Samstag Vormittag in Hannover, die Menschen wärmen sich aufgereiht vor dem Café am Kröpke in der ersten Frühlingssonne. Ich nehme den einzigen Stuhl, der noch frei ist und sitze neben dem Bundeskanzler. Wir kommen ins Gespräch. 25 Jahre ist das her. Gerhard Schröder sprach von den großen Dingen der Welt, ich erzählte ihm von der Entwicklung der Tafeln. „Melden Sie sich gerne, wenn ich das unterstützen kann.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Kanzler. Ein halbes Jahr später war ich bei ihm Zuhause zum Abendessen eingeladen. Ein paar Tafelfreunde hatte ich mitgebracht. Es war eine illustre Runde mit großen Namen der Deutschen Wirtschaft, die ersten Unterstützer der Tafeln. Nach dem Essen und einigen Höflichkeiten zündete sich Gerhard Schröder seine Zigarre an und fragte in die Runde „Was gibt’s denn sonst noch, was wir Gutes tun können?“ Auf diese Frage waren wir vorbereitet und so wurde „Start Social“ an dem Abend auf dem Weg gebracht. 25 Jahre später sitze ich wieder in der Frühlingssonne. Das Café am Kröpke gibt es nicht mehr, aber die Idee ist geblieben. Start Social hat sich gut entwickelt. Die alte Geschichte kommt mir jetzt in den Sinn, weil wir „Radeln ohne Alter“ unterstützen. Eine wunderbare Initiative, die von Start Social ausgezeichnet wurde. jg


