Stiftunglife

Samstag, 21. Oktober 2017

Min Min ist schneller



Wenn man eine gute Nachricht hat, dann geht es immer um die Zeit und die Frage: Wer hat die Nachricht als erster beim Leser. Ich muss zugeben, meist gewinnt Min Min. Er ist mit seinen Einträgen auf Facebook schneller, als wir hier auf der Website. Wer also aktuelle Informationen haben möchte über die Solarlampen und/oder den Bau unserer Schulen, dem sei ein gelegentlicher Blick auf die Facebook Seite der Stiftunglife empfohlen/jg

Freitag, 20. Oktober 2017

Wünsch und Wirklichkeit

Plastiktüten sind praktisch – aber wer mag schon Plastikmüll? In unserer Gesellschaft ist Plastikmüll kein Problem, wir haben Strukturen aufgebaut und uns daran gewöhnt, Kunststoff und Metall, Glas und Papier getrennt zu sammeln und zu entsorgen. Als ich ein Kind war, war das anders bei uns. Da kam alles in die Tonne und das landete dann später auf der Müllkippe. Recycling, Mülltrennung und Wertstoffe sind in unserer Gesellschaft auch erst seit ein paar Jahren selbstverständlich.

Erkenntnis und gute Vorsätze gibt es auch in Myanmar. Trotzdem wird es noch einige Jahre dauern, bis auch hier die Strukturen geschaffen sind, die eine getrennte Müllentsorgung möglich machen. Bis dahin helfen gute Beispiele, mit denen man vorangeht: die Nutzung von wiederverwendbaren Taschen gehört genauso dazu, wie die "Trash Heros", unsere Recyclingprojekte P1 und P2 und die "Bagan Plastic Campain"

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Gute Aussichten

Ein letzter Blick zurück aus dem Flugzeug auf den Ngapali Beach. In Zukunft werden wir hier noch glücklicher am Strand liegen. Der Grund dafür liegt ein paar hundert Meter im Hinterland, da entsteht P2 unser zweites Plastik Recycling Project. Das haben wir heute beschlossen. Einige Hotels werden unser Projekt unterstützen. Das Bayview gehört zu den ersten, bei denen eine Mülltrennung eingeführt wird. Anfang des kommenden Jahres werden wir dort den Plastikmüll separat abholen und im P2 verarbeiten. Natürlich wollen wir auch noch organisieren, das täglich eingesammelt wird, was das Meer mit jeder Flut an den Strand spült: Plastikflaschen, Kunststoffteile, Styropor, Glühbirnen - die Liste ist lang, aber alles beginnt mit einem ersten Schritt. Den haben wir heute getan/jg

Mittwoch, 18. Oktober 2017

IT Sicherheit

Im Wirtschaftsteil der FAZ war vor ein paar Tagen zu lesen: "Der globale Sicherheitsstandard WPA2 verschlüsselt die Wlan-Verbindung zwischen Endgeräten und dem Router. IT-Sicherheitsforscher haben nun eine Schwachstelle gefunden. Angreifer können den Internet-Verkehr auslesen und im schlimmsten Fall Schadsoftware installieren. Betroffen sind nahezu alle Wifi-fähigen Geräte." In unserem Freundeskreis haben wir einen Fachmann, der Firmennetzwerke beruflich hackt. Er sagt, das jeder gehackt wird. Die Frage ist nicht ob - sondern wann. Wir schauen, wie wir den Sicherheitsstandart in unseren Netzwerken weiter verbessern können/jg

Dienstag, 17. Oktober 2017

Überfluss im Regal


Liebe Freunde, tatsächlich wird meine Antwortgeschwindigkeit oft nicht dem Ruf meiner Generation gerecht - daher erst jetzt eine Antwort auf diesen Espresso, auch wenn schon weitere folgten.  Den Spot von Edeka finde ich super - er hat mich an einen Artikel über das tolle Projekt Tausche Bildung für Wohnen erinnert, den ich mal für The Changer geschrieben habe. Gleichzeitig fände ich es wichtig daran zu erinnern, dass im Kontext der Lebensmittelvielfalt weniger manchmal mehr wäre. Während meines Studiums in Wien bin ich viel Containern gegangen und habe „abgelaufene" Lebensmittel aus den Mülltonnen der Supermärkte gefischt.  Ob wir wirklich die Auswahl mehrerer hundert verschiedener Joghurts brauchen, die dann nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums weggeschmissen werden müssen?  Was die Tonnen und Tonnen von Lebensmitteln betrifft, die täglich nicht nur in deutschen Supermärkten (eben auch von Edeka) weggeschmissen werden, ist Vielfalt nicht nur positiv. Edeka liefert den Grund für all das im Prinzip selbst: „Wir wären ärmer ohne Vielfalt". Was die Gesellschaft betrifft, haben sie mit ihrem Slogan auf jeden Fall Recht - aber natürlich auch was ihr Geschäft angeht…  Glücklicherweise gibt es die Tafeln und auch sonst passiert bzgl. der absurden Verschwendung von Lebensmitteln in Europa derzeit viel - dieser Artikel ist nur ein Beispiel vieler Initiativen: https://utopia.de/dieser-supermarkt-verkauft-nur-abgelaufene-lebensmittel-13154/  Es gibt inzwischen verpackungsfreie Supermärkte, das ist doch schon was (auch wenn das nur von einer kleinen Gruppe angenommen wird) Susanna

Montag, 16. Oktober 2017

Was macht eigentlich Naing?

Während Naing mich ruhig und gelassen durch den (meist stehenden) Verkehr von Yangon fährt, organisiert er meinen Tag: Baubesprechung für die MARKENEN School, Patrick im Savoy besuchen, Andreas bei Uniteam sehen, mit Dorothea und Christian ins Kinderheim fahren. Naing ist immer zuverlässig und umsichtig. Wenn ich nicht in Yangon bin, arbeitet er für Capt. Wilk. Mit ihm geht er oft ins Kinderheim. Die beiden kümmern sich auch um unsere Schulprojekte in Yangon und im Delta. Ganz oben aber stehen die Swimming Doctors. Naing organisiert den "back up service" für das Schiff: Material besorgen, Löhne auszahlen, Genehmigungen und Transport für die deutschen Ärzte organisieren, die im November an Bord gehen. Dafür fährt Naing heute Abend fünf Stunden mit dem Auto nach Nay Pi Daw. Nur dort gibt es die entsprechenden Papiere mit Stempel. Danke Naing 😊

Sonntag, 15. Oktober 2017

Einen jungen Menschen fördern


Eine kleine Geschichte über das Glück, im richtigen Moment einen Menschen an der Seite zu haben, der hilft. Einfach so. Kann sein, dass man später einmal etwas Gutes zurück bekommt – muss aber nicht sein. Das Glück des Gebenden liegt in der Möglichkeit, etwas geben zu können, etwas geben zu dürfen. Wer diese Möglichkeit lebt und sein eigenes Glück darin findet, lebt glücklicher. Das wußte schon Goethe, bevor Wissenschaftler das bewiesen haben. Heute Abend treffen sich die Studenten in Yangon, die dieses Glück hatten: Morgen berichten wir vom ersten "Stiftunglife Alumnitreffen" jg

Samstag, 14. Oktober 2017

Digitale Veränderung


Durch die Erfahrungen seines ältesten Sohn Felix, der als Kunsthistoriker in den USA gearbeitet hatte, wurde Helmut Hubert Burda 1988 dazu angeregt, sich mit dem entstehenden Internet zu befassen: "Ich ging über meinen Computer in eine Library und konnte mir dort alle Bücher ansehen. Da wußte ich, dass hier etwas vollkommen Neues passiert."  Hubert Burda hat die digitale Entwicklung in Deutschland und der Welt 30 Jahre lang mitgestaltet. In seinem gerade erschienenen Buch "Landwege Seewege" veröffentlicht er Auszüge seiner täglichen Notizen. Ein wirklich interessantes Buch, das wir allen empfehlen, die sich für die digitalen Veränderungen in der Welt und in unserem Leben interessieren - und die mit ihnen leben wollen/jg

Freitag, 13. Oktober 2017

Wenn Frauen träumen


Wovon träumt eine Kassiererin, an der täglich hunderte von Menschen vorbeigehen – oft, ohne ihr dabei in die Augen sehen. Egal, ob die Antworten darauf Illusion sind oder solide, ob sie persönlich sind oder die ganze Welt umfassen. Träume sind nicht nur für nachts, sie sind fantastische Vorhaben. Manche Menschen realisieren Ihre Träume. Diesen Menschen - und allen die noch träumen - ist das SZ Magazin von heute gewidmet. Ein Blick lohnt sich: nicht nur für Frauen, nicht nur in das Heft - auch in den Freundeskreis der Stiftung, da gibt es einige Menschen, die ihre Träume leben. Der Verfasser dieser Zeilen gehört dazu/jg

Was macht eigentlich Lasab?


Lasab lebt - glücklich und zufrieden. Das ist nicht selbstverständlich. Als Lasab vor zehn Jahren nach Deutschland kam, stand das junge Leben auf des Messers Schneide. Dank Jürgen, Karl, deutscher Medizin und ganz besonders Dank Wolfs Engagement, können wir jetzt auf zehn glückliche Jahre zurückschauen. Die vielen Herausforderungen, die das Leben an das Mädchen gestellt hat, meisterte sie mit links: das Leben ohne Eltern und Geschwister, den Umzug vom Dorf in die Stadt, den Besuch der deutschen Botschaftsschule in Addis, das Pendeln zwischen den Welten. Lasab ist auf dem Weg zum Erwachsen werden. Damit kommen neue Fragen auf sie zu: Berufsausbildung oder Studium? Addis, Neuffen oder München? Wir dürfen nicht nur gespannt sein - wir dürfen sie mit Rat und Tat begleiten/jg 

Donnerstag, 12. Oktober 2017

500 Augen OPs

Herzlichen Glückwunsch nach Addis. Mittlerweile konnten über 500 Kataraktoperationen in bei Signum Vitae durchgeführt werden. Finanziert haben wir sie durch die handgefertigten Brillenfassungen aus Äthiopien. Ein ganz großes Dankeschön an alle beteiligten Optiker in Deutschland und an die Käufer solcher Brillen: zwei Menschen können wieder sehen - ein Deutscher mit einer wundervollen Brille und den entsprechenden Gläsern, ein Äthiopier durch die erfolgte Operation am Grauen Star. Und dann ist da auch noch derjenige, der die Brille in Addis Abeba mit der Hand gemacht hat, ein Behinderter, der so für sich und seine Familie finanziell sorgen kann. Bei Signum Vitae sind 80 größtenteils Behinderte angestellt, die u.a. in der Brillenfertigung arbeiten. Wir sind ganz zuversichtlich, dass wir die Zahl der Kataraktoperationen noch erhöhen können. In ganz Äthiopien gibt es 120 Augenärzte in Deutschland sind es 8000. Dabei leben in Äthiopien zwanzig Millionen Menschen mehr als bei uns. Gute Aussichten: im kommenden Jahr wird eine Augenärztin aus Deutschland für ein paar Wochen in der Augenklinik von Signum Vitae unterstützend tätig sein wird/ab

Mittwoch, 11. Oktober 2017

One day later

So geruhsam das Leben der Burmesen im Allgemeinen auch sein mag - es geht auch schneller, als wir es uns vorstellen können: am Freitag wurde die Finanzierung für die PETRA AND JOSÉ School gesichert (in cash) Gestern hatten wir die feierliche Grundsteinlegung. Heute haben die Arbeiter begonnen, die Fundamente auszuheben. Bei diesem Projekt können wir die Arbeiten live verfolgen: an dem Gebäude im Hintergrund, über dem linken Fenster, hat Min Min eine Webcam installiert/jg

Dienstag, 10. Oktober 2017

Oh happy day

Der Landrat ist gekommen, der Bürgermeister, die Lehrer und das Schulkommitee. Was gibt es schöneres an einem Jubeltag der Stiftung, als den Grundstein für eine neue Schule zu legen: im Namen von Petra und José durften wir an der "ground breaking ceremony" für ihre Schule teilnehmen. Die Dorfbewohner von Neu Bagan sind glücklich und zufrieden. Gestern haben wir ihren gesammelten Beitrag von erhalten: 70 Lakh haben sie für ihre Schule als Eigenanteil gesammelt. Min Min und sein Team haben versprochen, das Gebäude im Februar fertig zu stellen - dann kommen Petra und José zur Einweihung/jg

Ein Grund zum Feiern


Aus der Sicht eines Kindes ist man mit 28 Jahren schon ziemlich alt. Aus der Sicht eines Rentners ist man mit 28 Jahren noch ziemlich jung und hat das Leben vor sich. Wie auch immer man es betrachten mag, heute vor 28 Jahren wurde die Gründungsurkunde für der "Stiftung Life" unterschrieben - damals wurde das noch in zwei Worten geschrieben. Das Zusammenziehen in ein Wort als "Stiftunglife" kam mit der Suche nach der besten Webadresse. Das Grundstockvermögen betrug 100.000 DM, die ersten Projektförderungen erfolgten ein Jahr später. Wenn ich mich recht erinnere, ging es um ein Jahresbudget von 2.000 DM. Für das Geld haben Sven und ich in Celle Bäume gepflanzt. Über die Jahre hat sich unser Wirkungskreis erweitert.

Mit 28 Jahren hat man aufgehört zu wachsen. Wenn man Glück hat, bleibt man neugierig und wird dabei erwachsen. Wir sind gesund (das eigene Grundstockvermögen liegt inzwischen bei 18 Millionen Euro) dankbar und glücklich. Das größte Glück der Stiftung liegt in dem Wandel der letzten Jahre: die zwei Gründer sind geblieben und Teil eines Team geworden. Heute kümmern sich 22 Menschen in Deutschland mit Herzblut um die verschiedenen Projekte. Wir arbeiten ehrenamtlich und wollen ein professionelles Ergebnis. Ein Golfspieler würde sagen "Wir streben ein einstelliges Handicap an". Das macht viel Mühe - und Freude. Beides wollen wir uns für die nächsten 28 Jahre erhalten/jg

Montag, 9. Oktober 2017

SUNNY LIFE

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die eine große Wirkung haben. Ich hatte unsere chinesischen Lieferanten gebeten, die Solarlampen für uns "plastic free" zu verpacken. Nun ist die erste umweltgerechte Lieferung angekommen: Lampe und Solarpanel sind ordentlich beschriftet in einem Karton verpackt. Das bisschen Pappe lässt sich in jedem Dorf ordentlich entsorgen. Vermutlich wird der Karton genutzt werden, um Abends in der Küche ein Feuer anzumachen.

Unsere Lampe hat einen Namen bekommen: SUNNY LIFE und eine kleine Verbesserung: eine Mini Gebrauchsanleitung ist nun auf jeder Lampe aufgedruckt, auf Burmesisch: "Lampe in den Schatten legen, Panel in die Sonne. Wenn Sie Hilfe brauchen, rufen Sie uns an." Die Nachfrage von den Dorfbewohnern nach unseren Lampen ist hoch, wir können gar nicht so viele Lampen kaufen, wie gewünscht werden, deshalb vielen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützen/jg

Sonntag, 8. Oktober 2017

Heute vor einem Jahr

Heute auf den Tag genau vor einem Jahr in Yangon: mit viel Freude, Ehre und Aufmerksamkeit wurde das Schiff für die Swimming Doctors eingeweiht. Das ist ein guter Grund zurückzuschauen und Danke zu sagen - ganz besonders bei der Futura Stiftung, bei Capt. Wilk und Capt. Than Oo. Durch ihr Engagement war es möglich, das dritte Schiff auf den Weg zu bringen. Seit dem 8. Oktober 2016 wurden mehr als 10.000 Patienten auf diesem Schiff behandelt. Den engagierten deutschen Ärzteteams um Prof. Wolf ist es zu verdanken, dass der Behandlungsstandart immer weiter verbessert wurde. Vielen Dank an alle, die sich in Myanmar und in Deutschland für dieses Projekt der Stiftung engagieren/jg

Samstag, 7. Oktober 2017

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess


"Fast jede Sache, jeder Ablauf, lässt sich noch etwas verbessern!"
Vor drei Jahren haben wir unser Plastik Recycling Projekt begonnen. Der Anfang war schwierig, wie so oft, wenn man neue Dinge wagt - aber es hat sich gelohnt. Seit einem Jahr arbeitet P1 wirtschaftlich selbständig ganz ohne unsere Hilfe. Natürlich schauen wir immer wieder vorbei um zu sehen, was sich verbessern lässt bevor wir P2 auf den Weg bringen. Einen ganz entscheidenden Schritt haben wir nun Philipp und der Deutschen Ingenieurskunst zu verdanken. Auf den ersten Blick ist der neue schmale Schornstein mit integrierter Filteranlage kaum zu sehen, er steht nun direkt senkrecht über dem Schmelzofen. Die Abgase sind kaum noch zu spüren, die Umwelt ist deutlich entlastet. Danke Philipp 🙂