmotoren sind Dieselfahrzeuge geradezu sauber. Auf hoher See wird Schweröl verbrannt, auf Flüssen sind weder Filter noch Katalysatoren üblich. Es ist die Sache der Politik, Rahmenbedingungen festzuschreiben und zu kontrollieren. Natürlich entschuldigt das nicht den Betrug von VW, Audi und Co, aber die Politik hat es den Betrügern zu leicht gemacht und wir, die Verbraucher, sind auf bunte Werbeversprechen hereingefallen. Beim nächsten Urlaub und beim nächsten Autokauf sollten wir einen Blick auf die Umweltbilanz werfen. Unsere Kinder und Enkel werden es uns danken/jg

Freitag, 16. Februar 2018

Sicherheit hier und da


Und 100 Staats- und Regierungschefs, Außen- und Verteidigungsminister sind der Einladung von Botschafter Wolfgang Ischinger gefolgt. Sie werden vom 16. bis 18. Februar zur Sicherheitskonferenz in München erwartet. Dazu der Gastgeber in einem Interview der Welt: „Es ist die Vielzahl und Gleichzeitigkeit der Krisen und Konflikte, so schlimm wie jetzt war es lange nicht mehr. Wir haben den Krieg in der Ukraine, wir haben dramatische Zustände im Nahen und mittleren Osten, alles direkt vor unserer Haustür. Auch die vermeintlich weiter weg liegenden Konflikte in Nordkorea und im Jemen haben direkte Auswirkungen auf Europa. Wäre ich ein Zyniker, könnte ich sagen: die Münchner Konferenz ist ein Profiteur dieser multiplen internationalen Krisenlage. Erfreulich ist die Lage jedenfalls nicht". Angesichts der großen Konflikte kann man die Entwicklung in Myanmar mit vorsichtigem Optimismus betrachten. Die Regierung investiert in dem ärmsten Gebiet des Landes. Es werden Straßen und Häuser für die Rückkehrer gebaut. Nach einem Treffen mit dem Minister gestern, am Rande der Sicherheitskonferenz, bin ich zuversichtlich, das wir bald mit dem Bau einer Schule im Rohinga Gebiet beginnen können. Einer Schule, zu der alle Menschen Zugang haben werden, unabhängig von Volksgruppe oder Religion. Das wird unser Beitrag zu einem neuen Frieden. Wollen wir hoffen, dass alles lange hält, der Frieden und unser Schulbau/jg

Donnerstag, 15. Februar 2018

Vom Müll zum Rohstoff



Jeder schimpft über den Plastikmüll, aber ganz entgehen können wir ihm wohl nicht. „Bewusstes Handeln" ist das Zauberwort, dass einiges verändert, wenn wir uns darauf einlassen. So habe ich mich daran gewöhnt, einen Einkaufsbeutel in der Jackentasche zu haben. Kein Problem, in der kalten Jahreszeit habe ich immer eine Jacke dabei, muss nur an den Beutel denken. 

Für unser neues Plastik Recycling Projekt in Myanmar sind wir ein Stück weiter gekommen: in Ngapali konnten wir einige Hotels für unsere Idee begeistern. Bald werden die ersten gelben Tonnen aufgestellt und eine Mülltrennung eingeführt - zumindest in Plastikmüll und Restmüll. Für die Menschen ist das ein kleiner Anfang, für uns ist es eine große Hilfe beim Einsammeln des Rohstoffs/jg

Mittwoch, 14. Februar 2018

Heute in der Süddeutschen

Deutschland, eines der reichsten Länder der Welt, bekommt den Pflegenotstand nicht in den Griff. Darunter leiden nicht nur alte Menschen, Patienten und ihre Angehörigen. Daran krankt die ganze Gesellschaft. In der Süddeutschen Zeitung gibt es heute auf der Seite Drei eine ausführliche Schilderung der Verhältnisse. Die meisten von uns mögen sich mit diesem Thema nicht beschäftigen, bis sie persönlich davon betroffen sind - dann müssen Sie sich damit beschäftigen. Vordergründig geht es um Geld, aber es geht auch um eine menschliche Gesellschaft. Mit unserem kleinen Projekt „Wir schieben Oma" zeigen wir, dass jeder etwas tun kann/jg

Was, wenn wir flüchten müssten?


Deutschland im Jahr 2027 – die EU gibt es nicht mehr. Eine nationalistische Regierung übt Willkür, verfolgt Migranten, Homosexuelle und andere Minderheiten. Immer mehr Menschen sehen sich zur Flucht gezwungen, zu einem „Aufbruch ins Ungewisse". Das ist der Titel des des ARD Fernsehfilms, der die Vorzeichen der Flüchtlingskrise umgedreht. Fast in jedem Detail orientiert sich der Film an den realen Schicksalen der geflüchteten Syrer, Afghanen und Afrikaner, die unter schwersten Umständen nach Europa fliehen, um hier ein neues Leben zu finden. Ein wichtiger Film, der mit dem Rechtsruck und den Fluchtursachen zwei der dringlichsten Themen unserer Zeit aufgreift. Bestimmt kein einfacher Abend, dieser Fernsehabend heute/jg

Dienstag, 13. Februar 2018

Essen im Seeds und bei den swimming doctors


Ein Land - zwei Welten, mit welcher Leichtigkeit wir zwischen diesen Welten in Myanmar wechseln. Aber auch, welche Privilegien wir dabei geniessen. Wir wollen das in zwei Fotos veranschaulichen. 
Zum einen ein Gastmahl im "seeds ",  Spitzengastronomie aus Schweizerhand , serviert am harmonisch und bis in das letzte Detail abgestimmten Tisch mit Blick auf  den Inya-See und seine Lotusblumen. Lucia und Felix, Freunde und Foerderer der Stiftung, verwoehnen uns auf hoechstem Niveau, dieses Mal  mit kross gebratenem Fisch. Auch unser Koch bei den " swimming doctors " verwoehnt uns, wo und wie er nur kann. Morgens ist er als erster auf den Beinen, dann geht das Gebruzzel von Gemuese, Eiern, Kartoffelchips ,Reis und Huehnchen los. Reis mit Huehnchen gibt es heute zum Fruehstueck, scharf gewuerzt und von den seamen gerne aus der Hand gegessen. Zwei gastronomische Welten, schon ein Gegensatz, aber nicht unvereinbar, sondern zweifacher Genuss, weil uns das Land verbindet/wm

Montag, 12. Februar 2018

Ingeborg Kindergarten


Manche Dinge brauchen etwas länger in Myanmar. Bei dem Ingeborg Kindergarten hat es mit der Eröffnungsfeier sehr lange gedauert, das Gebäude ist schon seit zwei Jahren fertig und in Betrieb. Mit der fehlenden Eröffnungsfeier lag das ein bisschen an uns, ein bisschen an der Schulleiterin und den Dorfbewohnern, aber schließlich kam dann doch noch alles zu einem guten Ende. Die Kinder sind zufrieden, die Lehrer und die Dorfbewohner auch – und ich hatte das Glück, im rechten Moment zur Stelle zu sein: ich durfte bei der Eröffnungsfeier das Band durchschneiden. Ein schöner großzügiger Raum steht den Kindern zur Verfügung. Das nächste mögliche Dorfprojekt liegt in Sichtweite auf dem Schulgelände: wir überlegen, ob wir den Diesel Generator für die Wasserpumpe durch ein Solarfeld ersetzen. Das Schulkomitee ist von der Idee ganz begeistert. Wir werden mal sehen, ob sie die 50% Eigenanteil aufbringen, die wir in diesem besonderen Fall gerne hätten/jg

Sonntag, 11. Februar 2018

Gutes Karma


Im Erinnerungskalender ist heute vermerkt: vor einem Jahr hat Min Min eine Pagode in Sagar eingeweiht. In einer feierlichen Zeremonie dürfte er den goldenen Schirm auf die Spitze der Pagode setzen. Seitdem gibt viel gutes Karma für den gläubigen Buddhisten - und für die Familie Klische, die die Renovierung dieses historischen Bauwerks bezahlt hat. Im Lauf dieses Jahres wird Min Min wieder die Gelegenheit haben, eine Pagode einzuweihen. Der Mönch hat versprochen, dass das gute Karma für uns alle reichen wird 😊 jg

Samstag, 10. Februar 2018

Was macht eigentlich Sven Raap?

Sven überprüft das Innenleben unserer chinesischen Solarlampen!
Technisches Interesse und eine Ausbildung in Elektrotechnik sind eine gute Grundlage, durchs Leben zu kommen. Sven schraubt, lötet und repariert - er könnte damit Geld verdienen. Kann er aber nicht, weil er mit anderen Dingen beschäftigt ist. In ein paar Monaten beginnen wir eine neue Baustelle in Celle. Sven kümmert sich um alles: von der Baugenehmigung bis zur Vermietung, von der Ausschreibung bis zur täglichen Bauüberwachung. Es geht um Geld, viel Geld. Mit Rat und Tat und gefühlten hundert Jahren Bauerfahrung ist Udo Klische täglich an seiner Seite. Daneben gibt es das "Alltagsgeschäft" mit dem Sven das täglich Brot für uns beide verdient: Vermietung und Verkauf von Immobilien in Celle, Beratung, Abrechnung und Instandhaltung unserer (Stiftungs)Immobilien. Danke Sven! jg

Freitag, 9. Februar 2018

New Kindergarten Projekt



Nach Anna Lena dürfen wir nun auch einen Kindergarten für Nina bauen. Gestern haben wir das Projekt auf den Weg gebracht. In einem kleinen Dorf, in der Nähe vom Mt. Popa, das über Sandwege nur bei gutem Wetter erreichbar scheint. Die luftige Strohhütte, in der die Kinder jetzt im Sand sitzen, sieht bei Sonnenschein ganz schön aus – in der Regenzeit sieht das anders aus. Mit einem festen Gebäude schaffen wir gute Voraussetzungen für die Vorschulkinder. Die Dorfbewohner sind ganz engagiert. Sie helfen mit, werden ihren Eigenanteil sammeln und bei den Erdarbeiten mit anfassen. Nach Ostern fangen wir den Arbeiten an/jg

Donnerstag, 8. Februar 2018

Doppeltes Glück



Erst waren die beiden Zahnärztinnen aus Deutschland bei den swimming doctors im Einsatz. Da hatten sie viel Freude und wir auch, besonders beim Zahnputztraining in den Schulen. Nun erweitern die jungen Ärztinnen auch noch den Kreis unserer Mentoren. Vor ein paar Tagrn haben sie ihre Medizin Studentinnen getroffen, hier ist Ihr Bericht: 
Dear all, we had a nice day in Magwe with Nann Wai Moe yesterday. We had lunch together and visited the most famous pagoda in Magwe. We talked a lot about university, our cultures and our lifes. We had a lot of fun together! You can convince yourself at our photo. Nann Wai Moe is a really nice and openminded woman and we would love to become her mentors. Kind regards Jana and Verena

Mittwoch, 7. Februar 2018

New school project


Letzte Woche haben wir ein neues Schulprojekt im Delta gestartet. Damit geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: wir möchten entlang der Route der Swimming Doctors Schulen bauen und so zwei Projekte miteinander verbinden. Der Mönch war bei der Vertragsunterzeichnung dabei, somit ist dem Projekt guter Zuspruch und die Unterstützung der Dorfbewohnern sicher. Naing, im Bild vorne links, plant und koordiniert den Bau für uns, hier ist sein Bericht:
Dear Friends, last week I went to the A Kaw Village in Delta region and signed for the new school building. But at the moment we don't give yet the name for this school. Also I received their contribution money   amount 8,000,000 MMK . I'll pay to the construction company for first payment 50 % of calculation soon. I will update again when I sign with construction company. Thanks, Naing

Dienstag, 6. Februar 2018

Glauben leben

Die drittgrößte Gruppe auf der Welt, das sind diejenigen, die an keinen Gott glauben. Lässt man diese Gruppe unberücksichtigt, so waren es die vier Hauptreligionen dieser Welt, die auf dem Foto gestern friedlich zusammenstanden. Zahlen sagen natürlich nichts darüber aus, wie sehr Menschen in ihrem Glauben verankert sind. In Deutschland können knapp 80 % der 18 bis 34 Jährigen nach eigener Aussage ohne den Glauben an Gott glücklich sein. Wenn wir das mit den Menschen in Myanmar vergleichen, drehen sich diese Zahlen um. Für Min Min ist es ganz selbstverständlich, dass wir auf unserem Weg in die Dörfer an einer Pagode anhalten unseren Respekt zeigen. Für Min Min ist es ganz selbstverständlich, dass wir in jedem Dorf den Mönch in unsere Projekte einbinden/jg

Montag, 5. Februar 2018

Vier Religionen



Die vier Herren, die hier zusammenstehen, arbeiten zusammen für unser neues Plastik Recycling Projekt in Myanmar. Von links nach rechts: Kyaw Naing hat eine kleine Werkstatt in Mandalay. Er verarbeitet Plastikabfälle zu Bällen - daneben Jürgen, er kümmert sich um die Recycling Projekte der Stiftung  - Soe Myint betreibt unser erstes Projekt P1 in Pakokku seit zwei Jahren als Family Business - ganz rechts Min Min, er hält die Kontakte und kümmert sich um die baulichen Umsetzung.

Zwei Gründe gibt es für diesen Eintrag heute: alle vier sind heute ehrenamtlich unterwegs, jeder bringt seine Erfahrung ein, damit dieses Projekt der Stiftung auf dem neusten Stand der Technik kommt. Freundlich und offen gehen die vier miteinander um: ein Buddhist, ein Moslem, ein Hindu und ein Christ. Auch das ist Myanmar/jg 

Sonntag, 4. Februar 2018

Gut für die Umwelt

Das Inle Heritage ist das beste Projekt, dass ich kenne - nicht nur am Inle See, sondern in ganz Myanmar. Sinnvoll greifen hier viele Dinge ineinander: das Restaurant mit dem kleinen Hotel (zehn Zimmer) die Kochschule, das Trainingscenter. Es gibt ein Waste Management, Solarenergie und biologische Abwasser Reinigung. Wovon andere träumen, ist hier Standart. Mit den Menschen, die das aufgebaut haben, wollen wir zusammenarbeiten. Das gemeinsame Ziel ist ehrgeizig: wir möchten die Motorboote auf dem Inle See auf Elektroantrieb umstellen. Hier auf dem Foto vermisst Tin Thun, unser Solaringenieur, eins der tausend Boote, die täglich über den See knattern/jg

Freitag, 2. Februar 2018

Gorch Fock Kindergarten


Die Kinder in Hamburg würden sich freuen, wenn sie sehen könnten, wie das Geld, für das sie alle gelaufen sind, hier seinen Zweck erfüllt. Der Bau vom Gorch Fock Kindergarten geht gut voran, Ende des Monats kann das Gebäude von den Kindern in Beschlag genommen werden. Bleibt noch die Frage der Einweihungsfeier. Die Kinder haben mich gefragt, ob Gorch Fock dabei sein wird, wenn ihr neuer Kindergarten feierlich eingeweiht wird. Ich habe Ihnen erklärt, dass sich der Namensgeber entschuldigen lässt, weil vor 102 Jahren gestorben ist. Aber eine schöne Idee wäre es, wenn Lehrer und Kinder der Gorch Fock Schule zur Eröffnungsfeier kommen könnten...?!

Annalena Kindergarten

Das Grundbreaking am Annalena Kindergarten war gut vorbereitet, leider nicht an der richtigen Stelle. Ein neuer Plan musste ausgiebig diskutiert und dann vermessen werden. Die lange Wartezeit hat Kurt mit einem Fußballspiel wunderbar überbrückt. Alle hatten ihre Freude. Der neue Kindergarten hat dann auch noch unsere Aufmerksamkeit bekommen: in der kommenden Woche können die Erdarbeiten beginnen. Nach Ostern kann das Projekt eingeweiht werden. Hoffen wir, dass Annalena Zeit hat dabei zu sein/jg