Hilfe für die Ukraine

Die Ukraine ist jeden Tag in den Nachrichten. Es gibt viel Leid und viele Hilfsangebote. Wir konzentrieren uns auf folgende Schwerpunkte:
Wir finanzieren direkte Transporte in ukrainische Krankenhäuser mit Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln, unterstützen das Engagement von Partnerstädten und direkte Lions- und Rotary Kontakte nach Ostpolen und in die Ukraine. Ansprechpartner juergen@stiftunglife.de
Fotos aus dem von uns unterstützten Feldkrankenhaus in Dnepropetrovski

Wir vermitteln Patenschaften für Ukrainer:innen. Die Ausgestaltung dieser Patenschaft ist so individuell, wie auch die Bedürfnisse dieser Menschen individuell sind. Die Menschen, die in der Ukraine geblieben sind, brauchen Lebensmittel und Medikamente. Flüchtlinge, die hier angekommen sind brauchen Unterkunft, Hilfe bei Formalitäten, Geld und Jobs. Schwerpunkte unseres Engagements sind München und Hamburg.
Ansprechpartner kai@stiftunglife.de
In den letzten zwei Monaten haben wir rund 100.000 Euro ausgegeben. Insgesamt haben wir für dieses Jahr rund 250.000 Euro Hilfe eingeplant.
Stand 28. April 2022
Aktuelles zur Hilfe der Ukraine
Stiftunglife - Ukraine

Dienstag, 29. November 2022

28. Wir sammeln für einen Generator



Das einzige was fehlt, ist ein Generator

Im City Medical and Diagnostic Center von Vinnitsya sind 80 Ärzte und 120 Mitarbeiter beschäftigt. Seit Beginn des Krieges gibt es noch mehr zu tun, weil dort viele Soldaten medizinisch versorgt werden. Für andere städtische Krankenhäuser führen die Ärzte MRT-Untersuchungen durch, weil es in den städtischen Krankenhäusern kein MRT gibt.  An dem Center arbeiten Augenärzte und Neurologen. HNO Ärzte führen Audiometrie für Soldaten mit Barotrauma durch. Psychologen bieten verwundeten Soldaten und ihren Familien psychologische Hilfe an. Nun ist Vinnitsya (wie viele Orte in der Ukraine) von ständigen Stromausfällen betroffen. Die Ärzte brauchen dringend einen Generator, damit sie in schwierigen Zeiten weiterarbeiten können. Ein Generator mit einer Leistung von rund 100 KW kostet 20.000 Euro. Die technischen Voraussetzungen für den Anschluss sind vorhanden. jg


Sonntag, 13. November 2022

Weihnachtsfreuden


Gift in a box

Es ist keine neue Idee, kleine Geschenke in einen Schuhkarton zu packen, um jemanden zu erfreuen. Neu sind Ukrainer:innen als Empfänger dieser Aufmerksamkeit. Wer einen Schuhkarton für kleine und große Menschen packen möchte, ist herzlich Willkommen. Wir versprechen den sicheren Transport in die Ukraine. Wer mehr dazu wissen möchte, schreibt eine kleine Mail an info@stiftunglife.de


Freitag, 4. November 2022

Bericht aus Kiew



Heute im SZ Magazin - Dienstagabend in Hamburg

Im März standen russische Truppen vor der ukrainischen Hauptstadt. Heute schlagen häufig Raketen ein. Dennoch herrscht Zuversicht. Das Magazin der Süddeutschen Zeitung berichtet heute über das Leben in Kiew in ungewöhnlichen Zeiten. Wer mehr wissen möchte, kann sich hier info@stiftunglife.de zur Hamburger Runde anmelden. Am kommenden Dienstag wird Jürgen Gessner von seinen Reisen und unserer Hilfe für die Ukraine berichten.  

12 eigene Hilfstransporte in die Ukraine
Medikamente und medizinische Ausrüstung
Gesamtwert über eine Million Euro
nächster Transport im Dezember 


Donnerstag, 20. Oktober 2022

Münchner Runde


Am Montag trafen sich die Freunden der Stiftung zur Münchner Runde. Margit König bewirtete uns königlich mit singhalesischen Speisen. Klaus und Jürgen informierten uns über den letzten Transport in die Ukraine, wo ein gespendetes Röntgengerät neue Verwendung findet. Der 700 kg Transport in den vierten Stock per Kran war abenteuerlich.
 Dank an alle Beteiligten für den gelungenen Abend und das tolle Engagement. Wer gelegentlich dabei sein möchte, bei der Münchner Runde, kann sich bei Jan anmelden jan@stiftunglife.de


Dienstag, 11. Oktober 2022

Zwischenbilanz



430.000 Euro für die Ukraine

Heute, am Welt Mädchentag, würden wir gerne fröhliche Kinder zeigen. Statt dessen gibt es ein Bild aus einem Kellern in Kiew. Das Leben ist wie es ist. Wir können die großen Dinge nicht ändern, wir können nur versuchen mit Geld und persönlichem Einsatz das Leid der Menschen zu mindern. Bis heute hat die Stiftung 430.000 Euro ausgegeben. Der größte Teil, fast 400.000 Euro, wurde für direkte (medizinische) Hilfsprojekte in der Ukraine verwendet. Der Rest ist an die Tafeln gegangen zur Unterstützung der Ukrainer:innen, die in Deutschland Hilfe benötigen. Wir haben alles gegeben, die Ressourcen der Stiftung sind im Augenblick aufgebraucht. Damit wir in diesem Jahr noch ein oder zwei Transporte finanzieren können, werden wir eingehende Spenden verdoppeln bis zu einem Gesamtbetrag von 50.000 Euro. jg


Sonntag, 2. Oktober 2022

Schlussbericht dieser Reise 🇺🇦



Bilder von bombardierten Häusern…

…von verletzten Menschen und zerschossenen Fahrzeugen könnte ich hier zeigen, aber die sehen wir jeden Tag in den Nachrichten. Mein Blick aus dem Hotelzimmer steht für das Ungewisse, mit dem die Ukrainer:innen leben müssen. An der Oberfläche nimmt das tägliche Leben seinen Lauf in Lemberg, Vinnytsia und Kiew. Aber niemand weiß, ob der nächste Luftalarm in 2 Minuten kommt oder in zwei Wochen. Auf dieser Reise haben wir viele Menschen kennengelernt, die sich engagieren. Weit über das hinaus, was zu ihren Aufgaben gehört. Ärzte, die in ihrer Freizeit Medikamente besorgen und Transporte organisieren. Menschen die sich um Hinterbliebenen kümmern und andere, die verschreckt herumirrende Haustiere aufgenommen haben. Diese engagierten Helfer werden wir weiter unterstützen. Ein ganz besonderer Dank an Katja, unsere deutsch/ukrainisch Ärztin. Sie fragt, was gebraucht wird und organisiert mit ihrem Team die notwendige Hilfe. Das funktioniert so gut, weil sie beide Sprachen spricht und in beiden Welten zu Hause ist. 

Bei uns hat das Interesse und die Spenden für die Ukraine nachgelassen. Uns drücken die eigenen Sorgen in Deutschland, wir fürchten die Inflation und steigende Energiekosten. Mein Mitfahrer Sergeij fürchtet um seinen Sohn, der an der Front kämpft. Für den kommenden Monat haben wir uns verabredet, Katja, Vitali, Alexander, Sergeij und ich. Wir wieder Medikamente in Ukraine bringen. Dieses Mal waren es Medikamente medizinische Geräte im Wert von rund 100.000 Euro. Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben, diese notwendigen Dinge an Ziel zu bringen. jg


Donnerstag, 29. September 2022

Ukraine 🇺🇦


Das Ende der Kette

Dieses unscheinbare Foto ist ein Highlight unserer Reise, denn es zeigt, dass unsere Medikamente ihr Ziel erreichen. Im Krankenhaus, in einem abgeschlossenen Lager, stehen die Kartons, die Katja im letzten Monat in der Johannis Apotheke Planegg verladen hat. Katja, unsere deutsch/ukrainische Ärztin, hat die Medikamente in Deutschland gekauft. Rechts im Bild Dr. Alexander, er bestätigt uns den vollständigen Empfang aller Medikamente, die er sich gewünscht hatte. Das Versprechen der Stiftung hat auch in dieser schwierigen Situation gehalten: jeder Euro hat sein Ziel erreicht. Vielen Dank an alle, die sich dafür eingesetzt haben. jg


Mittwoch, 28. September 2022

Ukraine 🇺🇦



Bleibe ich hier, um für mein Land zu kämpfen? 
Schicke ich meine Kinder fort, damit sie nicht in den Krieg ziehen müssen?
Kommt meine Frau alleine mit drei Kindern in einem fremden Land zurecht ohne Sprachkenntnisse?

Unsicherheit und viele Fragen stehen im Raum, wenn ich mich mit in Kiew mit Familienvätern unterhalte. Unsicherheit auch beim Einschlafen im Hotel. Haben wir eine ruhige Nacht, oder wird es Luftalarm geben? Herr Merz muss solche Fragen nicht für sich beantworten, er fischt nach rechten Wählerstimmen mit solchen populistischen Aussagen. Mir kommt eine indianische Weisheit in den Sinn: „Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht vier Wochen in seinen Mokassins gelaufen bist". Das Bild für diesen Eintrag hat mir Vladimir gegeben, die Gesichter habe ich unkenntlich gemacht. Das Mädchen in der Mitte ist seine 17jährige Tochter. Sie wird von Soldaten in dem Gebrauch von Waffen geschult, damit sie ihr Land und verteidigen kann. jg


Ukraine 🇺🇦



Besuch bei Prof.Nagaychuk 

Mit 75 ruhen sich die meisten Menschen im Lehnstuhl aus. Prof. Nagaychuk lässt sich damit noch ein wenig Zeit. Seit 40 Jahren arbeitet er in „seinem" Krankenhaus für Brandverletzungen in Vinnyiza. Das Haus hat 40 Betten. Hier werden schwerste Brandverletzungen behandelt, im Augenblick sind das hauptsächlich Kriegsverletzungen. Wir haben im letzten Vierteljahr mehrfach dringend benötigte Medikamente und Antibiotika hierher geliefert. Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützt haben. jg


Montag, 26. September 2022

Der 19. Transport 🇺🇦



Katja und ihr Team
Das Foto haben wir gestern Abend gemacht, bei unserem ersten Zwischenstopp in Lemberg. Von links nach rechts: 

Alexander ist Landwirt und lebt in der Nähe von Kiew. Er hat ein eigenes Fahrzeug.  Alexander verbindet den Transport der Medikamente mit einem Besuch seiner Frau und Tochter. Die beiden sind mit Beginn des Krieges zu Verwandten in die Schweiz geflohen. Alexander spricht Russisch und Ukrainisch, es ist sein vierter Hilfstransport. 

Katja kommt aus Donezk. Seit acht Jahren lebt und arbeitet die sympathische Ärztin mit ihrem Mann in München. Katja ist das Herz von diesem Projekt, sie hat sich seit Beginn des Krieges von ihrer Arbeit freistellen lassen. Seitdem organisiert sie medizinische Hilfe für die Menschen in ihrer Heimat. Katja spricht Russisch, Ukrainisch, Englisch und Deutsch. Bei dieser Reise wird Katja länger in der Ukraine bleiben, sie hat sich für einen medizinischen Einsatz drei Wochen an der Front verpflichtet.

Jürgen lebt in München. Seine Frau hat in ihrer Jugend die großen Ferien immer bei der Oma in der Ukraine verbracht. Jürgen engagiert sich persönlich und mit finanzieller Förderung der Stiftunglife für die Menschen in der Ukraine. Es ist sein zweiter Transport. Jürgen spricht Deutsch und Englisch. 

Vitali ist Tierarzt. Vor dem Krieg lebte er mit seiner Familie mit eigenem Haus und eigener Praxis in einem kleinen Ort in der Nähe von Riwne. Seine Frau ist auch Tierärztin, die beiden haben drei Kinder. Seit fünf Monaten wohnt die ganze Familie in München. Vitali hilft Katja mit einem eigenen Fahrzeug bei allen Arbeiten, es ist sein siebter Hilfstransport. Vitali spricht Russisch, Ukrainisch und etwas Deutsch.

Sergej ist Hubschrauberpilot, seit ein paar Jahren ist er in Pension. Er kümmert sich um seine drei Enkelkinder, die mit seiner Tochter und ihrem Mann in München leben. Es ist eine erste Reise als Fahrer in diesem Transport. Er nutzt die Gelegenheit, um seinen Sohn in Kiew zu besuchen. Sergej spricht Russisch, Ukrainisch und ein wenig Englisch. 

Das ganze Team fährt ehrenamtlich und ohne Bezahlung. Die Stiftunglife hat im Juni einen Ford Transit gekauft, der für diese medizinischen Hilfstransporte zur Verfügung steht. Dies ist der 19. Einsatz für das Fahrzeug. Mit diesem direkten Zugriff kann die Stiftung gewährleisten, dass alle Medikamente und Geräte direkt ins Krankenhaus von Vinnitsya kommen. Wir werden berichten. jg


Geräte und Medikamente


Zwischenstopp Lviv

Nach 17 Stunden Fahrt sind wir in der Ukraine angekommen. Drei Transporter vollgepackt mit medizinischen Geräten und Medikamenten. Erster Zwischenstopp Lemberg. Ausschlafen. Heute geht es weiter nach Vinitsa. Wir werden berichten. jg


Mittwoch, 21. September 2022

Das schmeckt nicht



In Bayern gilt Bier als Lebensmittel, da darf man zur 187. Wiesn einen Kommentar schreiben. Genauer gesagt ist es ein Aufruf zum Boykott: Liebe Freunde, meidet die Zelte von Franziskaner, Löwenbräu und Spaten. Diese drei Biersorten sind noch immer in russischen Supermärkten zu kaufen. Annheuser-Busch, inhaber der drei Marken, umgeht den westlichen Lieferboykott und bricht damit sein Versprechen aus dem Frühjahr, sich vom russischen Markt zurückzuziehen. An dieses Versprechen werden sich die Manager vielleicht erinnern, wenn wir wegbleiben. Auf der Wiesn gibt es 17 große Bierzelte, da finden sich schon Alternativen - und Augustiner schmeckt sowieso besser. jg


Mittwoch, 14. September 2022

Eine Herausforderung


Ein digitales Röntgengerät für die Ukraine 

Der Anfang unserer Hilfe für die Ukraine ließ sich noch ziemlich einfach organisieren: Geld sammeln, Lebensmittel und Verbandsmaterial kaufen und zur ukrainischen Gemeinde bringen. Die Gemeinde hat dann für den Transport nach Kiew gesorgt. Die zweite Stufe ist schon deutlich schwieriger: für die richtige Auswahl der benötigten Medikamente braucht man medizinisches Fachwissen. Gut, dass wir eine Ärztin im Team haben. Katja kümmert sich um die Abstimmung mit den Krankenhäusern in der Ukraine und sie organisiert den Einkauf der Medikamente. Nachdem das alles bisher gut geklappt hat, wagen wir uns nun an ein ganz komplexes Thema: ein digitales Röntgengerät wird in Burghausen abgebaut, transportfähig verladen und in der nächsten Woche in die Ukraine gebracht. Vielen Dank an die Wacker Chemie und viele beteiligte Helfer. jg


Dienstag, 23. August 2022

Nachhaltig helfen



Sechs Monate Krieg - fünf Monate Hilfe 

In der Zeitung steht zu lesen, dass die Deutschen kriegsmüde sind. Die erste Hilfswelle ist vorbei. Nun rücken die eigenen Sorgen um Inflation und Energie in den Vordergrund. Als Stiftung bemühen wir uns um den Spagat: weiterhin den Menschen in der Ukraine helfen und gleichzeitig die Tafeln unterstützen, die sich um einkommensschwache Familien und Flüchtlinge in Deutschland kümmern. Hier eine (unvollständige) Zwischenbilanz für unser Engagement::

1 Transporter gekauft
1 OP Tisch mitfinanziert
1 Notarztwagen mitfinanziert
1 Ukrainische Gemeinde unterstützt 
2 Spendensammlungen für Sumy verdoppelt 
2 Rettungswagen mitfinanziert 
2 Firmenspenden verdoppelt 
2 Ventrikuloscop fürs Kinderkrankenhaus geliefert
3 Ukrainerinnen finanziell unterstützt 
5 Lions/Rotary Initiativen unterstützt
22 Trinkwasserfilter geliefert 
200 Tafeln in Deutschland unterstützt 
1.300 Insulinspritzen geliefert
5.000 Sticker zum Deutsch lernen gedruckt
12.700 Einheiten Schmerzmittel geliefert 
23.000 Flaschen Antibiose geliefert

Dafür haben wir bis jetzt mehr als eine halbe Million Euro ausgegeben - und wir bleiben weiter engagiert: die Unterstützung für die Tafeln geht weiter und der nächste Transport in die Ukraine wird schon vorbereitet. jg


Freitag, 12. August 2022

Stand with Humanity

Leo Tolstoi hat einmal gesagt, man solle den Egoismus nicht verurteilen. Schließlich sei er das Grundgesetz des Lebens. Wenn man dieses Bild aufgreift, so wurde unsere Gesetzestreue in den letzten mehrfach hinterfragt. Zuerst verlangte man von uns Solidarität in der Corona-Pandemie, dann im Rahmen des Afghanistan-Abzugs und aktuell beim Ukraine-Krieg. All diese Krisen haben zunächst einen wunderbaren und für viele vermutlich unerwarteten Zusammenhalt in der Bevölkerung aufgezeigt. Gleichzeitig aber hat sich jedes Mal gezeigt, dass Tolstois Worte nicht ganz falsch sind. Wurde zu Beginn noch für die Mitarbeiter von Krankenhäusern und Pflegeheimen geklatscht, so bildete sich im Laufe der Pandemie ein tiefer Riss in unserer Gesellschaft, der in wütenden Protesten und einem Sturm auf dem Bundestag endete. Auch viele von den Einschränkungen direkt Betroffene verloren zunehmend ihre wirtschaftliche Grundlage und gleichermaßen ihre Solidarität für einen gemeinsamen Kampf gegen Corona. Vor fast genau einem Jahr zogen sich dann die westlichen Staaten aus Afghanistan zurück und hinterließen nicht nur verstörende Bilder. Sie hinterließen auch tausende sogenannte Ortskräfte, die bis heute im Land festsitzen. Anfängliche Empörung über den Abzug und die Solidarität mit den Geflüchteten endeten jedoch auch diesmal schnell. Der Bundestagswahlkampf stand schließlich vor der Tür. Heute ist es 176 Tage her, dass Putin die Ukraine angegriffen hat. Erneut ging ein heftiger Ruck der Solidarität durch Deutschland, das in einem gelb-blauen Fahnenmeer versank. Bemerkenswerte Anstrengungen wurden unternommen, um den Geflüchteten zu helfen und die Verbliebenen zu unterstützen. Doch mittlerweile sind die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs in Deutschland angekommen. Und so zeigt die Tagesschau mittlerweile Nachrichten zu den steigenden Gas- und Stromkosten noch vor den neuesten Meldungen aus der Ukraine. All das zeigt, dass Solidarität oftmals endet, wenn die Auswirkungen einen selbst betreffen. So sind die Folgen der Corona-Einschränkungen für Gastronomen, die politische Neuausrichtung für Steuerzahler und die steigenden Strom- bzw. Gaspreise für jeden Verbraucher irgendwann wichtiger als Solidarität für Andere. Das ist in vielen Fällen nur allzu menschlich und wird in der Psychologie als „Mitgefühlsmüdigkeit" bezeichnet. 

Nach alledem ist es jedoch schön zu wissen, dass Tolstoi seinem Grundgesetz-Zitat einen weiteren Satz angefügt hat, der da lautet: „Es kommt nur darauf an, was man als sein Ego anerkennt." Schön, dass die Stiftung einen Kreis von Menschen zusammengebracht haben, deren Ego etwas anders tickt und die eben nicht müde werden, ihre Solidarität zu zeigen. Sei es die – gerade jetzt wichtige – Unterstützung der Ärmsten in Deutschland durch die Förderung der Tafeln oder die Belieferung ukrainischer Krankenhäuser mit Medikamenten. Dafür euch allen vielen Dank tg.


Donnerstag, 11. August 2022

Die Teams berichten: Ukraine

Wo stehen wir mit unserer Hilfe?

Es ist nun fast ein halbes Jahr her, dass der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist. Was ist seitdem passiert und was konnten wir tun?

Die Stiftunglife hat für die Ukraine-Hilfe ein neues Team gegründet, das von uns geleitet wird. Wir kaufen Arzneimittel, die wir über eine Klinik beziehen und liefern diese direkt zu den Krankenhäusern in die Ukraine.

400.000 € wurden seitdem gespendet, das entspricht für jeden Verwundeten ca. 1 € an Unterstützung für Medikamente. 11 Fahrten mit Medikamenten sind seitdem in die Ukraine gegangen, in unserem Film den Katja erstellt hat, kann man sehen, was dort los ist und wie wir helfen.

Am 20.07.2022 haben sich Jürgen, Ralph, Klaus und Katja bei allen Helfern bedankt und sie zu einem kleinen Sommerfest in Starnberg eingeladen. Wir bedanken uns recht herzlich bei all den helfenden Händen jetzt und in der Zukunft.

Der Bedarf für die Hilfe der Ukraine ist so groß, dass Katja mit ihren ukrainischen Freunden in München zusätzlich einen neuen Verein SoulidUArity gegründet hat, der von Stiftunglife unterstützt wird. Wir arbeiten derzeit für die Ukraine in den Bereichen Arzneimittel, medizinische Geräte, Wasseraufbereitung und ukrainische Tafel.
Das Leid und der Bedarf sind so groß, dass wir alle Freunde von Stiftunglife bitten, uns auch nach 6 Monaten Krieg weiterhin mit Spenden zu unterstützen.
Gerne beantworten wir weitere Fragen per Mail an kpk1960@googlemail.com

Herzlichst
Katja und Klaus

Samstag, 6. August 2022

Nachhaltig nutzen


Was macht ein Ultraschallgerät im Abstellraum?

Die Antwort ist einfach: es steht nutzlos rum! Das hat sich André Kirchberger, Leiter des Gesundheitsdienstes bei der Wacker Chemie, auch gedacht. Er hat zwei gebrauchte Ultraschallgeräte (nicht die neuesten Modelle aber im top Zustand) für die Ukraine gespendet. Gestern hat sich Katja, unsere ukrainische Ärztin, die Geräte angeschaut. Jetzt organisieren wir die Abholung und den Weitertransport in die Ukraine. Es würde sich lohnen, in jeder Arztpraxis mal in die Abstellräume zu schauen. Bestimmt gibt es da noch mehr Geräte, denen man ein zweites Leben schenken könnte. jg


Montag, 25. Juli 2022

Angekommen


Das Ende einer gesicherten Kette

Der Herr links im weißen Poloshirt ist Arzt. Er arbeitet als Unfallchirung im Krankenhaus von Vinnytsya. Am Samstag ist er mit einem Krankenhausfahrzeug nach Lemberg gekommen, um von uns gespendete Medikamente und Wasserfilter zu übernehmen. Er ist das letzte Glied unserer gesicherten Kette, mit der bestellte Medikamente und Medizingeräte von Deutschland in die Ukraine kommen: 1. Es beginnt mit der Bedarfsmeldung vom Krankenhauses in Vinnytsya. 2. Die Bestellung geht an die Urologische Klinik. 3. Von dort an die Johannis Apotheke, die jedes einzelne Medikament einscannt, bevor es an uns übergeben wird. 4. Alle Medikamente und Geräte werden im Lager München zusammengestellt, kommissioniert und teilweise gekühlt. 5. Mit eigenen Fahrzeugen und ehrenamtlichen Fahrern bringen wir die Ware in die Ukraine ins Lager Lemberg. 6. Dort holt der Arzt mit seinen Helfern alles ab und bringt es direkt in das Krankenhaus, in dem er arbeitet. Das Krankenhaus Vinnytsya hatte vor dem Krieg 300 Betten, jetzt sind es fast doppelt so viele. Früher wurden hier viele orthopädische Operationen durchgeführt, jetzt gehört (fast) alle Aufmerksamkeit den Kriegsopfern. Einen zusätzlichen OP Tisch könnte das Krankenhaus gut gebrauchen…jg


Samstag, 23. Juli 2022

Engagement


Wie lange dauert der Krieg noch?

Auch auf meiner Reise in die Ukraine finde ich keine Antwort auf diese Frage. Die Menschen richten sich darauf ein, dass dieser Krieg noch Monate oder Jahre dauern kann. Das hat natürlich auch Folgen für unsere Finanzplanung. Auch im kommenden Jahr werden uns weiter engagieren. Besonders jetzt, wo das Netzwerk der Helfer durch persönliche Kontakte immer besser wird. jg


Freitag, 22. Juli 2022

Transportwege


Zwischenlager Lemberg

Die drei Fahrzeuge aus Münchener sind nach 20 Stunden Fahrt in Lemberg angekommen. Ein Fahrzeug mit Medikamenten ist gleich weitergefahren nach Kiew. Die zwei anderen Fahrzeuge wurden ausgeladen. Heute kommt ein Volontär, um Medikamente abzuholen, die in ein Feldlazarett hinter der Frontlinie gebracht werden. Der Job ist gefährlich – während das Leben in Lemberg sommerlich leicht und unbeschwert scheint. Jedenfalls an der Oberfläche…


Donnerstag, 21. Juli 2022

Medikamente für die Ukraine



Tankstop vor der Grenze 

In Polen werden die Autos vollgetankt, dann fahren wir über die Grenze nach Lemberg. Alle drei Fahrzeuge (das Fahrzeug links gehört der Stiftung) sind voll beladen mit Medikamenten und medizinischen Geräten. Die drei Fahrer haben den Transport von München nach Lemberg ehrenamtlich übernommen. Auch Katja setzt ihr Wissen uns ihre ganze Freizeit für dieses Projekt ein, sie  organisiert und koordiniert diesen Transport. Vielen Dank an alle Helfer. 


Zwischenbilanz



Danke für die Blumen...

...und Dank an alle, die für unsere Ukrainehilfe gespendet haben. Der Mann, der den größten Blumenstrauß verdient hätte, verteilte gestern Abend 36 bunte Sträuße an 36 Helfer im Ukraineteam. Klaus König (Bildmitte) ist ein Energiebündel: innerhalb von wenigen Wochen hat er seine Hilfe für die Ukraine von 0 auf 100 gebracht, genau gesagt auf Spenden in Höhe von 400.000 Euro. Freunde und Familie haben geholfen, dieses Netzwerk der guten Taten aufzubauen. Zehn Medikamententransporte in die Ukraine wurden bereits finanziert. Heute startet der elfte Transport nach Lwiw mit drei Fahrzeugen. Wer Klaus König kennenlernen und  mehr über unsere Hilfe für die Ukraine erfahren möchte, ist herzlich eingeladen an der kommenden Sonntagsrunde teilzunehmen. Hier ist der Link für 12 Uhr https://zoom.us/j/3387750291?pwd=VHN5TTExQURFamFPTGFWZjhZUDBodz09


Freitag, 24. Juni 2022

Medikamente für die Krankenhäuser



Der zweite Transport in diesem Monat

In dieser Woche sind wieder Medikamente in die Ukraine gebracht worden. Zwei Transporter, bis unters Dach vollgepackt mit lebenswichtigen Medikamenten (regulärer Verkaufswert rund 100.000 Euro) sind im Lager Lemberg angekommen. Dort werden sie von den verschiedenen Krankenhäusern mit eigenen Fahrzeugen abgeholt. Katja, unsere ukrainische Ärztin in München, bemüht sich, die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedene Krankenhäuser zu erfüllen. In unserer kommenden Sonntagsrunde werden wir von diesem Projekt berichten. Hier ist der Link für alle, die um 12 Uhr Zeit und Lust haben dabei zu sein https://zoom.us/j/3387750291?pwd=VHN5TTExQURFamFPTGFWZjhZUDBodz09


Mittwoch, 22. Juni 2022

Was macht eigentlich Klaus?



Mit Herz und Verstand für die Ukraine

Als Unternehmer hat Klaus in seinem Leben viele Dinge erfolgreich voran gebracht. Nun gehört er zu den Menschen, die sich für die Ukraine engagieren. Mit seiner privaten Hilfslieferung fing es an: die hat Klaus im März zur Ukrainischen Gemeinde in München gebracht. Zufall oder Fügung, dort hat er Katja, eine ukrainische Ärztin kennengelernt - seitdem engagieren sich die beiden gemeinsam für die Menschen in der Ukraine. Klaus sammelt in seinem Freundeskreis Spenden ein und Katja organisiert mit dem Geld einen ausgefeilten Medikamenten Einkauf. Medikamente und medizinische Geräte bringt Katja mit einem Transporter selbst nach Lemberg. Dort wird alles für die verschiedenen Krankenhäusern hergerichtet. Die Krankenhäuser holen die Medikamente mit eigenen Fahrzeugen aus Lemberg ab. Wir unterstützen die beiden bestmöglich. Wer mehr Informationen haben möchte, bekommt die direkt von kpk1960@googlemail.com


Montag, 20. Juni 2022

Heute ist der Welt Flüchtlingstag


Was sind schon 100 Millionen ?
Eine Zahl die den einen mehr, den anderen weniger beeindruckt. Kaum jemand von uns kann die Zahl in anfassbare Realität bringen: hast Du schon mal 100 Millionen Euro in Scheinen in der Hand gehalten ? Bist Du schon mal 100 Millionen Kilometer gefahren?

100 Millionen sind auf der Flucht.
Anfassbar wird so eine große Zahl erst, wenn ein Flüchtling bei uns vor der Tür steht - oder wenn wir selbst fliehen müssen. Solange wir uns in Sicherheit wiegen, sind die 100 Millionen nur eine Zeitungsmeldung. Wir lesen die Nachricht, heute und blättern die Seite um.

Ist das unsere Schuld?
Wenn 100 Millionen Menschen auf der Flucht sind, dann gibt es keine einheitliche Antwort. Manche Fluchtursachen sind fern von uns, in andere sind wir verstrickt. Der Klimawandel ist von uns verursacht, vor den Folgen fliehen müssen die anderen….jg


Samstag, 18. Juni 2022

Was uns Sorgen macht ?


1. Krieg in der Ukraine
2. Inflation 
3. Klimawandel 

Der ARD Deutschland Trend hat die Deutschen repräsentativ befragt: das sind die drei Themen, über die wir uns aktuell am meisten Sorgen machen. unsere Hilfe für die Tafeln berührt alle drei Bereiche: deshalb verdoppeln wir weiterhin alle Spenden, die wir für die Tafeln bekommen. Neben unserem Engagement für die Tafeln fokussieren wir uns mit der Stiftung auf drei humanitäre Hilfsprojekte + zwei Projekte für Natur und Umwelt. jg


Montag, 30. Mai 2022

Angekommen 🇺🇦





Feldkrankenhaus Dnepropetrovskl

Unser medizinischen Hilfslieferungen sind in den umkämpften Gebieten der Ukraine angekommen. Wir haben einige Bilder aus den ukrainischen Krankenhäusern und Feldspitalen bekommen. Transportwege, Arbeitsbedingungen und Fotodokumentationen sind und schwierig. Wenn Menschen sich auch unter solchen Bedingungen um ein Feedback für die Spender in Deutschland bemühen, zeigt uns dass, wie sehr sie unsere Hilfe zu schätzen wissen. Vielen Dank an Katja, Klaus und alle Freunde, die diese Hilfe möglich machen. jg


Was macht eigentlich Anastasiia?


Hello, my name is Anastasiia

I am from Ukraine, from Dnipro. I came to Munich three weeks ago. And once I left the train station, I felt that the city suits me. Partly because I'm tired from the long and hard road, partly because the people here are nice, partly because of the bikes and green spaces. And decided to stop here. In Ukraine, I worked as an economist-analyst in a construction company, our department brought light and energy to new buildings. I liked to go deeper into projects every year. Here I want to find a job close to what I did in Ukraine and what I am good at. And to help all my family that stayed in Ukraine. Bis Anastasiia etwas Deutsch gelernt und einen Job gefunden hat, hilft sie uns den Kontakt mit Ukrainer:innen zu organisieren. jg


Sonntag, 29. Mai 2022

Vom Glück des Helfens




Gewusst haben wir es schon, nun hat es uns der Spiegel schriftlich gegeben

Jeden Tag Bilder und Nachrichten aus der Ukraine. Wir spüren die Ohnmacht angesichts des Krieges, angesichts der Bilder von Zerstörung und den vielen Toten. Doch wer hilft kann immerhin etwas tun, statt nur zu zu schauen und zu verzweifeln. Helfen kann ein Ventil für die eigene Hilflosigkeit sein. Wir danken allen, die uns in den vergangenen drei Monaten unterstützt haben. Jeder gibt, was er kann: ein Bett, eine Kiste Spaghetti, ein Auto, eine warme Decke. Es kommt einiges zusammen, wenn wir hier eine (unvollständige) Zwischenbilanz ziehen:

    1  Op Tisch für das Krankenhaus in Baryschiwka (mit)finanziert
    2  große Hilfsorganisationen (verdoppelt) unterstützt
    2  Rettungswägen und einen Notarztwagen (mit)finanziert
    3  Lions Clubs für ihre Partnerclubs in der Ukraine unterstützt
    3  Rotary Clubs für ihre Partnerclubs in der Ukraine unterstützt
    5  Lebensmitteltransporte in die Ukraine gebracht
    7  Medikamententransporte in die Ukraine finanziert
  10  Ukrainer:innen mit Kindern in private Unterkünfte vermittelt
100  Tafeln unterstützt, die Lebensmittel an Flüchtlinge ausgeben


Montag, 23. Mai 2022

Hilfe für die Ukraine 🇺🇦



Im Krankenhaus in Baryschiwka wird derzeit mit einem alten OP Tisch gearbeitet, der vor über 20 Jahren von Pullach gespendet wurde. Dieser Tisch soll nun durch einen modernen OP Tisch ersetzt werden, der den heutigen Anforderungen für allgemeinen Chirugie entspricht. Die Anschaffung wurde von der Gemeinde Pullach mit der Klinikleitung in Baryschiwka abgesprochen. Der Transport in die Ukraine, die fachgerechte Aufstellung und der Service sind gesichert. An den Gesamtkosten von 30.000 Euro beteiligen wir uns mit der Hälfte. Das ist unser Beitrag für die Versorgung der Bevölkerung und der Kriegsverletzten Menschen in der Ukraine. jg


Freitag, 13. Mai 2022

Medikamente für die Ukraine 🇺🇦



100 Krankenhäuser sind zerstört 

Putins Angreifer haben 100 Krankenhäuser und 500 Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine zerstört. Jetzt gilt es, den aktuellen Bedarf für die Versorgung von Kranken und Verletzten zu ermitteln Medikamente professionell einkaufen, sortieren, kommissionieren, verladen und ans Ziel bringen. Das ist schon in „normalen" Zeiten eine logistische Meisterleistung. Katja und Klaus haben sich diesem Thema verschrieben, sie setzen ihre ganze Energie dafür ein. Wir konzentrieren das Engagement der Stiftung auf diese Hilfe. Die ersten Lieferungen sind bereits in der Ukraine angekommen. Von den weiteren Transporten werden wir berichten. jg


Samstag, 7. Mai 2022

Muttertag



Mütter mit Kindern

Millionen von ukrainischen Müttern sind mit ihren Kindern auf der Flucht. Ein paar Hundertausend sind in Deutschland gelandet. Diese Mütter auf werden heute vermutlich keine Blumen und keinen selbstgebackenen Kuchen geschenkt bekommen. Sie müssen sich mit dem Notwendigsten arrangieren. Manche von ihnen erreichen wir über unsere finanzielle Unterstützung der Tafeln. Es ist unser kleiner Beitrag für Mütter und Kinder in schwierigen Zeiten. jg


Mittwoch, 4. Mai 2022

On the way 🇺🇦


Doppelte Hilfe

Viele Lions haben Partnerclubs in Polen und/oder in der Ukraine. Daraus entstehen Hilfsaktionen, die wir gerne finanziell unterstützen. 
Wolfgang Weinisch ist der Ansprechpartner für diese Zusammenarbeit wolfgang@stiftunglife.de. 

Das gleiche gilt für viele Rotary Clubs, mit denen wir gerne freundschaftlich zusammenarbeiten. Franz-Peter Kaiser ist der Ansprechpartner für alle Rotarier. Einfach zu erreichen per Mail an franz-peter@stiftunglife.de


Montag, 2. Mai 2022

Angekommen 🇺🇦


Gute Nachricht aus der Ukraine

Der (von uns mitfinanzierte) Notarztwagen ist mit Medikamenten in Baryschiwka angekommen. Es war eine Fahrt mit langen Aufenthalten auf der polnischen und der ukrainischen Seite. Alle Papiere waren mit Übersetzungen vorhanden und so ist die Sache am Ende gut ausgegangen. Die Bedingungen werden schwieriger. Wir danken den GvW Mitarbeitern und Partnern für Ihre Unterstützung. Das Fahrzeug wird lebensrettende Dienste leisten. Mit wöchentlichen Medikamententransporten werden wir die Versorgung der Verletzten weiterhin unterstützen. jg


Samstag, 30. April 2022

On the way 🇺🇦



Das dritte Rettungsfahrzeug

Zwei Rettungsfahrzeuge sind schon in der Ukraine, gestern wurde ein drittes Fahrzeug auf den Weg gebracht. Der Notarztwagen, gefüllt mit Medikamenten und Verbandsmaterialien, wird in der Ukraine sehnsüchtig erwartet. Die Menschen in Baryschiwka bekommen damit ein bisschen mehr Sicherheit für Ihr Leben. Nachdem die Krankenhäuser in der Region von den Russen zerschossen wurden, müssen Kranke und Verletzte transportiert und an anderen Orten versorgt werden. Organisiert wurde diese Hilfsaktion von der deutschen Partnergemeinde Pullach. Wir sind dankbar, dass wir diese wunderbare Aktion mit 15.000 Euro unterstützen dürfen. jg


Mittwoch, 27. April 2022

Hunger 🇺🇦



Die andere Seite des Krieges

Jetzt hungern viele Menschen in der Ukraine – bald werden noch mehr Menschen auf der Welt hungern. Russland und die Ukraine decken normalerweise knapp ein Drittel des weltweiten Getreidebedarfs. In einem normalen Monat März hätte die Ukraine 5.000.000 t Weizen exportiert. In diesem Jahr waren es nur 4 Prozent, knapp 200.000 t. Russische Raketen haben Weizenlager zerstört. Felder können wegen der Kriegsgefahr nicht bestellt werden. Es ist ein Kollaps, der nicht nur in der Ukrainer Folgen haben wird. Dieser Krieg wird im fernen Ländern (im Bild Jemen und Somalia) zu einer Hungerkatastrophe führen. Dieser Hunger schlägt nicht wie eine Granate ein, sondern tötet langsam. jg


Montag, 25. April 2022

Die Ukraine 🇺🇦 in Venedig



Die Quelle der Erschöpfung
Wasser läuft durch eine Vielzahl von Trichtern und wird dabei immer langsamer. 

Paleo Makow vertritt die seine Heimat auf der Biennale in Venedig. „Die Idee zu dem Projekt hatte ich schon wenige Jahre nach dem Fall der Sowjetunion. Da kam mir die Gesellschaft in der Ukraine ausgezehrt vor. Später habe ich wieder mit dieser Metapher gearbeitet. Mir schien, Europa würde seine Vitalität verlieren und auch die Energie, die demokratische Werte zu schützen. Heute fehlt uns die Kraft, unsere Humanität zu bewahren. Gleichzeitig sind nicht nur nur Menschen erschöpft, sondern auch die Natur. Meine Kunst kann die Welt nicht retten. Kunst verändert keinen Krieg, keinen Klimawandel und sie ist keine Medizin gegen irgendwas. Kunst ist eine Diagnose der Gesellschaft - hilfreich die Art der Krankheit zu erkennen, bevor wir nach Gegenmittel suchen."

Die Welt ist im Wandel. Kraft für Europa und Kraft für demokratische Werte könnten zukünftig Schwerpunkte unserer Stiftungsarbeit werden. Beim Jahrestreffen der Stiftung werden wir darüber diskutieren. Übrigens: der russische Länderpavillon bleibt in diesem Jahr leer. Den russischen Künstlern dürfte klar gewesen sein, dass der Pavillon ein Ort zum Eier- und Tomatenwerfen geworden wäre. jg


Dienstag, 19. April 2022

Die Krankenwagen sind angekommen

Anfang März haben wir den Kauf von zwei Krankenwagen für die Ukraine mitfinanziert. Die Fahrzeuge sind in der Partnerstadt von Pullach angekommen. Hier ist der Bericht aus Baryschiwka :

In letzter Zeit wurde es ruhiger auf dem Gebiet von Baryschiwka und Beresan. Die russischen Soldaten sind nach vier Wochen Besatzung aus den Dörfern abgezogen. Sie hinterließen ein fürchterliches Bild des Grauens. Alles wurde vermint zurückgelassen, Minen überall, ob im Küchenkasten, auf den Wegen, kein Stelle, die nicht eine Gefahr birgt. Die gute Botschaft: die Krankenhäuser sind intakt und können alle Personen versorgen. Die Medikamente, Verbandsmaterialien, die in die zwei Krankenwägen gepackt wurden, kamen gut an. Sie wurden dringend benötigt. Die Krankenwägen sind bereits im Einsatz, versorgen und transportieren verletzte Personen. Auch die Hilfsgüter, die an der Grenze umgeladen wurden, sind bereits verteilt. Große Freude haben die Süßigkeiten bereitet, ein kurzer Augenblick Genuss und Energie, der in so schweren Zeiten eine ganz andere Bedeutung bekommt. Der Transfer von Pullach in die Ukraine wurde in diesen Zeiten mit vielen Unwegsamkeiten und Schwierigkeiten von unseren Feuerwehrkameraden gut geschafft.

Sonntag, 17. April 2022

Frohe Ostern


Im Augenblick scheint der Wille zur Macht zu überwiegen. Das wird uns nicht davon abhalten, mit Liebe für unsere Sache da zu sein. Hilfsbereitschaft ist ein Zeichen von Liebe, besonders wenn die anfassbar wird: mit Lebensmitteln, die wir in die Ukraine bringen, mit Unterstützung für Kinder und Alte. In jedem Baum, den wir für unsere Kinder pflanzen, stecken Liebe und Zuversicht. In diesem Sinn danken wir für viel Unterstützung und wünschen wir allen Freunden der Stiftung schöne Ostertage. jg


Freitag, 8. April 2022

Wasser ist Leben 🇺🇦


Funktioniert ganz einfach

Den Wasserfilter kennen wir schon seit sieben Jahren. Rund 90 Wasserfilter haben wir an unseren Schulen in Myanmar im Einsatz. Die funktionieren ohne Strom und ohne Chemie ganz einfach mit Schwerkraft und einem ausgeklügelten Membransystem. Jetzt sind die ersten zehn Filter unterwegs in die Ukraine, in die Städte, in denen die öffentliche Wasserversorgung nicht mehr funktioniert. jg


Montag, 4. April 2022

Leni und Emma


Für die Kinder in der Ukraine 🇺🇦

Das sind Leni (8) und Emma (7). Sie leben in Eckernforde und mussten die letzten zwei Wochen coronabedingt zu Hause bleiben. Emma bekam von ihrer Patentante zur Überbrückung dieser Zeit einen Bastelkoffer geschenkt, Leni hatte gleich eine Idee, was man damit anstellen könnte. Irgendwie haben sie aus den Gesprächen der Erwachsenen von der Ukraine gehört und davon, dass es dort den Kindern nicht so gut geht im Moment, wie ihnen. Daraufhin stellte Emma ihre Bastelutensilien zur Verfügung, Leni kümmerte sich um die „Kundenaquise und Vermarktung". Auf Bestellung fertigen sie nun Armbänder in den gewünschten Farbzusammenstellungen. Nun musste nur noch das Geld, dasssie dafür eingenommen haben/einnehmen (1€/Armband) irgendwie zu den Kindern kommen. Dabei helfen wir den beiden gern und verdoppeln ihre Einzahlung auf das Stiftungskonto. dh


Montag, 28. März 2022

Ukraine 🇺🇦



How can i help ?

I´m  Andreas, together with my wife Angelika we live more than 30 years  in Munich. We made a step from East to West Germany in the eighties and know how helpful is every assistance even in the first days in a now new and unknown area.  So we want to help people, coming from Ukraine. Please feel free to contact me, if you stay in Munich and need some help. We speak English and a very poor Russian, but we can try it. We can not promise to fulfill every wish, but we will try our best. I am friend of Stiftunglife. We are a group of people, based in Hamburg and Munich. We want to give a hand to refugees from Ukraine. If you you are in Munich, you can contact Kai by mail kai@stiftunglife.de