Stiftunglife

Donnerstag, 25. Mai 2017

Elektrowagen

Nostalgie hin oder her, alte Autos mögen schön anzusehen sein, gut sind sie nicht. Weder für unsere Gesundheit, noch für die Umwelt. Nach dem heutigen Stand der Erkenntnis gehört die Zukunft den Elektrofahrzeugen. Das haben auch schon die führenden Manager der deutschen Autoindustrie erkannt. In vier bis fünf Jahren will Mercedes Transporter anbieten, die leise und sauber durch die Stadt fahren. Die Deutsche Post fährt schon heute mit 2.600 Elektrofahrzeugen in Deutschland - und gerade hat die Deutsche See 80 umweltgerechte Fahrzeuge bestellt. Nicht bei Mercedes und nicht bei VW, sondern bei einem erfolgreichen Start Up Unternehmen aus Aachen. Streetsoccer ist ein "Hidden Champion", der nach Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge in Deutschland nur knapp hinter Tesla liegt. Bleibt für uns nur zu hoffen, dass wir in diesem Jahr auch ein erstes Elektrofahrzeug für die Tafeln auf den Weg bringen/jg

Bollerwagen

Gut, dass es Wikipedia gibt. Wie würde ich meiner Tochter sonst an diesem Tag den Bollerwagen und seine Nutzung erklären. Es gibt ihn ja kaum noch, den kleinen, vierrädrigen Handwagen. Die scherzhafte Bezeichnung stammt wohl von dem „bollernden", polternden Geräusch, das die früher mit Eisen beschlagenen Holzräder auf dem Kopfsteinpflaster machten. Alles lange her, den Bollerwagen gibts nur noch selten zu sehen. Das hat er mit dem schönen alten Bus gemeinsam, der hier auf dem Foto noch durch Yangon fährt. Mit dem Schritt in die Neuzeit werden gerade viele hundert Hino Busse ausgemustert und durch moderne Busse ersetzt. Die Passagiere wird es freuen, während wir uns mit nostalgischen Gefühlen so gerne an früher erinnern....jg

Mittwoch, 24. Mai 2017

Die Bilanz der Reise


Ein paar Tage "Vater und Sohn" sind gut.
Ein paar Tage "Vater und Sohn" in Myanmar sind besser.
Ein paar Tage "Vater und Sohn" in Myanmar mit tollen Projekten sind unschlagbar gut

- wir konnten drei neue Schul Standorte festlegen
- unser Plastik Recycling Projekt bekommt einen zweiten Standort
- ein innovatives Wasser Projekt mit Solarpumpen ist in Vorbereitung
- wir fördern nun ganz konstant das Engagement von Hla Thun und den Sister of the poor
- swimming doctors sind gestern erfolgreich zurückgekommen von der 53. Mission
- im Uniteam Kinderheim haben wir kleine Videos für unsere Paten gefilmt

Das ist alles möglich, weil Min Min für uns arbeitet. Er schaut, organisiert und trägt mit eigenen Ideen zur Entwicklung unserer Projekte bei. Im Juni wird Min Min mit Ursula in und um Bagan unterwegs sein. In Yangon engagiert sich Naing neben den Swimming Doctors auch für Solarlampen und Schulbauten im Delta. Khin betreut unsere Studenten an den verschiedenen Uni Standorten, Khu Khu wird sich um die Meet and Greet Studenten kümmern, die im zweiten Halbjahr nach Myanmar reisen. Das Team in Myanmar ist genauso engagiert (hier beim Müllsammeln in Bagan Samstagmorgens um 6 Uhr) wie die Freunde der Stiftung. Schön für jeden von uns, der gelegentlich die Seiten wechseln und in die andere Welt eintauchen kann, auch wenn es nur für ein paar Tage ist. Man kann ja wieder hinfahren, auch in dieser Zeit: viel Sonne, wenig Touristen, alle sind entspannt und die Stimmung ist positiv. Schöne Pläne und Ideen für das Land gibts genug, nicht nur in den TED Vorträgen, auch im richtigen Leben./jg

Dienstag, 23. Mai 2017

Lecker, lecker...

Wer Myanmar bereist hat, kennt "das Gericht" der Burmesen. Aber kaum einer von uns hat schon mal eine Mohinga selbst zubereitet. Dabei ist diese Suppe im goldenen Land so populär und allgegenwärtig, wie bei uns die Currywurst. Im Herbst werden wir mit ein paar Freunden in Yangon unterwegs sein, die 28 notwendigen Zutaten auf dem Markt einkaufen um dann unter fachkundiger Anleitung zu kochen und zu essen. Das wird eine von mehreren Stationen einer gemeinsamen "Food Tour Yangon". Die leckeren Vorbereitungen für dieses Projekt machen mir viel Freude in diesen Tagen/jg

Montag, 22. Mai 2017

Die Welt in Zahlen

Auf der TED Konferenz in Yangon gab es gestern Inspiration und Zahlen. Nur 3 Prozent der Bevölkerung haben ein Auto, aber 40 Prozent ein Motorbike. Es gibt mit 53 Millionen mehr aktive SIM Karten, als Einwohner (51 Millionen). Das ist erstaunlich für ein Land, in dem es bezahlbaren Mobilfunk erst seit fünf Jahren gibt. In Yangon werden nagelneue Smartphones für 28 Euro angeboten. Ein Mobilfunk Gespräch kostet heute 2 Cent pro Minute. 50 Prozent der Bevölkerung haben einen Fernseher, aber nur 30 Prozent haben einen Stromanschluss (die anderen erzeugen ihren Strom mit einem Generator). Da ist noch viel zu tun für unser Solarprogramm. Nach dem Erfolg mit unseren Lampen werden wir jetzt auch einmal den Einsatz von Solarpumpen für die Trinkwasserversorgung testen/jg

Sonntag, 21. Mai 2017

Was macht eigentlich Timm?

Normalerweise schreibt Jürgen in dieser Rubrik nette kleine Beiträge. Heute soll ich selbst ran und wie das erfahrungsgemäß ist, ist diese Form der Selbstreflexion besonders schwer. Beginnen kann ich am besten mit meiner Rolle in der Stiftung. Zu einem offiziellen Amt habe ich es noch nicht gebracht. Allerdings freue ich mich, von Zeit zu Zeit als kritischer Diskussionspartner zu fungieren, wenn es um neue Ideen und Projekte geht. So landet vielleicht der eine oder andere kleine Gedanke von mir in der Stiftung und das ist ein gutes Gefühl. In den letzten Tagen waren Jürgen und ich auf mehr und minder gut ausgebauten Straßen unterwegs. Die Herzlichkeit der Menschen wiegt den Muskelkater und die Erschöpfung am Ende des Tages locker auf. Zur Krönung gab es dann einen Sundowner mit Blick über den Irrwaddy. Ab Morgen werde ich das vermissen. Diese Nacht geht es zurück nach Deutschland, die letzten zwei Tage muss Papa alleine zurechtkommen...tg

Heute in Yangon


Der eine oder andere hat bestimmt schon TED Vorträge gehört, auf YouTube oder noch besser live. Timm und ich haben das Glück heute dabei zu sein, wenn in Yangon junge Ideen für eine bessere Welt vorgestellt werden: Zahlen mit dem Handy - Müll trennen und sammeln - E Learning für Studenten, es gibt so viele Themen, über die es sich lohnt nachzudenken. Hier ist zum Reinschnuppern der Link zu den Vorträgen vom letzten Jahr: https://www.tedxyangon.org/ 


Samstag, 20. Mai 2017

Sabine, Peter und Friends School


Zwei Monate nach der Eröffnung sieht das neue Schulgebäude noch immer wunderbar aus. Kein Wunder, die Schule ist noch unbenutzt, es sind noch Ferien. Die beiden Kinder liefen nur zufällig rum und wollten mit aufs Foto. Allen anderen Kindern geht es wie den Kindern bei uns Zuhause, sie machen in den Sommerferien (das sind hier die drei Monate, in denen es richtig heiß wird) einen großen Bogen um die Schule. Am 1. Juni geht die Schule wieder los. Für die Kinder in diesem Dorf, nicht weit weg von Pakoku, beginnt der Ernst des Lebens dann unter deutlich verbesserten Bedingungen. Zwei kleine Baumängel sind noch an der an der Bodenplatte zu beheben. Min Min kümmert sich drum und Dieter wird im Herbst nachschauen. Wir freuen uns mit Peter, Sabine und ihren Freunden über das gelungene Hochzeitsgeschenk/jg

Freitag, 19. Mai 2017

Lass uns mal über Geld reden...

Als Min Min vor zehn Jahren bei uns anfing, bekam er 100 Dollar im Monat. Zwanzig Dollar mehr, als sein Vater zu der Zeit als Lehrer verdiente. Die Lehrer verdienen heute das Doppelte, Min Min verdient mehr als das Zehnfache. Sein Verdienst setzt sich je zur Hälfte aus dem zusammen, was er von November bis Februar als Tourguide verdient + dem Einkommen aus seiner Arbeit für die verschiedenen Stiftungsprojekte. Damit gehört Min Min heute zur Oberschicht, einkommensmäßig zu den obersten zehn Prozent. "Wieviel Steuern musst Du darauf zahlen ?" habe ich ihn gefragt. Nix! Allerdings, nach angestrengtem Nachdenken fällt ihm seine Lizenz zum Geldverdienen ein, die Tourguide Lizenz: " Die muss ich alle zwei Jahre für 100 Dollar verlängern lassen. Das ist doch schon eine ganze Menge, oder?" Kein Wunder, dass der Jung' gut Lachen hat...jg

Donnerstag, 18. Mai 2017

Was macht eigentlich Min Min?

Min Min schreibt - hier unter Aufsicht unseres Rechtsanwalts - den Vertrag für den Bau der Acronis Schule. Seit zehn Jahren arbeitet Min Min für uns. Als Assistent und unter der Anleitung von Moses hat er viel gelernt. Inzwischen weiß er, wie unsere Schulen gebaut werden - und Stück für Stück verbessern wir uns in der Bauausführung und in der Zusammenarbeit. Es macht Freude zu sehen, wie man gemeinsam mit den Aufgaben wächst. Die Dorfbewohner von Ata* sind glücklich, sie haben den Vertrag unterschrieben und ihren Anteil im Dorf gesammelt. Eigentlich sind es fünf Dörfer, die sich zusammengeschlossen haben. In ihrer Mitte liegt das Schulgelände. Im Herbst bekommen sie ihr neues Schulgebäude. Wir dürfen uns auf ein schönes Fest zur Eröffnung freuen/jg
* Ein netter Zufall: das Dorf hat den gleichen Namen, wie Min Mins zweite süße Tochter, die vor vier Wochen das Licht der Welt erblickt hat.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Reisefreiheit

Das Gute bei den Reisen für die Stiftung ist, dass jeder seine Reise nach eigener Lust und Laune buchen kann - denn jeder zahlt sein Ticket privat. So sind diese schönen Schilder nur fürs Fotoshooting, wir haben uns danach ganz brav nach hinten gesetzt. Zwei Tage später, bei unserem 18 Stunden Trip mit der Bahn von Yangon nach Bagan, haben wir vom Economy Service der Lufthansa geträumt. Alles ist relativ/jg

61 Prozent


81 Prozent: mein Schrittzähler ist in diesen Tagen konstant über 10.000.
61 Prozent: wir sind unterwegs, auch wenn es gemäß Reiseführer nicht die perfekte Zeit ist.
Die nächsten drei Angaben kommentieren wir später...
Gestern sind wir mit dem Zug von Yangon nach Bagan gefahren. Eine 18 Stunden Reise, bei dem man Land und Leute kennenlernt. Warm ist es in diesen Tagen, nicht nur im Zug. Touristen sind kaum zu sehen, manche Hotels haben geschlossen. Auf der Frühstücksterrasse vom Thiripytsaya Hotel sitzen wir alleine. In der Saison werden hier Morgens 100 Plätze eingedeckt. Der Tourismus konzentriert sich auf die Zeit von November bis Februar. Schade für die Einheimischen und für die Touristen/jg

Dienstag, 16. Mai 2017

500 Deckel retten ein Kind

Manchmal ist das Helfen ganz einfach, man braucht nur ein bisschen Aufmerksamkeit. Wir sammeln Deckel: alle Farben und Formen, von Wasser- Cola oder Limoflaschen, Hauptsache sie sind aus Kunststoff. Wenn wir 500 Deckel zusammen haben und beim Rotary Club abgeben, dann wird in Afrika ein Kind gegen Kinderlähmung geimpft. Tolle Aktion, jeder kann mitmachen, bei Anna sammelt inzwischen die ganze Schule. Die 25 Cent Flaschenpfand gibt's auch ohne Deckel - es sei denn, man spendet den Pfand für die Tafeln, geht ganz einfach an jedem Lidl Automaten, aber das ist eine andere Geschichte...jg

Montag, 15. Mai 2017

Eine gute Schnittmenge

Weil es einige Nachfragen gab, hier eine kurze Information zu den Lions: gegründet von dem Amerikaner Melvin Jones im Jahr 1917 in Chicago leben heute mehr als eine Million Menschen diese Idee. In 200 Ländern weltweit zusammengeschlossen in rund 45.000 Clubs. In Deutschland engagieren sich 50.000 Menschen mit Gemeinsinn in 1.500 Clubs. Dem Lions Club München-Solln und seinen Mitgliedern sind wir ganz besonders verbunden. Aus diesem Umfeld und mit Unterstützung seiner Freunde engagiert sich Roland Schütz für unsere gemeinsame Hilfe für die Tafeln: 411 Kühlfahrzeuge haben wir in den letzten elf Jahren gemeinsam auf den Weg gebracht. Mehr als 500 Lions Clubs waren daran beteiligt. Bedürftige Menschen bei uns in Deutschland unterstützen - und in der Welt - diese Philosophie verbindet uns mit den Lions/jg

Sonntag, 14. Mai 2017

100 Jahre Lions


Die Lions feiern Ihr 100jähriges Jubiläum - und wir sind mit dabei. Heute ist der letzte Tag mit verschiedenen Aktionen in Berlin, direkt an der Gedächtniskirche. Da werden Projekte vorgestellt, bei denen sich die Lions engagieren. Sascha und Lennart erläutern unsere Hilfe für die  Tafeln - und Ursula führt die Solarlampen vor. "Licht für 100 Dörfer in Myanmar" ist unser Ziel. Ab tausend Euro bekommt jeder Spender sein "eigenes Dorf". 30 Dörfer haben wir schon. Hier gibt es alle weiteren Informationen: https://www.stiftunglife.de/projekte/solardoerfer/

Samstag, 13. Mai 2017

Drei Jahre später

Gestern mittag am Frankfurter Flughafen: zwei Generationen machen sich auf den Weg nach Yangon. Während Jürgen die Strecke regelmäßig bereist, ist es für mich drei Jahre her, seitdem ich das letzte Mal in Myanmar war. Viel hat sich seitdem getan - in Myanmar und in der Stiftung. Geblieben sind bei beiden gleichermaßen Freundlichkeit und Offenheit. So gab es bei der Ankunft in Yangon heute gleich drei freundliche Flughafenmitarbeiter, die mich mit meinen irgendwie lückenhaften Reisedokumenten vorbei an der Einreisekontrolle ins Land bugsierten. Ebenso findet die Stiftung in einem sich wandelnden Land immer wieder einen Weg, um die gespendeten Gelder unkompliziert und direkt ans Ziel zu bringen. So haben Land und Stiftung dafür gesorgt, dass ich heute abend mit einem Lächeln der burmesischen Sonne beim Untergehen zusehen kann/timm

Freitag, 12. Mai 2017

Tag der Pflege

Vielleicht wurde der Tag ja mit Bedacht gewählt, zwei Tage vor dem Muttertag, der Tag der Pflege. Vielleicht war es Zufall. Die Pflege, besonders im Alter, ist ein Thema, mit dem sich kaum jemand gerne beschäftigt. Wir schon. Zum einen, weil es viele Organisationen gibt, die sich um süße kleine Kinder kümmern - und wenige, die etwas für alte Menschen übrig haben. Zum anderen, weil wir als Stiftung am Bau eines Pflegeheims in Celle beteiligt sind. Ein Investment mit persönlichen Folgen, wenn man sich am Ende fragt "Möchte ich da mal selbst einziehen?"

Dabei entwickelt sich eine andere Idee: wir überlegen das Konzept einer kleinen Alten WG: zusammen wohnen mit vier oder fünf Freunden, die allein geblieben sind. Gemeinsamkeit für Menschen, die eine gemeinsame Vergangenheit haben, die sich etwas zu erzählen haben. Jeder mit eigenen Räumen, mit Service und Pflege. In Mailand gibt es ein Haus, in dem alte Musiker zusammenleben, am Stadtrand von Yangon ein Haus für alte Schauspielerinnen. Vielleicht gibt es so ein Haus mal für Freunde der Stiftung, wir werden sehen. Das Foto ist von einem Besuch im Altenheim in Yangon/jg

Donnerstag, 11. Mai 2017

Was macht eigentlich René ?

René Kroeger prägt das Gesicht der Stiftung seit über 25 Jahren. Er gestaltet die schönen Flyer, Hefte und Bücher der Stiftung, alles, was wir gedruckt in Hand bekommen. Den kleinen Faltzettel für die Solarlampen hat René mit genau so viel Liebe entwickelt, wie das gerade in zweiter Auflage erschienene "100 Menschen" Buch. René macht das alles pro Bono neben seiner täglichen Arbeit als freier Grafiker in Hamburg. René ist verheiratet mit Inga, sie ist Mentorin für eine Studentin in Myanmar. Gestern haben wir uns getroffen und geredet: über die alltäglichen Dinge und über neue Projekte, die wir planen. Was man schwarz auf weiß hat, kann man mit nach Hause nehmen kann. Das bleibt. Auch (oder gerade) in digitalen Zeiten/jg