Stiftunglife - News

Freitag, 13. Februar 2026



Keiner hat Burma schöner beschrieben

Der niederländische Autor Cees Noteboom ist mit 92 Jahren gestorben. Mit 17 von der Schule geflogen entdeckte er das Schreiben und verdiente schon bald sein Geld als reisender Journalist. Er hat sich dafür interessiert wie die Welt sich bewegt, wie sie zusammenkommt und wie sie auseinandergerissen wird. Große Literatur ist daraus geworden mit Göttern, Mythen und Fabelhaftem. Über seine Reisen nach Myanmar, dass damals noch Burma hieß, schrieb er „Reisen in Burma ist fürchterlich. Nie war ich glücklicher unterwegs." jg



Donnerstag, 12. Februar 2026


14 Jahre später

Angelica war unsere erste Studentin auf den Philippinen. Vierzehn Jahre ist das her, eine Kooperation mit Hapag Lloyd hat uns damals nach Manila gebracht. Genau gesagt nach Mindoro, eine von den unendlich vielen kleinen Inseln. Die Gelegenheit war günstig, wir hatten die richtigen Kontakte und schon gute Erfahrung mit Studenten in Myanmar gesammelt. So begann unsere Studentenförderung auf den Philippinen. Mehr als 50 jungen Menschen konnten wir eine Chance eröffnen. So viel ist sicher: Angelica hat ihre Chance gut genutzt. Sie hat auf Lehramt studiert, Erfahrungen gesammelt und einen guten Job bekommen. Heute habe ich sie in Bangkok getroffen.  Aus dem jungen Mädchen ist eine erwachsene Frau geworden, die ihr eigenes Geld verdient und eine kleine Familie hat. Schöne Geschichte. jg



Mittwoch, 11. Februar 2026


Kiew weint nicht laut

Wir haben gelernt,
zwischen Einschlag und Kaffee zu leben.
Wir halten die Stadt mit Verlängerungskabeln und Sturheit am Laufen. 
Mit Spenden, Generatoren und dreckigen Witzen.

Kiew weint nicht laut.
Es hat keine Zeit dafür.
Hier verschiebt man das Weinen auf später;
wie das Leben, wie den Schlaf, wie die Normalität.

Unsere Kinder rennen heute schneller in den Schutzraum,
als sie früher zu den Schaukeln liefen.
Und die Erwachsenen haben gelernt zu lächeln, 
damit niemand sieht, wie innen etwas zerbricht.

Wir gehen zwischen Trümmern und Cafés. 
Wir setzen die Stadt Stück für Stück zusammen, wie ein Puzzle.
Unsere Medizin ist Lachen in der Schlange nach Brot.
Und wenn der Strom ausfällt, fangen wir an, selbst zu leuchten.

Wir fragen nicht, wann das alles endet.
Wir fragen, wo wir uns heute treffen. 
Die Zeitpläne der Raketenangriffe sind präziser geworden
als die Zeitpläne der Stromversorgung.

Und der Frühling wird kommen.
Er kommt immer. Noch nie haben wir hier 
so sehr auf den Frühling gewartet.

Das hier (auszugsweise) veröffentliche Gedicht von Jurij Andrejew über das Leben zwischen Krieg und Eis in diesem Winter erschien diese Woche in der Süddeutschen Zeitung



Dienstag, 10. Februar 2026


Ein bisschen Frieden

Die Menschen in der Ukraine pflegen ein besonderes Verhältnis zu Tieren. Und so ist es im Zoo von Kiew momentan wärmer als in vielen Wohnungen. Die Süddeutsche Zeitung widmet heute die ganze Seite 3 einem stoischen Zoodirektor und der heilende Kraft der Tiere. Unbedingt lesenswert! jg



Montag, 9. Februar 2026



Mandelbäume in Spanien

Mit tagsüber 22° kündigt sich in Spanien schon der Frühling an. Gute Voraussetzungen, um die letzten Mandelbäume im Hinterland zu pflanzen, die wir im vergangen Jahr zum Geburtstag verschenkt haben. Jeder junge Baum erhält einen Verbissschutz. Das ärgert die Kaninchen und erhöht die Überlebensrate. Toni pflanzt mit Sorgfalt und kümmert sich später auch um die Bewässerung der jungen Bäume. Danke Toni 🙏



Samstag, 7. Februar 2026


Winterschönheit

Wilhelm Müller verfasste 1824 die Winterreise, die weniger Jahre später von Franz Schubert vertont wurde - mit anhaltenden Erfolg. Die Schönheit der Natur lässt sich jetzt bei einem Winterspaziergang entdecken. Wenn der Schnee dann getaut ist, kommt die beste Zeit zum Pflanzen neuer Bäume. Wir sind bereit und freuen uns über jede Unterstützung. jg



Donnerstag, 5. Februar 2026



Heute ist Donnerstag

Südlich von Bagan wird gekämpft. Viele Menschen sind aus den Dörfern geflohen. Im Kloster von Bagan sind sie unter gekommen. Min Min kümmert sich jeden Donnerstag darum, dass diese 300 Menschen ein gutes Essen bekommen: Today Fishball, fried Chilli and the vegetables soup. Best regards from Bagan. Min Min & Seinn Seinn. Das kostet nur einen Euro pro Kopf und die Katze wird auch noch satt. 



Mittwoch, 4. Februar 2026



300 Euro zum Leben

Bei der Tafel denkt man an alte Menschen und an Migranten, die sich dort ein paar Lebensmittel holen. Aber es gibt auch junge Menschen, die kaum über die Runden kommen. Wer als Auszubildender noch bei den Eltern wohnen kann, hat es gut. Wer ein Zimmer oder eine kleine Wohnung braucht muss mit jedem Euro rechnen: 975 Euro beträgt das Durchschnittseinkommen für einen Auszubildenden. Davon gehen 655 Euro monatlich weg für Miete und Mobilität. Da bleibt nicht viel übrig zum Leben. Gut, dass es die Tafeln gibt, fast in jeder Stadt. jg



Dienstag, 3. Februar 2026


Tafeltelegramm Januar

Das neue Jahr hat gut angefangen. Im Januar konnten wir bereits 24 Tafeln mit insgesamt 58.700 Euro unterstützen. Mit dabei waren Lions- und Rotary Clubs in ganz Deutschland. Ein großes Dankeschön an das Team und an alle, die unser Engagement für arme Menschen in Deutschland unterstützen. ww



Montag, 2. Februar 2026



Der Bund muss nachbessern
Wirklich nur der Bund?

Die Bundesregierung muss mehr fürs Klima tun. Ende Januar kam das Bundesverwaltungsgericht zu dem Schluss, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Mit kritischem Blick kann sich nun jeder selbst fragen, ob er selbst genug fürs Klima tut. Ein Euro am Tag fürs Klima spenden sollte doch für jeden möglich sein. Oder? Wir kümmern uns zuverlässig darum, dass aus dem Geld Bäume werden. jg



Sonntag, 1. Februar 2026


Januar 2016

Wie doch die Zeit vergeht: zehn Jahre ist es her, dass ich den ersten Espresso an die Freunde der Stiftung verschickt habe. Da wird es höchste Zeit mal nachzufragen, was Mann verbessern könnte - und über die Frage nachzudenken, wer das Schreiben übernehmen mag, wenn Jürgen mal indisponiert ist…




Samstag, 31. Januar 2026


In service for over six and half year

Mingalabar dear friends in Germany, this morning I got a phone contact with the former head of the village. He remembered me and was very happy to tell me that our solar water system is running very well. Only one solar panel was broken. That was repaired and worked well. They are using our SolarWater to pump the water from the pond up to the village. Their village is now between two different powers of the fighting groups. Now it is difficult to go there, we still have a phone connection. Anyway this SolarWater served the village over six and half years. Thank you again for your great help for our environment and people! Min Min from Bagan



Donnerstag, 29. Januar 2026



Es ist Donnerstag

Wie jeden Donnerstag hat Min Min für 300 Menschen gekocht. Genau gesagt hat er dafür gesorgt, dass die Menschen ein gutes Essen bekommen, die aus ihren Dörfern geflohen sind. Am Morgen wurden Lebensmittel auf dem Markt gekauft, dann wurde zusammen gekocht und gegessen. Für 300 Menschen ist dieser Tag das Highlight der Woche. Heute gab es Chicken Curry und Mangosalat. Kostet einen Euro pro Kopf und es gab nur gute Bewertungen 😋




Mittwoch, 28. Januar 2026


Nur eine Randnotiz 

In einer groß angelegten Zählaktion wurden deutlich weniger Vögel gezählt als in früheren Jahren. Sowohl die Artenvielfalt als auch die Zahl der Tiere nimmt seit Jahren ab. Den Vögeln fehlen geeignete Lebensräume und Insekten. Wir brauchen mehr Blühwiesen. Für Gartenbesitzer stellen wir auch in diesem Jahr kostenlos Saatgut zur Verfügung. Wer keine Möglichkeit hat selbst Hand anzulegen, für den übernehmen wir diese Aufgabe: für 500 Euro legen wir im Frühjahr eine schöne große Blühwiese an. Mit Foto und Geodaten! jg



Montag, 26. Januar 2026


Heute in der Süddeutschen Zeitung

Es könnte auch die Geschichte unserer Studenten sein. Tscherkassy liegt zwei Autostunden südöstlich von Kiew. Vinnitsya liegt zwei Autostunden südwestlich von Kiew. Die Gegebenheiten sind sehr ähnlich. Viele Studenten leiden unter Angstzuständen und Depressionen, während sie versuchen, ein ganz normales Leben zu leben. jg




Zum Anfang des Jahres gibt es auch bei uns einen Plan. Ob sich der Plan so erfüllt, das liegt an politischen Gegebenheiten und manchmal auch am lieben Geld. Hier kommt unsere kleine Vorschau auf das Jahr 2026

Deutschland
In diesem Jahr wollen wir die Tafeln noch mehr unterstützen. Das Team hat sich vorgenommen, jeden Tag 1.000 Euro an eine Tafel in Deutschland zu überweisen. Dazu kommt dann immer die Verdopplung durch den örtlichen Lions/Rotary Club. Drei bis vier Baumpflanz Projekte werden es wohl auch in diesem Jahr werden. Immer in Zusammenarbeit mit Eigentümern die Fachwissen haben und die Hälfte der Pflanzkosten zahlen.

Mexiko
Für die Unterstützung der Baumschulen haben wir auch in diesem Jahr 35.000 Euro vorgesehen. Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit, dort mit der HahnAir Foundation Bäume zu pflanzen. In Myanmar ist die Situation schwierig geworden. Die Gebiete, in denen wir bisher gepflanzt haben, sind für uns derzeit nicht erreichbar, deshalb planen wir dort keine weiteren Pflanzungen.

Myanmar
Kinderheim und Altenheim werden wir weiter unterstützen. Die Zahl der Studenten wird wegen der politisch schwierigen Situation langsam zurückgehen. Die Swimming Doctors sind im Einsatz, die Zusammenarbeit mit Artemed klappt gut. Rund um Bagan laufen jetzt 90 SolarWasseranlagen. Bei 100 werden wir Schluss machen, damit genügend Kapazität bleibt, um alle Projekte zu pflegen und zu erhalten. Das gleiche gilt für Schulen und Kindergärten, da nähern wir uns dem Ziel in zwei Jahren.

Ukraine
Wir bleiben engagiert, liefern weiterhin Medikamente. Vier Transporte sind für dieses Jahr geplant. Daneben unterstützen wir aktuell 54 Studenten in Vinnytsia mit monatlichen Zahlungen. Das ist der Beitrag, den wir leisten können, während der große Lauf der Welt leider keine Aussicht auf Frieden gibt.