Klima und Umwelt

Am liebsten hätten wir alle die heile Welt, die wir von den Heidi Filmen kennen. Leider sieht unser Alltag anders aus. Die meisten Menschen wissen, dass es so nicht weiter gehen kann. Wenn unsere Enkel auch noch gut leben wollen, müssen wir unseren Lebensstil ändern, oder Ausgleichsmassnahmen finanzieren. Am besten beides. Wir finanzieren verschiedene Umweltprojekte in Deutschland und im Ausland: Ideen, Anregungen und konkrete Maßnahmen für eine bessere Umwelt. Jede Spende geht zu 100 Prozent in die Projekte.
Bienen und Bäume
In Deutschland schützen wir die Bienen, bringen alte Obstsorten in die Gärten und begrünen neu angelegte Radwege, in Myanmar und in Mexiko pflanzen, pflegen und erhalten wir Bäume.
Wasser und Solar
Solarlampen bringen die Erleuchtung, und Wasseranlagen ersetzen den alten Dieselgenerator. Das spart Geld und schont die Umwelt. Mit dem Paul Wasserfilter wird Wasser zu Trinkwasser. Alle Anlagen werden von uns gebaut und langfristig betreut.
Plastik vermeiden/recyceln
Einfache Idee - große Wirkung: in kleinen Anlagen in Myanmar recyceln wir den Plastikmüll, der am Strand liegt, in Hotels anfällt und an den Straßenrändern zu sehen ist. Den Rohstoff, den wir gewinnen, verkaufen wir an Betriebe im Land. Die Erträge reichen aus, um den laufenden Betrieb zu finanzieren.
Aktuelles vom Recycling, den Wasserfiltern und Solar
Stiftunglife - Umwelt

Donnerstag, 28. Mai 2020

Spiegel Online berichtet




Plastikmüll als recycelbar deklarieren und nach Südostasien schicken, 
ist weitaus lukrativer als den Müll bei uns zur Verbrennung zu bringen.

Etwa 220 Kilogramm Verpackungsmüll verursacht jeder Deutsche pro Jahr. Tendenz steigend! Knapp 40 Kilogramm sind Plastikabfälle, ein Spitzenwert in Europa. Weltmeister der Wiederverwertung nennen sich die Deutschen gerne. Beim genauen Hinsehen ist das ein Mythos: Nur ein Bruchteil der eingesammelten Kunststoffe wird so aufbereitet, dass daraus Plastik gemacht werden kann. Der Großteil wird verbrannt. Schlimmer noch sind die 180.000 Tonnen, die von Deutschland aus auf die Reise geschickt werden. Nachdem China die Grenzen für derlei Kunststoffreste dichtgemacht hat, ist Malaysia zur neuen Müllhalde geworden. Wiederverwertbar sind die verdreckten Plastikreste nur selten. Häufig landen sie auf wilden Müllkippen, manchmal im Meer. Greenpeace hat in Malaysia mehrere Deponien untersucht. Boden- und Wasserproben zeigten: Die illegalen Müllhalden stellen ein enormes Risiko für Umwelt und Gesundheit dar. Da die Halden immer wieder in Brand gesetzt werden, um die Menge an Müll zu reduzieren und Platz für neuen Müll zu schaffen, fanden sich im Boden Rückstände bromhaltiger Flammschutzmittel und Schwermetalle wie Cadmium und Blei. An zwei Standorten fanden die Umweltschützer auch Müll aus Deutschland - Persil-Verpackungen etwa oder Reste der Kirschgrütze von Edeka. Für uns ist der Müll weg, aber wir machen Entwicklungsländer zur Müllkippe unseres Wohlstandsmülls. Wir sind für diese Missstände mitverantwortlich, jeder von uns kann mit ein wenig Aufmerksamkeit Plastik reduzieren! jg

Freitag, 22. Mai 2020



Der neue Baum muss hitzebeständig und genügsam sein. Der Mensch vielleicht auch...

Er soll 39° aushalten können, eine Weile ohne Wasser auskommen, standfest sein, seine Wurzeln sollen nicht viel Platz brauchen: das ist der Baum der Zukunft für die Stadt. Innenstädte sind im Schnitt ein bis zwei Grad wärmer als das Umland (an heißen Tagen bis zu 10°). Der allgemeine Klimawandel treibt die Temperaturen weiter nach oben. Das ist Gift für jene Baumarten, die zur Zeit als Stadtbäume bevorzugt werden: Platanen, Linden, Ahorn und Kastanien. Diese vier Arten machen etwa 50 % des Bestandes in den Städten aus. Häufige Trocken und Hitzeperioden halten sie nicht gut aus. Die bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau hat Alternativen untersucht. Für wärmeren Regionen in Deutschlands ist die Purpuresche geeignet und der Eisenholzbaum. Auch die ungarische Eiche und der italienische Ahorn kommen als Zukunftsbäume infrage. Menschen und Bäume werden sich anpassen müssen. jg

Mittwoch, 20. Mai 2020

Happy World Bee Day ?


Jeder kann was tun, jeder muss etwas tun !

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als World Bee Day erklärt. Damit unterstreicht die Weltgemeinschaft auch die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen. Ob es ein „Happy Bee Day" wird, das liebt auch in unserer Hand. Es reicht nicht, die Tiere auf Abstand niedlich zu finden. Es reicht auch nicht, zu erklären, das etwas getan werden muss. Veränderungen wird es nur geben, wenn jeder etwas tut. Zum Beispiel Blühwiesen anlegen. Das geht ganz einfach: etwas Samen in die Hand nehmen und aussäen. Auf dem Balkon, im eigenen Garten oder bei Freunden. Die Samenmischung gibt es kostenlos von uns, eine kleine Mail genügt: info@stiftunglife.de

Sonntag, 17. Mai 2020

Vielfältiger Nutzen


Unser Mangroven Projekt in Ngapali

Genau gesagt liegt das Naturschutzgebiet, in dem wir uns engagieren, zwei Autostunden südlich von Ngapali. Das Bild entstand bei einem Projektbesuch Anfang des Jahres. Inzwischen haben wir 5.000 Euro nach Myanmar überwiesen, das Geld ist im Projekt angekommen, 12.000 Mangroven werden in den nächsten Wochen gepflanzt. Auf der Welt sind 60.065 verschiedenen Baumarten bekannt, die Mangroven nehmen eine Sonderstellung ein: sie wachsen nur in den Tropen, kommen mit Salz- und mit Süsswasser zurecht, sichern die biologische Vielfalt in Küstengewässern und speichern extrem viel CO2. Hier sind die Nachricht von Dr. Maung Maung, dem Leiter des Naturschutzgebietes und unserem Projektleiter Naing Aung: 

Dear Sayar Ko Naing, I would like to send my ID Card.We had arranged to collect some suitable mangrove species in Gwa since April. Yesterday we were in Gwa to carry 12.000 mangrove propagules. I apologise you for late response, because my son got severe sweating and giddiness.I hope you will find the Global Treasure Bank yesterday.This is the only one bank in Kyeintali. With Best Regard. Dr. Maung Maung Kyi - Dear Dr Maung Maung, I just transfer the money now , amount is 7,200,000 MMK . Please see the attachment. Thanks and best regards, Naing Aung

Montag, 11. Mai 2020

Was macht unser Team in Myanmar?


Das war Anfang des Jahres, als wir im Januar die HahnAir II School im Delta eingeweiht haben 

Inzwischen sieht die Welt anders aus, auch in Myanmar. In vielen Bereichen ist das Leben zum Stillstand gekommen. Wer arbeiten muss, oder reisen will, braucht gute Gründe und eine schriftliche Genehmigung. Schulen und Unis sind geschlossen, hier und da gibt es Angebote für online-learning. Die Bauarbeiten an unseren Schulen und SolarWasseranlagen ruhen seit Ende April, auch die Swimming Doctors müssen eine Pause einlegen. Ab Mitte/Ende Mai könnten das Leben langsam wiederkehren. Mit dem Beginn der Regenzeit ist das die beste Zeit um Bäume zu pflanzen - alle sind ganz zuversichtlich. Die wichtigste Nachricht zum Schluss: alle Freunde und Mitarbeiter sind gesund. Wir bezahlen alle Löhne und helfen mit kleinen Beträgen, wo gerade „Not am Mann" ist: bei den Bauarbeitern, die jetzt nichts zu tun haben und bei Tourguides, die keine Arbeit haben. jg

Freitag, 8. Mai 2020

Freude für die Bienen




Wer Obst ernten möchte, braucht Bestäuber im Garten. 

Wolfgang hat im letzten Jahr unsere Blühsamenmischung in seinem Garten ausgesät. Das war ein guter Anfang. Wichtig sind neben den richtigen Pflanzen nun auch noch Nisthilfen, um Bienen und Hummeln anzulocken. Wie ein Bienenhaus oder Insektenhotel aussehen sollte und wo der ideale Standort dafür ist, erklärt Wolfgang gerne den Freunden, die ihren Garten bienengerecht entwickeln möchten. jg 

Mittwoch, 6. Mai 2020

7. Mai, ein Jahr später


Eine Million war das Ziel - zwei Millionen sind es geworden

Jeder tut, was er kann: vor einem Jahr hatten wir uns vorgenommen, eine Million Quadratmeter Blühwiesen anzulegen für Bienen, Schmetterlinge und die vielen nützlichen Bestäuber. Für das Projekt haben wir mit den Fachleuten von Blume2000 in Hamburg kooperiert - die verstehen viel von Blumen und von Bienen. Gemeinsam wurde Saatgut ausgesucht, in Graspapiertüten verpackt und verschenkt: kleine Tüten für den Balkon - große Tüten für den Garten - kleine Säcke für Ackerflächen. 1.000.000 m2 sollten es werden, am Ende war die Nachfrage so groß, dass es doppelt soviel wurden. Weil die Saat mehrjährig ist, wird es bald wieder überall blühen. Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben. Wir werden die Bienen auch in diesem Jahr unterstützen, eine weitere Million darf gerne dazukommen. 


In und um Celle


Tausend Obstbäume blühen

im Herbst wurden die jungen Bäume an tausend Privatpersonen ausgegeben. Wer sich rechtzeitig beworben hatte, bekam einen Obstbaum geschenkt. Die Cellesche Zeitung hatte die Idee beworben, die Celler Stadtverwaltung hat alles organisiert – und wir haben die Rechnung mit rund 20.000 Euro bezahlt. Nun liegt die Zukunft in den Händen der Gartenbesitzer. Wer sein junges Grün gut pflegt, wird in ein paar Jahren ernten können. Wir werden berichten. Vielen Dank an alle Beteiligten. jg

Dienstag, 5. Mai 2020

Sie brauchen sauberes Wasser



Viel Glück !

Mehr können wir jetzt nicht tun. Der Brunnen, der da gerade gebohrt wird, ist eine kleine nette Randnotiz in unserer Arbeit. Auf dem Rückweg von der JAMASTE Schule wurden wir um einen kurzen Halt gebeten. Wir sollten eine Wasserprobe mitnehmen, der Dorfbrunnen hatte seit ein paar Monaten nur noch gelbliches Wasser. Die Menschen waren verunsichert. Wir haben die Probe mitgenommen. Die Laboruntersuchung in Yangon zeigte einen extrem hohen Cadmiumgehalt: Vorsicht, nicht als Trinkwasser zu gebrauchen. Mit der Nachricht kam Klarheit in die Sache, ein neuer Brunnen muss her. Die Dorfbewohner haben gesammelt, wir haben unseren Teil dazu gegeben und nun können wir nur hoffen, dass die Brunnenbohrung erfolgreich ist. 80 Familien schauen erwartungsvoll auf das Bohrgerüst….

Wir brauchen Visionäre


Man kann seine Bilder mögen, oder auch nicht...

Seine bunten Bilder waren stilprägend. So stark, dass wir sie gleich erkennen, wenn sie von Kindern nachgemalt und interpretiert werden, wie hier im Bild. Dabei war die Malerei nur eine Seite von Friedensreich Hundertwasser - seine andere Seite war in der Natur verankert. Schon in den 70er Jahren hatte er davor gewarnt, dass der Mensch durch Autos und Flugzeuge mehr Sauerstoff verbraucht, als die Wälder zu produzieren imstande sind. Auch der Club of Rome warnt seit den 70er Jahren vor dem Kollaps der Erde - seine Mitglieder fordern mehr Nachhaltigkeit. Bleibt zu hoffen, dass unsere Bundeskanzlerin die Zukunft unserer Kinder im Auge hat, wenn sie heute mit der Automobilindustrie am Tisch sitzt. Wenn wir nach der Krise weitermachen wie vorher, haben wir viel verloren. jg

Samstag, 2. Mai 2020

Die Situation in Burkina Faso

Über den persönlichen Kontakt zu Walter Korn haben wir schon zweimal Solarlampen nach Burkina Faso geliefert. Die Lampen werden dort gut genutzt. Hier ist ein kurzer Situationsbericht von Walter: 

Das Land ist von der Pandemie nicht so stark betroffen wie befürchtet. Es wurden bisher knapp 700 Infektionen bestätigt, wobei die Dunkelziffer ein vielfaches höher sein dürfte, da nur wenige Tests gemacht werden, 50 Todesfälle sind bestätigt. Davon leider drei in unserem Projekt. Die eigentliche Katastrophe sind die Ausgangsbeschränkungen die verhindern, dass die Menschen ihre Felder bestellen können, Vorratshaltung ist nicht verbreitet, die Menschen leben von der Hand in den Mund. Wir haben zum Glück noch rechtzeitig veranlasst, dass auf unser Agrarprojekt eine „Hausmeister Familie" eingezogen ist, diese können nun auch weiterhin unsere Parzellen betreuen, somit ist die Ernte nicht verloren. Zwar entstehen laufende Kosten, dafür gewinnt das Haus mit dem nun fruchtbaren Grundstück eine noch größere Bedeutung für die Versorgung der Region. wk

Sonntag, 26. April 2020

33 gute Taten/31


31 - Jeden Tag einen Baum pflanzen

Corona überdeckt viele Themen - selbst die „Friday vor Future"  Demos, die wurden am Freitag ins Netz verlegt. Samstag war der Tag des Baumen - auch das ist ziemlich untergegangen. „Es reicht nicht das Wissen, man muss auch was tun" hat Goethe gesagt. Bäume zu pflanzen wäre sicher in seinem Sinn. Nie ging es dem deutschen Wald so schlecht wie in dieser Zeit. Trockenheit und Borkenkäfer haben dazu geführt, dass jeder zweite Baum in Deutschland mehr oder weniger krank ist. Eine gute Tat könnte es sein, jeden Tag einen Baum zu pflanzen. Mit dem Spaten in der Hand und einem guten Konzept im Kopf müsste sich das für jeden von uns umsetzen lassen. Wer Muskelkater hat, oder keine Zeit, der spendet 1.000 Euro, dann erledigen wir das gerne: mit Nachweisfoto und Geodaten. Im Bild mein Lieblingsbaum in Bagan. jg

Freitag, 24. April 2020

33 gute Taten/30


30 - Langfristig gedacht 

Corona wird vorbeigehen, das ist die gute Nachricht - die Klimakrise wird sich dann wieder verschärfen, das ist die schlechte Nachricht. Auch in Krisenzeiten muss man langfristig denken und investieren. In Solaranlagen, Kochöfen und Bäume. Am liebsten verschenken wir Obstbäume, die bringen Früchte. Wir kaufen die Bäume in Myanmar vor Ort in Baumschulen und verschenken sie in den Dörfern, in denen wir unsere Schulen gebaut haben. Die Dorfbewohner pflanzen, pflegen und ernten dann auch mal die Früchte. Die „Golden Mango" ist am meisten gefragt. Schon im dritten oder vierten Jahr tragen die jungen Bäume Früchte. Kinder und Erwachsene erfreuen sich an dem leckeren Genuss und wir freuen uns über den Klimabeitrag. Eine echte win : win Situation. Wer 1.000 Euro für eine Baumpflanzung in einem Dorf spendet, dem bringe ich eine dieser leckeren Mangos mit. Versprochen! jg

Freitag, 17. April 2020

Corona oder CO2 ?


Die Autoindustrie ist im Umbruch - Fridays for future auch

Die Wirtschaft drängt nach Aufhebung der Beschränkungen. Wenn wir wieder mehr „normales Leben" haben, haben wir auch wieder mehr Abgas, CO2 und Feinstaub. Die richtige Balance zu finden, ist Aufgabe der Politik. Als kleine Stiftung können wir nur Akzente setzen. Mit unseren 33 guten Taten leisten wir Corona Soforthilfe - mit unsern Umweltprojekten verfolgen wir langfristige Ziele. Beides ist wichtig. jg

Mittwoch, 8. April 2020

Baumprojekt Mexiko



Liebe Freunde, 50.000 Bäume wollen wir in diesem Jahr gemeinsam pflanzen. Unser Projektpartner Rodrigo aus San Cristobal/Mexiko schickt uns dafür Bilder, auf denen man die Herstellung von Pflanzensubstrat sieht. Das Fotos hier im Blog zeigt eines der Gewächshäuser. Das Pflanzensubstrat besteht aus: Pferdedung, zerschredderter Agave, Erde, später kommen noch Hefe und geschredderter Zuckerrohr dazu, bevor das ganze 40 Tage lang gärt und dann der Erde zur weiteren Züchtung der Bäume beigemischt wird. Rodrigo schreibt, dass auch dort das Covid-19 zu Einschränkungen im täglichen Leben führt, es aber trotzdem voran geht. Liebe Grüße, Nico

Freitag, 3. April 2020

33 gute Taten/15


15 - Urlaub im eigenen Land 

Ich bin in Norddeutschland aufgewachsen, zuerst in Hamburg dann in Heide. Die Urlaubsziele meiner Jugend lagen zwischen der Nordsee und der Lüneburger Heide. Verglichen mit den Reisezielen heutiger Jugend hört sich das ziemlich rückständig an - oder klimabewußt, ganz wie man drauf schaut. Heute werben wir für Urlaubsziele, die man klimafreundlich erreichen kann. Ohne Flieger, mit dem Auto, vielleicht sogar mir der Bahn, wenn wir dann wieder reisen dürfen 🙂 jg

Dienstag, 31. März 2020

33 gute Taten/12


12 - Lasst uns Bäume pflanzen

Martin Luther wollte in schwierigen Zeiten ein Apfelbäumchen pflanzen. Das ist ein gutes Zeichen, aber mit einem Bäumchen wollen wir uns nicht begnügen. Der Baumzähler auf unserer Seite hat vor ein paar Tagen die 30.000 überschritten. Bis zum Jahresende wollen wir die 70.000 Obst- und Laubbäume pflanzen, damit wir unser Versprechen erfüllen: wir pflanzen alle 10 Minuten einen Baum 🌳 Fast alle Bäume gehen in private Anpflanzungen. Wer unsere Pflanzinitiative mit dem Spaten in der Hand unterstützen möchte, muss sich bitte noch bis zum Herbst gedulden. Alle anderen können jetzt hier direkt online spendenhttps://www.stiftunglife.de/onlinespenden.html 

Montag, 30. März 2020

33 gute Taten/11



11 - Jetzt wird gehandelt 

Das Brandenburger Tor war am Samstagabend dunkel. Das haben wir gar nicht mitbekommen, das Coronageschehen hat auch die „Earth Hour" überlagert. Seit 2007 wird am 28. März für eine Stunde weltweit an öffentlichen Gebäuden das Licht ausgemacht. Eine von vielen Aktionen im Zeichen des Klimawandels. Für eine Stunde das Licht ausmachen es einfach, reicht aber nicht für einen Klimawandel. Jetzt haben wir alle Zeit. Wir sollten diese Zeit nutzen zum tätig werden, damit wir unseren Enkelkindern später mal erzählen können, was wir für das Klima getan haben. Mehr Bahn fahren, weniger fliegen - und hier ein paar Solarlampen spenden: https://www.stiftunglife.de/onlinespenden.html

Donnerstag, 26. März 2020

33 gute Taten/8



8 - Rettet die Bienen

Seit einem Jahr bekommen die Bienen viel Aufmerksamkeit – und das ist gut so. Lange Zeit wurden die fleißigen Tiere immer weiter an den Rand gedrängt. Wir haben uns in diesem Jahr ein großes Ziel gesetzt: zusammen mit unseren Freunden von Blume2000 wollen wir auch in diesem Jahr Saatgut verteilen für 1 Million m² Blühwiesen. April und Mai sind die besten Monate für die Aussaat. Wir freuen uns über jeden, der die Bienen mit Rat und Tat unterstützt: bitte Blühwiesen anlegen oder für die Bienen spenden, einfach und sicher hier:  https://www.stiftunglife.de/onlinespenden.html 

Mittwoch, 18. März 2020

Corona in Deutschland, in Myanmar, weltweit.



Die aktuelle Lage in Myanmar
"Aktuell gibt es hier niemanden, der sich mit dem Corona Virus infiziert hat", berichtet Capt. Wilk. Die Regierung har die großen Schulferien vorgezogen und alle Schulen geschlossen. Nur ein paar Abschlussschüler sitzen noch in ihren Examen. Alle Kinos sind geschlossen, Veranstaltungen sind abgesagt, auch das Wasserfest. Einreisende aus Deutschland müssen für zwei Wochen in Quarantäne.


Die Arbeit in den Projekten läuft
An unseren Schul- und Solarprojekten in Bagan und im Delta gehen die Arbeiten voran, auch die Bäume werden weiterhin gepflanzt. Die Swimming Doctors sind in diesem Monat sogar zehn Tage länger unterwegs, weil das Wasserfest Mitte April eine (stille) Pause bringt. Anfang Mai beginnt dann wieder die reguläre Route für unser Schiff.


Wir arbeiten Zuhause 
Für viele Menschen ist es eine Umstellung – für uns ist es der Alltag: zu Hause den Laptop aufklappen und schauen, was zu erledigen ist. Weil die Teammitglieder der Stiftung über ganz Deutschland verteilt sind, arbeiten wir virtuell zusammen. Zum Beispiel das Swimming Doctors Team: Wolf lebt in München - Ludger und Joe arbeiten in Celle - Dieter lebt in Berlin. Mail, Internet und Facetime sind die Grundlage der täglichen Zusammenarbeit - und so funktioniert auch die Zusammenarbeit mit den Ärzten auf dem Schiff. Das Büro der Stiftunglife in Celle besteht aus einem Schreibtisch im Büro von Gessner und Raap und einer engagierten Mitarbeiterin: Dörte organisiert neben der täglichen Büroarbeit auch noch die Stiftungssachen, besonders das Herzstück der Stiftunglife, das gläserne Konto - und das notfalls auch von Zuhause. Ein großes Dankeschön an alle, die sich auch in schwierigen Zeiten für die gute Sache engagieren - in Deutschland und in unseren Projekten in Myanmar. jg


Montag, 16. März 2020

Gerade jetzt!



Soll man sich jetzt wirklich um Bäume kümmern?


Martin Luther meinte, dass er ein Apfelbäumchen pflanzen würde, selbst wenn er wüsste, dass die Welt untergeht. So weit sind wir Gott sei Dank noch nicht. Es könnte also eine gute Ablenkung sein, wenn wir uns mit positiven Dingen beschäftigen. Zum Beispiel mit dem Bäume pflanzen. Grundsätzlich ist das gut, aber es macht nur Sinn zu pflanzen, wenn die Bäume auch stehen bleiben. Das ist nicht selbstverständlich, denn in vielen Entwicklungsländern wird mit Holz auf offenem Feuer gekocht. Wie hier auf dem Foto, bei der Schuleröffnung der HahnAir School. Wir zeigen den Menschen, wie man mit ganz einfachen Kochöfen eine Menge Holz sparen kann. Das spart Zeit und Mühe und hilft der Umwelt. Den Bau von 1.000 Kochöfen haben wir bereits finanziert. Der angenehme Nebeneffekt: viel mehr Bäume bleiben stehen. jg

Freitag, 13. März 2020

Kann man - muss man aber nicht

San Pellegrino im Strand Hotel

Noch nie habe ich verstanden, warum Menschen in die Ferne reisen, um sich dort das Tafelwasser servieren zu lassen, das sie bei ihrem Italiener Zuhause auch bekommen könnten. Eine aktuelle Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt die verheerenden Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt - nicht nur mit Mineralwasser, das um die halbe Welt gekarrt wird. Während. Vor drei Monaten hätte noch niemand geglaubt, dass auch auf Flüge verzichten kann. Muss ja nicht für immer sein. Velleicht bringt uns diese Zeit die Erkenntnis, dass die unbeschränkte Globalisierung nicht nur Vorteile hat. Weil sich manche Flüge nicht vermeiden lassen, gibt es CO² Kompensationsangebote. Die gehören heute zum nachhaltigen Reisen. Wenig fliegen und am besten nur mitnehmen, was unbedingt nötig ist. Je leichter der Koffer, desto weniger Emissionen verursacht er. Gerne kleine Hotels buchen, die von Einheimischen geführt werden. Auf Pommes und McDonald verzichte und lieber die kleinen Restaurants abseits der Touristenströme ausprobieren. Dort warten neue kulinarische Eindrücke und es bietet sich die tolle Chance, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Zur Müllvermeidung empfiehlt es sich, die Trinkflasche von Zuhause mitzubringen, statt täglich Plastikflaschen zu verbrauchen. Im Bayview, im Savoy und vielen anderen Hotels kann die eigene Trinkflasche an Refill Stationen mit bestem Trinkwasser nachgefüllt werden. Einheimische Angebote und Dienstleistungen nutzen, denn damit bleiben Arbeitsplätze erhalten. Beim Strandspaziergang einfach einen Beutel mitnehmen und den Müll aufsammeln. Leere Sunlotion Flaschen mit nach Hause nehmen, weil Kunststoff in Deutschland recycelt werden kann. En bisschen Nachdenken und wir haben die Chance, Natur und Kultur für unsere Kinder zu erhalten. jg 


Donnerstag, 12. März 2020

22 Grad, Sonnenschein


Wir pflanzen alle 10 Minuten einen Baum 🌳 

In diesen Zeiten braucht man auch mal gute Nachrichten. Die kommen von den Bäumen, die wir in Deutschland, Mexiko und  Myanmar pflanzen. Das Bild haben wir gerade von Fet a Soller auf der Insel Mallorca bekommen. Dort scheint die Sonne. Unsere jungen Orangenbäume werden bald aus den Gewächshäusern geholt und im Freien gepflanzt. 1.000 Orangenbäume haben wir im letzten Jahr gespendet. Wenn die gut wachsen und gedeihen, kommen in diesem Jahr weitere 1.000 Bäumchen dazu. Mit etwas Glück und guter Pflege werden in zwei bis drei Jahren die ersten Früchte zu ernten sein. Chrissi und Ulrich sind jedes Jahr vor Ort und schauen auf unsere Bäume. jg

Dienstag, 10. März 2020

2.000 Olivenbäume in Alicante


Liebe Stiftunglife,
ich wollte von den 2.000 Bäumen berichten, die wir zusammen im spanischen Hinterland pflanzen. Jetzt haben wir die ersten Setzlinge im Boden - etwas später als gedacht. Warum? Weil das Land, dass wir pachten wollten plötzlich anderweitig verkauft wurde und nicht mehr zur Verfügung stand. Das war natürlich sehr ärgerlich aber so ist es halt manchmal. Natürlich gibt es dafür eine Lösung. Welche? Ganz einfach, ich habe zusammen mit Michi in unmittelbarer Nachbarschaft fast 4 Hektar Land gekauft. Das war zwar recht teuer aber versprochen ist versprochen und jetzt können wir endlich loslegen. Wasser haben wir übrigens auch schon gelegt. Vermutlich wird es durch die Verzögerung noch etwas dauern bis auch wirklich alle 2.000 Bäume gepflanzt sind aber der Anfang ist gemacht und mit den ersten 1.000 Setzlingen geht es jetzt schon mal los. Ich kann aber nicht garantieren, dass wir in diesem Jahr alle Bäume schaffen.  Ich hoffe daher, dass es okay ist, falls ein Teil der Bäume erst im nächsten Jahr gepflanzt werden kann. Liebe Grüße, Alex


Warnung an die Menschheit
Das ist der Titel einer Veröffentlichung von 25 Wissenschaftler zum Insektensterben. Das Ausmaß des weltweiten Insektensterbens ist nach ihrer Einschätzung weitaus größer, als bislang angenommen. Die Industrialisierung der Landwirtschaft macht ihnen das Leben Immer schwerer. Sollte der gegenwärtige Negativtrend anhalten, sehen die Wissenschaftler gravierende Auswirkungen für die die Menschheit. Fast 90 % aller Blütenpflanzen dieser Erde werden von Insekten bestäubt. Um dieses Ökosystem zu erhalten, engagieren wir uns auch in diesem Jahr für mehr Lebensraum für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Kostenloses Saatgut für Blühwiesen kann bei uns angefordert werden. Einfach eine Mail schreiben an info@stiftunglife.de


Montag, 9. März 2020

Unsere Studentin Angelica


A full-time teacher and environmentalist
Angel Mata is the woman behind Low Impact Filipina, shaping an important discussion about environmentalism through her rebranded blog, Low Impact Filipina. Speaking thoughtfully, she said, "I found out that plastic, or waste in general, is actually a very small portion of the problem." Angel attends several conferences and seminars to spread awareness, especially when local government units are involved, but she is also working towards arming herself with more knowledge: "I want to take my master's degree in Environmental Science." She'll be taking a five-week academic residency at the University of Montana. "As a teacher, one of my goals this year is to create a curriculum. I want to integrate environmentalism into teaching. Conferences and seminars are good, but actually integrating it in the classroom…I think it'll create a much bigger impact. It's a process. In our school, the vision, mission, and the goals are connected to environmentalism, so it's easier for me. But I will be making a curriculum guide that other teachers can access for free. On how to protect the environment: "We have existing laws for the environment already. What is lacking is the implementation. And this is where our privilege comes in, we can't blame the poor din naman kasi that's what they can afford. So corporations and the government need to provide better alternatives."

Mittwoch, 4. März 2020



Einsparen statt kompensieren
Die Hamburger Otto Group wird beim Umweltschutz andere Wege gehen als die meisten Unternehmen. Der Handelskonzern wird vor allem CO2 Emissionen reduzieren und nicht, wie viele andere es tun, kompensieren, um klimaneutral zu werden. Sicher ist das die bessere Lösung - ein gutes Beispiel, dem wir folgen sollten: auf Flugreisen verzichten, den öffentlichen Nahverkehr nutzen, Fahrrad fahren, jeder hat die Möglichkeit, etwas fürs Klima zu tun. Kompensationsangebote sind besser als nichts, aber sie sind nur die zweitbeste Lösung. jg

Plastik reduzieren


Bei Tchibo im Angebot
Mit diesen frühlingsfreundlichen Trinkflaschen kann man der Umwelt viele Einweg Plastikflaschen ersparen. Natürlich gibt es auch andere Anbieter, aber 14,95 Euro ist ein brauchbares Angebot. Wenn diese Flaschen täglich mit "Hahnenwasser" aufgefüllt und genutzt werden, ist das gut für die Umwelt und gut fürs Portmonee. jg 

Sonntag, 1. März 2020




Erst mal ein paar Kilo runter, dann geht es auch mit dem Sport leichter. Wer das konsequent macht, kann sich nach ein paar Tagen mit einem Blick auf die Waage belohnen. Fastet man unter Anleitung, kostet es Geld und Zeit. Dafür sind Gespräche inbegriffen. Ziel der Übung ist es Kraft zu tanken, einen klaren Kopf bekommen und ein Körpergefühl, dass zu innerem Frieden führt. 

Man kann es auch so sehen:
Einige Kirchen verbinden mit dem Motto „So viel du brauchst" die Fastenzeit mit einer Besinnungspause. Es reicht nicht aus, 40 Tage auf Fleisch, Alkohol und Schokolade zu verzichten - wir sollten das Klimafasten hinzuzufügen. So ein kombiniertes Fastenprogramm spart Geld und schärft die Sinne. Vielleicht finden wir so viel Gefallen daran, dass wir nach 40 Tagen gar nicht aufhören wollen. jg

Das letzte Jahr war grün



Dieses Jahr wird grüner
Im vergangenen Jahr haben wir 10.000 Bäume gepflanzt. Dieses Jahr werden es viel mehr. Am liebsten pflanzen wir in Myanmar. Dort werden unsere Baumspenden geschätzt und gepflegt. Jedes „unserer" Dörfer bekommt 1000 Bäume. Wer als Spender eine Patenschaft für diese Bäume übernimmt, kann damit sein Leben hier klimaneutral stellen. Das ist eine echte win : win Situation. Die ersten vier Dörfer (zwei in Bagan und zwei im Delta) haben ihre Bäume schon bekommen. Anfang März geht es weiter - unser Ziel ist es, in jedem Monat in zwei Dörfern je 1.000 Bäume zu pflanzen 🌳


Donnerstag, 27. Februar 2020

Ein Krankheitsfall



Dem deutschen Wald geht es schlecht
Der Borkenkäfer legte sich in diesem Winter kaum zur Ruhe. Viel zu warm waren die vergangenen Monate, Frost gab es kaum, von Schnee ganz zu schweigen. Der gefährlichste Schädling für den deutschen Wald konnte sich richtig sattfressen. Und jetzt, in diesem frühlingshaften Februar, ist er schon dabei, sich zu vermehren. Nach zwei trockenen Hitzejahren ist der deutsche Wald so geschwächt, dass der Borkenkäfer paradiesische Zustände vorfindet. Neue Daten des Landwirtschaftsministeriums zeigen: in den vergangenen Monaten wurde in Deutschland deutlich mehr Wald zerstört, als angenommen. Das Schlimmste steht uns nach Meinung der Experten noch bevor. Weil jammern nicht hilft, pflanzen wir alle 10 Minuten einen Baum 🌳

Montag, 24. Februar 2020



Rettet die Bienen!
Vor einem Jahr waren die Bienen in aller Munde. Dass Volksbegehren Artenvielfalt war ein großartiger Erfolg. Bienen sind die größten  Sympathieträger unter den Insekten. Durch die anhaltende Berichterstattung sind uns wichtige Zusammenhänge bewusst geworden. Es geht um Lebensräume für Insekten - und um Lebensräume für Menschen. Wenn wir etwas für die Bienen und Schmetterlinge tun, tun wir viel für uns selbst. Auch in diesem Jahr spenden wir Wildblütensamen für Blühwiesen. Wer Zeit, Lust und ein Stück Land hat, kann jetzt schon seine kostenlose Samenliefeung bestellen: info@stiftunglife.de

Mittwoch, 19. Februar 2020

Tausend Öfen für Nepal


Bäume pflanzen ist gut - weniger Holz verbrennen ist genau so wichtig
Diese Erkenntnis hat uns hat uns nach Nepal gebracht. Das Land hat ehrgeizige Ziele in Sachen COEinsparung, in zehn Jahren soll jeder Haushalt Zugang zu sauberen Energien zum Kochen haben. Die Elektrifizierung soll bis dahin eine hundertprozentige Abdeckung des Landes erreicht haben. Schon jetzt haben mehrere Organisationen elektrische Kochplatten verteilt. Problem ist, dass die Stromversorgung für deren Betrieb nicht annähernd ausreicht. Wenn der Kocher nicht funktioniert, dann wird wieder zurückgegriffen auf offene Feuer, und das ist ein echter Rückschritt! Mit dem Fortschreiten des Straßenbaus auch in entlegene Gegenden besteht die Möglichkeit, Waren einfacher zu transportieren. Gas-Zylinder können so auch in abgelegene Gebiete gebracht werden. Allerdings steigen die Preise für Gas mit dem Aufwand des Transportes. In vielen Häusern kann man einen Gaskocher finden, der aber nur selten und ganz gezielt eingesetzt wird, etwa zum Teekochen.Die restlichen Mahlzeiten werden auf Feuerholz gekocht. Kleine Metallöfen, vergleichbar mit einem Gartengrill, sind besonders im südlichen Flachlandgürtel, weit verbreitet. Als Brennstoff kommen Feuerholz, Pellets, Altpapier-Briketts oder getrockneter Dung in Frage. Diese „Rocket Stoves" sind transportabel und flexibel einsetzbar. Sie optimieren den Verbrennungsprozess und sind daher sparsam. Für eine Familie benötigt man immer mehrere solcher Öfchen, oder nimmt zusätzlich das offene Feuer in Kauf. Lehm- oder Metallöfen mit zwei bis drei Kochstellen und einem Rauchabzug sind weit verbreitet und lösen immer mehr die offenen Feuer ab. Aber sie sind wesentlich teurer in der Anschaffung als Lehmöfen, und bergen die Gefahr von Verbrennungsunfällen.

Lehmöfen bestehen zum größten Teil aus überall vorhandenen Materialien und können nach entsprechendem Training relativ einfach aufgebaut werden. Sie sind in der Handhabung einfach. Das Material Lehm wird auch sonst in den Bauernhäusern genutzt und ist ein Werkstoff, der traditionell bekannt ist. Die Lehmöfen strahlen wenig Hitze ab und reduzieren damit die Gefahr der Verbrennungen. Der Holzverbrauch wird wesentlich reduziert und durch den Schornstein entweicht der Rauch aus dem Küchenraum. Am wichtigsten ist aber, dass diese Öfen regelmäßig genutzt werden und von den Hausfrauen akzeptiert sind, da sie der Kochkultur in Nepal sehr entgegenkommen.In vielen Gesprächen und bei Besuchen in den Dörfern stellen wir fest, dass der Lehmofen weiterhin die Kochstelle der ersten Wahl ist. Neben diesem Ofen wird oft ein Mix aus anderen sauberen Energien genutzt. Diese werden immer gezielt eingesetzt, wie Kochgas für Tee. Nepalesische Hausfrauen sind meist stolz, wenn sie „moderne" Kochplatten erhalten, die Nutzung allerdings gestaltet sich schwierig. Zu einer Umstellung der Kochgewohnheiten benötigt man eine lange Zeit und neben Unterweisung auch Begleitung. Dies wird wahrscheinlich in den Städten und größeren Orten möglich sein, aber die Landbevölkerung wird weiterhin auf ihre traditionellen Küchen und Öfen zurückgreifen.Ein Ofen kostet 12 Euro und spart rund eine Tonne CO2. Alles zusammen waren das gute Argumente für uns, den Bau von tausend Kochöfen zu finanzieren. Mal schauen, ob sich diese Idee auch auf unsere Projekte in Myanmar übertragen lässt. jg